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8 Ocak 2026 Perşembe

Die Märchenerzählerin

Märchenwelt 🌟


Die Eselin saß auf vielen kleinen Heftchen. 
Sie war eine Märchenerzählerin:

Es war einmal.. 

Ein kleiner Gnom mit bodenlangen Haaren stand daneben. Sein Gesicht konnte man kaum erkennen unter der ebenso langen Zipfelmütze.

„Du, sag mal, was steht denn da auf dem Baumstamm für ein seltsames Wesen herum?“, fragte der Gnom das Moosweiberl, das gerade beschäftigt war, seine Mooskinder durchzuzählen.

Das Moosweiberl, hinten auf dem Rücken mit Moos bedeckt und vorn mit rundem Erdbauch, blickte ihn an und richtete sich auf.

„Weiß nicht. 
Das steht da halt.“

Als Rumpelstilzchen das hörte, stampfte er wütend mit dem Fuß auf den Baumstamm, sodass dieser krachend zerbrach. 

Er stolperte zu seinem Holzofen hinüber und versuchte, ihn anzumachen. 
Doch vergeblich – außer Qualm geschah gar nichts.

Zwei Pilzmäuse mit rötlichem Fell und weißen Punkten, ein Mäusepärchen mit neugierigen schwarzen Knopfaugen, beobachteten das Geschehen. Der Mäusebub konnte sogar brüllen wie ein Tiger.

„Sag mal, hast du kein Zündholz zum Anmachen?“, piepsten sie.

Da kam eine Wanderratte vorbei. Sie trug ein Rohr über der Schulter und steckte es nun in den Ofen. 

Eine Feuereidechse spie gezielt in die Ofenöffnung. 

Der Holzofen stand mitten im Freien.

Butterblume trat näher. Sie trug ein gelbes Blumenkleid, hatte weiße Haare und einen Blumenkranz auf dem Kopf.

Sie war die Hüterin des uralten Märchenbuches, voller vergessener Geschichten, die kaum noch jemand kannte.
Butterblume saß gebeugt über dem Buch. 
Es wirkte beinahe unsichtbar.

Sie rückte ihre Brille zurecht. 

Alle rückten näher heran. 
Sie konnten Schriftzeichen erkennen, doch lesen konnte sie keiner.

Butterblume schob ihre Brille die Nase hinauf.

Ein Baum in unmittelbarer Nähe murrte:
„Was trägst du da?“

„Eine Lesebrille“, antwortete Butterblume.

„Baah“, rief der Baum und runzelte seine Rinde.

Butterblume grinste verschmitzt. 

Eine alte, weise Schildkröte wärmte sich am Holzofen, holte ihre Brille hervor und war gespannt, was das wohl für ein Märchen sein wird. 

Ein Tausendfüßler stützte mit seinem Rücken das Buch.

Der kleine Gnom und das Moosweiberl waren auch dabei, ebenso das Rumpelstilzchen. 

Dem Baum wurden die Blätter ganz lang wie Hasenohren. 

Die Pilzmäuse duckten sich, und eine große, behaarte Spinne seilte sich vom Baum ab.

Alle saßen am Holzofen und fingen an zu lauschen.

Butterblume schlug im Märchenbuch die Seiten auf und begann vorzulesen:

Die weiße Schlange

Ein weiser König aß heimlich eine geheimnisvolle weiße Schlange. Ein Diener kostete davon und konnte plötzlich die Sprache der Tiere verstehen.

Als der Ring der Königin verschwand, wurde der Diener verdächtigt. Durch das Gespräch der Enten erfuhr er, dass eine den Ring verschluckt hatte. So wurde seine Unschuld bewiesen.

Der Diener verließ den Hof und zog in die Welt. Unterwegs half er Fischen, Ameisen und einer Biene.

