6 Ekim 2025 Pazartesi

Baum-Wettrennen

Märchenwelt 🌟

Tief, tief im Wald lebte eine Katze – doch nicht irgendeine, sondern eine Tigerkatze. Ihre liebste Beschäftigung war es, Bäume rauf und runter zu flitzen. Schon als kleines Tigerkätzchen tat sie das mit größter Begeisterung, und nun, als junge Tigerkatze, machte sie es immer noch.

Ihre Nachbarin, das flinke Eichhörnchen, konnte es kaum glauben – nein, sie konnte es nicht fassen! Sollte etwa die Tigerkatze schneller sein als sie? Niemals! Also forderte sie sie zu einem Wettrennen heraus.

Wie der Wind verbreitete sich die Nachricht im ganzen Wald. Am großen Wett-Tag tuschelten die Tiere aufgeregt untereinander. Für das Rennen wurde ein Mini-Löwe zum Schiedsrichter bestimmt – klein an Größe, doch groß an Ehrlichkeit. Man vertraute ihm, das war im ganzen Wald bekannt.

Die Tigerkatze und das Eichhörnchen begaben sich in Startposition. Der Mini-Löwe zählte:
„Drei … zwei … eins … los!“

Und schon flitzten die beiden los – dreimal den Baum hinauf und hinunter. Am Ende war es die Tigerkatze, die gewann. Das Eichhörnchen konnte es nicht glauben. Das konnte doch nicht sein!

Die beiden wurden sich nicht einig, also schlug der kleine Mini-Löwe vor:

„Ich renne mit jedem von euch – aber einzeln, nacheinander …“

Der Marienkäfer, der für Ordnung zuständig war, übernahm das Startkommando:
„Drei … zwei … eins … los!“

Zuerst rannte der Mini-Löwe gegen die Tigerkatze, dann gegen das Eichhörnchen.

Hoch den Baum – und wieder hinunter! Und wer gewann?

Was? Unser Mini-Löwe!

Raunten die Tiere laut und waren verwundert:
„Schaut mal hin – der Kleine, ganz groß!“ 🦁 🐆 🐿 


Löwe Aslan

Märchenwelt 🌟

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🦁 Majestätisch stolzierte Löwe Aslan der gefürchtete Einzelgänger im Wüstensand. Den Tieren, die er als Beute ansah, standen die Haare zu Berge, und sie flüchteten fluchtartig.
Wie war das gekommen, dass der Löwe Aslan Einzelgänger war? Es ist eher ungewöhnlich, denn Löwen sind normalerweise Rudeltiere.

Es geschah, als Löwe Aslan ein Löwenkind war. Er streifte neugierig in der Landschaft herum, bis er auf einen Felsberg stieß. Hinter dem versteckte er sich und sah zu, wie Erdmännchen aus ihren Erdhügeln herausragten. Löwe Aslan sprang hinüber zu den Erdhügeln und tatzte auf ein Erdloch. Die Erdmännchen – ängstlich, aber unerschrocken – streckten auf der anderen Seite der Erdhügel wieder ihre Köpfe heraus. Mit der Zeit entstand ein reges Fangspiel. Für Löwenkind Aslan waren sie kein Futter, sondern Spielkameraden.

Er merkte, dass es Zeit war zurückzugehen – hinter Gestrüpp und großen, dichten Büschen, dort, wo seine Geschwister und seine Eltern versteckt waren. Als er ankam, sah er von weitem nichts Gutes: Ein Nashorn hatte seinen Vater getötet. Er bekam einen Schock und konnte es zu Hause nicht mehr aushalten. Er haute immer wieder ab. Auch das gute Zureden seiner Mutter brachte nichts. Sie konnte ihn nicht zurückhalten, und so entfernte er sich. Er verlor seine Spur und kehrte nie wieder zurück. Seither war er Einzelgänger geblieben.

