Märchenwelt 🌟
Katzenwolke Lilly zog oft über trockene Wiesen, Felder und Gärten hinweg. Die Menschen freuten sich und lächelten ihr zu, wenn sie die Katzenwolke entdeckten.
Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Regenbogen, schwebte sie dahin und ließ sich gerne von ihrem Freund, dem Südwind, anschieben.
Gerne ließ Katzenwolke Lilly es so lange regnen, bis danach der Regenbogen erscheinen konnte.
Katzenwolke Lilly und der Südwind spielten oft Fangen, und sie wurde dadurch hin und wieder zurückgeweht.
Eines Tages hörten sie ein starkes Windgeheul. Sofort schwebte Katzenwolke Lilly darauf zu, der Regenbogen folgte ihr, und auch der Südwind eilte hinterher.
Gemeinsam entdeckten sie in einer tiefen Felsmulde einen Wind, der feststeckte. Es war der Ostwind. Er heulte, denn seine eigenen Windkräfte waren zu stark.
Der Ostwind säuselte, dass er in der tiefen Felsmulde festsaß. Immer wenn er versuchte, sich hinauszublasen, zog ihn sein eigener Wirbel wieder zurück in die Tiefe der Mulde.
Der Südwind meinte:
„Gut, wenn deine Kräfte wieder stark genug sind, blase ich dich kräftig von hinten an. Der Regenbogen formt sich zu einem U, und unsere Katzenwolke Lilly schiebt dich von unten an. So können wir es schaffen.“
So gesagt, so getan.
Als der Ostwind seine Kräfte gesammelt hatte, waren der Regenbogen und Katzenwolke Lilly schon bereit. Mit einem kräftigen Pusten half der Südwind dem Ostwind, sich aus der tiefen Felsmulde zu befreien. Katzenwolke Lilly schob von unten an, und durch den Regenbogen hindurch – hui! – war der Ostwind endlich frei.
Da tanzten alle vor Freude, und die beiden Winde ließen Katzenwolke Lilly fröhlich hin und her fliegen. Vor lauter Freude ließ sie es auf den trockenen Feldern reichlich regnen, sodass der Regenbogen in seinen leuchtenden Farben erscheinen konnte.
Die Menschen schauten hinauf und erblickten eine leicht schimmernde, rosa Katzenwolke. Sie winkten ihr zu, und Katzenwolke Lilly blinzelte ihnen zurück.
Ende 🐈🌨