Später wollte er eine Prinzessin heiraten, die ihren Freiern schwere Aufgaben stellte. 
Mithilfe der Tiere, denen er geholfen hatte, löste er alle Prüfungen. 
So gewann er die Prinzessin und lebte glücklich, weise und gerecht.

(Brüder Grimm)

Ein Märchen aus den fast vergessenen Geschichten – die kaum noch einer kennt.










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17 Ekim 2025 Cuma

Leuchtturminsel💈 Der kleine weiße Elch und seine Freunde

Lesebär-Maskottchen stellt vor: 

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Die kleine Serie vom Kleinen weißen Elch

Die Wolken ließen sie herbeizaubern – mit ihren Kleeschreibwellen kamen sie auf die Leuchtturminsel geweht:

Der kleine weiße Elch und seine Freunde

Ein Ort voller Herz und Wunder ✨

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*Kleiner weißer Elch*
Ein echter Herzensfreund. Er liebt es, Kuchen zu backen, und beobachtet die Welt mit feinem Blick und großem Herzen.


*Igel Willi*
Sanft und schüchtern – aber mutig. Er ist zuverlässig und handwerklich begabt, immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird.


*Elfe Rosalie*
Einfühlsam, schüchtern, naturverbunden, liebevoll, zart und flink.


* Eselin Lilu*
Eine Träumerin mit treuem Blick. Freundlich und einfühlsam – auf der Suche nach einer Lilie, die sie einst im Traum sah.


dann *Henne Helene*
Eine lebenskluge Seele. Redegewandt, vorwitzig und herzenswarm.


*Die Ameisenfreunde*
Klein, aber voller Energie. Musikalisch, hilfsbereit und unermüdlich – immer in Bewegung und oft zu Späßen aufgelegt.


*Die Unke*
Weise, naturverbunden, kann ihre Farbe wechseln. Stille Wächterin vom Teich.


*Die Traumschafe*
Geheimnisvoll und fast nie ganz greifbar. Wenn sie auftauchen, liegt ein Hauch von Wunder in der Luft.


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Dieser kleine Kerl hat mich dazu inspiriert, die Geschichten für die Serie Der kleine weiße Elch schreiben zu lassen.













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Der kleine weiße Elch * Die Leuchtturm-Überraschung ~ Elchgeweih 01

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

In einem Leuchtturm lebte ein kleiner weißer Elch schon sein ganzes Leben lang. Er fühlte sich oft alleine auf der kleinen dreieckigen Insel, die an ihrer Spitze einen Wald hatte. Es sah fast so aus, als würde der Wald die Insel nach unten drücken. Der blau-rot gestreifte Leuchtturm war mit der Zeit verblasst. Ein schmaler, gebogener Feldweg führte vom Turm zum Wald.

Der kleine weiße Elch kam gerade aus dem Wald zurück. Der Frühling war endlich da, doch abends war es noch immer frisch. Deshalb hatte er Tannenzapfen gesammelt, um nachts ein wärmendes Feuer zu machen. Er wollte gerade den Sack mit den Zapfen ins Haus tragen, als er plötzlich ein Geräusch hörte.

Er blickte zum Blätterhaufen hinüber, aus dem ein Igel zum Vorschein kam. Erschrocken und verwundert fragte der kleine Elch:
„Wo kommst du denn her? Hier war noch nie jemand!“

Der Igel murrte:
„Ich lebe schon immer hier!“

Der kleine Elch schüttelte den Kopf.

Doch der Igel sagte mürrisch:
„Ich suche meine Höhle.“

Der kleine Elch stellte seinen Sack beiseite und schob freundlich den Blätterhaufen zur Seite. Unter dem Leuchtturm wurde ein dunkles Loch sichtbar. Der Igel blickte kurz hinein und bemerkte grummelnd:
„Da willst du mich wohl wieder hineinschicken?“

Doch der kleine weiße Elch lächelte und sagte:
„Komm mit.“

Dann nahm er den Sack mit den Tannenzapfen und ging in den Turm. Drinnen stellte er sofort einen flachen Korb auf, legte eine Decke hinein und sagte:
„Hier, vor dem Ofen kannst du schlafen.“

Der Igel stieß den Korb mürrisch weg und legte sich einfach auf die Decke. Der kleine Elch schüttelte den Kopf, sagte aber nichts.