Löwe Aslan war unterwegs zum Fluss. Es war heute extrem heiß, deswegen wollte er dort Wasser trinken. Beim Rückweg entdeckte er den Felsberg. Er versteckte sich dahinter, wie damals als er ein Löwenkind war, sprang hervor und tatzte wieder auf die Erdhügel – und das Fangenspiel ging los.

Wie aus dem Nichts tauchte ein Nashorn auf. Es war auf Rache aus, denn sein Löwenvater hatte damals seinen Vater getötet. Es scharrte mit den Hufen. Hinter ihm entstand eine riesengroße Staubwolke. Das Nashorn rannte auf den Löwen los.

Der Löwe bemerkte ihn scheinbar gar nicht. Nur der Staub, der in seine Augen kam, störte ihn. Er hob seinen Kopf – aber zu spät. Zu spät!!

Eines von den Erdmännchen, mutig und unerschrocken, sprang auf den Kopf von Löwe Aslan und stieß sich mit voller Wucht ab, direkt mit seinen Hinterpfoten in die Augen des Nashorns. Es landete quer auf der Nase und ließ sich hinunterfallen.

Erblindet raste das Nashorn direkt in den Fluss hinein – es wurde nie wieder gesehen.

Inzwischen lag das Erdmännchen auf dem Löwen, Rücken an Rücken, sein Kopf an den Hals des Löwen gelehnt und seine kleine Pfote zu seinem Gesicht gestreckt. Es spielte mit seinen Krallen und triumphierend prahlte es:
„Ich, Hugo das Erdmännchen, habe den Löwen gerettet! Hast du gehört? Ich habe dich gerettet!!!“

Benommen, unter Schock, ging Löwe Aslan in seine Höhle zurück. Unterwegs plapperte und erzählte Erdmännchen Hugo ihm immer wieder stolz, was passiert war – auch von seiner Kindheit und davon, wie er sich daran erinnerte, dass der Löwe als Löwenkind mit ihnen gespielt hatte.

In der Höhle angekommen, legte sich der Löwe erschöpft auf den Boden. Er wollte nur noch seine Ruhe. Doch Erdmännchen Hugo plapperte und plapperte, er hörte gar nicht damit auf mit seiner Prahlerei.

Da brüllte der Löwe:
„Was willst du, dass du aufhörst?“

Erdmännchen Hugo frech:
„Ich will dein Freund sein!“

Löwe Aslan antwortete:
„Ich kann nicht dein Freund sein. Du darfst mein Talisman sein.“
– aus Respekt davor, dass er ihm das Leben gerettet hatte.

„Na gut, dann bin ich dein Kumpel“, bestimmte Erdmännchen Hugo.

Am Tag darauf marschierte Löwe Aslan mit Erdmännchen Hugo auf seinem Rücken im Wüstensand. Am Steppenrand, in sicherer Entfernung, raunten sich die Tiere zu:

„Das sind die zwei Gefürchteten: Löwe Aslan und das Erdmännchen Hugo, sein Retter. Er hat sogar ein Nashorn überwältigt!“

Löwe Aslan schaute nach hinten zu Erdmännchen Hugo – und beide grinsten sich an.

ENDE 🦁

5 Ekim 2025 Pazar

Die drei kleinen Meerjungfrauen

Märchenwelt 🌟

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🧜‍♀️🧜‍♀️🧜‍♀️
Im Meer schwammen drei kleine Meerjungfrauen: Mia, Sina und die Prinzessin Elena. Sie spielten fröhlich Fangen, als plötzlich ein großer flacher Fisch auf sie zugeschossen kam. Sofort merkten sie, dass etwas nicht in Ordnung war, und hielten inne. Der Flachfisch war ganz außer Atem und sagte:
„Blubb, blubb, Prinzessin Elena! Euer Vater, der König, ist schwer erkrankt!“

Sofort schwammen die drei in Windeseile zurück zum Schloss. Als sie im Zimmer ihres Vaters ankamen, lag er im Bett. Man konnte sofort erkennen, dass er schwach war. Alle drei waren erschrocken. Prinzessin Elena setzte sich an die Bettkante und schaute den Beraterfisch, den engsten Freund ihres Vaters, besorgt an.
„Was sollen wir tun?“ fragte sie.

