17 Ekim 2025 Cuma

Der kleine weiße Elch * Auf der Blumenwiese ~ Elchgeweih 05

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Endlich Frühling!

Der kleine weiße Elch freut sich, hüpft leichtfüßig den Waldweg entlang und klappert dabei fröhlich mit seinen Hufen.

„Heute werde ich nach meinen Freunden, den Bienen, schauen“, denkt er. „Sie sind bestimmt schon fleißig am Summen.“

Fröhlich folgt er dem Weg in Richtung der riesengroßen Blumenwiese.

Schon von Weitem hört er ein deutliches, lautes Summen.

Neugierig streckt er vorsichtig sein Geweih über die Blüten und schleicht sich näher an das Geräusch heran.

Doch was ist das?

Mitten in der Blume sitzt – keine Biene, sondern eine kleine Elfe!

Sie hat zarte rosa Blütenhaare und ein einfarbiges Blütenkleid.

So eine Elfe hat der kleine Elch noch nie gesehen.

Erstaunt ruft er:
„Eine Blumenelfe! Wie heißt du?“

Die kleine Elfe verstummt, blickt traurig nach oben und flüstert:
„Ich weiß es nicht. Das Letzte, woran ich mich erinnere, ist ein heftiger Windsturm …“

Der kleine weiße Elch murmelt:
„Ja … das Blumenelfenland ist sehr weit entfernt.“

Die kleine Elfe seufzt.
„Ich kann nicht mehr fliegen. Der Blütenstaub ist aus meinen Flügeln verschwunden.“

Der kleine Elch überlegt nicht lange.

Vorsichtig gräbt er mit seinem Huf die Blume samt Wurzel aus und nimmt sie mit.

Am Turm pflanzt er sie behutsam in einen Topf und stellt sie auf einen kleinen runden Tisch auf der Terrasse.

Dann ruft er seinen Freund, den Igel, herbei.

„Darf ich vorstellen – unser Gast“, sagt der kleine Elch freudestrahlend.

Igel Willi, der nicht so gut sieht, streckt neugierig seine Nase ganz nah an die Blume und ruft erstaunt:

„Eine rosa Blumenelfe!“

Kurz grummelt er: „Ich heiße Willi.“

Die kleine Elfe bleibt still.

Der kleine Elch erklärt dem Igel leise, was geschehen ist.

Igel Willi lächelt und meint:
„Rosalie – so nennen wir dich. Wegen deiner rosa Blütenhaare und deinem rosafarbenen Kleid.“

In diesem Moment beginnt die kleine Blumenelfe zu strahlen – und summt ein leises, glückliches Lied. 🌸🎶










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Der kleine weiße Elch * Verwandlung pur ~ Elchgeweih 06

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An einem sonnigen Morgen, am kleinen runden Tisch auf der Terrasse, saßen der kleine weiße Elch und der Igel Willi beim Frühstück.

In der Mitte des Tisches – ganz still und ein wenig betrübt – saß die kleine Elfe Rosalie in ihrem Blumenkelch.

Igel Willi reichte ihr vorsichtig eine winzige Tannenzapfentasse, die er extra für sie gemacht hatte, und ein paar Brotkrümel mit seinen kleinen Pfoten.

Doch die Elfe Rosalie schaute traurig.

Der kleine weiße Elch und Willi blickten sie an.

„Was ist denn los?“ fragten sie.

Elfe Rosalie flüsterte bedrückt:

„Ach … Es wäre so schön, wenn ich auch so groß wäre wie ihr. Dann könnte ich mit euch am Tisch sitzen.“

Die beiden nickten verständnisvoll.
„Ja, das wäre wirklich schön“, sagten sie und trösteten sie. 

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Einige Stunden später war der kleine Elch im Garten.

Mit Rechen, Schaufel und Samen war er gerade dabei, ein Beet vorzubereiten.

Da hörte er ein aufgeregtes Gegacker – fast hysterisch:
„Gack! Gack! Gagagagack!“ Henne Helene gackerte völlig durcheinander!

Der kleine Elch rannte sofort los – und traute seinen Augen kaum:

Da stolperte eine silberfarbene Kartoffel mit Armen, Beinen und wütendem Gesicht durchs Beet!

„Ich will berühmt werden! Auf die große Bühne!“ schrie die Kartoffel und spurtete direkt auf die Terrasse.

Mit einem Hüpfer sprang sie auf den kleinen runden Tisch – und begann zu steppen!

