1 Ekim 2025 Çarşamba

Die etwas andere Liebe

Liebesgeschichte 💞

Zwei Jahre lang hatte Monika Schmitt mit ihrer Kollegin zusammengearbeitet, die vor Kurzem wegen Heirat gegangen war, in dem kleinen Schreibbüro im dritten Stock.

Vor Kurzem hatte ein neuer Kollege hier angefangen – wirklich ein sehr angenehmer Arbeitskollege.

Inzwischen waren schon einige Monate vergangen, und Monika verliebte sich in ihn, diesen Typen: klein, mit kugelrundem Bauch und Brille auf der Nase.

Sie wartete darauf, dass er den ersten Schritt machte. Als Frau wünschte sie sich, dass er sie ansprechen würde.

Manchmal lag es ihr auf der Zunge, ihn zum Kaffee einzuladen, aber das kam ihr komisch vor.

Monika war eine relativ attraktive Frau, mit blonden Haaren, zierlicher Figur und immer modisch gekleidet.

Höflichkeit lag ihr im Blut, und ihr Lächeln war unverwechselbar.

So vergingen die Tage – und an diesem Tag war Herr Kunz nicht bei der Arbeit.

Es schien, als sei etwas passiert. Bisher war er immer überpünktlich vor ihr da gewesen.

An der Empfangstheke erfuhr sie, dass Herr Kunz im Krankenhaus war.

Das war jetzt die Gelegenheit, dachte sich Monika. Es wäre unauffällig, als Kollegin einfach im Krankenhaus einen Besuch abzustatten!

So gedacht, so getan.

Am nächsten Tag im Krankenhaus öffnete Monika die Zimmertür – ein kahles, steriles Zimmer, die Betten noch leer.

„Dann kann ich hier in Ruhe mit ihm reden“, dachte sich Monika und ging zum Krankenbett.

Er schien sie nicht wirklich wahrzunehmen. Nach einer höflichen Begrüßung fragte Monika, was passiert sei.

Herr Kunz winkte mit der Hand ab und sagte mit schmerzverzerrter Miene: „Jemand ist mir mit seinem Autoreifen auf den Fuß gefahren.“

Gut, dass nichts Weiteres passiert war – nur stark geschwollen und geprellt.

Monika schob sich einen Stuhl an sein Bett und wollte die Gelegenheit nutzen.

„Herr Kunz, wie ist Ihr …“

In dem Moment wurde die Tür aufgestoßen, und das Geräusch vermischte sich mit ihrer Frage. Die Schwester rief hinein: „Abendessen! Schaut kurz zu ihr rüber… In einer halben Stunde ist die Besuchszeit beendet“, verkündete sie.

Danach stellte sie das Tablett auf den vorbereiteten Ausziehtisch und verschwand.

Da platzte es aus Monikas Mund heraus: „Monika. Ich heiße Monika. Wie ist Ihr Vorname?“

Herr Kunz hatte gerade einen Löffel vom Essen im Mund und deutete mit dem Finger nach unten zum Bett, dort war das Namensschild: „Karl Kunz“.

Monika rutschte spontan heraus: „K-K…“ und versuchte ein Gespräch zu führen, doch Karl war mit dem Essen beschäftigt und verzog bei jedem Bissen die Mund- und Gesichtszüge grauenhaft.

Die Tür wurde wieder ruckartig aufgestoßen.

„So, jetzt braucht der Patient seine Ruhe“, raunte die Schwester.

Monika beschloss, nicht mehr zu kommen.

Nach einigen Wochen kam Herr Kunz wieder zurück. Kaum einen Tag später wurde er in die untere Abteilung versetzt.

Der Abteilungsleiter nahm ihn mit. Herr Kunz zuckte mit den Schultern, als er bei Monika vorbeiging.

Eines Abends im Büro war es schon ziemlich spät geworden, und Monika eilte zur Bahn. Erst musste sie in die S-Bahn, dann umsteigen in die nächste U-Bahn.

Beim ersten Aussteigen war die Bahn heute besonders voll – zum Wochenende hin. Sie wurde herumgerempelt. Sie konnte nicht mehr stehen und fiel hin und stieß sich dabei unglücklich den rechten Arm.

Jemand hatte den Notarzt gerufen, und Monika wurde ins Krankenhaus gebracht.

Im Krankenhaus wird normalerweise sofort geröntgt, aber doppeltes Pech: Das Gerät war außer Betrieb, und der zuständige Radiologe war krank.

Und es war Freitag, Wochenende auch noch.

Die Nacht war kurz, und der Tag zog sich hin. Spätnachmittags öffnete sich leise die Tür, und ein Kopf schob sich hinein.

„Herr Kunz!“

Mit fast gleitenden Schritten stand er jetzt vor ihrem Bett und brabbelte: „Ich habe Ihnen, dir, Monika, mir erlaubt, was mitzubringen.“

Er stellte eine kleine Konditorpappschachtel auf ihren Klapptisch.

„Ich hoffe, Sie mögen Kuchen“, fragte er höflich.

„Ja“, antwortete Monika etwas irritiert und öffnete die kleine Schachtel – ein kleines Mini-Erdbeertörtchen.

„Oh, danke. Wirklich sehr lecker“, entwich es begeistert aus Monikas Mund.

Besorgt fragte Kurt: „Was ist mit dem Arm?“

Monika blickte enttäuscht kurz zur Decke: „Muss noch geröntgt werden!“

„Mh, ja, Wochenende“, nickte Kurt betrübt.

„Na“, fing Kunz an, „es wird ja bald Abendessen geben…“

„Da fällt mir gerade auf, mein Schwager ist Koch, meine Schwester lässt ihn die Computerarbeiten machen.“

Monika verwundert: „Sie haben eine Schwester?“

„Ja, sie ist einiges älter als ich“, hielt er inne, denn er wusste genau, dass seine Schwester auf keinen Fall wollte, dass jemand ihr Alter kennt.

„Ihr Mann Viktor ist viel jünger als sie, und seit er seine Arbeit verlor, hat meine Schwester ihn zum Helfen angeordnet.“

„Ah“, sagte Monika.

„Die sind halt wie Apfel und Ei“, lächelte Kurt kurz.

Dann drehte er sich am Schuhabsatz um und grinste geheimnisvoll vor sich hin.

„Du, Monika“, gab er ihr unverhofft ein Küsschen auf die Wange. „Mir ist da was aufgefallen… Ich komme später wieder zurück.“

Monika tastete mit ihrer linken Hand ihre Wange ab. „War das jetzt ein Traum?“, überlegte sie in Gedanken.

Karl entflieht nach draußen, schnurstracks zur Küche – ach was, Saal, riesiger Küchensaal…

Mit einer Schürze und einer Papier-Kopfbedeckung, die er von einem davor hängenden Haken genommen hatte, nahm er all seinen Mut zusammen und spazierte hinein.

Noch war es ruhig. Der Chefkoch lehnte an der Seite, sein Schild wies ihn aus. Er sah Kunz auf sich zukommen.

Kunz erklärte und erzählte ohne Umschweife sein Anliegen:

Dass das Krankenhausessen einfach nicht schmecke und es doch besser wäre, bessere Qualität zu kochen, als das zurückgebrachte Essen wegzuschmeißen. Denn dann spare man sich viel Geld, wenn das Essen schmeckt – und noch dazu dem Patienten das Essen schmeckt.