Neben dem Beraterfisch stand die Medizin-Krake. Die beiden nickten sich zu, und die Krake sprach:
„Ihr müsst bis zum tiefsten Meeresgrund hinunter schwimmen. Dort lebt in einer Muschel der weise Medizin-Fisch.“

Die drei überlegten nicht lange und schwammen sofort los, immer tiefer hinab. Sie tauchten weiter, bis sie auf sehr langes, dichtes Seegras stießen. Entschlossen beschlossen sie, mit Schwung hindurch zu schwimmen. Doch als sie auf der anderen Seite ankamen, stellten sie fest, dass Mia stecken geblieben war – nur noch ihre Schwanzflosse war zu sehen. Zuerst rüttelten die beiden anderen daran, dann schlugen sie mit ihren Schwanzflossen gegen das Seegras, aber es nutzte nichts.

Da kam ein sehr kleiner, goldfarbener Feenfisch heraus und beschwerte sich:
„Warum rüttelt ihr an meinem Zuhause herum?“
Als der Feenfisch das Problem sah, befahl er:
„Schwimmt zur Seite, ich befreie eure Freundin!“

Der Feenfisch formte seine Lippen und pustete kräftig gegen das Seegras. Ein starker Wirbelwind entstand, und das Seegras drückte sich zur Seite. So konnte Meerjungfrau Mia sich befreien.

Die Freude der drei war riesig, und sie bedankten sich sofort bei dem kleinen Fisch. Der Feenfisch fragte:
„Wo wollt ihr überhaupt hin?“
Sie erzählten ihm von dem kranken König und dem Medizin-Fisch. Der Feenfisch antwortete:
„Ja, ich kenne ihn gut. Kommt, ich zeige euch, wo er lebt.“

Endlich, nach einer langen Reise, kamen sie an. Vor ihnen stand eine sehr schöne, große Muschel. Die drei kleinen Meerjungfrauen versuchten es mit Rufen, aber ohne Erfolg. Daraufhin schwamm der kleine Feenfisch zur Muschel und klopfte mit seiner Schwanzflosse darauf. Die Muschel öffnete sich. Alle schauten gespannt hinein, doch sie konnten niemanden entdecken. In der Mitte der Muschel war eine Perle. Als sie so hineinschauten, tauchte von der Seite ein sehr kleiner, winziger, runzliger Fisch auf. 
Er schaute in die Runde und fragte:
„Ihr braucht Hilfe von mir?“

Alle fingen gleichzeitig an, übereinander aufgeregt zu reden. Der kleine Fisch hob seine Flosse, und alle wurden still. Er schwamm zu seiner Perle, strich mit seiner Flosse darüber und schaute hinein. In der Perle konnte der König, der Vater, erkannt werden. Der Fisch schaute eine Weile hinein und schwamm dann rüber. Er bereitete eine Medizin für den König und reichte sie Prinzessin Elena.

Alle bedankten sich herzlich bei dem Medizin-Fisch. Er verneigte sich, und die Muschel schloss sich wieder.

Zu viert schwammen sie zurück zum Königreich. Als sie beim König ankamen, gaben sie ihm die Medizin. Es dauerte nicht lange, und der König war wieder gesund. Wenige Tage später wurde eine kleine Feier veranstaltet, um zu feiern, dass der König wieder gesund war. Der Feenfisch wurde zum Beschützerfisch des Königreichs ernannt.

Und so endet diese Geschichte glücklich.

Zirkus Wundervoll

Märchenwelt 🌟

Eine Zirkusfamilie hatte einen kleinen, aber sehr besonderen Zirkus, denn ihre Spezialattraktion war ein Nashorn.

Nashorn Susan wurde dort als Baby großgezogen, wodurch sie die Zirkusleute als ihre Familie ansah. Sie war ein friedliches, liebes Nashorn und wurde von den Zirkusleuten gut behandelt.