Die drei Freunde – der Elch, der Igel und die Elfe – konnten kaum glauben, was sie sahen.

Die Kartoffel sang voller Leidenschaft von ihrem Traum, und bei all dem sprühten ein paar Kartoffeltränen durch die Luft.

Einige Tropfen landeten genau auf die kleine Elfe Rosalie.

Im selben Moment durchfuhr Rosalie ein seltsames Glücksgefühl.

Eine zarte rosa Blütenstaubwolke entstand um sie – und als sich der Nebel auflöste, lächelte Elfe Rosalie, denn sie war so groß wie der kleine weiße Elch und der Igel Willi.

Freude pur!

Alle tanzten vor Glück.

Von Weitem sah der kleine Elch ein Dampferschiff.

„Schau mal, Herr Kartoffel Silberhaut!“, rief er.
„Mit dem Dampfer kannst du in die weite Welt – und berühmt werden!“

Die Kartoffel war außer sich vor Begeisterung.   
Ab auf die große Bühne!

Gemeinsam brachten sie ihn mit dem Motorboot zum Dampfer.

Ein letztes Winken – und Herr Kartoffel Silberhaut war auf dem Weg zu seinem Traum.

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Einige Monate später:

Ein Spatz, der unter dem Leuchtturmbalken nistete, zwitscherte die Neuigkeit, und der Windgeist brachte sie in Windeseile:

„Kartoffel Silberhaut tritt im Café auf – der neueste Insel-Hit!“

Natürlich machten sich die drei Freunde auf den Weg zur Insel, um den berühmten Herrn Kartoffel bei seinem Auftritt zu bestaunen.

Die Elfe Rosalie stand zwischen ihnen – und genoss es, nun so groß zu sein wie Igel Willi und der kleine weiße Elch.
🌷🥀🌺🌸🌷










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Der kleine weiße Elch * Vogel-Hochzeit ~ Elchgeweih 07

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Es war Frühling – die Vögel zwitscherten und trillerten.

Igel Willi beobachtete seinen Kameraden, den Spatz, der emsig ein Nest vorbereitete und für seine zukünftige Vogelfrau einen Hochzeitskranz flechtete.

Igel Willi, heimlich in Elfe Rosalie verliebt, schwärmte vor sich hin. Doch er war schüchtern.

Still träumte er vor sich hin und sehnte sich danach, ihr jeden Wunsch zu erfüllen und stets an ihrer Seite zu sein.

Von der Stiftefabrik ließ er besondere Stifte bringen, die über die Caféinsel geschickt wurden, und mit dem Motorboot holte er Stoffe vom Markt, die er liebevoll als Geschenke verpackte.

Elfe Rosalie war entzückt von seinen zarten Gesten.

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Inzwischen war es ein herrlicher Sommer geworden …

Der kleine weiße Elch und das Spatzenpaar wollten Igel Willi helfen. Das Spatzenpaar flechtete einen Kranz aus Mohn, Gänseblümchen und Lilien – Rosalies Lieblingsblumen.

Unter einem Vorwand lockten sie Igel Willi und Elfe Rosalie zur Gartenwiese, wo das Spatzenpaar den Kranz auf Rosalies Haar legte.
Willi, von Herzklopfen erfüllt, stotterte – doch Rosalie war sichtlich gerührt. Sie umarmten sich liebevoll.

Gemeinsam mit den Spatzen sammelte der Igel Willi weiße Blütenblätter, aus denen die Vögel für Rosalie ein Brautkleid nähten.

Der Windgeist tanzte fröhlich durch den Himmel.

Still wurde es – doch hoch oben am Abendhimmel erschien sie:

Eine kleine Herde Traumschafe mit hauchfein schimmernd hellblauem Rücken.

Sanft tanzend hinterließen sie einen Schimmer im Himmel – wie Spuren aus Licht.

Ein Raunen ging durch die Hochzeitsgesellschaft, und der kleine weiße Elch, ergriffen:

„Schaut nur, was für fein glitzernde Sterne!“

Die Traumschafe flogen im Halbkreis über das Brautpaar hinweg.

Oben auf der Wolkenkutsche, von sanften Lichtern umhüllt, saß das Brautpaar – Rosalie und Willi, eng aneinander geschmiegt.

Der Windgeist, der sich mit seinen Windfäden an die Wolke vorgespannt hatte, erhob sich und startete einen Wolkenrundflug.

Glücksboten waren die Traumschafe, die hinter der Kutsche her durch die Lüfte schwebten.