Die ganze Zeit schwieg der Chefkoch.

Kunz rechnete schon mit einem Rauswurf.

Dann ein großes Nicken: „Wie machen wir das mit den Diabetikern?“

Kunz warf ein: „Dann machen Sie zwei Stationen, also Abteilungen. Mein Schwager Viktor kennt sich mit sowas hervorragend aus, er ist Koch!“

„Koch, so so!“ Interessiert musterte der Chefkoch Herrn Kunz. Seine Blicke schienen etwas zu denken.

Seine Augen wanderten im großen Saal der Krankenhausküche umher.

Der Chefkoch murmelte etwas in sich hinein und sagte dann: „Gut, dann soll er kommen!“

Sofort rief Karl seinen Schwager Viktor an, der regelrecht hergeflogen kam.

Die zwei Männer verstanden sich auf Anhieb, die leuchtenden Augen beflügelt von Ideen.

Inzwischen hatte der Chefkoch den Krankenhauschef informiert, der kurz vorbeikam, um sein Okay zu geben.

Monika war vor lauter Warten eingenickt, etwas schläfrig, zittrig und ungeduldig schlug sie die Augen auf.

„Es müssen bestimmt schon Stunden vergangen sein“, dachte Monika.

Endlich kam Karl zurück, nach kurzem Nachfragen ihres Befindens plauderten sie ungezwungen einfach drauflos.

Über Karl seine Schwester, die etwas Verrückte, die sich spät nach ihrer Rente mit einem Erlebnisagentur „Kunterbunt – Wünsch dir was“ selbständig gemacht hat und verrückte Dinge verwirklicht.

Dass seine Schwester ihn schon öfter gebeten hat, bei ihr die Computerarbeiten zu übernehmen, die Termine zu organisieren und und...

Monika kam gar nicht mehr heraus vor Staunen.

Sanft, fast lautlos öffnete sich die Tür, und ein Rollwagen mit zugedecktem Essen wurde hereingerollt. Ein Lächeln der Schwester streifte kurz die beiden, dabei stellte sie das Tablett auf dem Klapptisch ab.

Neugierig und überrascht hob Monika den Deckel hoch.

Ein sanftes, süßliches Lächeln flog über ihre Lippen: „Das ist mein Lieblingsessen – wie aus Omas Zeiten... Blaukraut mit Knödeln und dunkler brauner Soße“, schwelgte sie.

Karl genoss es, dass es ihr so gut schmeckte.

Und erzählte, wie es dazu kam.

Bevor Karl ging, flüsterte Monika Karl zu: „Das alles für mich, danke dir, Karl.“

Karl nickte geschmeichelt und strich noch kurz über ihre linke Hand.

Sie war fast eingedöst, bevor sich Karl verabschiedete.

Einige Monate vergingen. Heute war von den beiden der letzte Tag im Büro. Kurze Verabschiedung von den Kollegen.

Ein paar Tage später standen sie im Laden von Karls Schwester Marie.

Marie, von allen nur „Marie Kunterbunt“ genannt, sagte zu ihrem Bruder: „Du brauchst auch einen Künstlernamen, am besten Karl Künztler“, und schubste dabei Karl in Richtung Monika. Marie nahm ihre Tasche und ging hinaus.

Das letzte Stück stolperte Karl leicht vor, er schien in der Luft nach den richtigen Worten zu suchen, schnappte nach Luft und stieß liebevoll hervor: „Ich liebe dich!“

Er zog Monika an sich heran und küsste sie leidenschaftlich.

In dem Moment kam Marie wieder zurück und winkte den beiden zu: „Kommt, macht euch fertig… ich habe was für euch!“

Nach einer kurzweiligen Fahrt waren sie am Ziel. Ein kleiner Motorflieger wartete auf einem kleinen Hanger auf sie.

Unbedarft stieg Monika ein.

Insgesamt mit Pilot sechs Personen an Bord.

Drin saßen Monika, Karl, Marie, ihr Mann Viktor und noch ein weiterer Mann, ein Freund der Familie.

Oben in den Lüften, in der richtigen Höhe angekommen, machten sich alle fertig zum Fallschirmsprung.

Gekonnt sprangen sie nacheinander heraus. Monika war voller Begeisterung.

Nachdem sie nach Anweisung der Schwester Marie die Fallschirme geöffnet hatten und in der Luft eine Gruppierung bildeten und die Hände reichten, gab sich der Freund als Pfarrer zu erkennen.

Marie lachte laut: „Die Zahl fünf bringt Glück!“, dabei hob sie ihre Handfläche nach oben und schwenkte sie im Kreis.

Monika war total perplex, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie schaute zu Karl rüber, er nickte.

Dann wurden sie in luftiger Höhe gefragt: „Monika Schmitt, willst du Karl zu deinem angetrauten Mann nehmen?“ Ein schmetterndes „Ja!“ hallte durch die Wolken.

Dann: „Herr Karl Kunz, willst du Monika zu deiner Frau nehmen?“ Dieser wiederum rief mit einem schallenden „Ja!“ hinaus.

Überwältigt landeten die beiden überglücklich am Boden.

Alle fünf umarmten sich. An das unvergessliche Erlebnis und die Liebe darin werden sie sich immer erinnern.

30 Eylül 2025 Salı

Kutto Krimi 🕵️‍♂️ KKR 001

[Empfohlen ab 16 Jahren und für Erwachsene
Sie kennen Ihr Kind am besten – bitte entscheiden Sie selbst, was für Ihr Kind geeignet ist.
In diesem Krimi geht es um die Jagd nach dem Drogenboss Piton und den verrückten Professor Rupert, der ungewöhnliche Pillen erschafft. Diese werden nur erwähnt – ebenso wie Todesfälle, ohne dabei ins Detail zu gehen.
Hauptfigur: Kutto – Detektiv mit scharfem Spürsinn und blitzschneller Kombinationsgabe.]


Detektiv Kutto

🔎 In London, im Limehouse-Viertel, prasselte der Regen unaufhörlich auf den alten Schrottplatz – auf verrostete Autowracks und ausrangierte Zugteile. Das Geräusch der Tropfen schlug gegen das rostige Dach des veralteten Güterwaggons, der als Detektiv Kuttos „Büro“ diente. Innen war es düster, das Licht kam nur von einer einzigen, schwachen Lampe. Der Raum war überfüllt mit Akten, alten Stadtplänen und Zeitungsausschnitten, die an der Wand hingen. Draußen roch es nach nassem Metall und altem Öl – die Blechteile gaben platschende, klingende Regengeräusche von sich.

In Schurkenkreisen war Kutto unter dem Spitznamen „Schroty“ bekannt. „Schrullig“, sagten die Leute über ihn. Vielleicht lag es an seinen verkniffenen, scharfen Gesichtszügen oder an der Art, wie er sich durch den Regen bewegte, als würde er ihn nicht einmal spüren. Doch Kutto kümmerte sich nicht darum. Wer ihn kannte, wusste: Dieser Mann war einst ein Spezialagent gewesen – einer der Besten.

In den Londoner Vierteln kursierten Gerüchte über seinen unkonventionellen Arbeitsstil. Er war bekannt dafür, schwierige Fälle zu lösen.