In der Nacht hörte er ein leises Schiebegeräusch. Mit schläfrigen Augen sah er, wie der Igel den Korb doch zurückholte. Der kleine Elch lächelte und schlief zufrieden weiter.

Am nächsten Morgen hörte er draußen ein Hackgeräusch. Als er in den Garten schaute, sah er den Igel fleißig Holz hacken. Verwundert bedankte sich der kleine Elch und machte vor Freude einen Kuchen.

Als der Igel die Holzscheite ins Haus brachte, sagte er:
„Komm, wir machen Kaffee!“

Doch der kleine Elch seufzte enttäuscht:
„Ich habe keinen Kaffee mehr, mein Boot ist kaputt.“

Kurzerhand reparierte der Igel den Motor. Dann schnitt er vier große Kuchenstücke ab und nahm sie mit.

Drüben im kleinen Inselcafé saßen sie schließlich zusammen und genossen ihren Kaffee mit Kuchen. Danach schlenderten sie über den Markt, wo die Grillen ihren Honig verkauften, die Mäuse Obst und Gemüse anboten und die Hühner ihre Eier feilboten.

Am nächsten Tag begannen sie, den Leuchtturm neu zu streichen – das war schon lange nötig gewesen.

Doch als der kleine weiße Elch am nächsten Morgen aufwachte, war der Igel verschwunden!

Er rannte die Treppe hinauf und sah vom Turm aus, wie der Igel mit dem Boot vom Markt zurückkam. Sofort half er ihm beim Abladen.

Spät in der Nacht weckte sie ein heftiger Sturm. Der kleine weiße Elch eilte die Wendeltreppe nach oben. Der Igel folgte ihm mit seinen kleinen Stummelbeinen und grummelte:
„Müssen das so viele Treppen sein?“

Oben angekommen, schaltete der kleine weiße Elch das Signallicht ein.

Die beiden lächelten sich zufrieden an. 🍮🦔










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Der kleine weiße Elch * Es schneit, es schneit ~ Elchgeweih 02

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟
❄❄❄
Es ist Winter auf der Leuchtturminsel.

Als der kleine weiße Elch neben dem schönen, warmen Holzofen aufwacht, steht er voller Neugier auf, um aus dem Lukenfenster zu schauen. Es schneit dicke Flocken.

Vor Freude ruft er laut aus:
„Es schneit, es schneit!“

Der Igel Willi öffnet eine der beiden Kleidertruhen, steckt vorsichtig seinen Kopf hinein und zieht eine dunkelblaue Wollmütze hervor. Er setzt sie sich auf.

Der kleine Elch dreht sich zu ihm um und lächelt:
„Die Mütze steht dir gut, jetzt kann ich dich draußen viel besser finden.“

Doch plötzlich!

Ein schauriges, grausiges Heulen dringt durch den Turm. So etwas hatte der kleine Elch in all den Jahren noch nie gehört. Seine Fellhaare stellten sich zu Berge, und Igel Willi kroch tief in sein Strohkörbchen und zog seine Decke über den Kopf.

Der kleine Elch griff vorsichtshalber nach dem Bettklopfer an der Wand und machte sich langsam auf den Weg nach oben – Stufe für Stufe.

Oben angekommen, war alles absolut still.

Misstrauisch hielt er den Bettklopfer fest und wirbelte ihn durch die Luft.

Wusch! Ein heftiger Windstoß sauste durch die Löcher im Holz.

Noch einmal schwang er den Bettklopfer – stark pustete der Wind hindurch.