Henne Helene, gerührt, gackerte:

„Was für ein wundervolles Zeichen, denn wenn die Traumschafe erscheinen, wird es eine Ehe voller Liebe und Wunder.“

Unterdessen musizierten die Ameisen mit ihren kleinen Instrumenten.

Der kleine weiße Elch schmückte die Terrasse festlich mit Blumen und Bändern.

Die Wolkenkutsche glitt sanft herab, das Brautpaar rutschte fröhlich und voller Glück hinunter.

Die Ameisen marschierten voran, tröteten mit Trompetenblumen, flöteten im Takt und trommelten und schellten mit Eichelschalen.

Im Hintergrund zirpten Grillen.

Igel Willi stand am festlich gedeckten Tisch, während der kleine weiße Elch die Braut zu ihm brachte.

Igel Willi kniete sich nieder. In seiner Pfote hielt er einen Ring – geschmiedet von ihm, dem kleinen weißen Elch und Henne Helene.

Die Vögel sangen:

„Ein Vogel wollte Hochzeit machen …“

Igel Willi, von tiefen Gefühlen bewegt, fragte zärtlich:

„Willst du mich heiraten?“

Und beim Anstecken des Rings sprach er andächtig:

„Soll im Dunkeln und im Hellen funkeln hell und fein – soll für immer dein sein.“

Der Spatz hielt eine feierliche Hochzeitsansprache.

Alle lauschten still und ergriffen.

Igel Willi und Elfe Rosalie gaben sich ihr inniges Ja.

Dann wurde getanzt, gefeiert und gelacht.

Später, als der Abend sich neigte, saßen alle müde und glücklich beisammen.

Die Spatzen saßen auf der Stuhllehne, Rosalie und Willi Hand in Hand, die Ameisen ruhten friedlich neben ihren Instrumenten.

Der kleine weiße Elch, überglücklich und voller Freude, saß mitten unter seinen Freunden – und strahlte über sein ganzes Elchengesicht.
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Der kleine weiße Elch * Esel Lilu ~ Elchgeweih 08

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Gerade kommen der kleine weiße Elch und das frisch vermählte Ehepaar – Igel Willi und Elfe Rosalie – vom besten Restaurant auf der Café-Insel zurück. Schwärmend erzählen sie, wie lecker das Essen war.

Am Strand steht ein Esel mit mattem, struppigem Fell. Müde und traurig blickt sie aufs Meer hinaus und murmelt leise:

„I.ah! Woe soll iche nurs hin...?“

Als die drei näherkommen, verstehen sie ihren Esel-Dialekt nicht gut. Der kleine weiße Elch hört nur „...soll hin“ heraus. Sie vermuten, dass sich der Esel verlaufen hat.

Sie reden freundlich auf sie ein, stellen Fragen – aber es hilft nichts.
Der kleine Elch schlägt vor, sie mitzunehmen.
Igel Willi will sie leicht anschieben, doch kaum versucht er es, dreht sie die Ohren seitlich nach hinten.

Der kleine weiße Elch ruft schnell:
„Vorsicht, sie will ausschlagen!“

Doch dann lockt er sie behutsam:
„Auf der Leuchtturminsel gibt es eine große Blumenwiese – dort wachsen sogar Lilien!“

Als sie das Wort Lilien hört, spitzt Esel Lilu die Ohren.
Mit zitternden Knien steigt sie in das wackelige Etwas, das zur Insel rüber tuckerte.

„Hoffentlich werd iche nicht seekrank... Über Wassa ist nicht so mei Ding“, murmelte Lilu leise.

Doch die Fahrt geht gut. Unbeschadet kommen alle auf der Leuchtturminsel an.

Neugierig und vorsichtig schnuppert Esel Lilu auf der großen Gartenwiese herum.
Als sie sich dem Freigehege nähert, flattert Henne Helene einfach herüber – direkt auf Lilus Rücken!

Alle halten die Luft an. Doch wie wundervoll – die beiden verstehen sich auf Anhieb.
Henne Helene spricht nämlich mehrere Sprachen.

Nach einem kleinen Rundgang flattert Helene wortlos zurück.

Am Stall, gleich neben dem Freigehege, schaut Lilu neugierig hinein und fragt höflich:
„I.ah... kann iche hier drin schlafen?“

Der kleine weiße Elch ist erleichtert:
„Aber sicher – hier ist sowieso nur Henne Helene drin.“

Und schwupps, schon ist Lilu drin.

Am Abend hört der kleine weiße Elch, wie Henne Helene und Esel Lilu fröhlich und zufrieden gackern und i.ahen.

