7 Şubat 2026 Cumartesi

🌳 Der Baum und sein Traum

Märchenwelt 🌟

Ein Baum stand an einem Ort, an dem er nicht sein wollte.

Seine Wurzeln lagen locker und lose im Boden.

Ringsherum eine triste, karge Umgebung.

Wohin er auch schaute – rechts, links, geradeaus – nichts als Leere.

Er fühlte sich unglücklich dort und beschloss wegzulaufen.

Wohin? Das wusste er nicht.

Er lief und lief, einfach fort.

Manchmal stolperte er, fing sich aber immer wieder.

So kam er an eine Felsklippe. Vorsichtig trat er näher an den Rand.

Einige seiner Wurzeln hielten sich seitlich fest.

Er blickte nach unten. Dort konnte er nicht bleiben – zu karg, keine Erde, nur loses Geröll.

Also lief er weiter.

Vor ihm eine tiefe Klippengruft.

Unten rauschte ein Fluss, ein Wasserfall stürzte in die Tiefe.

Der Baum blieb stehen und genoss den Anblick.

Seine Äste und seine Baumkrone wiegten sich sanft im Wind.

Zwischen den Felsen klaffte ein Spalt.

Springen war unmöglich – zu weit.

Also nahm er Anlauf, stieß sich ab und machte einen Purzelbaum in der Luft.

Seine Wurzeln landeten auf der einen Seite der Felsebene, seine Äste auf der anderen.

Ein weiterer kräftiger Purzelbaum – doch allein schaffte er es nicht.

Da bat er den Wind um Hilfe.

Der Wind kam in Windeseile, blies ihn hoch, und mit einem Ruck stand der Baum drüben auf der Felsebene, stolperte – und fing sich wieder.

Ein Stück ging er weiter. 

Seitlich blickte er hinunter zum Wasserfall.

Einige seiner Wurzeln klammerten sich am Abgrund fest.

„Hier kann ich nicht bleiben“, dachte er.

Kein Wasser, nur steiniger Untergrund.

Er lief weiter, ohne zu wissen, wohin.

Er war müde, sehr müde.

Seit Tagen war er unterwegs.

Nachts war es unangenehm kalt, am Tag grau – kühl und klamm fühlte sich seine Baumrinde an.

Im Morgengrauen blinzelte er.

In der Ferne – eine grüne Wiese?

Er bewegte sich darauf zu.

Ringsum standen einige Bäume, und nun stand er in der Mitte.

Hier ist es gut, dachte er.

Seine Baumrinde kribbelte, die Blätter begannen, sich im Wind zu drehen.

Da hörte er ein leises Plätschern.

Er drehte sich um und folgte dem Geräusch – ein kleines Bächlein.

Wie herrlich!

Sein Blick folgte dem Wasser, und von der Seite sah er den Wasserfall wieder, den er zuvor bewundert hatte.

Er blieb stehen und genoss den Ausblick.

Als er sich umdrehte, erkannte er einen Baumkreis mit einer Wiese in seiner Mitte.

Ein paar Vögel hüpften darin auf und ab.

Seine Wurzeln drangen tief ins Erdreich.

Eine Wurzel wurde so lang, dass sie ins kleine Bächlein reichte.

Ach, wie schön kühl.

Seine Rinde kitzelte, seine Äste wiegten sich, seine Baumkrone streckte sich, die Blätter raschelten im Wind.

Ein Baum neben ihm – einer der ältesten dort, eine große, mächtige Tanne, verharzt, an manchen Stellen vernarbt – sprach:

„Was wirst du wohl für ein Baum sein?“

Der Baum blickte an sich hinunter und fragte sich still:

Wer bin ich?

Was bin ich?

Die Tanne lächelte.

„Du bist eine Eiche.“

Und alle Bäume ringsum nickten nacheinander.

Eine Eiche!

Dann werde ich eine starke, mächtige Eiche sein.

Dieser Gedanke gab ihm Halt.

Tief in ihm wurde es still.

Er ruhte in sich.

Er war angekommen.

Mit dem Rauschen des Wasserfalls im Hintergrund und dem leisen Plätschern des Bächleins.