Auf der Suche

Mit festem Willen verließen die beiden Jungs, Pit (17) und Jo (16), die ruhigen Straßen von Greenwich und machten sich zu Fuß auf den Weg. Anfangs war noch alles vertraut – gepflasterte Wege, gepflegte Gärten, der sanfte Wind von der Themse. Doch je weiter sie gingen, desto mehr veränderte sich die Umgebung. Die vertrauten Straßen verschwanden langsam in der Dunkelheit, je näher sie dem Tunnel kamen.

Die massiven Kupferkuppeln des Eingangs zum Tunnel standen im schummrigen Licht, fast verborgen im Halbdunkel. Als sie den alten Fußgängertunnel unter dem Fluss betraten, kroch ein unsicheres Gefühl in ihnen hoch. Der Tunnel war lang und eng, nur schwach von flackernden Deckenleuchten erhellt. Hinter dem Lichtschimmer waren einzelne, verrostete Schilder zu erkennen. Ihre Schritte hallten dumpf in der Stille. Sie blickten immer wieder hinter sich.

Als sie in Isle of Dogs in Richtung Limehouse betraten, blickten sie auf das trübe Wasser der Themse, das in der Ferne matt glitzerte. Die Straßen waren enger, die Gebäude grauer. Der Geruch von Öl und Hafen lag in der Luft. In Limehouse wurden die Gassen schmaler, dunkle Lagerhäuser reihten sich aneinander, und aus den Pubs drangen raue Stimmen nach draußen. Hier musste der Detektiv irgendwo sein.


Spurensuche

Der Regen nieselte auf das Kopfsteinpflaster nieder, während sich Pit und Jo durch die dunklen Gassen des heruntergekommenen Viertels schlichen. Hier, in den engen Straßen zwischen den alten Pubs, wollte sich nach Einbruch der Dunkelheit niemand mehr aufhalten. Es gab Gerüchte über zwielichtige Gestalten, Schurken, die sich in den verlassenen Lagerhäusern herumtrieben. Doch die Jungs hatten keine Wahl.

„Bist du sicher, dass er hier ist?“, flüsterte Jo.

Pit nickte. „Wenn es jemanden gibt, der uns helfen kann, dann dieser Kutto. Wir müssen nur herausfinden, wo er steckt.“

Sie betraten einen der Pubs – ein stickig-verrauchter Ort, in dem sich nur unangenehme, harte Kerle aufhielten. Hinter der Theke stand ein kräftiger Mann mit breiten Schultern und tiefen Falten im Gesicht – offensichtlich der Besitzer. Kaum hatten sie die Tür hinter sich geschlossen, spürten sie die Blicke der Gäste auf sich gerichtet. Dieser Bezirk wurde gemieden. Keiner mochte Fremde hier. Bevor sie auch nur ein Wort sagen konnten, trat ein Türsteher an sie heran und schob sie grob zur Tür.

„Verschwindet, Jungs! Das ist kein Ort für euch.“

„W-wir müssen ihn finden…!“, stotterte Pit.

„Wie alt seid ihr überhaupt?“, fragte der Türsteher misstrauisch.

„Sechzehn und siebzehn“, antwortete Pit schnell.

Der Wirt, der das kurze Gespräch mitbekommen hatte, musterte die beiden genau. Etwas an ihrer Art ließ ihn innehalten. Diese Jungs hatten einen ernsten Grund, hier zu sein.

„Was wollt ihr?“, fragte er ruhig.

Pit trat einen Schritt vor. „Wir suchen einen Detektiv. Kutto soll er heißen. Wir brauchen ihn dringend. Unsere Oma ist verschwunden.“

Einen Moment lang war es still im Raum. Dann lehnte sich der Wirt auf die Theke und brummelte leise:

„Kutto, ja? Dieser Kerl war mal ein Spezialagent. Früher einer der Besten. Aber nach einer Sache, die schiefging, hat er sich hier verkrochen. Die Leute sagen, er sei verrückt geworden.“

„Uns ist egal, was die Leute sagen“, erwiderte Pit entschlossen. „Wir brauchen ihn.“

Der Wirt kratzte sich am Kinn. Dann nickte er langsam.

„Wenn ihr ihn wirklich finden wollt, geht zum Schrottplatz. Folgt den Straßenlichtern, aber bleibt immer im Licht – dort seid ihr sicher. Und seid vorsichtig. Manche Leute mögen es nicht, wenn man zu viele Fragen stellt…“

Mit dieser Warnung im Hinterkopf machten sich Pit und Jo auf den Weg in die dunkler werdende Nacht. Ihre Schritte hallten auf dem nassen Pflaster wider. Sie wussten nicht, dass ihre Suche sie tiefer in ein Netz aus Geheimnissen und Gefahren führen würde, als sie sich je hätten vorstellen können…


Nahe dran

Die Straßenlaternen warfen flackerndes Licht auf den nassen Asphalt, während Pit und Jo sich vorsichtig dem Schrottplatz näherten. Rundherum tauchten schemenhaft Lichter von Straßenlampen und weit entfernten Gebäuden auf. Der Ort war düster – alte Autos, Züge, rostige Maschinen und riesige Eisenteile türmten sich auf. Regen tropfte von den Metallwracks. In der Ferne heulte ein Hund – es war Hektor. Unter dem Vordach des Güterwaggons saß der knochige alte Jagdhund in einem beinlosen Sessel.

„Bist du sicher, dass wir hier richtig sind?“, fragte Jo nervös.

Pit nickte. „Der alte Wirt meinte, wenn uns jemand helfen kann, dann Kutto.“

„Aber er ist doch nur eine Legende …“

„Oder unsere einzige Chance.“

Hinter einem Haufen rostigen Metallteilen verbarg sich der Güterwaggon. Ein schwacher Lichtschein drang durch die schmutzigen Fenster.

„Da drin ist er“, flüsterte Pit.

Jo schluckte. „Ob das so eine gute Entsch…“

Doch es war zu spät. Jo trat auf ein loses Blechstück – ein lautes Krachen durchbrach die Stille.

Plötzlich sprang die Tür des Waggons auf. Eine Gestalt trat ins Halbdunkel, der Lauf einer Schrotflinte war direkt auf die Jungs gerichtet.

„Keinen Schritt weiter!“, brummte eine raue Stimme.


Beim Schrottplatz

Sein langer Trenchcoat-Mantel flatterte im Wind, sein Cap saß schief auf dem zerzausten Haar. Neben ihm knurrte sein alter Jagdhund, dessen braunes Fell und lange Ohren vom Regen feucht waren.

„Wer seid ihr? Und was wollt ihr?“

„Wir brauchen Hilfe!“, stammelte Jo und hob die Hände.

„Unsere Oma ist verschwunden“, fügte Pit schnell hinzu.

Der Hund trat einen Schritt nach vorne und schnüffelte an den beiden Jungen. Kutto zögerte. Noch bevor etwas passieren konnte, sprang der Jagdhund schützend vor die beiden. Er knurrte leise, in einer seltsamen Hundesprache. Kutto runzelte die Stirn und sah erst den Hund, dann die Jungen an.

„Ihr seid keine Feinde“, murmelte er schließlich und ließ die Waffe sinken.

