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7 Ocak 2026 Çarşamba

Schreiben – der stille Schrei

Allerlei- Sammelmaschen 📃


Schreiben – Luft zum Atmen

Losgelöst schreiben

Schreiben, um loszulassen

Schreiben, um Gedanken mitzuteilen

Schreiben für die Seele

Schreiben, um Sorgen wegzuschreiben

Um Probleme loszuwerden,

Freude mitzuteilen

Liebesbriefe schreiben

Schreiben, um sich zu erlösen,
um sich zu lösen

Schreiben, um sich selbst zu befreien,

schreiben im Stillen

Schreiben ein,
das Lebenselixier

****************************************

Gedicht

Schreiben –
der stille Schrei.

Luft zum Atmen.
Losgelöst sein.

Schreiben, um loszulassen,
um Gedanken mitzuteilen.

Schreiben für die Seele.
Schreiben,
um Sorgen wegzuschreiben,
um Probleme loszuwerden,
Freude mitzuteilen.

Liebesbriefe schreiben.

Schreiben,
um sich zu erlösen,
um sich zu lösen.

Schreiben,
um sich selbst zu befreien –
schreiben im Stillen.

Schreiben ein,
das Lebenselixier.










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3 Aralık 2025 Çarşamba

Höhlenmensch

Allerlei-Sammelmaschen 📃
Nachdenkliches – Verrücktes


„Hast du das gehört? Der Höhlenmensch drüben hat sich ein elektrisches Rolltor einbauen lassen!“

„Ich hatte zwar bisher nicht gehört, dass Höhlenmenschen ein Elektrotor haben. Womit betreiben sie das denn?“

„Mit Sonnenenergie, natürlich!“

„Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn die Menschen einfach Höhlenmenschen geblieben wären. Auf jeden Fall hatten sie keine Rechnungen zu bezahlen.“

„Stimmt. Und sie essen ja noch rohes Fleisch – sie jagen sogar mit Speeren!“

„Ob das wohl besser schmeckt? Aber sie können es auch über’m Feuer grillen.“

„Jetzt hat er sogar angefangen, sein Revier mit Felssteinen abzugrenzen. Also jedenfalls – das mache ich nicht mit!“

„Du, die Höhlenmenschen hatten keine Hobbys, oder?“

„Vielleicht hatten sie Pelz-Sammlungen … oder ihr Steinbrett war so voll, dass sie die Bilder freimeißeln mussten.“

„Ja! Und die Frauen waren echte Beerensammlerinnen.“

„Heute sammeln sie nur noch Angebote.“

„Und Trennung oder Ehe? Gab es nicht – nur eine große Gemeinschaft.“

„Vielleicht wären wir glücklicher geblieben, wenn wir beim Feuer geblieben wären … und nicht beim Strom.“

„Meinst du, wir sollten mal bei unserem Höhlenmensch-Nachbarn klopfen gehen? Vielleicht grillt er gerade?“

„Vielleicht gibt’s sogar Hirschkeule! 
– grinst –“








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24 Kasım 2025 Pazartesi

Kleiner frecher Tapferle

Anekdoten-Werke 🎆
Kindheitserinnerung

Mein Tapferle war ein richtiger, lebenslustiger Wellensittich.
Er machte sich mit dem Schnabel selbst die Käfigtür auf, um oben auf den Käfig hinaufzuklettern.
Von dort aus flog er auch gerne zum Lampenschirm, der dann hin- und herschaukelte.

In der Wohnküche machte ich am Tisch meine Hausaufgaben.
Tapferle kam heruntergeflogen und nahm mit seinen Krallen im Flug einen kurzen Stift mit sich.
Ich wunderte mich, dass er ihn ohne Weiteres mitnahm und nicht verlor.

Vor Kurzem war gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Hotel gebaut worden;
der Besitzer hatte seine Brauerei nebenan.

Tapferle hatte seinen Vogelkäfig am Fensterbrett stehen, bei gekipptem Fenster – es war Sommer.
Man hörte laut und deutlich, wie die Arbeiter Schimpfwörter schrien, wie:
„Blöder Ochs, du!“ oder andere Beschimpfungen.