Die Zirkusfamilie beschloss, einen Elefanten für ihre neue Attraktionsnummer zu kaufen. Bei einem Zoo, der aufgelöst wurde, erwarben sie nun einen Elefanten.

Aber Elefantendame Elli verweigerte alle Bemühungen, ihre neuen Zirkuskunststücke zu erlernen.

All das gute Zureden oder Zuckerstücke, die sie ihr gaben, hatten nichts gebracht.

Da beschlossen sie, die Elefantendame erstmal in Ruhe zu lassen. Als sie sie herausführten, brachten sie Nashorn Susan herein.

Doch plötzlich rannte Elefant Elli mit einem Karacho direkt auf Nashorn Susan zu. Die Zirkusfamilie hielt sich die Hände vor das Gesicht. In der Zwischenzeit sprang Nashorn Susan beiseite, und Elefant Elli rannte direkt auf ein Fangnetz zu. Durch die Wucht wurde sie weggeschleudert und landete auf ihrem Elefantenpopo.

Da musste das Nashorn lachen.

„Was? Bist du nur so aufgebracht?“, fragte sie.

Da erzählte die Elefantendame, dass man sie von ihrer Schwester Mina getrennt hatte und sie nicht wusste, wo sie war.
„Ich will sie unbedingt finden.“

„Ja, das kann ich gut verstehen, aber so kommst du nicht weiter. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie ist in einem Zirkus oder im Zoo.“

„Warte ab“, beruhigte Nashorn Susan, „wir kommen bei vielen Städten vorbei. Da wird sich schon eine Möglichkeit ergeben.“

Als die Zirkusfamilie ihre Hände von ihren Augen nahm, konnten sie es kaum glauben. Die beiden saßen mit ihren Tierpopos auf den vorgesehenen Zirkushockern.

Ab sofort übten sie mit den beiden eine neue Zirkusnummer ein.

Ein paar Städte später baute der Zirkus direkt neben einem Zoo ihr Zelt auf.

Abends konnte Elefant Elli deutlich das Trompeten ihrer Schwester Mina hören.

Am nächsten Tag hielt sie es nicht mehr aus, riss aus, lief zum Zoo und fand ihre Schwester Mina.

Sie steckte ihren Rüssel durch die Gitterstäbe des Zoogeheges, und auf der anderen Seite kam der Rüssel ihrer Schwester entgegen.

Die Begrüßung war groß. Als die Zirkusfamilie das sah, erwarben sie auch den Elefanten. Es war eine gute Entscheidung.

Im Zirkuszelt führten die zwei Elefantendamen ihre Aufführung vor.

Am Schluss nahm Elefant Elli mit ihrem Rüssel den Schwanz ihrer Schwester Mina und verließ die Manege.

Nun war Nashorn Susans Nummer dran, wobei der kleine Affe Arthus auf ihrer Nase Flickflack und Salto vorführte.

Danach kam die Hauptaktion. Elefant Elli rannte in die Manege, direkt auf Nashorn Susan zu. Sie sprang zur Seite, Elefant Elli lief gegen das Fangnetz und wurde nach hinten geschleudert, wodurch sie auf ihrem Elefantenpopo landete.

Und alle mussten lachen.

Vor lauter Freude hallte lautes Elefanten-Trompeten durch den Zirkus.
🎪 🦏 🐘

Ende

3 Ekim 2025 Cuma

Aldinas Hexenwerk und der Zaubergürtel

🎈Kindermaschen🎈Märchenwelt🍭

Auf der Venus, im Grotterkrater, lebt die außerirdische Karate-Hexe Aldina. Sie hatte eine Knollnase, ihre Ohren verborgen hinter den metallig-grünorgfarbenen Mähnenhaaren.

Sie besitzt eine Sammlung unsichtbarer Zaubergürtel, die sie über die Jahre bei verschiedenen Wettkämpfen gewonnen hat.

Heute wollte sie unbedingt den lilabunifarbenen Gürtel anlegen. Diese Gürtel schlossen sich mit einem Klicksystem und wurden beim Tragen unsichtbar.

Aber – oh Schreck – er war zu klein geworden!