„Aber ihr bringt mich besser nicht in Schwierigkeiten. Was wollt ihr hier?“

Pit holte tief Luft. „Unsere Oma ist verschwunden. Wir haben nur das hier als Spur.“ Er zog ein Halstuch hervor.

Kutto nahm das feuchte Tuch und betrachtete es im flackernden Licht. Er hob die Augenbrauen. Das war kein gewöhnliches Tuch – das Muster kam ihm bekannt vor. Ein altes Erkennungszeichen der Mafia. Doch die Jungs durften das nicht wissen.

„Wo habt ihr das gefunden?“, fragte er scharf.

„Bei uns im Viertel in Greenwich, vor Omas Wohnung. Es lag auf der Straße, als wir nach Hause kamen.“

Kutto sah sie nachdenklich an. „Hat eure Familie irgendwelche Feinde?“

Pit schüttelte den Kopf. „Nicht, dass wir wüssten… Unsere Eltern sind vor Jahren bei einem Zugunglück gestorben. Oma hat sich seitdem um uns gekümmert.“

Der Detektiv runzelte die Stirn. Ein Zugunglück… die Mafia… das Muster auf dem Tuch…

„Kommt mit rein“, sagte er schließlich und seufzte. „Ich helfe euch. Aber ihr haltet euch an meine Regeln.“


Im Waggon

Kuttos „Büro“ war eine chaotische Sammlung aus Akten, alten Landkarten und vergilbten Zeitungen. In der Luft lag der Geruch von altem Papier, kaltem Kaffee und einem Hauch von Tabak.

Pit schob die alten Zeitungen beiseite, die auf der Bank lagen. Auf dem Tisch stand eine riesige Tasse mit dem Zeichen einer Spezialeinheit und seinem Namen – Kutto.

Am Tischrand lagen alte, leere Zigarrenschachteln – Erinnerungsstücke aus vergangenen Zeiten. Auf der durchgelegenen Couch lag eine zurückgeworfene Decke.

Jo stupste seinen Bruder mit dem Ellbogen an, als er an der Wand einen Zeitungsausschnitt über ein altes Zugunglück entdeckte.

Kutto betrachtete das Tuch genauer. „Verdammt“, murmelte er. „Ein Code. Und nicht von irgendwem.“

Leise brummelte er vor sich hin: „Die Akten habe ich einfach aus dem Archiv mitgenommen …“

Er griff nach einer vergilbten Akte aus einem der alten, schmalen Blechschränke, blätterte darin und zeigte den Jungs ein altes Zeitungsfoto. Darauf zu sehen: ein Mann in feinem Anzug – ein Boss der Londoner Unterwelt.

„Dieser Mistkerl hat vor Jahren einen Buchmacher namens Edmund Carter erpresst. Der arme Kerl musste für die Mafia arbeiten, damit sie ihn nicht umbrachten.“

Kutto seufzte und schüttelte den Kopf. „Mein Kollege kam zu spät. Die Frau flüsterte nur noch ein Wort: ‚Piton‘.“

Pit wurde blass. „Edmund Carter war unser Vater.“

Kutto zog die Augenbrauen hoch. „Das erklärt einiges.“

Dabei nahm er einen tiefen Zug aus seiner Pfeife, bevor er weitersprach. „Euer Vater wurde von der Mafia erpresst. Er hatte Angst um seine Familie und tat alles, was sie verlangten. Doch irgendwann geriet er unter Verdacht. Die Mafia dachte, er hätte geheime Pläne gestohlen …“

Kutto hielt inne und sah die Jungs ernst an. „Jetzt bin ich mir sicher – die Mafia glaubt, eure Oma weiß etwas. Sie denken, sie hat Informationen über ein altes Komplott, das euren Eltern das Leben gekostet hat.“

Jo wurde unruhig und biss sich auf die Unterlippe. „Dann … dann haben sie unsere Oma entführt?“

Kutto nickte. „Ich fürchte ja.“


Wichtiger Hinweis

Jo sah Kutto fragend an. „Aber wie können wir sie finden?“

Kutto setzte sich an seinen Schreibtisch und zog einen alten Stadtplan hervor.

„Wenn die Mafia eine Geisel hat, dann an einem ihrer geheimen Orte …“

Pit sah ihn entsetzt an: „Will das heißen, unsere Oma ist in den Händen der Mafia?!“

Kutto nahm einen Zug aus seiner Pfeife und nickte. „Genau das heißt es.“

Unruhig sprang sein Jagdhund Hektor auf. Seine Nase zuckte, und er knurrte leise.

„Was ist los?“, fragte Pit.

Kutto beobachtete, wie Hektors Ohren zuckten. „Er hat eine Spur aufgenommen.“

Ohne zu zögern folgten sie dem Hund durch enge, nasse Gassen, vorbei an alten Reihenhäusern und verlassenen Bauplätzen.

Kutto blieb abrupt stehen. Aus dem Augenwinkel hatte er eine Ratte entdeckt – aber nicht irgendeine.

Das Tier huschte über die Gasse, einen winzigen Zettel in der Schnauze. Um seinen Hals hing ein kleines Kästchen.

Kutto fluchte. „Verdammte Bande … Sie benutzen Spionage-Ratten, um Nachrichten in der Stadt zu verteilen!“

Er griff nach seiner Schrotflinte und rückte seine Cap zurecht. „Ab in die Kanalisation.“


Tunnelsuche

Hund Hektor erschnüffelte die Spur zu einem versteckten Schacht.

Durch die Öffnung rutschten sie in den dunklen Tunnelschacht hinunter – tief hinein in die Kanalisation der Stadt.

Hektor landete zuerst und gab ein kurzes Winseln von sich.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Tunnels standen zwei Männer.

„Hast du das gehört?“, fragte der eine.

Der andere winkte ab. „Das sind nur die verdammten Ratten!“

Pit blies erleichtert einen Luftstoß aus.

Die Spur führte sie weiter durch die unterirdischen Gänge, wo sich das geheime Versteck der Mafia befand. Kutto, die Jungs und Hektor schlichen durch die feuchten, dunklen Tunnel. Überall tropfte Wasser, und ein modriger Geruch lag in der Luft.

„Seid vorsichtig“, flüsterte Kutto. „Die Mafia hat hier unten ihre Leute.“

Plötzlich hörten sie Stimmen.

„Los, beeilt euch! Der Boss will nicht warten.“

Erschrocken, aber dennoch erleichtert, sahen sich Pit und Jo an.

„Sie lebt also noch!“

Kutto zog seine Schrotflinte fester an sich. „Dann beeilen wir uns.“

Während der Suche in den dunklen, feuchten Tunneln bemerkte Hektor eine flinke Bewegung.

Ein Falke stürzte aus dem Schatten herab, schnappte sich das Halstuch aus seiner Schnauze und flog damit davon.

Kutto fluchte leise. „Verdammt! Das ist kein gewöhnlicher Falke. Die Mafia-Professoren haben ihn gezüchtet!“

Pit und Jo sahen ihn verwirrt an. „Ein Mafia-Falke?“, fragten sie ungläubig.