So kam es, dass Esel Lilu ein neues Zuhause fand:

Igel Willi bürstet ihr Fell mit seinen feinen Stacheln, wenn sie auf der Wiese liegt.
Elfe Rosalie bringt ihr die leckersten Karotten.
Der kleine weiße Elch bleibt ihr Retter – und Henne Helene ihre beste Freundin.

Und über die winzige Leuchtturminsel hört man sie fröhlich rufen:
„I.AH – I.AH – I.AH!“
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Der kleine weiße Elch * Esel Lilu und die purpur-blaue Lilie ~ Elchgeweih 09

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Esel Lilu hatte sich längst gut auf der Leuchtturminsel eingelebt.
Neugierig wie immer stand sie vor dem kleinen Lukenfenster, hinter dem der kleine weiße Elch das Mittagessen vorbereitete.

Sie schnupperte erwartungsvoll hinein.
Der kleine Elch hatte sie natürlich schon bemerkt und lächelte:
„Heute gibt’s Karottensuppe!“

„Was? Karottensuppe?!“ rief Lilu überrascht und klopfte übermütig mit den Hufen.

Danach wurde gemeinsam am Terrassentisch die leckere Suppe gegessen.

Später wanderte Lilu über die große Blumenwiese.
Ihre Schritte wurden langsamer, der Blick suchend.
Elfe Rosalie, die gerade Kräuter sammelte, bemerkte es.

„Was suchst du denn, Lilu?“

„Die purpur-blaue Lilie...,“ wie in meinen Traum schnaubte Lilu leise.
„Denn mein Name kommt von ihr…“

Rosalie lächelte nur geheimnisvoll.
Einige Zeit später überraschte sie Lilu mit einem selbstgemachten Halstuch –
fein bestickt mit kleinen Lilienblüten in einem purpurnen Blau – fast wie aus einem Traum.

Rosalie band es ihr liebevoll um den Hals.
„Siehst du“, flüsterte sie leise,
„manches wächst vielleicht nicht auf der Wiese –
aber im Herzen ist es längst da.“

Esel Lilu wurde ganz warm ums Herz – i-ahte leise,
und drückte behutsam ihren Kopf an Rosalie… 💙










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Der kleine weiße Elch * Das Wunder des Teiches ~ Elchgeweih 10

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Was für ein herrlich warmer Sommer!

Der kleine weiße Elch liegt im Schatten auf der Terrasse und schaut hinüber zu seinen Ameisen.
Er beobachtet, wie sie einen Regenwurm transportieren. Mit einem murmeligen Gefühl fragt er besorgt:

„Was habt ihr mit dem Wurm vor?“

Während sie marschieren, piepsen sie:
„Wir wollen ihn retten! Der Regenwurm ist völlig ausgetrocknet – er braucht Hilfe!“

Spontan bietet der kleine Elch hilfsbereit an:
„Dann hol ich Wasser!“

„Nö! Willst du ihn ertränken?“

„Wir bringen ihn auf die andere Seite des Ameisenbetts. Dort gibt es einen Maulwurfhügel!“, piepsen sie abwechselnd im Chor.

Voll beschäftigt marschieren sie eilig weiter.

Am Ende des Bettes, beim Maulwurfhügel angekommen, macht der kleine Elch mit seiner Hufe einen kleinen Aushub.
Die Ameisen legen den Wurm in die luftig-feuchte Erde, und der kleine Elch deckt ihn vorsichtig zu.

Erwartungsvoll warten sie ab.
Nach einer Weile schauen sie nach – der Regenwurm ist verschwunden.
Er war gerettet.

Unerwartet – wie aus dem Nichts – taucht hinter ihnen eine alte Unke auf.
Olivfarben, mit warziger Haut und schwarzen Flecken auf dem Rücken.
Ihr Bauch leuchtet leicht bläulich vor Aufregung.

Jetzt stehen auch seine Freunde, die vorher im Schatten lagen, überrascht davor und blicken die Unke ungläubig an.

Mit tiefer Stimme unkt sie:
„Uhk! Ich brauch eure Hilfe – der Teich im Wald ist ausgetrocknet!“

Der kleine weiße Elch nickt. Er erinnert sich – von weitem hatte er den Teich oft gesehen, mitten auf der Lichtung des Waldes.

Noch etwas erschrocken machen sie sich auf den Weg,
der kleine weiße Elch, Esel Lilu, Elfe Rosalie und Igel Willi.
Nur Henne Helene war im Schuppen und schlief tief und fest.