Das darf doch nicht wahr sein!

Also auf in die Grottengürtelkammer.

Verschiedenste Gürtelfarben lagen dort: gelbin, purdo, goldsan-glitzernd ...

Einer nach dem anderen – nichts. Nichts!

Es konnte doch nicht sein: Keiner passte mehr.

Da hilft nur eins: sich erneut zu den Wettkämpfen anmelden.

Für sie war das ein Klacks – einmal Hexenkarate, und schon hatte sie wieder einen Zaubergürtel in den Händen.

Zufrieden kam sie am Abend zurück in ihre Grotte. Müde, mit angelegtem Zaubergürtel, war sie gerade beim Einschlafen, da —

Was war das?!

Der Gürtel schnarchte! Und wie!

So konnte ja niemand schlafen.

Hexe Aldina schwebte neben ihrem Hängebett. Weg mit dem unsichtbaren Gürtel!

Ein schallendes Lachen ertönte ... Ein farbiger, hauchfeiner Farbstreifen war noch kurz zu erkennen.

Dann klapperte es aus der Küchkombüse.

Im Schnellflug flitzte Hexe Aldina hinterher.

Venusmehl holte sie hervor, denn das macht Zaubergürtel sichtbar.

Alles war voller Venusmehl!

Weiß bestäubt flog der Gürtel in die Wohnkammer.

Ein Kichern war zu hören.

Doch inzwischen hatte sich der Gürtel den Staub abgeschüttelt, und ein Auffinden war nun schier unmöglich.

Hexe Aldina gab auf. Er war nicht zu finden.

Mit einem kräftigen Stoß des Besenstiels auf den Boden sprach sie den Zauberspruch:

*** Alasima - lasim!  *** 

Schon war alles wieder sauber.

Über Nacht hatte Hexe Aldina eine List ausgeheckt.

Gemütlich saß sie beim Frühstück.

Aus dem Versteck des Zaubergürtels waren knurrende Hungergeräusche zu hören.

Darauf hatte Aldina gewartet.

Sie zauberte sich Lollis an den Bauch — im Nu war der Zaubergürtel brav an seiner Stelle zurück, und ein genüssliches Schlecken war zu hören.

Und so grinste Hexe Aldina zufrieden. Gut, dass sie ihr Hexenwerk verstand!


*****🍭********🍭********🍭******🍭***
Diese Geschichte haben meine Tochter und ich gemeinsam ausgedacht.

Sternenkind

Märchenwelt 🌟

⭐⭐⭐⭐⭐🌤⭐🌤⭐🌤⭐⭐⭐⭐
Es war einmal ein Sternenkind.
Es hatte viele, viele Geschwister und Freunde – auch der Mond war stets an seiner Seite.
Doch eines Tages kam die Finsternis, und alle fürchteten sich.

Nur das Sternenkind blieb mutig.
Furchtlos flog es los, um den Bösewicht der Dunkelheit zu vertreiben.
Dicht hinter ihm folgten seine Geschwister und Freunde. Gemeinsam stürzten sie hinab zur Erde.

Auf der Erde standen Kinder und Erwachsene vor ihren Häusern und blickten in den Himmel.
Da rief ein Kind aufgeregt:
„Schaut, eine Sternschnuppe!“

Kaum waren die Worte gesprochen, verschwand die dunkle Finsternis –
                            🌟

1 Ekim 2025 Çarşamba

Die etwas andere Liebe

Liebesgeschichte 💞

Zwei Jahre lang hatte Monika Schmitt mit ihrer Kollegin zusammengearbeitet, die vor Kurzem wegen Heirat gegangen war, in dem kleinen Schreibbüro im dritten Stock.

Vor Kurzem hatte ein neuer Kollege hier angefangen – wirklich ein sehr angenehmer Arbeitskollege.

Inzwischen waren schon einige Monate vergangen, und Monika verliebte sich in ihn, diesen Typen: klein, mit kugelrundem Bauch und Brille auf der Nase.