Doch Kutto zögerte nicht. „Wir müssen ihm folgen – er wird uns zum Versteck führen.“

Hektor hob aufmerksam die Ohren, sein Körper angespannt. Kutto beobachtete ihn genau. „Wie weit noch?“, fragte er leise.

Der Hund tippte mit seiner Pfote dreimal auf den Boden.

Kutto nickte entschlossen. „Drei Meter noch. Hinter mir bleiben!“ Er schob die Brüder hinter sich, und gemeinsam bewegten sie sich vorsichtig vorwärts.


Das geheime Versteck

Sie folgten dem Falken und gelangten zu einem riesigen unterirdischen Raum – ein Labor. Kutto, Pit und Jo beobachteten die Szene aus dem dunklen Tunnel heraus.

Endlich hatten sie den Ort erreicht, an dem die Oma gefangen gehalten wurde. Sie saß an einen Stuhl gefesselt.

Der Mafiaboss befahl gelangweilt mit einem fremdartigen Akzent: „Bindet sie los – sie kann sowieso nirgends hin.“

Alle im Raum trugen Handschuhe. Pitons Männer waren gefährliche Schlägertypen – sie beherrschten eine einzige spezielle Technik, die sie zu unberechenbaren Kämpfern machte. Der Anführer der Glatzkopf-Mafia, Piton, trat aus dem Schatten. Seine Glatze war glatt wie ein Hammer über seinem breiten, aufgeschwemmten Gesicht. Eine massige Bodybuilder-Gestalt – er hatte jahrelang nichts anderes getan, als zu trainieren. In der spärlichen Beleuchtung funkelte sein Glasauge auf der rechten Seite unheimlich.

Hinter ihm arbeiteten durchgedrehte Professoren an einer seltsamen Formel. Direkt neben der Oma stand Professor Rupert, Pitons Privatwissenschaftler. Ein unberechenbarer, hünenhafter Mann mit nach vorne geneigten Schultern und schief gehaltenem Kopf. Auf seiner rechten Seite trug er ein künstliches Plastikauge. Sein moorfarbener Kittel war ausgeblichen, und an ihm hingen zwei große, herunterklappbare Taschen. Daraus ragten gefährliche Skalpelle und ein korkenähnlicher Gegenstand, mit dem er bedrohlich vor Omas Augen herumfuchtelte.

Omas Augenlider zuckten leicht, doch sie blieb ruhig und stellte sich schwerhörig.

„Was wollt ihr von mir?“, fragte sie scheinbar arglos.

Der Mafiaboss prahlte: „Deine Jungs werden bald hier auftauchen. Meine Männer haben mir bereits Bescheid gesagt.“

„Meine Taschen sind leer!“, rief Oma.

Der Boss grinste selbstsicher. „Bald werde ich das Tuch in meinen Händen halten!“

„Ich hab keine Tassen dabei!“, entgegnete Oma laut.

In diesem Moment kam der Falke angeflogen.

Der Mafiaboss stand hinter ihr und rieb sich die Hände. „Bald werde ich das Tuch entschlüsseln!“ Er hielt es über heißen Dampf. Langsam wurden Schriftzeichen sichtbar.

Hinter dem Tunneleingang lehnten sich Kutto, Pit und Jo gegen die Mauer. Währenddessen bemerkte Kutto einen Holzpfosten, der leicht aus dem Mauerwerk ragte – ein versteckter Schließmechanismus. Mit geübtem Blick erfasste er die Umgebung blitzschnell und entdeckte eine Gitterklappe an der Decke, etwa drei Armlängen von ihnen entfernt.

„Da ist unser Ausweg“, murmelte er.

Plötzlich ertönte ein tiefes Schnaufen, als Hektor die Ohren anlegte und leise knurrte.

Hinter dem Mafiaboss führte ein Tunnel nach draußen, ebenso auf der linken Seite des Raumes. Doch an beiden Ausgängen standen riesige, speziell gezüchtete Biber-Ratten mit langen, scharfen Zähnen Wache!

Kutto warf einen vorsichtigen Blick hinter ihr eigenes Tunnelversteck und entdeckte zwei weitere Gestalten – zwei Greenhörner, unerfahrene Rekruten der Glatzkopf-Mafia.


Die Befreiung

Der Mafiaboss winkte zusätzliche Männer herbei und rief mit seiner dröhnenden Stimme nach Verstärkung.

„Das hatte ich erwartet“, murmelte Kutto.

Dabei schob er seine Schrotflinte durch den Tunneleingang und zielte auf eine Metallkonstruktion mit einer dicklichen, flaschenähnlichen Form, die unter dem Stuhl stand – eine hochsensible Technik, entwickelt von den Professoren. Sie hatte zwei Funktionen: Ein Knopfdruck setzte ein Gas frei, das gezielt nur die Person auf dem Stuhl traf.

Und die zweite …

Der zweite Mechanismus war eine Hebelvorrichtung, die bei Auslösung alle Lebewesen im Raum verdampfen ließ.

Der Boss lächelte schief. „Du!“

Kutto drohte ihm: „Wenn meine Kugel die Hebelvorrichtung trifft, dann: Bye-bye, Baby. Wir beide kennen den Mechanismus genau“, warnte er.

„Das werden wir ja sehen. Schöne Grüße an Mario.“ Dabei lachte der Mafiaboss und winkte noch mehr Männer herbei.

Kutto pfiff Hektor das verabredete Zeichen zu.

Der Hund legte die Ohren an, schloss die Augen – und ließ einen fast unhörbaren, aber für Ratten schrillen Ton los.

Dann Stille …

Chaos brach aus!

Die Ratten rannten panisch in alle Richtungen, während die Mafia-Männer wild umherschlugen.

Kutto stieß Pit in den Raum, der blitzschnell die Oma befreite.

„Los, zum Deckengitter!“, rief Kutto.

Die drei rannten los.

Kutto zielte mit seiner Schrotflinte auf den Mechanismus, schoss – und gleichzeitig schlug er mit dem Kolben auf den Holzpfosten.

Ein geheimer Schacht öffnete sich! Eine Panzertür schob sich sekundenschnell davor.

Kutto sprang zu den anderen.

Mit einem Doppelschuss löste er die Gitterverankerung, das Gitter fiel herab, und sie kletterten hoch.

Schließlich landeten sie auf dem alten Schrottplatz.


Die Flucht in den Regen

Ein feiner Nieselregen setzte im Morgengrauen ein.

Durchnässt, aber erleichtert, standen die drei zusammen.

Oma sah die Jungs an, Tränen der Erleichterung in den Augen, und umarmte sie fest.

Einer der Jungs sah ihn fragend an: „Sind wir jetzt wirklich sicher?“

Kutto nickte langsam. „Das nehme ich mal an …“

Der Regen tropfte leise auf sie herab.

Sie hatten es geschafft. Zumindest für heute.

Doch Kutto schwieg. Er wusste, dass es noch lange nicht vorbei war.

Schließlich winkte er und deutete auf ein Durchgangstor, das aus alten Autoblechen, viereckigen Ölfässern und einem hochkant aufgestellten Eisenbahnwaggon bestand. Ein großes, rostiges Blech lag über der Konstruktion.