Und so wurde er zu einer starken, mächtigen Eiche.

Der Wind bog ihn manchmal, doch seine Wurzeln hielten stand.

Denn er war an seinem Lieblingsort angewurzelt.

Ende









Besucher: 0

🐟 Ein Fisch träumt vom Klettern

Märchenwelt 🌟

In einem riesigen See schwammen verschiedene Fische umher. Ein junger Fisch, unerfahren und neugierig, hinterfragte alles.

Warum ist das Seegras so grün?

Warum ist die untere Wasserfläche so hellbläulich?

Warum gibt es unter den winzigen Kieselsteinen noch eine dünne Erdschicht?

Viel zu neugierig für die anderen Fische, die dort herumschwammen. Sie schüttelten ihre Köpfe über seine Fragen.

Der Fisch träumte vom Klettern, denn er wollte unbedingt fliegen, um mehr von der Welt zu sehen. Immer wieder tauchte er auf und steckte seinen Kopf über das Wasser. Seine Augen sahen alles nur wie durch einen Nebel. Er wiederholte dies immer wieder und übte dabei, immer länger über Wasser zu bleiben.

Eines Abends, in der Dämmerung, erkannte er einen Vogel.

Warum kann der Vogel fliegen und er nicht?

Die anderen blubberten singend:

„Warum ist die Bananealge krumm?

Warum ist die Bananealge krumm?“

Und sie schwammen an ihm vorbei.

Eine ältere Wasserschildkröte sprach:

„Manches ist so, wie die Natur es gemacht hat.“

Dabei schwamm sie weiter und tauchte hinunter.

Dem Fisch genügte diese Antwort nicht. Er wollte nach draußen, hochklettern und fliegen wie ein Vogel. Jeden Tag tauchte er über das Wasser. Als er eines Tages lange hinausblickte, entdeckte er einen Baum.

Er schwamm darauf zu und kletterte mutig den Baum nach oben. Sein Körper bebte, er konnte kaum noch japsen und zappelte.

Der Baum sah ihn an, lange und bedenklich. Dann zog er eine seiner Wurzeln langsam heraus, steckte sie ins Wasser und nickte dem Fisch zu. Dieser sprang erschrocken los, landete auf der nun nassfeuchten Wurzel und sprang von dort hinaus ins kühle Nass – gerade noch rechtzeitig!

Was – war es das wert?

Klettern, fliegen?

Das fragte sich der Fisch.

Auf einmal war er von vielen Fischen umringt. Er erzählte von seinem Tun. Er sprang, flog in die Höhe, landete auf der Wurzel des Baumes und rutschte wieder ins kühle Nass.

In dem Moment, als er sprang, wusste er es.

Er war ein Lachs. Und nun verstand er, warum ihn der Traum zu fliegen immer antrieb.

„Super!“, blubberten sie.

Alle Fische begannen nun ebenfalls zu springen und zu fliegen, um wieder ins Wasser zu rutschen. Und so sieht man in der Nähe der Bäume fliegende Fische springen.

Denn zwischen Wasser, Wurzel und Sprung hatte die Natur es ihm mitgegeben. 🏞 🐟 ☁️










Visitors: 0

5 Şubat 2026 Perşembe

Der verschwundene Lesebär

von der Lesebärwelt 🐻

Es war Sommerende, und Entenmama und Katzenkind Minka wollten unbedingt zum Strand – wenigstens die Füße ins Meerwasser stecken.

Als sie sich fertiggemacht hatten und nach draußen gehen wollten, bettelte Katzenkind Minka:

„Entenmama, der Lesebär will auch unbedingt mitkommen.“

Der Lesebär saß auf der Kommode, ließ seine Beine herunterbaumeln, wippte mit den Füßen und bettelte:

„Bitte, ich will auch mit!“

Entenmama steckte den Lesebär in ihre Stricktasche, und so wurde er mitgenommen.

Papa Brummbär hupte, fuhr mit seinem Stranddreirad vor und wartete draußen.