Sie wartete darauf, dass er den ersten Schritt machte. Als Frau wünschte sie sich, dass er sie ansprechen würde.

Manchmal lag es ihr auf der Zunge, ihn zum Kaffee einzuladen, aber das kam ihr komisch vor.

Monika war eine relativ attraktive Frau, mit blonden Haaren, zierlicher Figur und immer modisch gekleidet.

Höflichkeit lag ihr im Blut, und ihr Lächeln war unverwechselbar.

So vergingen die Tage – und an diesem Tag war Herr Kunz nicht bei der Arbeit.

Es schien, als sei etwas passiert. Bisher war er immer überpünktlich vor ihr da gewesen.

An der Empfangstheke erfuhr sie, dass Herr Kunz im Krankenhaus war.

Das war jetzt die Gelegenheit, dachte sich Monika. Es wäre unauffällig, als Kollegin einfach im Krankenhaus einen Besuch abzustatten!

So gedacht, so getan.

Am nächsten Tag im Krankenhaus öffnete Monika die Zimmertür – ein kahles, steriles Zimmer, die Betten noch leer.

„Dann kann ich hier in Ruhe mit ihm reden“, dachte sich Monika und ging zum Krankenbett.

Er schien sie nicht wirklich wahrzunehmen. Nach einer höflichen Begrüßung fragte Monika, was passiert sei.

Herr Kunz winkte mit der Hand ab und sagte mit schmerzverzerrter Miene: „Jemand ist mir mit seinem Autoreifen auf den Fuß gefahren.“

Gut, dass nichts Weiteres passiert war – nur stark geschwollen und geprellt.

Monika schob sich einen Stuhl an sein Bett und wollte die Gelegenheit nutzen.

„Herr Kunz, wie ist Ihr …“

In dem Moment wurde die Tür aufgestoßen, und das Geräusch vermischte sich mit ihrer Frage. Die Schwester rief hinein: „Abendessen! Schaut kurz zu ihr rüber… In einer halben Stunde ist die Besuchszeit beendet“, verkündete sie.

Danach stellte sie das Tablett auf den vorbereiteten Ausziehtisch und verschwand.

Da platzte es aus Monikas Mund heraus: „Monika. Ich heiße Monika. Wie ist Ihr Vorname?“

Herr Kunz hatte gerade einen Löffel vom Essen im Mund und deutete mit dem Finger nach unten zum Bett, dort war das Namensschild: „Karl Kunz“.

Monika rutschte spontan heraus: „K-K…“ und versuchte ein Gespräch zu führen, doch Karl war mit dem Essen beschäftigt und verzog bei jedem Bissen die Mund- und Gesichtszüge grauenhaft.

Die Tür wurde wieder ruckartig aufgestoßen.

„So, jetzt braucht der Patient seine Ruhe“, raunte die Schwester.

Monika beschloss, nicht mehr zu kommen.

Nach einigen Wochen kam Herr Kunz wieder zurück. Kaum einen Tag später wurde er in die untere Abteilung versetzt.

Der Abteilungsleiter nahm ihn mit. Herr Kunz zuckte mit den Schultern, als er bei Monika vorbeiging.

Eines Abends im Büro war es schon ziemlich spät geworden, und Monika eilte zur Bahn. Erst musste sie in die S-Bahn, dann umsteigen in die nächste U-Bahn.

Beim ersten Aussteigen war die Bahn heute besonders voll – zum Wochenende hin. Sie wurde herumgerempelt. Sie konnte nicht mehr stehen und fiel hin und stieß sich dabei unglücklich den rechten Arm.

Jemand hatte den Notarzt gerufen, und Monika wurde ins Krankenhaus gebracht.

Im Krankenhaus wird normalerweise sofort geröntgt, aber doppeltes Pech: Das Gerät war außer Betrieb, und der zuständige Radiologe war krank.

Und es war Freitag, Wochenende auch noch.

Die Nacht war kurz, und der Tag zog sich hin. Spätnachmittags öffnete sich leise die Tür, und ein Kopf schob sich hinein.