Dort fanden sie erst einmal Schutz vor dem Regen – und warteten…






Kutto Krimi 🕵️‍♂️ KKR 002

Besuch bei Kutto

Nach der Rettungsaktion

Pit und Jo kamen gelegentlich bei ihm vorbei. Obwohl Kutto es nicht zeigte, freute er sich darüber. Oft nahmen sie sich die alten Fälle vor. Im Bilderrahmen hing der Zeitungsausschnitt vom Zugunglück an der Wand. Kutto war ein eher kleiner, schmächtiger Mann. Unter seinem Cap wirbelten ein paar Haare hervor, sein Mund meist zusammengekniffen, stets mit Rollkragenpullover und in Kordhose.

Kutto war wie eine schwarze Schachtel – seine Gedanken tief in ihm verborgen.


Seit Tagen kursierten die Gerüchte, dass sich Piton hier in Limehouse herumtrieb.

Kutto stürzte aus seinem Waggon, Hund Hektor hinterher, und stapfte schnurstracks in die nächste Spelunke hinein, den größten Pub am Platz.

Er packte Zeigefinger-Jonny am Hals, zog ihn nach oben, schüttelte ihn, drohte und schrie:
„Wo hast du Piton gesehen?!“

Der Wirt murrte: „Lass ihn los, so kann er nicht reden!“

Kutto ließ Jonny fallen, der auf seinen Stuhl zurückkrachte.

Kutto hielt ihm drohend die Faust ins Gesicht: „Rede! Oder Gefängnis!“

Jonny stotterte: „Ich ha... ha... habe ihn gar... gar... nicht gesehen!“, er schluckte schwer.

Kutto drückte Jonnys Arm nach unten, sodass sein Gesicht schmerzverzerrt war.

Der Wirt, der die Szene beobachtet hatte, brummelte:
„Das war bestimmt einer seiner Glatzkopf-Männer gewesen.“

Kutto ließ den armen Kerl los.

Wütend warnte Kutto:
„Die sollen sich mal besser nicht hier blicken lassen! Bisher hat sich noch keiner von denen hier herumgetrieben!“

Kutto kratzte sich am Hinterkopf.

Draußen wartete Hund Hektor, der ihn jaulend beruhigte. Kutto streichelte ihm über den Kopf:

„Komm, alter Freund, wir gehen wieder.“

Die ganze Strecke lief Hektor mit der Nase am Boden.

Beim Waggon angekommen, kraulte Kutto Hektor hinter den Ohren. Hektor schüttelte seinen Kopf und gab einen Hundeschnaufer von sich.

Kutto ging langsam in den Waggon zurück. Drinnen stellte er alles auf den Kopf:

„Wo kannst du nur sein?!“

Er suchte nach jedem erdenklichen Hinweis.

Der Tisch war übersät mit kleinen Zettelchen und gesammelten Notizen in selbst angelegten Akten.

Erst einmal eine riesengroße Tasse schwarzen Tee...



Paar Tage später...

„Was? Schon so spät mit dem Frühstück!“, schimpfte Kutto leise vor sich hin.

„So, jetzt erstmal die Füße vertreten, raus aus dem Waggon, die Glieder strecken...“

Hektor döste noch vor sich hin.

Während Kutto langsam über seinen Schrottplatz schlenderte.

Plötzlich:
Wie aus dem Nichts warf eine borkige Gestalt einen riesigen Schatten auf Kutto.

Wie angewurzelt blieb er stehen.

PITON!

Nicht einmal drei Schritte von ihm entfernt!

Seine Haut hing ihm schlaff vom Gesicht, wie bei einer alten Bulldogge – wahrscheinlich eine Folge des Giftgases.

Er sah erbärmlich aus: durchnässt, die Kleidung schmuddelig, völlig heruntergekommen.

Piton – mit seinen Blicken starrte er Kutto direkt ins Gesicht. Einen kurzen Moment lang.

Blitzschnell drehte er sich dann um und flitzte davon.

In diesem Moment kam Pit mit dem Motorrad gerade um die Ecke. Er wollte eigentlich nur nach Kutto schauen.

Als Kutto ihn erblickte, winkte er ihm sofort hektisch zu.

Er schwang sich auf das Motorrad hinter Pit, gab ihm Handzeichen — die Richtung: Stadtauswärts!

Kurz informierte Kutto ihn knapp. Die Verfolgungsjagd begann — von Limehouse aus durch die engen, nassen Straßen Richtung Millwall.

Hund Hektor rannte hinterher.

Piton sprintete voraus, während Kutto und Pit mit dem Motorrad über das feuchte Kopfsteinpflaster hinterherjagten.

Mitten in der Verfolgungsjagd war Piton plötzlich spurlos verschwunden.

Doch Hektor galoppierte rechts an ihnen vorbei, schnüffelte intensiv, und da – hinter einer niedrigen Mauer – tauchte ein Kopf auf.

Diese unverkennbare Glatze.

Das konnte nur Piton sein!

Pit gab mehr Gas und driftete in die scharfe Rechtskurve hinein.

Kurz rutschte das Motorrad gefährlich weg, doch Pit fing es gekonnt wieder ab.

Kutto klopfte ihm anerkennend auf die Schulter.

Die Jagd ging weiter, bis Hektor schließlich abrupt stehen blieb.

Die Spur schien verloren.

Rechts von ihnen lag ein Millwall-Taxi-Stand. Dahinter, etwas entfernt, stand etwas versteckt ein schief geneigter alter Club.

Das bröckelnde Gemäuer neigte sich förmlich nach vorne.

Hinter dem flackernden Schunkellicht hing ein riesiges, verrostetes Schild — bekannt als Treffpunkt für Tanzgirls und leichte Mädchen.

Auf der anderen Straßenseite erstreckte sich ein verlassener Bauplatz, zusammengefallene Gebäude, überall Bauschutt.

Kutto ließ Pit anhalten.

Er ging auf einen Taxifahrer zu und begrüßte ihn mit:
„Green, wie geht’s?“

Der Mann reagierte sofort.

Das war das Erkennungswort unter den Geheimagenten.

Der Taxifahrer war ein verdeckter Mittelsmann.

Pit beobachtete die Szene genau.

Hektor winselte plötzlich kurz auf, schnüffelte erneut und lief direkt auf den verlassenen Bauplatz zu.

Die drei folgten ihm.

Zwischen den Trümmern kletterten sie mühsam über kaputte Steinhaufen und durch enge Baulücken.

Schließlich standen sie vor einem kleinen, halb eingestürzten Bürohäuschen.

Das Dach hing bedrohlich schief herunter.

Kutto schob die klapprige Holztür zur Seite.

Drinnen lagen zwei durchgelegene Matratzen auf dem Boden.

An der Wand stapelten sich leere Dosen.

Die hintere Reihe war umgestoßen worden.

Hektor bellte laut, die Nase am Boden, folgte er der Spur im Kreis.

Schließlich führte diese zu einem großen, hohen Hochhaus.

Hektor blieb davor stehen, legte die Ohren schuldig an, winselte und setzte sich hin.

Zeigte an: Spur verloren.

Plötzlich dröhnte über ihnen das durchdringende Geräusch eines Hubschraubers.

Piton hing bereits an einer Kufe – und schon war er verschwunden.

Kutto inspizierte noch kurz die Innenräume des verlassenen Hochhauses und stellte fest:

Ein Geheimgang führte von dort aus in den Untergrund.