Der kleine Elch hielt den Klopfer hinter seinem Rücken und rief mutig:
„Wer bist du? Zeig dich!“

Eine sausende Windstimme antwortete:
„Ich bin hier gefangen. Bitte lass mich bleiben.“

Der kleine Elch hatte Mitleid.
„Gut, dann sei ganz still. Ich nehme dich mit.“

Der Windgeist folgte dem kleinen Elch nach unten. Igel Willi lugte aus seinem Holzkorb hervor, und der kleine Elch erklärte ihm schnell die Situation.

Zusammen wollten sie einen alten Schlitten vom Leuchtturmboden holen, doch dieser war so morsch, dass er nur noch als Brennholz diente.

Kurzerhand beschlossen sie, zwei flache Holzkörbe mit einem Seil zusammenzubinden. So konnte Igel Willi sie hinter sich herziehen. Draußen im Schnee machten sie sich auf die Suche nach einem Schneehügel.

Aber – nirgendwo war einer zu finden!

Nachdenklich schüttelte der kleine Elch den Kopf:
„Hier muss doch irgendwo einer sein!“

Da hatte der Windgeist eine Idee:
„Ich forme mich zu einem Bogen. Wenn der Schnee auf mich schneit, wird er zugedeckt, und ihr könnt auf meinem Rücken hinunterrutschen!“

Kurze Zeit später rutschten der kleine Elch und Igel Willi fröhlich den schneebedeckten Bogen aus Wind hinunter. Der Windgeist lachte – denn die Körbe kitzelten ihn schrecklich!

Sie hatten den ganzen Nachmittag lang ihren Spaß. Doch als es langsam dunkel wurde, kehrten sie zurück zum Turm.

Drinnen wärmten sie sich bei einer großen Tasse heißen Kakao auf. Der Windgeist trank ihn in einem einzigen Zug aus.

Igel Willi und der kleine Elch sahen sich verwundert an – und dann mussten alle drei lachen.

Von diesem Tag an waren sie die dicksten Freunde.
❄☁️❄☁️❄☁️










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Der kleine weiße Elch * Das Huhn ~ Elchgeweih 03

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

🐓🥚🥚🥚
Es war Herbstanfang. Die warme Herbstsonne kitzelte den kleinen weißen Elch wach. Neugierig lief er zum Lukenfenster:

Ob schon die ersten bunten Laubblätter zu sehen waren?

Ach, wie herrlich das aussieht, wenn sich die Blätter färben!

Sein Blick schweifte in den Garten – und da!

Er rieb sich die Augen. Dann noch mal.

Ein Huhn!

„Wo kommt das denn her?“, fragte sich der kleine weiße Elch erstaunt.

Es saß zwischen Salat, Karotten und Radieschen, direkt vor seiner Blumenwiese.

Er griff nach einem Tuch, um es zu verscheuchen. Doch als er näher kam, bemerkte er:

Das Huhn brütete! An der Seite blitzten Eierschalen aus dem Gefieder hervor.

Langsam schlich der kleine weiße Elch auf sie zu und fragte leise:
„Wo kommst du denn her?“

Die Henne plusterte sich auf.

„Gagg-Gaag! Ich bin abgehauen vom Dämpfer, rüber geflattert“, rief sie, erhob sich kurz, verneigte sich.

„Ich bin Helene!“

Dann setzte sie sich wieder auf ihre Eier und gackerte leise weiter.

Igel Willi, der alles von Weitem neugierig beobachtet hatte, schlich davon.

Am nächsten Tag: großes Hühnergeschrei!

Der kleine weiße Elch stürzte hinaus.

Die Henne tippelte aufgeregt auf und ab.

„Gaag! Eins von meinen Eiern ist weg! Und gestern war auch schon eins verschwunden!“

Der kleine weiße Elch half beim Suchen.

In der Ferne saß Igel Willi und schaute unauffällig zu.

Der kleine Elch hatte einen Verdacht. Er rief Igel Willi herbei.