„Herr Kunz!“

Mit fast gleitenden Schritten stand er jetzt vor ihrem Bett und brabbelte: „Ich habe Ihnen, dir, Monika, mir erlaubt, was mitzubringen.“

Er stellte eine kleine Konditorpappschachtel auf ihren Klapptisch.

„Ich hoffe, Sie mögen Kuchen“, fragte er höflich.

„Ja“, antwortete Monika etwas irritiert und öffnete die kleine Schachtel – ein kleines Mini-Erdbeertörtchen.

„Oh, danke. Wirklich sehr lecker“, entwich es begeistert aus Monikas Mund.

Besorgt fragte Kurt: „Was ist mit dem Arm?“

Monika blickte enttäuscht kurz zur Decke: „Muss noch geröntgt werden!“

„Mh, ja, Wochenende“, nickte Kurt betrübt.

„Na“, fing Kunz an, „es wird ja bald Abendessen geben…“

„Da fällt mir gerade auf, mein Schwager ist Koch, meine Schwester lässt ihn die Computerarbeiten machen.“

Monika verwundert: „Sie haben eine Schwester?“

„Ja, sie ist einiges älter als ich“, hielt er inne, denn er wusste genau, dass seine Schwester auf keinen Fall wollte, dass jemand ihr Alter kennt.

„Ihr Mann Viktor ist viel jünger als sie, und seit er seine Arbeit verlor, hat meine Schwester ihn zum Helfen angeordnet.“

„Ah“, sagte Monika.

„Die sind halt wie Apfel und Ei“, lächelte Kurt kurz.

Dann drehte er sich am Schuhabsatz um und grinste geheimnisvoll vor sich hin.

„Du, Monika“, gab er ihr unverhofft ein Küsschen auf die Wange. „Mir ist da was aufgefallen… Ich komme später wieder zurück.“

Monika tastete mit ihrer linken Hand ihre Wange ab. „War das jetzt ein Traum?“, überlegte sie in Gedanken.

Karl entflieht nach draußen, schnurstracks zur Küche – ach was, Saal, riesiger Küchensaal…

Mit einer Schürze und einer Papier-Kopfbedeckung, die er von einem davor hängenden Haken genommen hatte, nahm er all seinen Mut zusammen und spazierte hinein.

Noch war es ruhig. Der Chefkoch lehnte an der Seite, sein Schild wies ihn aus. Er sah Kunz auf sich zukommen.

Kunz erklärte und erzählte ohne Umschweife sein Anliegen:

Dass das Krankenhausessen einfach nicht schmecke und es doch besser wäre, bessere Qualität zu kochen, als das zurückgebrachte Essen wegzuschmeißen. Denn dann spare man sich viel Geld, wenn das Essen schmeckt – und noch dazu dem Patienten das Essen schmeckt.

Die ganze Zeit schwieg der Chefkoch.

Kunz rechnete schon mit einem Rauswurf.

Dann ein großes Nicken: „Wie machen wir das mit den Diabetikern?“

Kunz warf ein: „Dann machen Sie zwei Stationen, also Abteilungen. Mein Schwager Viktor kennt sich mit sowas hervorragend aus, er ist Koch!“

„Koch, so so!“ Interessiert musterte der Chefkoch Herrn Kunz. Seine Blicke schienen etwas zu denken.

Seine Augen wanderten im großen Saal der Krankenhausküche umher.

Der Chefkoch murmelte etwas in sich hinein und sagte dann: „Gut, dann soll er kommen!“

Sofort rief Karl seinen Schwager Viktor an, der regelrecht hergeflogen kam.

Die zwei Männer verstanden sich auf Anhieb, die leuchtenden Augen beflügelt von Ideen.

Inzwischen hatte der Chefkoch den Krankenhauschef informiert, der kurz vorbeikam, um sein Okay zu geben.

Monika war vor lauter Warten eingenickt, etwas schläfrig, zittrig und ungeduldig schlug sie die Augen auf.

„Es müssen bestimmt schon Stunden vergangen sein“, dachte Monika.