Er kombinierte:
„Das war mit Sicherheit der Fluchtweg aus dem Tunnel...“

Pit fragte nachdenklich:
„Was machen wir jetzt?“

Kutto gab Hektor ein kurzes Handzeichen.

Ohne weitere Worte kehrten sie erstmal zum Taxistand zurück.

Dort gab Kutto seine Anweisungen:

„Green, du nimmst das Motorrad. Hektor kommt mit dir.“

Pit warf kurz ein:
„Was ist mit meinem Bruder Jo?“

Kutto sagte knapp:
„Green, du sagst Jo Bescheid, dass es spät werden kann. Du bleibst bei den beiden, bis wir zurück sind.“

Hektor bellte noch einmal zum Abschied.

Kutto streichelte ihm über den Kopf.

Dann stieg er ins Taxi.

Pit sprang auf den Beifahrersitz, Kutto fuhr los.

„Das wird eine lange Fahrt“, brummelte er.

Pit konnte es nicht abschätzen, wie weit und wohin.

Die Fahrt zog sich ewig hin, bis sie weit außerhalb der Stadtgrenze ein Wiesengelände erreichten.

Kutto lenkte den Wagen über unwegsames Gelände direkt auf eine Felsformation zu. Plötzlich öffnete sich die Felswand – dahinter verbarg sich ein riesiger Aufzug.

Über ein Finger-Scan-System wurden sie nach unten transportiert.

Während der Fahrt nutzte Pit die Gelegenheit und bemerkte:

„Der Piton ist rasend schnell gesprintet...“

Kutto brummte zerknirscht: „Der hat ganz bestimmt was gespritzt - oder gar eingeworfen.“

Dieser Piton - ein Mafia-Boss für sich. Einfach nicht zu fassen.

Wegen dem Rauschgift konnten wir ihn nie drankriegen!


Im unterirdischen Geheimstützpunkt

Kutto war wieder in seiner gewohnten Umgebung. Von der englischen Regierung ausgebildet, gehörte er zur ISE – der Intelligenten Sonder-Elite. Dort hatte man ihn zum Profiler gemacht, zum schnellsten Läufer der Einheit, geschult in Elite-Nahkampftechniken. Er war für Alleingänge prädestiniert – und liebte es, allein zu arbeiten. Das passte zu ihm. Auch im Umgang mit Waffen zur Selbstverteidigung war er geübt, falls es jemals darauf ankam. Kutto war ein geborener Geheimagent – er ging völlig auf in seiner Rolle. Seine Fähigkeit, Dinge blitzschnell zu erkennen und einzuordnen, machte ihn zu einem der Besten.

Sein Bruder Mario, einst bei der Geheimpolizei, hatte Kuttos Talent früh erkannt – dadurch kam er hierher.

Im zentralen Geheimstützpunkt der englischen Regierung wurde Kutto bereits erwartet. Als er eintrat, standen der Oberbefehlshaber und alle anwesenden Mitarbeiter stramm und salutierten.

Kutto nickte respektvoll.

Der Oberbefehlshaber trat auf ihn zu, legte ihm anerkennend die Hand auf die Schulter – seinem besten Agenten. Kutto war ein Mann des britischen Geheimdienstes – hochspezialisiert und von der ISE trainiert. Die strengste Geheimhaltung dieser Einheit war höchstrangig.

Pit, der junge Begleiter, stand sprachlos mit offenem Mund da. Seine Augen wanderten über die riesigen Wandbildschirme, auf denen unzählige Kamerabilder in Echtzeit liefen.

Modernste Systeme, dahinter geschulte Spezialisten. Seitlich blinkten Radarsysteme – Primär-, Sekundär- und Marineanzeigen – fortschrittlichste Militärtechnologie, akkurat an den gebogenen Kontrolltischen nebeneinander aufgereiht.

Pit versuchte, alles gleichzeitig zu erfassen.

Die Lage war angespannt: Der schwarze Hubschrauber wurde fieberhaft gesucht.

Es müsste ein Lagerplatz sein. Oder ein leerstehender Hangar. Kutto war überzeugt.

„Mudchute Park? Thames Park? Royal Docks? Canary Wharf?“, wurde in den Raum gerufen.

Kutto unterbrach ruhig, aber bestimmt: „Royal Docks! Ideal für einen Hubschrauberlandeplatz und geheime Lagerung.“

Der Oberbefehlshaber gab ein stummes Handzeichen – alle wandten sich Kutto zu.

Er übernahm sofort das Kommando.

Satellitenbilder wurden angefordert – in Sekundenschnelle. Einer der Männer meldete, dass die Überwachungskameras im Gebiet stark veraltet seien. Das Signal: instabil.

Spontan rief Pit unerwartet dazwischen:
„Dann muss der Satellit neu ausgerichtet werden!“

Verblüfftes Schweigen. Der Oberbefehlshaber sah auf, nickte ihm anerkennend zu:
„So jung – und so ein kluger Kopf.“

Pit konnte ein stolzes Grinsen kaum unterdrücken.

Kurz darauf erschienen erste unscharfe Bilder. Man erkannte einen alten Hangar. An der Rückseite – kaum sichtbar – trat eine schmale, lange Gestalt hinter dem abgestellten Hubschrauber hervor.

Das Gesicht war verschleiert, das Bild verschwommen. Doch Kutto starrte wie gebannt auf den Monitor.

Ein schmaler, langer Mann. Dieser schief gehaltene Kopf kam ihm verdächtig bekannt vor.

War das nicht die Gestalt, die er damals im Tunnelversteck … – der Gedanke wurde unterbrochen.

Währenddessen lief alles auf Hochtouren. Die Gebiete wurden weiträumig per Luft und Satellit großflächig überwacht.

Zu einem späteren Zeitpunkt – nach einem gesicherten Zugriff – konnten alle gelagerten Waren aus dem Hangar beschlagnahmt werden: In Plastikboxen verstaut befanden sich dort große Mengen verbotener Substanzen. Ein riesiger Erfolg.


In der Nähe des Meerstrands

In der Zwischenzeit bereiteten die beiden Gauner ihren Plan vor.

Professor Rupert stand gebückt über seiner wasserdichten Tasche. Alles darin war fein säuberlich vakuumiert.

Piton, ungeduldig:
„Was machst du so langsam? Du kennst doch Kutto! Alles muss vorbereitet sein, bevor der Nebel kommt!“

Dabei reichte er Rupert seine verschmutzte Designerjacke. Professor Rupert zog aus einem der Plastikbeutel ein frisches, schwarzes Jackett hervor und hielt es ihm hin.

Dann begann Rupert auf seiner Mundharmonika zu spielen — und grinste dabei unnatürlich:
„Weißt du noch, wie wir damals Mario, den Bruder von Kutto, ausgetrickst haben?“

Er spielte dabei noch schneller.

„Ich war als Straßenmusikant verkleidet… wir haben ihn in die Gasse gelockt…“

Und dabei grinste Rupert hinter der Mundharmonika hervor.

Piton schwelgte selbstgefällig in der Erinnerung: „Ja, das war ein leichtes Spiel. Mit dem Spezial-Dartpfeil hab ich ihn erledigt.“

Nun grinste er siegessicher:
„Und jetzt krieg ich Kutto dran!“

Professor Rupert schnallte sich eine selbstgemachte Stoffpolsterung um den Körper. Schließlich sollte er Piton kurzzeitig ersetzen.