„Igel Willi – warst du das?“

Igel Willi drehte sich schuldbewusst auf seinen kleinen Hinterpfoten hin und her.

„Entschuldigung… aber das waren die besten Eier, die ich je gegessen habe!“

Dabei schlabberte er sich genüsslich mit seiner kleinen Zunge über den Igelmund.

Die Henne war zwar aufgebracht, aber auch ein wenig stolz.

„Die besten Eier Gagg! Genau!“

Der kleine weiße Elch mischte sich ein:
„Aber beim nächsten Mal fragst du, verstanden?“

Henne Helene nickte zustimmend.
„Fragst du! Gagg, Gaag!“

Igel Willi senkte verschämt den Blick und nickte.

Der kleine weiße Elch zog das Nest in die Wohnstube.
„Komm! Der Winter steht vor der Tür. Schlaf bei uns im Turm“, rief er Henne Helene zu.

Igel Willi blinzelte, murrte und brummelte – doch bis zum Ende des Winters waren alle Freunde geworden.

Im Frühjahr bekam Henne Helene und ihre Kückenkinder ein eigenes Freigehege.

Und Igel Willi – der bekam jede Woche ein frisches Ei.

Zufrieden schlürfte Igel Willi sein Ei. Der kleine weiße Elch wunderte sich – und schmunzelte:
Anscheinend stimmt es wirklich, dass Eier glücklich machen.
🐓🥚🦔🧡










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Der kleine weiße Elch * Die Schiffbrüchigen ~ Elchgeweih 04

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

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An einem sonnigen Abend – Ameisen in einer kleinen Walnussschale am Strand gestrandet sind. Benommen und fast ohnmächtig liegen sie in und um die Schale herum.

Igel Willi und der kleine weiße Elch schlendern am Strand entlang, als sie die winzigen Schiffbrüchigen entdecken.

Vorsichtig schnuppert Igel Willi mit seiner kleinen Nase an den Ameisen:

„Ihr riecht aber gut!“

Schlagartig vor Schreck erwachen sie. Mit zittrigen Stimmen rufen sie durcheinander:
„Du willst uns doch nicht etwa verspeisen!?“

Igel Willi schüttelt entschieden den Kopf:
„Nö! Meeresameisen sind bestimmt versalzen!“

Ein leises, kaum hörbares Kichern ging durch die Reihen der Ameisen – sie können sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Der kleine weiße Elch beugt seinen Kopf tief hinunter, sodass die Ameisen auf sein Geweih krabbeln können. Langsam und vorsichtig setzt er eine Hufe vor die andere, während Igel Willi hinter ihm her trottet.

Im Garten angekommen – in der Nähe der Terrasse – gibt es ein leeres Beet. Dort lässt der kleine Elch die Ameisen vorsichtig hinunter.

„Hier ist euer neues Zuhause.“

Vor Erschöpfung schlafen die Ameisen die ganze Nacht durch. Hätte man ganz feine Ohren gehabt, hätte man sicher ihr zartes Schnarchen gehört.

Am frühen Morgen wuseln sie schon wieder geschäftig umher. Der kleine weiße Elch beobachtet neugierig das Treiben.

Sie schleppen, basteln, bauen.

„Was ist das?“, wundert sich der kleine Elch.

„So Winziges – Schilfartiges?“

„Eine Gartenpumpe!“, tönt es ihm im Chor entgegen – mit feinen, piepsenden Stimmen.

„Eine Gartenpumpe! Super Idee!“, jubelte der kleine Elch begeistert und schnaubte vor Freude durch seine Nasenlöcher.

Fast wären die Ameisen von dem leichten Lufthauch umgefallen.

„Bitte! Wir brauchen auch so eine Gartenpumpe!“, ruft er.

Die Ameisen – hilfsbereit, klug und flink – machen sich sofort an die Arbeit. Gemeinsam mit Igel Willi und dem kleinen weißen Elch bauen sie eine Gartenpumpe. Als sie fertig ist, betrachten alle stolz ihr Werk.