Zuerst spazierten sie über die Strandpromenade und setzten sich auf eine Bank. Kurze Zeit später fing Katzenkind Minka an:

„Ich möchte zum Meer und meine Füße hineinstecken.“

Also fuhren alle mit dem Stranddreirad zum Strand. Papa Brummbär und Katzenkind Minka gingen schon einmal voraus, liefen am Meeresstrand entlang und hielten ihre Füße ins Wasser.

Danach fuhren alle wieder zurück zur Bank. Doch kaum hatten sie sich hingesetzt, stellte Katzenkind Minka erschrocken fest:

„Der Lesebär ist verschwunden!“

Also ging es wieder zurück zum Meeresstrand.

Gesucht! Gesucht! Gesucht!

Sie fragten überall nach – aber leider ohne Erfolg.

Entenmama beruhigte Katzenkind Minka:

„Bestimmt ist der Lesebär nach Armutlu geschwommen.“

Sie versuchten es noch einmal, ihn zu finden, doch auch diesmal ohne Erfolg.

Am nächsten Tag fuhr Papa Brummbär noch einmal hin und suchte erneut nach dem Lesebär – doch er konnte ihn nicht finden.

Zurück auf der Wolkeninsel waren alle seine Freunde sehr betrübt ohne ihren Lesebär. Seine Frau Sofia war fest davon überzeugt, dass der Lesebär nach Armutlu geschwommen war, denn der Lesebär war ein ausgezeichneter Schwimmer.

Da überlegten sie, Onkel Fuchs Murat anzurufen, denn er war Computerspezialist.

Sie baten ihn:

„Bitte hilf uns, der Lesebär ist verschwunden.“

Fuchs Murat machte sich sofort an die Arbeit.

In der Zwischenzeit war der Lesebär tatsächlich nach Armutlu geschwommen. Am Meeresstrand war er aus der Stricktasche gerutscht, und die Wellen hatten ihn hinausgetragen.

Drüben am Strand von Armutlu waren seine Sachen völlig nass geworden. Er zog sie aus, doch die Meereswellen spülten sie davon. Als der Lesebär versuchte, sie zurückzuholen, schwamm er ein Stück hinaus – genau in diesem Moment kam ein großes Schiff vorbei. Das Schiff entdeckte den Lesebär, nahm ihn mit und brachte ihn zu ESF (Elig-Schnell-Finden).

Dort kam der Lesebär in eine Spezial-Reinigungsmaschine und kam blitzblank sauber wieder heraus.

Danach schaute sich der Lesebär um, denn er wollte unbedingt wieder weg. 

Er begann, einen Computerraum zu suchen – schließlich war der Lesebär schon immer ein schlauer Lesebär gewesen.

Nach längerem Suchen fand er endlich den Computerraum und sah von Weitem zwei Bärenohren.

Der Lesebär ging darauf zu und tippte dem Bären auf die Schulter.

Als sich der Bär umdrehte, wunderte sich der Lesebär sehr – denn er sah genauso aus wie er selbst, wie sein Spiegelbild.

Hallo!“ – „Hallo!

Nach langem Hin und Her stellten sie fest, dass sie Zwillingsbrüder waren.

Byn war in England gewesen und hatte dort sein Studium als Straßenclown verdient. Zufällig war er hier bei ESF gelandet.

Inzwischen hatte Onkel Fuchs Murat den Lesebär im Internet gefunden. Denn Byn hatte es so organisiert, dass man ihn und den Lesebär nur im Paket erhalten konnte.

Onkel Murat bestellte die beiden.

Nach einiger Zeit lag der Lesebär Onkel Murat so lange in den Ohren, bis dieser beschloss, mit dem Auto zur Fähre zu fahren.

Mit der Fähre kamen Lesebär und Byn auf der Wolkeninsel an.

Was für eine riesige Freude! Alle umringten Lesebär und Byn. Besonders Katzenkind Minka und Ehefrau Sofia waren überglücklich, dass ihr Lesebär wieder da war.

Zu Hause musste der Lesebär dann die ganze Geschichte erzählen: dass er nach Armutlu geschwommen war, gereinigt wurde und seinen Zwillingsbruder gefunden hatte. Auch Byn erzählte seine Geschichte – dass er in England gelebt hatte, Boxer gewesen war und sich als Straßenclown sein Studium zum Computerspezialisten finanziert hatte.