Piton verschwand in das vereinbarte Versteck.

Rupert machte sich bereit.

Piton startete den Hubschrauber.


Im geheimen unterirdischen Zentrum

Das Signal des Hubschraubers war entdeckt worden. Pit blieb im Zentrum zurück.

Eine kleine Militäreinheit mit Schutzwesten raste mit dem Spezial-Jeep über das unwegsame Gelände zur angezeigten Position.

Dort angekommen: eine Gestalt – Piton? – auf einem Hügel vor ihnen.

Kutto wies die Gruppe an, zurückzubleiben. Mit einer Militärwaffe und Raketengürtel schlich er sich in Deckung — versteckt im hohen Gestrüpp zwischen den Büschen.

Die Gestalt lief direkt an ihm vorbei. Kutto wollte sich ihr in den Weg stellen, doch sie rannte unbeirrt weiter bis zum Klippenrand.

Kutto rief eine Warnung und schoss auf die Schulter der Gestalt.

Diese taumelte… und ließ sich scheinbar fallen.

Doch im gleichen Moment erschien der Hubschrauber über den Felsen. Die Gestalt klammerte sich an eine Kufe — doch nicht lange — rutschte ab und stürzte in die Meeresklippen.

Kutto versuchte, etwas zu erkennen, als er zu den Meeresklippen hinunterblickte.

Kurz darauf feuerte er mit der Spezialwaffe eine Mini-Rakete auf den Hubschrauber. Die Explosion gab dem Ganzen den Rest.

Der Hubschrauber stürzte ab – nur die Rotorblätter blieben übrig.

Ein heftiger Regensturm setzte ein.

Eine Suche nach vermeintlichen Leichen war unmöglich.

Auf dem Rückweg hielt Kutto sein Cap fest, gab ein Handzeichen zum Rückzug.


Spät in der Nacht

Kutto brachte Pit mit dem Taxi nach Hause. Als dieser ausstieg, murmelte er nur:
„Ihr habt euch bestimmt viel zu erzählen.“

Dann fuhr der verdeckte Taxifahrer Kutto zurück – zum Schrottplatz.



Am Strand

Monate später wurde ein Leichnam am Meeresstrand gefunden.

Kutto wurde über seinen Agenten-Funk informiert und vom Taxi abgeholt.

Am grauen Kiesstrand stand ein großer, kräftiger Mann mit dunklen Haaren und feinem Anzug in Beobachterposition, die Hände in den Hosentaschen.

Kutto schenkte ihm kaum Beachtung, als er ankam. Die Tatortermittler vom MPS (Scotland Yard) arbeiteten bereits sorgfältig mit ihren weißen Schutzanzügen.

Kutto blieb ein paar Schritte abseits stehen. Er wusste: Hier war keine Einmischung erwünscht.

Unerwartet packte ihn der große Mann von hinten, drückte ihn an sich und klopfte ihm mit beiden Prankenhänden kräftig auf die Schultern.

Er rief erfreut:
„Kutto! Alter Knochen!“

Kutto wand sich heraus, murmelte nur:
„Alter Knochen...“

Dann stellte er klar:
„Für dich immer noch Kutto!

Hubert – ich dachte, du wärst längst nicht mehr dabei?“ Leicht verwundert hob er sein Kinn."

Hubert schmunzelte:
„Du weißt doch, der Job lässt einen nicht los. Ich bin Sonderermittler ‚in Ade‘ – für die ganz speziellen Fälle.“

Einer der Ermittler winkte Kutto heran.

Sie standen vor einer völlig aufgeschwemmten, kaum mehr erkennbaren Leiche. Das Meer hatte alles zerfressen. Nur die Glatze war noch ansatzweise sichtbar. Auf der rechten Seite fehlte ein Auge – nur eine leere Augenhöhle blieb.

Piton?

schoss es Kutto durch den Kopf.

Nein! Piton hatte eine flache Hammer-Glatze. Das passt nicht!

Im Ohr des Toten steckte ein Ohrknopf.

Einer der Ermittler wollte diesen gerade als Beweisstück sichern und begann, ihn zu entfernen.

Kutto rief warnend:
„Nicht berühren — Stopp!!“

Doch es war zu spät. Kutto riss den Ermittler zur Seite. Im selben Moment löste sich ein Selbstzerstörungsmechanismus aus.

Der Leichnam zerfiel binnen Sekunden.

Kutto murrte grantig:
„Einer seiner Spielereien… Ohrmechanismus mit Selbstzerstörungs-Injektion.“

Die Ermittler schüttelten fassungslos den Kopf und versuchten, die übrig gebliebenen Reste mit einem weißen Tuch samt Kies einzusammeln.

Hubert starrte verdutzt auf die Stelle, während draußen über den Wellen plötzlich ein Schnellboot heranraste. Die Ermittler riefen aufgeregt nach Kutto.

Als das Schnellboot nahe genug war, winkte einer:

„Komm, Kutto! Das musst du dir ansehen!“


Das Unterwasserversteck

Sie hatten eine Unterwasserhöhle entdeckt – offenbar das Versteck der Gauner.

Einer der Ermittler warf Kutto einen Taucheranzug zu, in den er flink hineinschlüpfte. Kurz drehte er sich zu Hubert um – der nickte ihm stumm zu.

Vor der Höhle angekommen, mussten sie das letzte Stück unter einem Felsvorsprung hindurchschwimmen. Kutto blieb im Wasser, während die anderen vorsichtig das Innere betraten.

Selbstgebaute Blechtische, provisorische Regale, überall verstreute Chemikalienröhrchen. Offensichtlich hatte jemand wütend alles durcheinandergeworfen.

An der Wand hing ein Bauplan – für ein Zwei-Mann-U-Boot!

Kutto kombinierte scharf:
So konnten sie entkommen. Und offenbar ist Piton mit diesem Boot abgehauen!

Ein Ermittler zog eine wasserdichte Tasche hervor. Darin lag eine Mundharmonika, die er Kutto zeigte.

Kutto erschrak — er zitterte innerlich. Sofort erkannte er den Zusammenhang mit seinem Bruder.

Er befahl:
„Dieses Beweisstück geht direkt ins RED-Sonderarchiv! Markiert es mit einem gelben Aufkleber!“

Dann rutschte plötzlich eines der angeknacksten Chemikalienröhrchen ins Höhlenwasser.

Als Kutto das Wasser vorsichtig mit der Hand berührte, wurde es am Rand sofort glibbrig.

Kutto rief:
„Wie weit seid ihr?“

„Alles fertig!“, kam die Bestätigung.

Befehl von Kutto:
„Sofort raus hier!“

Alle tauchten hinaus. Hinter ihnen begann sich das ganze Höhlenversteck zu verglibbern.

Kutto funkte an die Zentrale seine Vermutung:
„Diese Chemikalie verklumpt sofort beim Kontakt mit Wasser – perfekt zur Spurenvernichtung.“

Das sichergestellte Material wurde später im unterirdischen Geheimbunker in eine riesige Wanne mit Wasser versenkt — damit war es unbrauchbar.

Sie kehrten zurück zum Strand.


Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...