„Was kann ich für euch tun?“, fragt der kleine weiße Elch.

„Ihr habt bei mir einen Wunsch frei!“

Die Ameisen überlegen nicht lange.

„Wir möchten auf deinem Geweih sitzen und die Sonne genießen.“

Und so liegt der kleine weiße Elch mit den Ameisen auf seinem Geweih und Igel Willi neben ihm auf der Gartenwiese.

Und wenn man ganz genau hinhört – hört man ein sanftes Ameisenschnarchen.
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Der kleine weiße Elch * Auf der Blumenwiese ~ Elchgeweih 05

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

🌸🏵🌸
Endlich Frühling!

Der kleine weiße Elch freut sich, hüpft leichtfüßig den Waldweg entlang und klappert dabei fröhlich mit seinen Hufen.

„Heute werde ich nach meinen Freunden, den Bienen, schauen“, denkt er. „Sie sind bestimmt schon fleißig am Summen.“

Fröhlich folgt er dem Weg in Richtung der riesengroßen Blumenwiese.

Schon von Weitem hört er ein deutliches, lautes Summen.

Neugierig streckt er vorsichtig sein Geweih über die Blüten und schleicht sich näher an das Geräusch heran.

Doch was ist das?

Mitten in der Blume sitzt – keine Biene, sondern eine kleine Elfe!

Sie hat zarte rosa Blütenhaare und ein einfarbiges Blütenkleid.

So eine Elfe hat der kleine Elch noch nie gesehen.

Erstaunt ruft er:
„Eine Blumenelfe! Wie heißt du?“

Die kleine Elfe verstummt, blickt traurig nach oben und flüstert:
„Ich weiß es nicht. Das Letzte, woran ich mich erinnere, ist ein heftiger Windsturm …“

Der kleine weiße Elch murmelt:
„Ja … das Blumenelfenland ist sehr weit entfernt.“

Die kleine Elfe seufzt.
„Ich kann nicht mehr fliegen. Der Blütenstaub ist aus meinen Flügeln verschwunden.“

Der kleine Elch überlegt nicht lange.

Vorsichtig gräbt er mit seinem Huf die Blume samt Wurzel aus und nimmt sie mit.

Am Turm pflanzt er sie behutsam in einen Topf und stellt sie auf einen kleinen runden Tisch auf der Terrasse.

Dann ruft er seinen Freund, den Igel, herbei.

„Darf ich vorstellen – unser Gast“, sagt der kleine Elch freudestrahlend.

Igel Willi, der nicht so gut sieht, streckt neugierig seine Nase ganz nah an die Blume und ruft erstaunt:

„Eine rosa Blumenelfe!“

Kurz grummelt er: „Ich heiße Willi.“

Die kleine Elfe bleibt still.

Der kleine Elch erklärt dem Igel leise, was geschehen ist.

Igel Willi lächelt und meint:
„Rosalie – so nennen wir dich. Wegen deiner rosa Blütenhaare und deinem rosafarbenen Kleid.“

In diesem Moment beginnt die kleine Blumenelfe zu strahlen – und summt ein leises, glückliches Lied. 🌸🎶










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Der kleine weiße Elch * Verwandlung pur ~ Elchgeweih 06

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

🥔 🌸 🥔
An einem sonnigen Morgen, am kleinen runden Tisch auf der Terrasse, saßen der kleine weiße Elch und der Igel Willi beim Frühstück.

In der Mitte des Tisches – ganz still und ein wenig betrübt – saß die kleine Elfe Rosalie in ihrem Blumenkelch.

Igel Willi reichte ihr vorsichtig eine winzige Tannenzapfentasse, die er extra für sie gemacht hatte, und ein paar Brotkrümel mit seinen kleinen Pfoten.

Doch die Elfe Rosalie schaute traurig.

