26 Eylül 2025 Cuma

Besondere Freunde

Allerlei-Sammelmaschen 📃

Weit draußen in einem kleinen Häuschen lebte eine Frau ganz alleine.

Sie hatte einen kleinen Garten, in dem es allerlei Bäume gab: Birnenbaum, Apfelbaum, Kirschbaum und Laubbäume. Zwischen all diesen Bäumen flogen fröhlich die Vögel von Ast zu Ast, und sie liebte diesen Garten sehr, denn er war für sie etwas ganz Besonderes. Ab und zu kam ihre Tochter vorbei und besuchte sie. Sie wollte sie immer dazu überreden, in die Stadt zu ziehen, und drängte sie ständig: „Komm, Mutter, komm in die Stadt. Da kannst du bei mir leben.“

Aber die Mutter verweigerte.

Und immer, wenn die Tochter kam, kam immer dasselbe Gespräch auf, und sie war schon müde geworden, immer dasselbe Thema zu wiederholen.

„Tochter, lass mich“, sagte sie, und die Tochter ging wieder nach Hause. Tage später kam die Tochter erneut, und von weitem sah sie, wie ihre Mutter im Garten stand. Sie schaute über die Mauer, versteckt, und sah, wie ihre Mutter den Vögeln Brotkrumen gab. Es war ein reges Treiben, die Vögel flogen rauf und runter, rauf und runter. Und sie sah, wie ihre Mutter glücklich lächelte. Und da verstand sie auf einmal, warum ihre Mutter nicht in die Stadt wollte. Sie wartete etwas ab, dann ging sie hinein, umarmte ihre Mutter und sagte: „Ich habe dich verstanden.“ Sie nickten sich gegenseitig zu und gingen in das kleine Häuschen rein.

Von diesem Moment an gab es nie wieder ein Gespräch oder eine Nachfrage über das Thema. Beide waren sich einig.

Die Tochter ging wieder nach Hause. Die Mutter schaute aus dem Fenster und sah, wie die Vögel rauf und runter tanzten, und freute sich über ihre besonderen Freunde und darüber, dass ihre Tochter sie auch verstanden hatte.


Ende 🐦

Waldspaziergang

Märchenwelt 🌟

🐻 🦌 🐇 Hase Hoppel und Rehkitz Sisi gingen im Wald spazieren. Sie waren gerade dabei, in ihr Versteck zurückzugehen, als auf einmal ein Bär vor ihnen stand. Erstarrt blieben beide stehen.

Rehkitz Sisi machte sich ganz flach, und der Hase ergriff reflexartig die Flucht. Doch als er hinter einem Baum hervorlugte, dachte er: Nein, ich kann doch meine Freundin nicht im Stich lassen!

Er nahm Anlauf und stieß im Anflug mit seinen Hinterpfoten den Bären um. Das Rehkitz lag noch immer zitternd am Boden, hielt die Vorderbeine über den Kopf und flehte: „Bitte, friss uns nicht!“

Der Bär rappelte sich auf und erklärte: „Ich esse kein Fleisch!“

Beide schauten ihn verwundert an. „Was dann?“

Der Bär antwortete: „Ich fresse Würmer, Käfer und alles, was sich unter einer Baumrinde befindet.“

„Uff!“ kam von den beiden erleichtert.

Der Bär holte ein schwarzes Band hervor, hielt es in seinen großen Tatzen und sagte:
„Komm her, Hase! Ich ernenne dich zum Kung-Fu-Hasen des Waldes! Wie heißt du?“

Der Hase richtete sich mutig auf: „Ich heiße Hoppel, und das ist meine Freundin, Rehkitz Sisi. Und du?“

„Ich bin Bär Bruno. Komm, lass uns Freunde sein!“

Die beiden nickten und sagten: „Gut, dass wir so einen guten Freund wie dich gefunden haben.“

Der Bär brummte zufrieden: „Ja, ja, brumm, brumm, brumm…“
🐻 🦌 🐇 

ENDE

Waldgeschichte

Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme. 📢 🎧 ▶️ Audio abspielen

Märchenwelt 🌟

Ein alter Maulwurf, der in jungen Jahren von den Menschen vertrieben worden war, hatte Zuflucht am Waldrand gefunden.

Jetzt, im Alter, war sein Gehör schlecht geworden. Seine Augen waren ohnehin nie besonders gut gewesen – doch in letzter Zeit hatten auch sie weiter nachgelassen.