Der Lesebär zeigte Byn seine Stiftefirma und seine Lesebär-Schule. Er war stolz auf sich, denn er war wirklich ein kluger Lesebär.

Die beiden wurden dickste Freunde – schließlich waren sie Zwillingsbrüder. Sie waren unzertrennlich.

Am nächsten Tag wurde ein riesiges Fest auf der Wolkeninsel gefeiert. Alle Inselbewohner, Freunde, Frau Sofia, Katzenkind Minka, Entenmama und Papa Brummbär freuten sich, dass Lesebär und Byn beide da waren.

Nun konnte der Lesebär wieder seine Schabernacke treiben – sogar doppelt. 💟🐻❤️









Visitors: 0

2 Şubat 2026 Pazartesi

Der Superman Lesebär

von der Lesebärwelt 🐻

Lesebär möchte Kahraman werden. Superman! 

Das hat er sich unbedingt in den Kopf gesetzt.

Lesebär ist nämlich kein normaler Lesebär, sondern ein Speziallesebär. Er kann sprechen. Und er sitzt auf seiner Couch und macht uns damit ordentlich die Köpfe voll.

„Hey, ich möchte Kahraman werden! Ich will Superman sein – Superman, der Lesebär!“

Den ganzen Tag, und noch drei Tage lang. Man kann es gar nicht mehr hören.

Also habe ich beschlossen, ihm einen Superman-Umhang zu nähen. Als dieser kleine Umhang endlich fertig war und ich ihn ihm gab, war Lesebär total stolz.

Ein schöner, roter, samtiger Superman-Umhang.

Natürlich wollte Lesebär ihn sofort testen. Er stellte sich auf den Tisch und sprang mit dem Umhang hinüber auf seine Couch.

Aber das funktionierte nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hatte.

Es war Abend geworden. Lesebär schlief erst einmal eine Runde. Am nächsten Tag zog er seinen Umhang sofort wieder an. Vor lauter Freude tanzte er herum und wirbelte sich im Kreis – einmal, zweimal, dreimal.

Und auf einmal war kein Lesebär mehr zu sehen. Er war unsichtbar geworden.

Natürlich freute er sich sehr darüber. Er machte sich auf die Reise und rettete Giraffe Cila, die sich mit dem Fuß in einem Gitter verfangen hatte. Lesebär zog sie heraus, doch Cila sah niemanden und dachte nur: „Gott sei Dank habe ich meinen Fuß da wieder rausbekommen.“

Auch Schlappohr, der Wuffi-Hund, hatte große Probleme und bekam schlecht Luft. Lesebär hielt ihn ans offene Fenster, und Wuffi wunderte sich sehr, wie das plötzlich geschehen konnte.

Oder Sofia, seine Frau: Sie schaffte die Arbeit in der Küche kaum noch. Lesebär half ihr heimlich beim Schnippeln – und so weiter und so fort.

Natürlich musste sich Lesebär jedes Mal dreimal drehen, damit er wieder sichtbar wurde.

Und weil er ein ganz besonderer Lesebär ist, kann er sich überall auf der Welt hin verzaubern. 

Wenn du also vielleicht halb einschläfst und jemand – vielleicht der Lesebär – mit seinem magischen, unsichtbaren Umhang dir sanft auf die Schulter tippt: tipp, tipp, tipp,

dann ist er es ganz bestimmt … der Lesebär, der dich daran erinnert, dass auch du ein Superheld sein kannst.

Und damit ist diese Lesebär-Geschichte zu Ende. 🐻✨








Visitors: 0

30 Ocak 2026 Cuma

Das Wüstenmärchen Laila

Märchenwelt 🌟

Es war einmal ein junges Mädchen namens Laila. Jeden Tag ging sie zum Markt und verkaufte dort ihre selbstgemachten Tonkrüge. Manche hatte sie verziert, manche liebevoll bemalt. Und Laila träumte davon, reich zu sein.