Der kleine weiße Elch und Willi blickten sie an.

„Was ist denn los?“ fragten sie.

Elfe Rosalie flüsterte bedrückt:

„Ach … Es wäre so schön, wenn ich auch so groß wäre wie ihr. Dann könnte ich mit euch am Tisch sitzen.“

Die beiden nickten verständnisvoll.
„Ja, das wäre wirklich schön“, sagten sie und trösteten sie. 

☁️☁️ ☁️☁️☁️☁️ ☁️☁️☁️☁️ ☁️☁️
Einige Stunden später war der kleine Elch im Garten.

Mit Rechen, Schaufel und Samen war er gerade dabei, ein Beet vorzubereiten.

Da hörte er ein aufgeregtes Gegacker – fast hysterisch:
„Gack! Gack! Gagagagack!“ Henne Helene gackerte völlig durcheinander!

Der kleine Elch rannte sofort los – und traute seinen Augen kaum:

Da stolperte eine silberfarbene Kartoffel mit Armen, Beinen und wütendem Gesicht durchs Beet!

„Ich will berühmt werden! Auf die große Bühne!“ schrie die Kartoffel und spurtete direkt auf die Terrasse.

Mit einem Hüpfer sprang sie auf den kleinen runden Tisch – und begann zu steppen!

Die drei Freunde – der Elch, der Igel und die Elfe – konnten kaum glauben, was sie sahen.

Die Kartoffel sang voller Leidenschaft von ihrem Traum, und bei all dem sprühten ein paar Kartoffeltränen durch die Luft.

Einige Tropfen landeten genau auf die kleine Elfe Rosalie.

Im selben Moment durchfuhr Rosalie ein seltsames Glücksgefühl.

Eine zarte rosa Blütenstaubwolke entstand um sie – und als sich der Nebel auflöste, lächelte Elfe Rosalie, denn sie war so groß wie der kleine weiße Elch und der Igel Willi.

Freude pur!

Alle tanzten vor Glück.

Von Weitem sah der kleine Elch ein Dampferschiff.

„Schau mal, Herr Kartoffel Silberhaut!“, rief er.
„Mit dem Dampfer kannst du in die weite Welt – und berühmt werden!“

Die Kartoffel war außer sich vor Begeisterung.   
Ab auf die große Bühne!

Gemeinsam brachten sie ihn mit dem Motorboot zum Dampfer.

Ein letztes Winken – und Herr Kartoffel Silberhaut war auf dem Weg zu seinem Traum.

🌸☁️🏵🌸☁️🏵☁️🌸

Einige Monate später:

Ein Spatz, der unter dem Leuchtturmbalken nistete, zwitscherte die Neuigkeit, und der Windgeist brachte sie in Windeseile:

„Kartoffel Silberhaut tritt im Café auf – der neueste Insel-Hit!“

Natürlich machten sich die drei Freunde auf den Weg zur Insel, um den berühmten Herrn Kartoffel bei seinem Auftritt zu bestaunen.

Die Elfe Rosalie stand zwischen ihnen – und genoss es, nun so groß zu sein wie Igel Willi und der kleine weiße Elch.
🌷🥀🌺🌸🌷










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Der kleine weiße Elch * Vogel-Hochzeit ~ Elchgeweih 07

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

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Es war Frühling – die Vögel zwitscherten und trillerten.

Igel Willi beobachtete seinen Kameraden, den Spatz, der emsig ein Nest vorbereitete und für seine zukünftige Vogelfrau einen Hochzeitskranz flechtete.

Igel Willi, heimlich in Elfe Rosalie verliebt, schwärmte vor sich hin. Doch er war schüchtern.

Still träumte er vor sich hin und sehnte sich danach, ihr jeden Wunsch zu erfüllen und stets an ihrer Seite zu sein.

Von der Stiftefabrik ließ er besondere Stifte bringen, die über die Caféinsel geschickt wurden, und mit dem Motorboot holte er Stoffe vom Markt, die er liebevoll als Geschenke verpackte.