An einem Abend tauchte ein bekannter Verwandter auf, ein Versicherungsvertreter,
der meinem Vater wieder einmal eine Unfallversicherung aufdrängen wollte.

Mein Papa war leider sehr gutmütig.

Er war Maurer, kam spät nach Hause, hing übermüdet am Tisch
und stützte sich mit dem Ellbogen ab.

Ich saß ein paar Stühle daneben und malte.
Meine Mama saß ebenfalls neben meinem Papa,
und beide hörten zu, was der gute Vertreter zu sagen hatte.

Tapferle saß auf der Schulter meiner Mama
und schmiegte sich – wie üblich – an ihre Backe.
Dabei zwitscherte er: „Buschi, Buschi!“

Danach flog Tapferle auf die Schulter des Vertreters,
der dringlich darum bat, den Vertrag zu unterschreiben.

Als Tapferle anfing zu zwitschern,
konnte man deutlich verstehen, wie er rief:
„Blöder Ochs, du!“ – und das direkt in das Ohr des Vertreters.

Dieser sprang wutentbrannt auf und schimpfte,
dass er sich nicht beleidigen lasse,
und hastete fast fluchtartig hinaus.

Ich war sehr erleichtert, dass der Vertreter weg war.
Und seither wurde er auch nicht mehr gesehen.
Dank Tapferle.







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14 Kasım 2025 Cuma

🌈 Verliebt in Storis

Allerlei – Sammelmaschen 📃Verrücktes 🍎 

aus dem Kompott-Wörterbuch

Verliebt in Storis – eine schräge Geschichte aus der Obst- und Gemüsewelt.
Zwischen Büchern und Co das Leben verrückt erleben – wie ein Abenteuer für sich.

In den Hauptrollen dabei:
Apfel, der „Big Apfel“
Frau Kartoffelgut, liebevoll Knolli genannt
Tochter Apfelsinchen
Freund Lister

Orte: Traubenhausen – Distelland


Verliebt in Storis
🍎 🥔 🍊
Big Apfel hatte sein eigenes Taxenunternehmen, in dem er sein eigener Chef war. Schließlich kann man sich auf niemanden verlassen. Wenn man es nicht selbst macht, ist man verlassen.

Auch seinem ältesten Freund Lister gab er nie recht.
Er, Big Apfel, war am längsten dabei im Geschäft der Menschenbeförderung und rollte dabei in seiner unnachahmlichen Marschierart im Flughafen-Terminal A auf und ab.

Dabei pflegte er zu sagen:
„Da, wo ihr den Duden aufschlagt, hab ich schon Kapitel geschrieben!“

Dann schimpfte er los mit wüsten Worten und derben Flüchen, dass sogar ein verfaulter Apfel rot geworden wäre.

Bei seinem Kollegen rief er kurz an:
„Murat, alter Blumenkopf, wie schaut’s aus?“
Aus dem Handy drang die Stimme:
„Der Speicher ist leer. Schöne Grüße an die Kleine!“
Apfel, gestresst: „Richte ich aus. Kapat! Kapat!“

Handy nochmal gezückt:
„Hallo, wie schaut’s aus? Ist die Kleine schon im Bett?“
Knolli leise: „Ja, sie schläft schon tief und fest.“

Big Apfel, besorgt:
„So wie es aussieht, werde ich Schneider, vielleicht fahr ich doch zum Geld-Zentralbereich?“
Knolli beruhigte ihn:
„Wart mal ab, wer weiß, vielleicht kommt doch noch jemand.“


Er hatte sein Geld auf dem Bett gestapelt.
Seine erste Frau hatte ihn mit der Saftpresse betrogen, und er war im Nu pleite gewesen.
Das war lange her – deswegen ließ er es lieber im Kompottregal.

Seine Frau Knolli: „Die ist die Beste! So eine findet man nicht mehr so schnell.“
Außerdem hatte sie ihm ein Apfelsinen-Mädchen geboren – was will man mehr?