Als sie eines Tages so vor sich hinträumte – 

Als sie eines Tages so vor sich hinträumte – Rumps!

krachte es plötzlich mitten in ihre Tonkrüge hinein. Erschrocken blickte Laila auf die Scherben, die nun überall verstreut lagen. Eine Kutsche hatte die Kontrolle verloren und war direkt in ihren Stand gekracht.

Der Kutscher stieg hastig ab, nahm seinen Hut ab und wollte sich gerade entschuldigen, als sich die Tür der Kutsche öffnete. Ein junger Mann stieg aus, ging um die Kutsche herum – und Laila erkannte sofort: Es war ein Prinz. Er trug eine Krone auf dem Kopf.

Er entschuldigte sich vielmals und sagte:

„Natürlich werde ich Ihre Ware entschädigen. Es tut mir sehr leid, dass meine Pferde ausgeschert sind. Darf ich Ihren Namen erfahren?“

Verschämt stotterte sie: „Laila.“

Der Prinz nahm einen Beutel Gold und wollte ihn ihr in die Hand legen. Doch Laila überlegte kurz und sagte dann:

„Prinz, ich möchte lieber bei Euch arbeiten, in Eurem Schloss. Das wäre mir viel lieber.“

Dem Prinzen war das recht. Er ordnete an, Laila am nächsten Morgen abzuholen. So kam sie ins Schloss und arbeitete fortan in der Küche.

Jeden Abend wurde dort das Besteck poliert, denn es gab eine sehr, sehr große Schublade, in der das gesamte Silberbesteck lag. Es wurde nur selten benutzt – immer wieder poliert und zurückgelegt. Doch jedes Mal, wenn Laila das Besteck polierte, ließ sie heimlich ein paar Stücke verschwinden.

Auf dem Heimweg suchte sie und fand in der Wüste einen Felsen. Dort vergrub sie das Besteck und markierte die Stelle so, dass sie sie sicher wiederfinden würde. 

Das ging eine ganze Zeit lang so.

Eines Abends, als Laila ihre Arbeit beendet hatte und leise an den Türen vorbeiging, hörte sie ein Gespräch. Der König sprach zu seinem Sohn:

„Sohn Sandklar, wir haben große Sorgen. Unser Königreich ist verarmt. Wir werden unser Schloss verkaufen müssen. Uns bleibt keine andere Wahl.“

Der Prinz war sehr, sehr traurig.

Einige Tage später bat Laila den Prinzen:

„Ich möchte gern wieder auf den Wochenmarkt gehen und dort meine Krüge verkaufen.“

Der Prinz erlaubte es.

Nach einigen Wochen hörte Laila von einem kleinen Königreich, das sein Schloss verkaufen wollte. Da beschloss sie, das Silberbesteck auszugraben. Sie ging zu diesem Schloss, trat ein und begegnete König Kleinstern. Er war ihr sofort sympathisch und nahm sie auf, als wäre sie seine eigene Tochter.

Laila streckte ihm das Besteck entgegen. König Kleinstern starrte erst auf das Silber und dann auf das Mädchen.

„Ist irgendetwas nicht in Ordnung?“, fragte Laila vorsichtig.

Da erzählte der König:

„Viele Jahre ist es her. Ich war einst in eine junge Prinzessin verliebt. Wir wollten uns verloben, und genau dieses Besteck lag damals auf unseren Tischen. Doch sie verstarb – sie war schwer krank.“

Dann fragte er leise:                            „Woher hast du dieses Besteck?“

Beschämt senkte Laila den Blick. Doch der König sagte:

„Hab keine Angst. Ich werde dein Geheimnis bewahren.“

Da erzählte Laila von ihrem Traum, reich zu sein, und dass sie das Besteck gesammelt hatte, um sich eines Tages ein kleines, schönes Haus zu kaufen und gut zu leben.

König Kleinstern schwieg einen Moment und sagte dann:

„Ich werde dich als meine Tochter annehmen.“

Heimlich schmiedete er einen Plan und lud König Mondgroß und Prinz Sandklar in sein Reich ein. Das Schloss wurde festlich geschmückt, und natürlich folgten König Mondgroß und sein Sohn der Einladung.