Er fühlte sich müde und erschöpft. Langsam buddelte er an seiner Maulwurfhöhle, bis er plötzlich zusammenbrach und ohnmächtig wurde.

Gott sei Dank war genau in diesem Moment die Eule auf Kontrollrunde.

Sie war nämlich die Beschützerin des Waldes und schaute regelmäßig nach dem Rechten. Als sie den Maulwurf sah, erschrak sie – sie hatte ihn schon öfter gerettet, etwa bei Überschwemmungen, wenn sie ihn an einen trockenen Ort brachte. Doch diesmal war es ernster.

Der Maulwurf war bewusstlos.

Die Eule zögerte nicht lange, nahm ihn vorsichtig auf und flog weit hinaus – über den Wald hinweg –, bis sie schließlich vor einer großen Höhle landete.

Der Maulwurf schlug langsam die Augen auf und fragte verwirrt:

„Was machen wir hier?“

„Ich habe dich zu unserem Medizinbären gebracht“, antwortete die Eule.

„Nur er kann dir helfen.“

Der Bär streckte seine Schnauze aus der Höhle, sah die Eule und nickte. Dann nahm er den Maulwurf behutsam mit seiner großen Tatze.

Wochen vergingen. Der Bär pflegte den Maulwurf gesund. Als dieser wieder zu Kräften kam, überlegte er, wie es weitergehen sollte. Allein im Wald – dafür fühlte er sich zu alt.

Schweigend schob der Bär mit seiner Tatze einen kleinen Hügel aus Erde zusammen und sagte:

„Dort kannst du jetzt leben.“

Der Maulwurf nickte, machte es sich im neuen Erdhügel gemütlich und krabbelte hinein.

„Was willst du draußen? Deine Augen und Ohren sind sowieso schon schlecht. Bleib du lieber bei mir“, brummte der Bär.

Der Maulwurf lächelte dankbar und massierte den Bären mit seinen Grabpfoten.

So entstand eine schöne Freundschaft.


Ende.

Bettwächter

Allerlei-Sammelmaschen 📃

Heute feiert Lena ihren siebten Geburtstag.

Als sie von der Schule nach Hause kommt, hat ihre Mutter alles schon schön geschmückt und den Kuchen vorbereitet. Am Nachmittag kamen ihre Freundinnen. Auch die engsten Verwandten waren da. Alle sangen: „Alles Gute zum Geburtstag, Lena!“ Lena blies alle Kerzen gleichzeitig aus. Es wurde ein schöner Geburtstag gefeiert. Lena war sehr glücklich und freute sich.

Die Tage darauf konnte Lena in der Nacht nicht richtig gut einschlafen, deswegen konnte sie in der Früh nicht aufstehen. Ihre Mutter hatte ihre Mühe damit, Lena jeden Tag in der Früh aus dem Bett zu bringen.

Eines Abends beim Zubettgehen fragte die Mutter: „Was ist los mit dir in letzter Zeit?“

Lena bedrückt: „Mama, ich kann nicht richtig gut einschlafen. Ich drehe mich hin und her, bis ich endlich schlafen kann.“

Ihre Mutter überlegte, beruhigte Lena.

Jeder von uns – die Eltern, die Kinder – hat Beschützerwesen. Das sind die Schutzengel, die besonders auf die Kinder aufpassen.

Dein Schutzengel beschützt dich auch. Er steht neben deinem Bett, damit du besser einschlafen kannst.

Als die Mutter fertig erzählt hatte, war Lena eingeschlafen.

Lena schlief tief und fest ein.

Im Traum sah sie neben ihrem Bett ein durchsichtiges Wesen stehen.

Es war ein Schutzengel mit großen, breiten Flügeln auf seinem Rücken.

Lena fühlte sich sicher.

Ab dieser Nacht gab es keine Probleme mehr.

Beschwingt konnte sie in der Früh aufstehen.

Am Abend im Bett konnte sie endlich gut einschlafen – dank des Schutzengels. 😇

Ende.

24 Eylül 2025 Çarşamba

Die Blumenelfe und der Regenbogenweg

Märchenwelt

🌸🥀🌹🌷🌼🥀🌸
Tief verborgen in einem blühenden Tal wurde ein kleines Elfenmädchen geboren, mit winzigen, zarten Flügelchen, die man kaum sehen konnte.

Solange sie mit den anderen am Boden spielte, störte sie das nicht. Doch wenn ihre Freunde hoch in die Luft flogen, tanzten und den Wind jagten, wurde sie traurig.

Eines Tages saß sie verzweifelt zwischen den Blüten, als ihre beste Freundin, die flinke Libelle, herbeiflog.