Endlich kam Karl zurück, nach kurzem Nachfragen ihres Befindens plauderten sie ungezwungen einfach drauflos.

Über Karl seine Schwester, die etwas Verrückte, die sich spät nach ihrer Rente mit einem Erlebnisagentur „Kunterbunt – Wünsch dir was“ selbständig gemacht hat und verrückte Dinge verwirklicht.

Dass seine Schwester ihn schon öfter gebeten hat, bei ihr die Computerarbeiten zu übernehmen, die Termine zu organisieren und und...

Monika kam gar nicht mehr heraus vor Staunen.

Sanft, fast lautlos öffnete sich die Tür, und ein Rollwagen mit zugedecktem Essen wurde hereingerollt. Ein Lächeln der Schwester streifte kurz die beiden, dabei stellte sie das Tablett auf dem Klapptisch ab.

Neugierig und überrascht hob Monika den Deckel hoch.

Ein sanftes, süßliches Lächeln flog über ihre Lippen: „Das ist mein Lieblingsessen – wie aus Omas Zeiten... Blaukraut mit Knödeln und dunkler brauner Soße“, schwelgte sie.

Karl genoss es, dass es ihr so gut schmeckte.

Und erzählte, wie es dazu kam.

Bevor Karl ging, flüsterte Monika Karl zu: „Das alles für mich, danke dir, Karl.“

Karl nickte geschmeichelt und strich noch kurz über ihre linke Hand.

Sie war fast eingedöst, bevor sich Karl verabschiedete.

Einige Monate vergingen. Heute war von den beiden der letzte Tag im Büro. Kurze Verabschiedung von den Kollegen.

Ein paar Tage später standen sie im Laden von Karls Schwester Marie.

Marie, von allen nur „Marie Kunterbunt“ genannt, sagte zu ihrem Bruder: „Du brauchst auch einen Künstlernamen, am besten Karl Künztler“, und schubste dabei Karl in Richtung Monika. Marie nahm ihre Tasche und ging hinaus.

Das letzte Stück stolperte Karl leicht vor, er schien in der Luft nach den richtigen Worten zu suchen, schnappte nach Luft und stieß liebevoll hervor: „Ich liebe dich!“

Er zog Monika an sich heran und küsste sie leidenschaftlich.

In dem Moment kam Marie wieder zurück und winkte den beiden zu: „Kommt, macht euch fertig… ich habe was für euch!“

Nach einer kurzweiligen Fahrt waren sie am Ziel. Ein kleiner Motorflieger wartete auf einem kleinen Hanger auf sie.

Unbedarft stieg Monika ein.

Insgesamt mit Pilot sechs Personen an Bord.

Drin saßen Monika, Karl, Marie, ihr Mann Viktor und noch ein weiterer Mann, ein Freund der Familie.

Oben in den Lüften, in der richtigen Höhe angekommen, machten sich alle fertig zum Fallschirmsprung.

Gekonnt sprangen sie nacheinander heraus. Monika war voller Begeisterung.

Nachdem sie nach Anweisung der Schwester Marie die Fallschirme geöffnet hatten und in der Luft eine Gruppierung bildeten und die Hände reichten, gab sich der Freund als Pfarrer zu erkennen.

Marie lachte laut: „Die Zahl fünf bringt Glück!“, dabei hob sie ihre Handfläche nach oben und schwenkte sie im Kreis.

Monika war total perplex, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie schaute zu Karl rüber, er nickte.

Dann wurden sie in luftiger Höhe gefragt: „Monika Schmitt, willst du Karl zu deinem angetrauten Mann nehmen?“ Ein schmetterndes „Ja!“ hallte durch die Wolken.

Dann: „Herr Karl Kunz, willst du Monika zu deiner Frau nehmen?“ Dieser wiederum rief mit einem schallenden „Ja!“ hinaus.

Überwältigt landeten die beiden überglücklich am Boden.

Alle fünf umarmten sich. An das unvergessliche Erlebnis und die Liebe darin werden sie sich immer erinnern.

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...