Sage aus der Märchenwelt 🌟
Die Drachenschnecke: Einst kam sie aus einer anderen Welt, hoch oben von den Sternen.
Sie war durchsichtig, ihr Schneckenkörper schimmerte hindurch. Ihre wachsamen, länglichen Fühleraugen schienen überall zugleich zu sein. Ihr faustgroßes Schneckenhaus war ihr Rückzugsort, an der Seite waren die leicht grünlichen Drachenflügel angelegt.
Die lichtjahrealte Drachenschnecke lebte versteckt beim Drachenfels in einer Höhle, schon über Jahrhunderte hinweg.
Nur die Eulen und Fledermäuse konnten ihr wahres Wesen sehen.
Im Dorf herrschte Hungersnot. Die Hauptnahrungsquelle, der Fluss, war ausgetrocknet, sodass sie keine Fische mehr fangen konnten.
Und nach einer alten Sage war der Drachenfels schuld, denn von ihm kam das Unheil – er hatte das Quellwasser aus dem Gebirge versiegen lassen.
Mit Fackeln zogen mutige Männer los, um im Inneren der Felshöhle Feuer zu legen. Das Feuer sollte den Fluch besiegen.
Eulen warnten die Drachenschnecke.
Als die Dorfmänner kamen, machte sich die Drachenschnecke für einen kurzen Moment sichtbar.
Die Männer erschraken und blieben wie festgewurzelt stehen.
Eine weiße Hülle umgab die Drachenschnecke:
So, so – ihr wollt Feuer.
Die Männer nahmen dies wahr, ohne dass sie eine Stimme hörten.
Und sie spie eine Feuerwand gezielt vor ihre Füße, sodass diese sofort die Flucht ergriff.
Die gutherzige Drachenschnecke wollte helfen.
Im Dorf wurden die wildesten Erzählungen verbreitet über einen Drachen mit langen Fühleraugen.
Des Nachts erschien die Drachenschnecke. Der weiße Schein um sie herum lockte die Menschen aus den Häusern, doch niemand rührte sich.
Leuchtende Eulenaugen und Fledermausfiepen hielten sie zurück.
Alle schauten gebannt – nichts geschah.
Die Drachenschnecke sandte ihre guten Absichten aus, und jeder konnte sie verstehen.
Alle nickten stumm.
Die Drachenschnecke flog zum Drachenfels hinauf, spie Feuer in eine Felsspalte, um das dort verborgene Quellwasser freizusetzen. Langsam, aber stetig begann es zu fließen, bis es die Kraft eines Flusses erhielt und plätschernd ins ausgetrocknete Flussbett zurückkehrte – und wieder Wasser zu den Menschen ins Dorf brachte.
Von nun an war der Drachenfels ein sagenumwobener Ort – und das Geheimnis der Drachenschnecke blieb.
•••
Inspiriert vom Drachenfels in Deutschland am Rhein bei Königswinter sowie von der Nibelungensage aus dem Siebengebirge um den Helden Siegfried, der einen Drachen besiegte.
🐉Die Sage vom Drachenfels
Man erzählt sich, dass einst auf dem Drachenfels ein furchtbarer Drache lebte.
Er hauste in einer Höhle im Berg und verbreitete Angst und Schrecken in der ganzen Gegend.
Die Menschen wagten sich kaum noch hinaus – denn der Drache sollte Feuer speien und alles vernichten, was sich ihm näherte.
Da zog der junge Held Siegfried aus, um das Ungeheuer zu besiegen.
Nach einem harten Kampf gelang es ihm schließlich, den Drachen zu töten.
Als das Ungeheuer besiegt war, badete Siegfried in dessen Blut – und wurde dadurch fast unverwundbar.
„Fast“, weil ein kleines Blatt auf seinem Rücken liegen blieb – und genau dort blieb er verwundbar.
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