König Kleinstern ließ Laila wunderschön kleiden – fast hätte er sie selbst nicht wiedererkannt.

Als das Fest begann und König und Prinz eintrafen, wurde zum Tanz aufgefordert. Wie konnte es anders sein – Prinz Sandklar bat Laila um einen Tanz. Währenddessen sagte er immer wieder:

„Du kommst mir so bekannt vor.“

Da sprach König Kleinstern:

„Das ist meine Tochter. Sie hat in meinem Auftrag gehandelt. Wir hörten, dass euer Schloss verkauft werden soll. Nehmt meine Tochter zur Frau und lebt mit uns hier im Schloss.“

Alle waren glücklich. Der Prinz war zunächst überrascht, doch er war so verliebt in Laila, dass er alles andere vergaß.

So lebten König Mondgroß, König Kleinstern, Prinz Sandklar und Prinzessin Laila in dem Schloss.          Es war zwar kleiner, doch viel gemütlicher und schöner. 

Das alte Schloss wurde verkauft und alle konnten gut davon leben.

Die beiden Könige wurden Freunde und spielten jeden Abend Schach. Prinz Sandklar und Prinzessin Laila lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Ende.












Besucher: 0

Einladung zur Lesebärwelt

Lesebärwolken

Geschichten aus der Lesebärwelt – immer ein bisschen verrückt.

Familien, Kinder und Erwachsene – schwebt mit auf eine Reise und folgt den Wolken voller Fantasie, die Geschichten zum Weiterträumen tragen.

Egal ob groß oder klein – ich lade euch ein, in die Welt meiner Lesebärwolken-Geschichten einzutauchen.

Ich bin ein richtiger Familienmensch – eine bayrische Frohnatur mit einem waschechten Dickschädel.

Ich bin Mutter einer Tochter, verheiratet und die Älteste von vier Schwestern.

Meine Hobbys sind vielfältig: Besonders gerne nähe und stricke ich. Schon als Kind schrieb ich Geschichten und Aufsätze – und vor Kurzem habe ich diese Leidenschaft wieder neu entdeckt.

Seitdem meine Tochter klein war, erzähle ich ihr jeden Abend eine Gutenachtgeschichte. Heute ist sie schon eine Jugendliche und hört sie immer noch gerne.

Der Lesebär hat eine besondere Rolle in unserer Familie: Als er im Kuscheltierland ankam, wurde er sofort beliebt – vor allem bei meiner damals einjährigen Tochter. Er war überall dabei: beim Kinderarzt, auf dem Spielplatz, als Tröster und Schlafgefährte.

Oft las ich ihr mit ihm auch eine Gutenachtgeschichte vor. So bekam er seinen Namen: Lesebär. Er liebt Bücher, liest gerne mit und hilft mir sogar beim Schreiben meiner Geschichten.

Ich lade euch herzlich ein, die Lesebärwolken zu begleiten. Auf dieser kleinen, verrückten Seite öffnen wir unsere Schatztruhe – und ich wünsche mir, euch damit ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Eure Lüdel

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!



☁️ Blogstart am 14. August 2025☁️






Besucher: 0




































Über Mich

Hinweis zu den Geschichten

Über mich – Autorin: Lüdel

Einige meiner Geschichten habe ich bereits im Schreibportal
Kurzgeschichten-storis.de hineingezaubert.

Hier, auf meinem Lesebärwolken-Blog, sammle ich sie – für
meine Tochter, für mich und für alle, denen ich damit von Herzen ein Lächeln
auf die Lippen zaubern möchte.

Manche Geschichten begegnen euch daher vielleicht ein
zweites Mal – hier bei den Lesebärwolken. ☁️🌟☁️


📃 Hier auf meinem Lesebärwolken-Blog erscheinen alle meine Geschichten in ihrer Originalversion.



Visitors: 0

🌳 Der Baum und sein Traum

Märchenwelt 🌟 Ein Baum stand an einem Ort, an dem er nicht sein wollte. Seine Wurzeln lagen locker und lose im Boden. Ringsherum eine trist...