Die Freude war groß, ein Wunschpflänzchen, mit dem sie gar nicht mehr gerechnet hatten.
Knolli war überfällig, vielleicht war sie in den Wechseljahren? Das gefiel ihr gar nicht – zum Doktor musste man gehen.

Doktor Spinnenbein bestätigte:
„Sie sind fruchtbar.“
Knolli konnte es kaum fassen – jahrelang hieß es, sie sei unfruchtbar.

Schnell war das Pflänzchen geschossen.

Die Wohnung war zu klein geworden, eine andere musste her.
Der Bruder wusste es besser:
Dort, wo er wohnt, da ist es gut.

In ein Hexenhaus wurde gezogen – die alte Hexe hielt schon ihre Untermieter bereit: mit spitzen Zähnen und langen Ohren.
Die vertrieben sie aus dem Haus.

Ein altes Haus ohne Garten war schnell gefunden.
Eine neue Geschäftsidee musste her: Bratwurst im Apfelrock.

Klein Apfelsinchen kam in den Obstgarten.
Frau Knolli war ein Familienmensch – zwischen Kind und Kegel.
Das Geschirr stapelte sich bis zur Decke hoch. Gut, dass es einen Geschirrspüler gab.

Knolli hatte die Kartoffelnase voll:
Schluss mit der Braterei – die Bratwurstbude musste weg.
Das mit dem Apfelrock war eh ein riesiger Apfelschmarrn.

Das Haus würde bald weggerissen, der Umzug musste schnell vonstattengehen.

Ein kleines, feines Häuschen war gefunden.
🍎🍎🍎
Sein Freund Lister rief ihn an:
„Pack deine Apfelsocken ein, hier im Flughafen beim Geld-Zentralbereich kannst du mehr verdienen!“
Soll auch mal der Lister recht haben.

Die Apfelsaftpresse gibt sowieso nichts mehr – hier in dem Kaff ist ja tote Hose.
Wohnung braucht man ja nicht, man hat ja schließlich den Mercedesfrucht-Bus.

Herrlich war’s wieder, mit den alten Taxler-Kollegen zu witzeln.

In alter Manier musste er sofort seine Meinung kundtun:
„Also wirklich, was da für Grünzeug und junges Gemüse herumläuft – die haben keine Ahnung, die wissen nicht mal, wie man einen Navi benutzt!“

Ein junger Spargel rief ihn her:
„Big Apfel, bitte hilf mir! Der Kunde will am schnellsten zum ‚Golden Duden‘.“

Der Kunde erklärte, er müsse morgen dringend zur Buchmesse.
Das roch nach einem dicken Fisch.

Big Apfel stellte den Navi für den Spargel ein und erklärte nebenbei:
„Du musst über die Fischerhäuser fahren, das ist die schnellste Strecke. Bei der kurzen – nur rote Ampeln!“
„Danke, Abi!“ und klopfte sich dabei dreimal auf die linke Herzseite.

Später konnte der junge Spargel es nicht verheimlichen – er hatte ein dickes Trinkgeld bekommen.
Schade, das Mostgeld könnte ich auch gut gebrauchen, dachte sich Apfel.

Kaum gedacht, winkte auch schon die große Fahrt – der Kunde wollte nach Wien, de Schnitzel!
Bevor sie wegeilten, fragte einer der Gemüse-Kollegen:
„Du, den Büchner hab ich aber schon lange nicht mehr gesehen.“
„Ja, der ist auf Soris im Urlaub.“
„Was? Da müssen wir auch mal hin!“, riefen die Zwiebeln und stiegen in ihre Taxen.

Apfel hatte nur eins vergessen:
Im Winter war der Mercedesfrucht-Bus ganz schön kalt geworden.
Seine Apfellungen hatten einen eisigen Schlag abbekommen.

Daheim warteten Frau und Kind – einmal in der Woche war nur drin.
Das Mostgeld, schwer erarbeitet, war schnell weg, ein bisschen weggespart – das war’s.

Dem Apfelsinchen Geschenke mitgebracht – soll es doch auch Freude dran haben.