„Warum bist du so traurig?“, fragte die Libelle.

„Ach, mein größter Wunsch ist es, auch so große, schillernde Flügel zu haben. Ich möchte auch mit dem Wind tanzen.“

Die Libelle überlegte und sagte schließlich: „Bei uns am Teich lebt die alte, weise Eule. Sie kennt viele Geheimnisse.“

So machten sich die beiden auf den Weg zur großen Eiche, in deren hohlem Astloch die weise Eule wohnte. Als sie dort ankamen, blinzelte die Eule sie mit ihren großen, goldenen Augen an. Sie nickte wissend:

„Du musst den Winden folgen, kleine Elfe. Sie werden dir den Weg zeigen.“

Ohne zu zögern machte sich die Blumenelfe mit ihrer Libellenfreundin auf den weiten Weg. Sie durchquerten ein goldenes Maisfeld, kletterten über sieben grüne Hügel und spürten, wie der Wind immer stärker wurde.

Oben auf dem höchsten Hügel angekommen, rief die Elfe mit all ihrer Kraft:

„Windprinzessin!“

Sanft erhob sich ein leuchtendes Wesen aus dem Wind.

„Du hast mich gerufen?“

„Bitte, ich möchte fliegen! Ich wünsche mir große, schöne Flügel.“

Die Windprinzessin lächelte. „Dann wirst du den Regenbogenweg gehen müssen. Folge ihm schnell, bevor der erste Tau ihn berührt.“

Ein schimmernder, schillernder Regenbogen schob sich aus den Wolken. Mutig kletterte die Elfe hinauf, begleitet von der schwirrenden Libelle. Der Aufstieg war mühsam, und als die ersten Tropfen Tau den Regenbogen berührten, begann er sich aufzulösen.

Gerade als die Elfe zu fallen drohte, erschien der Wolkenengel mit einem alten, magischen Buch. Er schlug es auf und sprach:

„Du bist reinen Herzens.“

In diesem Moment wurde ihr Wunsch wahr: Der kleinen Blumenelfe wuchsen große, schimmernde Flügel aus goldenem Licht!

Glücklich und voller Freude flog sie zurück ins Tal. Dort warteten bereits ihre Freunde auf sie. In dieser Nacht tanzte die Elfe zum ersten Mal mit ihnen – und sie funkelten gemeinsam hoch oben im Himmel.

Und wenn du eines Tages einen kleinen, farbig schimmernden Lichtkegel zwischen den Blumen tanzen siehst, dann könnte es die kleine Fee sein.

23 Eylül 2025 Salı

Fleißige Helferlein

Märchenwelt
🌱🌸🌼⛏️🌱
Bauer Jonas liebte seinen Pflug. Immer wieder fuhr er mit seinem Traktor zu seinen Feldern – die Gartengeräte hatte er längst vergessen.

Hinter dem Haus, im Garten, saß ein Spatz auf dem Stiel des alten Spatens.

„Ob er mir sagen will, es ist höchste Zeit zum Umgraben?“, fragte sich der Spaten nachdenklich.

Die Schaufel, vergessen in den letzten Jahren, lag verrostet und traurig auf dem Boden.

„Da hilft kein Streiken – wir nehmen das selber in die Hand!“, sprach die kleine Handhacke zu den anderen Gartenhelfern.

Rechen, Spaten, Schaufel, Dreizackhacke und die kleine Handhacke waren mit dabei – sie schmiedeten in der Nacht einen Plan.

Es war tief still. Schatten im Mondschein …

Schaufel, Rechen und Hacke schlichen sich zum verlassenen Beet.

Diesmal sollte es richtig schön werden:

Mit ausgestochenen Rändern, mit dem Spaten die Erde gelockert, mit der Schaufel umgedreht, fein gehackt und sauber gerecht.

Zusammen hatten sie es geschafft.

Übermüdet lehnten sie sich ans Gartenhäuschen.

Als Bauer Jonas am frühen Morgen aus der Gartentür trat, blieb er wie erstarrt stehen.

Wie gebannt schaute er auf das vorbereitete Beet – und auf die fleißigen Helfer, die am Gartenhäuschen lehnten.

Er sah seine alten Gartenkameraden an.

„Wie konnte das sein?“, flüsterte er. „Wollen die mir etwa etwas sagen?“

Da nahm Bauer Jonas die Dreizackhacke – und setzte in die erste Reihe Blumen.