Elfe Rosalie war entzückt von seinen zarten Gesten.

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Inzwischen war es ein herrlicher Sommer geworden …

Der kleine weiße Elch und das Spatzenpaar wollten Igel Willi helfen. Das Spatzenpaar flechtete einen Kranz aus Mohn, Gänseblümchen und Lilien – Rosalies Lieblingsblumen.

Unter einem Vorwand lockten sie Igel Willi und Elfe Rosalie zur Gartenwiese, wo das Spatzenpaar den Kranz auf Rosalies Haar legte.
Willi, von Herzklopfen erfüllt, stotterte – doch Rosalie war sichtlich gerührt. Sie umarmten sich liebevoll.

Gemeinsam mit den Spatzen sammelte der Igel Willi weiße Blütenblätter, aus denen die Vögel für Rosalie ein Brautkleid nähten.

Der Windgeist tanzte fröhlich durch den Himmel.

Still wurde es – doch hoch oben am Abendhimmel erschien sie:

Eine kleine Herde Traumschafe mit hauchfein schimmernd hellblauem Rücken.

Sanft tanzend hinterließen sie einen Schimmer im Himmel – wie Spuren aus Licht.

Ein Raunen ging durch die Hochzeitsgesellschaft, und der kleine weiße Elch, ergriffen:

„Schaut nur, was für fein glitzernde Sterne!“

Die Traumschafe flogen im Halbkreis über das Brautpaar hinweg.

Oben auf der Wolkenkutsche, von sanften Lichtern umhüllt, saß das Brautpaar – Rosalie und Willi, eng aneinander geschmiegt.

Der Windgeist, der sich mit seinen Windfäden an die Wolke vorgespannt hatte, erhob sich und startete einen Wolkenrundflug.

Glücksboten waren die Traumschafe, die hinter der Kutsche her durch die Lüfte schwebten.

Henne Helene, gerührt, gackerte:

„Was für ein wundervolles Zeichen, denn wenn die Traumschafe erscheinen, wird es eine Ehe voller Liebe und Wunder.“

Unterdessen musizierten die Ameisen mit ihren kleinen Instrumenten.

Der kleine weiße Elch schmückte die Terrasse festlich mit Blumen und Bändern.

Die Wolkenkutsche glitt sanft herab, das Brautpaar rutschte fröhlich und voller Glück hinunter.

Die Ameisen marschierten voran, tröteten mit Trompetenblumen, flöteten im Takt und trommelten und schellten mit Eichelschalen.

Im Hintergrund zirpten Grillen.

Igel Willi stand am festlich gedeckten Tisch, während der kleine weiße Elch die Braut zu ihm brachte.

Igel Willi kniete sich nieder. In seiner Pfote hielt er einen Ring – geschmiedet von ihm, dem kleinen weißen Elch und Henne Helene.

Die Vögel sangen:

„Ein Vogel wollte Hochzeit machen …“

Igel Willi, von tiefen Gefühlen bewegt, fragte zärtlich:

„Willst du mich heiraten?“

Und beim Anstecken des Rings sprach er andächtig:

„Soll im Dunkeln und im Hellen funkeln hell und fein – soll für immer dein sein.“

Der Spatz hielt eine feierliche Hochzeitsansprache.

Alle lauschten still und ergriffen.

Igel Willi und Elfe Rosalie gaben sich ihr inniges Ja.

Dann wurde getanzt, gefeiert und gelacht.

Später, als der Abend sich neigte, saßen alle müde und glücklich beisammen.

Die Spatzen saßen auf der Stuhllehne, Rosalie und Willi Hand in Hand, die Ameisen ruhten friedlich neben ihren Instrumenten.

Der kleine weiße Elch, überglücklich und voller Freude, saß mitten unter seinen Freunden – und strahlte über sein ganzes Elchengesicht.
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