Noch zwei Jahre bis zur Reibe, dann ist aber Schluss mit der Apfelsaftmacherei.
Die ersehnte Reibe ist endlich da, was Knolli und Apfelsinchen freut.

Onkel Lister, so wie Apfelsinchen ihn nennt, kommt vorbei und bringt eine ganze Liste an Geschenken mit.
„Wirklich ein süßes Häuschen hast du da – so eins würde ich mir auch gleich kaufen.“

Apfel wollte sowieso wieder in seine alte Heimat Traubenhausen rollen.
Hier, in Distelland, hatte er die Apfelnase voll.
Hier mit der Mini-Reibe zu überleben, wird nicht leicht werden.

Es ist beschlossene Sache:
Freund Lister bekommt das Haus – von dem Geld wird später ein Grundstück in Traubenhausen gekauft.

Knolli ist ganz flau im Magen.
Sie weiß schon – er wird nicht aufzuhalten sein, wenn er einmal rollt.

Drei Wochen Urlaub sind geplant – die werden wohl reichen.
Im Winter sollte es sein, im Sommer kann ja jeder fahren.

Die Strecke war schnell gefahren – als Profi von Bigwelt.
Schön war alles anzuschauen.
Knolli und Apfelsinchen hatten das Meer bis jetzt live noch nie gesehen.

Am letzten Tag vor der Abreise war ein Grundstück gefunden – klein, lang, dreieckig.
Das wurde flugs erstanden.

Knolli hat nicht alles verstanden zwischen dem Übersetzen ihres Apfelmanns und der Traubenhausener Sprache.
Es würde noch etwas dauern, bis es so weit kommt.
Die Zeit verging schneller als gedacht.

Apfel ließ seinen „Big Apfel“ raushängen – er kaufte sich seinen eigenen Lastwagen, das ältere Langenscheid-Modell für den Umzug, denn er ist früher auch Tour gerollt.
Gesagt, getan.

🍇🍇🍇🍇
In Traubenhausen hatte Herr Apfel nicht damit gerechnet, dass er mit so vielen dicken Taubensteinen zu tun bekommen würde.

Sie lernten einen Traubenhausener Landsmann kennen, der hoch oben im Berg wohnte – ein kleiner vielseitiger Baumkäffer, der von allen Tausendsacher genannt wurde.
Er hütete Ziegen, manchmal auch Schafe, mauerte gar schnell überall, war hilfsbereit und half ihnen viel, dass sie ihm sehr dankten.

🍂🌾🍂🌾
Der weltweite Wurzelvirus hatte ihnen zu schaffen gemacht.
Apfel war in den letzten Jahren stark geschrumpft, was ihm arg zu schaffen machte – das traf ihn schwer.

Er sitzt draußen am Terrassentisch auf seinem Stuhl und ruft durch die offene Terrassentür:
„Knolli, mach uns einen Bohnenkaffee mit dem leckeren Kuchen dazu!“

„Gerne, mein Apfelmann!“, antwortet Knolli.

Drinnen hört Knolli ihren Apfelmann klagen:
„Wer bin ich gewesen? Wer bin ich geworden?“

Knolli erinnert sich an den Spruch:
„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

Apfelsinchen, schon längst eine Apfelsine herangereift, hält sich im Garten auf, eilt hinein und wirkt freudig, um eine Nachricht zu bringen:
Onkel Lister ist da – er kauft das Melonengrundstück mit Haus nebenan.

Was für eine Freude!
Das muss mit Bohnenkaffee und Kuchen gefeiert werden.

Und wenn sie nicht verrottet sind, dann leben sie noch heute. 🍎 🍰 ☕









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22 Ekim 2025 Çarşamba

Ist denn da keiner?

Allerlei-Sammelmaschen 📃

(Angelehnt an eine Beobachtung aus dem typischen Landleben – irgendwo im Nirgendwo-Dörfchen) Kimse yok?


Ist denn da keiner? 
Niemand?


Weit draußen, hinter einem kleinen Dorf, standen nur drei verstreute Häuser.
In einem davon lebte eine Frau mit ihrem Mann.
Sie hatten ein hartes und schweres Leben.
Es gab keine richtige Wasserleitung, und der Strom fiel oft aus.

