Allerlei-Sammelmaschen, Nachdenkliches - Gedankentext 📃
Herr Buch und Frau Buchstabe begannen schon vor langer Zeit, Geschichten, Lieder und Märchen zu sammeln.
Sie schwirren nicht nur im Internet herum, sondern schweben auch durch die Welt – sogar durch Kamine, um die Geschichten der Menschen zu erfahren.
„Macht das überhaupt Sinn?“
hören Herr Buch und Frau Buchstabe die lauten Worte.
Doch nicht alles muss einen Zweck erfüllen, um wertvoll zu sein.
Sie sind wie moderne Brüder Grimm.
Und irgendwann … ja, vielleicht ist es längst schon so weit:
Geschichten schweben überall herum wie unsichtbare Stimmen.
Niemand kennt den anderen, und doch entsteht etwas Unsichtbares:
Menschen, die Geschichten weitertragen.
Es entsteht ein riesiger digitaler Märchenwald.
Ein gewaltiges Liedtext-Sammelsurium.
Ein unendliches Geschichtenzentrum.
Es geht um die Welt.
Eine Reise auf den Spuren der unendlichen Geschichten des Internets und draußen in der Welt.
„Was macht das für einen Sinn?“
hört man es wieder laut ertönen.
Doch dann wäre jeder Stift umsonst,
jeder Buchstabe vergebens,
jeder Gedanke zu schade.
Dann wäre das Leben selbst umsonst.
Darf man dann nicht mehr atmen,
nicht mehr lachen, weinen oder lieben?
Nicht mehr schreiben?
Am besten gar nicht mehr träumen?
Diese Stimme hängt im Raum.
Niemand hat gesprochen, und doch hat man sie gehört.
Menschen lassen Geschichten entstehen.
Sie waren und sind ein Teil von uns – in Büchern, im Internet und in uns selbst.
Das Buch um die Welt existiert.
Vielleicht existiert es längst:
Ein riesiges Bücherband, das sich um die ganze Welt reicht.
Es gibt Dinge zwischen Zeit, Welt und Leben, die wie das Buch um die Welt sind.
Jeder von uns hinterlässt eine Spur, auch wenn man sie scheinbar nicht mehr sieht.
Dennoch können wir sie spüren.
Das Buch der Welt entsteht – vielleicht kann es niemand sehen – und doch ist es da.
Nachwort
Macht es Sinn zu schreiben?
Ja.
Denn schon die Gelehrten vor unserer Zeit taten es – und sie waren wahrlich kluge Menschen.