Dort angekommen, sehen sie die übrig gebliebenen Frösche und Kröten, die in den letzten Pfützen drinsaßen.

Wo sollten sie einen Teich machen, überlegten sie.

Esel Lilu wusste, wo dieser zu finden war:
„Zwischen dem Ende des Blumenfelds und dem Anfang des Waldes – dort, wo die alte mächtige Eiche steht. Genau der richtige Ort: schattig, aber mit Sonnenschein.“

Sogleich machen sie sich an die Arbeit.
Der kleine weiße Elch und Esel Lilu graben mit ihren Hufen den Teich.
Igel Willi und Elfe Rosalie bringen Steine und einen alten Baumstamm.

In unmittelbarer Nähe wachsen Gänseblümchen – auf einer Seite, direkt am Rand des entstehenden Teiches.
Henne Helene schiebt mit ihren Krallenfüßen Erde zur Seite.
Die Unke achtet darauf, dass der Teich nicht zu tief wird.

„Uhk – jetzt ist es gut“, unkt sie.

Kaum hat sie ihr Maul zugeklappt, beginnen dicke Regentropfen vom Himmel zu fallen – direkt in den Teich.

Die Freunde finden Schutz unter der großen, breiten Eiche.
Es war inzwischen Abend geworden. Die Sterne funkeln und scheinen immer näher zu kommen.

Die Traumschafe, mit ihren hellblau schimmernden Rücken, fliegen in einem Bogen über den Teich und die Freunde hinweg.
Am Rand des Teiches entstehen zauberhafte, flimmernd bläulich-violette Lilien.

🐏 🐏 🐏 🐏 🐏 🐏 🐏 🐏 🐏 💙

Müde und überrascht vor Glück schlafen sie ein.

Am nächsten Morgen wachen sie auf – durch das laute Gequake und Gegröte der Frösche und Kröten.
Über Nacht hatten die Traumschafe sie alle herbeigebracht.

Die behäbige alte Unke sitzt auf dem liegenden Baumstamm.
Vor Freude leuchtet ihr Bauch nun leicht rötlich.
Nickt zufrieden und unkt den Freunden zu.
Am nächsten Abend sitzen sie gemeinsam am Teich.
Igel Willi hält Rosalie im Arm.
Henne Helene zupft im Gras herum.
Der kleine weiße Elch genießt den Anblick des Teichwassers.
Und Esel Lilu – wie in ihrem Traum – erspürt die Lilien.

Am Teich, auf dem alten Baumstamm.
Still und weise – die Unke wacht, denn sie ist die unsichtbare Wächterin des Teiches.
Wenn der magische Mondschein fällt, zieht sie ihre Kraft daraus – und ihr Bauch leuchtet leicht gelblich. Dann unkt die Unke – feierlich.
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Der kleine weiße Elch * Mini-Parade ~ Eichgeweih 11

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Der kleine weiße Elch schaut hinüber zu seinen kleinen Schiffbrüchigen – wie er sie nennt,
seitdem er sie gerettet hat.

„Na?“, fragt er neugierig, „wie geht es dem Regenwurm?“

Die Ameisen antworten blitzschnell:
„Hörst du nicht seine leisen Morsezeichen?“

Er spitzt die Ohren. Tatsächlich – dem Wurm geht’s gut!

Zufrieden nickt der kleine Elch –
und beobachtet, wie sie wuseln, schleppen, basteln – sie haben immer etwas zu tun.

Verwundert schüttelt der kleine weiße Elch den Kopf darüber, wie fleißig sie sind.

Inzwischen hat er Kuchen gebacken.
Alle sitzen draußen an der Tasse – an einem kleinen, runden, weißen Tisch.
Sie trinken Kaffee. Nur Henne Helene nicht – sie trinkt ihren Grassaft.

Ein Glas davon hat sie am Tisch vergessen.
Alle – zuerst Henne Helene, dann Elfe Rosalie, Igel Willi, Esel Lilu und schließlich der kleine weiße Elch – blickten hinüber zum Glas.

Und siehe da:
Auf dem Strohhalm entdecken sie eine kleine Parade.

Ameisen marschieren – und alle hören ganz leise:

„Eins, zwei, drei, vier – die Ameisen sind hier!

Fünf, sechs, sieben – weg sind sie von hier!

Acht, neun, zehn – doch sie sind hier, das weiß ich genau!“

So tönte es im Chor – und alle mussten schmunzeln.

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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...