Dahinter sollten Radieschen, Salat und Tomaten wachsen, und ganz hinten – Klee!

„Das sieht schön aus“, lächelte Bauer Jonas.

Die Gartenhelfer machten einen kleinen Luftsprung – sie hatten es geschafft!

Ohne sie – und Bauer Jonas – läuft hier gar nichts. Und nun kann die Gartenarbeit beginnen, freuen sich die fleißigen Helferlein.

ENDE

22 Eylül 2025 Pazartesi

Das Fliegende Buch

Märchenwelt 🌟

Durch die Wolken ein fliegendes Buch schwebt

Das Fliegende Buch  📖

Ein fliegendes Buch schwebt durch die Winde und Wolken.

Gelegentlich landete es auf der Erde, damit Kinder und Erwachsene eine Geschichte lesen konnten.

Dies machte das Buch schon Jahre lang und hatte seine Freude daran.

Eines Tages kam ein heftiger Sturm auf, und das Buch blieb in den Ästen eines Baumes am Waldrand hängen.

Das kleine Äffchen Nilson entdeckte es auf seinen Streifzügen, nahm es an sich und setzte sich ins Gras.

Nilson war ein außergewöhnliches Äffchen – er konnte lesen!

Er fing an zu lesen und zu lesen; er konnte gar nicht mehr aufhören.

Doch das Buch bat ihn, es wieder weiterfliegen zu lassen.

Aber das Äffchen Nilson hatte gar nicht vor, es gehen zu lassen.

Er hielt es ganz fest, schwang sich von Ast zu Ast und brachte es schließlich in sein Baumloch.

Dort stellte er es in sein Bücherregal, wo es zwischen den anderen Büchern eingezwängt war und sich nicht mehr bewegen konnte.

Jeden Tag las Nilson darin, während das Buch ihn bettelte und anflehte, es wieder freizulassen.

Doch das Äffchen wollte das Buch ganz für sich allein behalten.

Da schmiedete das kleinste Büchlein mit den anderen Büchern einen Plan.

Das kleinste Büchlein begann zu klagen: Es brauche frische Luft, und alle Bücher müssten dringend abgestaubt werden.

Tagelang wiederholten die Bücher ihre Klagen und begannen schließlich nacheinander zu niesen.

Nilson konnte es nicht mehr ertragen!

Er nahm alle Bücher auf einmal und brachte sie nach draußen auf die Wiese, um sie zu säubern.

Während er damit beschäftigt war, lenkte das kleine Büchlein ihn geschickt ab – und das fliegende Buch nutzte die Gelegenheit zur Flucht.

Alle Bücher klappten mit ihren Buchdeckeln vor Freude.

Nilson sah dem Buch hinterher und erkannte, dass es falsch gewesen war, es für sich allein zu behalten.

Und so flog das Buch durch die Lüfte und verbreitete wieder Freude unter den Erwachsenen und Kindern.

Clown Wip und die Jahrmarkt-Insel

🎈Kindermaschen🎈Märchenwelt 🎪 Alltagswunder 🌟

Ein Clown lebte auf der stillgewordenen Jahrmarkt-Insel, in seinem alten Wohnwagen.

Es war ruhig. Nichts mehr war los. Alles stand still.

Die Insel, einst ein Ort voller Licht, Musik, Kinderstimmen und fröhlichem Lachen – nur er war geblieben.

Clown Wip.

Er saß da, in seinem Clownskostüm.

Einst war er der Clown. Der traurige Clown.

Jahrelang war das seine Nummer gewesen.

Obwohl er immer davon geträumt hatte, ein lustiger Tollpatsch zu sein – einer, der stolpert und Seifenblasen jagt.

Aber zur damaligen Zeit war „traurig“ modern gewesen.

So war es gekommen, dass er jetzt dort saß – er, der Clown Wip.

Doch da plötzlich – ein lautes Motorengeräusch!

Ein Knattern, ein Prusten, ein Pfeifen – etwas kam näher, direkt auf die Insel zu.

Ein Motorsegelflieger taumelte heran, flog mitten durch die alte Achterbahn, verfolgte deren Loopings und Kurven, als würde er wie durch eine Rutsche entlangsausen.

Ein Ruck – ein alter Sitzwaggon der Bahn schleuderte den Flieger heraus!

Er landete vor dem verlassenen Zuckerwattestand.

Clown Wip rieb sich die Augen.

War das Wirklichkeit?

Der Flieger… nickte.

