Märchenwelt 🌟
Mäusebub Ritchy und seine Abenteuer
Es war Herbstende, und bald würde der Winter anbrechen. Die Nächte wurden schon ziemlich kalt, und die Hühner bereiteten ihre Nester vor. Sie polsterten sie mit extra viel Heu aus, das sie vom Heuhaufen im Hühnerhaus nahmen.
So langsam lichtete sich der Heuberg – und da sah Mausebub Ritchy etwas herausblitzen.
Was mochte das wohl sein?
Er flitzte darauf zu, doch kurz vor dem restlichen Heuhaufen stoppte er und hielt inne. Hahn Hugo stand hinter ihm und schob mit dem Schnabel das Heu zur Seite. Darunter kam ein kleiner Eisenofen zum Vorschein.
Mausebub Ritchy hüpfte vor Freude.
„Das ist ja wunderbar! Dann können wir einheizen und haben es warm.“
Er ging auf den Eisenofen zu und rüttelte an der Ofentür. Diese sprang auf, und mit klappernder Stimme sprach der Eisenofen:
„Ich bin kaputt. Mein Eisenboden hat ein Loch.“
Da fiel Ritchy ein:
„Ich habe doch ein Eisenblech gesehen! Das machen wir dir darunter – und Hahn Hugo nietet es mit seinem Schnabel fest.“
Sofort war der Eisenofen einverstanden, und Hahn Hugo und Mausebub Ritchy machten sich an die Arbeit.
Danach wurde der Eisenofen in der Mitte des Hühnerhauses aufgestellt. Ein Ofenrohr wurde nach draußen geführt. Holz wurde gesammelt – und bald schon angeheizt.
Unterwegs trafen sie Reh Susan sowie Hase Fino und seine Mutter, die es sich nun ebenfalls im warmen Hühnerhaus gemütlich gemacht hatten.
Gemütlich saßen alle Hühner in ihren Nestern und gackerten zufrieden. Auch Mausebub Ritchy lag eingerollt in seiner Heuhöhle und schlief selig ein.
Und so brummte und knisterte der alte Eisenofen wieder herrlich warm.