Hinter dem Haus gab es eine Quelle.
Der Mann hatte – wie auch die anderen Nachbarn – dicke Schläuche verlegt,
um das Wasser ins Haus zu leiten.
Doch es musste draußen in Behälter gefüllt und dann umständlich drinnen erhitzt werden –
zum Kochen, Waschen oder Duschen.

Strom gab es zwar, aber wegen der schlechten Leitungen fiel er immer wieder stundenlang aus.

Die Frau kümmerte sich um alles: putzen, kochen, Marmelade einkochen,
den Garten pflegen, Holz für den Winter vorbereiten.
Ihr Mann arbeitete draußen auf den Feldern,
und wenn er heimkam, war er meist müde und mürrisch.

Schon frühmorgens begann es:
Kaum hatte sie die Augen halb geöffnet, rief er grantig:
„Hast du schon Tee gemacht? Wie weit bist du?!“
Die Frau wollte keinen Streit.
Sie stand sofort auf, ging in die Küche, bereitete Tee und Frühstück vor – wie jeden Tag.

Am Abend dann dasselbe Spiel:
„Schon wieder zu wenig Geld!
Das reicht hinten und vorne nicht!
Und das Essen – warum ist das noch nicht fertig?
Was hast du überhaupt gemacht heute?!“

Tag für Tag dieselben Vorwürfe, dieselbe Unzufriedenheit.

Einmal kam er schon am Nachmittag nach Hause.
Es gab keine Arbeit mehr, und sie schickten ihn heim.
„Wer weiß, wann die mir überhaupt das Geld geben“, schimpfte er.
„Schon wieder zu wenig! Hast du wenigstens Kaffee gemacht?
Und was ist mit Kuchen? Wieder nix vorbereitet?!“

Da wurde es der Frau zu viel.
Ganz still dachte sie: Ach, wäre ich doch bloß ein Baum.

Einige Tage später hatte ihr Mann zum Glück wieder Arbeit gefunden.
Nun konnte sie am Nachmittag spazieren gehen.
Und dieses Mal ging sie weit hinaus – ganz weit.

Dort stand ein mächtiger, uralter Baum.
Etwas in ihr zog sie zu ihm hin.

Sie legte die Hand an seine Rinde,
dann umarmte sie ihn – so gut sie konnte,
denn der Baum war viel zu dick.
Dann ging sie zurück. Und wieder: derselbe Alltag.

Eines Tages wollte sie bei einer entfernten Nachbarin Eier holen.
Die Frau konnte nicht sprechen – sie war stumm –
doch mit Handzeichen bat sie um die Eier.
Die Nachbarin verstand sie und reichte ihr geduldig ein paar.

Am Abend wollte sie die Eier zubereiten.
Doch da kam ihr Mann nach Hause, wie immer mürrisch:
„Was willst du mit den Eiern? Spiegeleier?
Die kannst du eh nicht – die mach ich mir lieber selbst!“

Der Frau wurde alles zu viel.
Einige Tage später, als sie die Meckerei nicht mehr ertragen konnte,
ging sie wieder hinaus – zu jenem abgelegenen Baum.

Sie stand neben ihm, schaute hinauf,
hielt die Hände offen zum Himmel und dachte tief in sich hinein:
Ach, wär ich doch nur ein Baum …

Da raschelte es.
Ein starker Wind kam auf.
Es knackte und klickte – und die Frau wurde zu einem Baum.

Ein wunderschöner Baum.

Ihre Blätter waren groß und grün, ihre Äste stark,
und sie war frei von allen schlechten Gedanken.

Sie war glücklich – als Baum.

Der Wind wehte ihre Blätter davon,
trug sie bis vor das Haus.
Dort türmten sie sich zu einem kleinen Hügel.

Als der Mann abends heimkam, sah er den Blätterhaufen und schüttelte den Kopf.

Seit diesem Moment wurde die Frau nie wieder gesehen.


Ende

















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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...