Der Clown trat näher. Eine Seitenklappe sprang auf – und der Motorsegelflieger sprach mit seiner Stimme aus dem alten Radio:

„Die Achterbahn braucht Öl.“

Da es roch süßlich nach Zuckerwatte – frisch, warm, rosa! Am Stand drehte sich wie von Zauberhand eine Zuckerwolke.

Wip taumelte zurück, hielt sich die Ohren zu.

„Ich träume“, flüsterte er und rieb sich noch einmal die Augen.

Da entwich ihm ein lautes „Mäh“ – seine Schaffellbinde wurde strahlend weiß und weich, und für einen Moment schien er verjüngt zu sein.

Etwas rüttelte an ihm.

„Wip? Wip! Clown Wip – du bist dran!“

Er schlug langsam die Augen auf.

Giraffentuch stand vor ihm.

„Muss ich jetzt… die traurige Nummer machen?“, fragte Wip.

„Welche traurige Nummer?“, lachte Giraffentuch.

„Komm, die warten alle auf dich!“

Clown Wip trat hinaus, hinüber – und traute seinen Augen kaum.

Die ganze Insel war ein Zirkuszelt geworden.

Oben aus der Kuppel konnte man zum Himmel hinaufsehen – bis zu den Sternen.

Jetzt stand er auf dem Jahrmarktplatz.

Neben ihm summte eine Popcornmaschine – sie lächelte ihn an.

Der Motorsegelflieger mitten in den Waggons zwinkerte ihm zu.

Kinderpflaster-Gelächter hallte von der Achterbahn, die mit einem Ruck stehen blieb.

Alle Köpfe drehten sich zu ihm um.

Temo-Eltern mit ihren Pflasterkindern standen um ihn herum.

Er spielte eine lustige Szene – dann fiel er kurz zurück in eine traurige Nummer.

Ein lautes „Oh…“ ging durch die Reihen.

Da sprang plötzlich sein Hosenträger los, schnellte hoch und wickelte ihn ein wie eine Schleife.

Das Gelächter war groß.

„Wo ist…? Wo war mein Hut?“, rief Wip.

Die Pflasterkinder, Giraffentuch und die Temo-Eltern riefen im Chor:

„Was für einen Hut? Du hattest nie einen!“

Clown Wip lächelte.

Und in diesem Moment wusste er:

Er hatte Trost geschenkt.

Sich – und vielen anderen.

*********************** Dieses Märchen haben meine Tochter und ich gemeinsam ersonnen.

Meine Tochter hat dazu dieses Clown-Schaf gemalt.



Herr Stein am Meeresstrand

Anekdoten-Werke 🎆
Märchenwelt 🌟 Alltagswunder 

Am Meeresstrand.
Jemand hatte Steine übereinandergestapelt – mehrere hintereinander gereiht, richtige kleine Steintürme.

Bei einem der Türme lag ein handgroßer Stein ganz oben. Darunter waren viele schmale und kleinere – eine ganz schön wackelige Angelegenheit!

Herr Stein wurde ganz bang.

Was, wenn er kippt?

Wenn er wankelmütig wird? Dann stürzt alles – und seine Steinkumpels bekommen eine Kopfnuss!

Was tun?

Seine Steinaugen – die Natur hatte ihm welche gegeben – zwei weiß durchgezogene Kreise mit dunklen Flecken dahinter.

Und an seinem Bauch hatte er rötliche und weiße Äderchen, die er besonders an sich mochte.

Die Meereswellen rauschten heran, Gischt spritzte auf die Steine.

Einige Reihen kippten um – ein elendes Steinjammern klang herüber zu Herrn Stein.

Was tun?

Runterspringen von dieser Höhe? Und dann nass werden von den Meereswellen?

Nass werden – wollte Herr Stein nicht.

Dann – Schritte. Stimmen.

Eine Hand griff nach ihm.

Herr Stein wurde hochgehoben, betrachtet …

„Schau mal – wie schön der ist!“

Zwei kleine Kinderhände trugen mich.

Wohlig warm ist es hier.

Als Deko liegt er nun auf einem Küchentisch – als Glücksbringer.

Herr Stein blickte zum Himmel hinaus durchs Fenster.

Er sprach ein kleines Steingebet:

„Hab ich gut erwischt – als Glücksstein darf ich dasein!“

Und er glänzte vor Freude – und grinste still in sich hinein.










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6. Die kleine Lok auf Reisen

Märchenwelt 🌟 Der sanfte Morgen Ein leiser Wind streift ihr Dach. Der See erwacht langsam – und die kleine Lok rollt weiter in den neuen Ta...