Märchenwelt 🌟
Mäusebub Ritchy und seine Abenteuer
Mäusebub Ritchy war nach langer Wanderung unterwegs, als er in der Abenddämmerung ein kleines Häuschen sah. Neugierig ging er darauf zu und entdeckte einen Spalt zwischen zwei Holzbrettern. Vorsichtig drückte er sich hindurch.
Am nächsten Morgen weckte ihn ein lautes Krähen. Verschlafen spähte er vorsichtig hinaus. Ein riesiger, stattlicher Hahn schrie aus Leibeskräften. Der Hahn entdeckte den Mäusebub und bat ihn: „Komm heraus!“ Ritchy beugte sich langsam nach draußen. Der Hahn gackerte freundlich: „Eine Maus! So eine hatten wir hier schon lange nicht mehr. Komm, trau dich!“
Mäusebub Ritchy schlüpfte ganz heraus. „Wo bin ich denn hier?“ Inzwischen hatten sich auch die Hühner um den Hahn versammelt. Hahn Hugo sagte stolz: „Das ist unser Hühnerhaus auf der grünen Wiese!“
„Und was ist mit der Katze da hinten?“, fragte Mäusebub Ritchy ängstlich mit zitternder Stimme. Hahn Hugo schielte kurz hinüber und winkte mit dem Flügel ab. „Ach, die ist ungefährlich. Die ist schon alt!“
„Puh!“, schnaufte Mäusebub Ritchy erleichtert.
Der Hahn krähte noch einmal kräftig und rief: „Komm, spring rauf!“ Mutig sprang Ritchy auf Hugos Rücken. Schnell ging es voran, und Ritchy hielt sich an seinen Halsfedern fest.
Als sie ankamen, sah Mäusebub Ritchy ein großes Feld, unterteilt in viele Beete: kleine Tomaten, Karotten, Radieschen, Melonen und Mais – lauter Leckereien, wohin seine Augen auch blickten. Die Hühner dort hatten Schürzen um. Einige scharrten mit ihren Krallen die Erde locker, andere brachten mit kleinen Gießkannen Wasser herbei.
Beim Anblick der leuchtenden Beete fühlte sich Ritchy wie im Zaubergarten. Schnell sprang er hinunter und steckte sich eine der kleinen Tomaten in seinen Mäusemund, sodass der Saft herausspritzte. Alle mussten lachen. Hahn Hugo klopfte ihm auf die Schulter.
Und so kam es, dass Mäusebub Ritchy mitten im Zaubergarten stand.
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