3 Aralık 2025 Çarşamba

🐦 Vogelbaum

Märchenwelt 🌟 

Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme. 📢 🎧 ▶️ Audio abspielen 🌟


Die Geschichte vom Baum, der ein Vogel sein wollte

Es war einmal ein Baum, der gern ein Vogel sein wollte.

Er stand auf einer großen, wunderschönen, saftig grünen Wiese – ganz allein.

Er hatte schöne, kräftige Blätter. Rundherum standen auch einige andere Bäume, aber etwas weiter entfernt.

In der Nähe plätscherte ein kleiner Bach.

Es war ein herrlicher Ort… doch der Baum war unzufrieden mit sich selbst.

Er meckerte und teckerte den ganzen Tag:
„Ahhh! Meine Blätter sind viel zu gelb!
Ach! Meine Äste sind so dürr und knorrig!“

Und so ging es immer – er jammerte und schimpfte.

Er sah die Vögel bei den anderen Bäumen hin- und herfliegen – so frei, so leicht.

Da dachte er in seinem Baumkopf:
„Ich möchte auch ein Vogel sein. Ich möchte auch frei sein.“

In diesem Jahr trug er besonders viele Walnüsse.

Seine Äste hingen schwer herunter, er bekam wenig Wasser, und er litt  darunter.

Und wieder klagte er:
„Ich habe zu wenig Wasser… ich will lieber ein Vogel sein!“

Da sprang plötzlich ein Eichhörnchen die Äste hinauf.

„Baum, ich frage dich ganz höflich: Darf ich ein paar Walnüsse bei dir sammeln?“

Der Baum schrie:
„WAS? Niemals! Ich nehme alle meine Zweige zusammen und schmeiße dich runter!“

Das Eichhörnchen stampfte mit seiner Pfote auf.

„Jetzt reicht‘s mit deiner ganzen Meckerei und Teckerei!“

Der Baum seufzte nur:
„Siehst du nicht? Meine Blätter sind gelb und verdorrt… und ich bekomme nicht genug Wasser.“

Da überlegte das Eichhörnchen.

„Ich habe einen Freund – den Biber. Vielleicht könnte er einen kleinen Wassergraben machen, damit mehr Wasser zu dir kommt.“

Der Baum dachte still bei sich:
„Warum sollte der Biber das für mich tun?“

Aber er sagte nichts.

Dem Eichhörnchen fiel eine List ein:
„Baum, ich habe bei dir so ein schönes Astloch gesehen.
Ich werde einige deiner Walnüsse dort hineinlegen, dann bleiben sie bei dir.“

Das gefiel dem Baum – und er ließ es zu.

Das Eichhörnchen fing an, Walnuss um Walnuss in das Astloch zu tragen.

Als die Hälfte abgetragen war, merkte der Baum, wie seine Äste leichter wurden.

Er fühlte sich sofort wohler.

Da überlegte er – und murrte:
„Na gut… frag halt deinen Freund, den Biber, ob er mir helfen kann.“

Am nächsten Tag machte sich das Eichhörnchen auf den Weg.

Es erzählte dem Biber alles, und der Biber tat dem Eichhörnchen zuliebe diesen Gefallen.

Er grub einen kleinen Wassergraben bis zu den Wurzeln des Baumes.

Klares, kaltes Wasser floss zu ihm hinüber.

„Ooooh, tut das gut…“, flüsterte der Baum.

Vor lauter Dankbarkeit überließ er dem Biber ein paar seiner alten knorrigen Äste.

Der Biber war zufrieden und trottete davon.

Der Baum wurde ruhiger.
Da er jetzt merkte, dass das Eichhörnchen ihm etwas Gutes getan hatte, ließ er es in dem Baumloch wohnen, das das Eichhörnchen von vornherein geplant hatte.
Seine List war aufgegangen, und das Eichhörnchen trug die restlichen Walnüsse ab.

Die Blätter des Baumes wurden wieder saftig grün.
Als der Herbst kam, färbten sie sich wunderschön bunt.

Da flogen einige Vögel zu ihm herüber.

Sie riefen:
„Baum, dürfen wir bei dir nisten? Deine Blätter sind so dicht – wir können unsere Vogelkinder dort gut verstecken.“

Die Idee gefiel dem Baum.

Plötzlich waren all seine Äste voller Vögel.
Es zwitscherte und sang überall.
Ein fröhliches Treiben herrschte in seinen Zweigen.

Der Baum vergaß völlig, dass er selbst ein Vogel sein wollte.

Er war einfach glücklich.

Das Eichhörnchen hüpfte vor Freude auf seinen Ästen herum.

„Siehst du, Baum? Jetzt hast du gaaanz viele Freunde! Ist das nicht viel besser?“

Der Baum schwieg – er wollte gar nicht mehr an die alten Zeiten denken.

Der Wind strich durch seine Blätter, und sie fingen an, ein Lied zu rauschen.

Wenn du draußen die Bäume rascheln hörst und die Blätter singen – dann haben sie das bestimmt von diesem Baum gelernt, weil er sooo schön Blätterrauschsingen konnte und so glücklich war.
 
Ende.









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Höhlenmensch

Allerlei-Sammelmaschen 📃
Nachdenkliches – Verrücktes


„Hast du das gehört? Der Höhlenmensch drüben hat sich ein elektrisches Rolltor einbauen lassen!“

„Ich hatte zwar bisher nicht gehört, dass Höhlenmenschen ein Elektrotor haben. Womit betreiben sie das denn?“

„Mit Sonnenenergie, natürlich!“

„Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn die Menschen einfach Höhlenmenschen geblieben wären. Auf jeden Fall hatten sie keine Rechnungen zu bezahlen.“

„Stimmt. Und sie essen ja noch rohes Fleisch – sie jagen sogar mit Speeren!“

„Ob das wohl besser schmeckt? Aber sie können es auch über’m Feuer grillen.“

„Jetzt hat er sogar angefangen, sein Revier mit Felssteinen abzugrenzen. Also jedenfalls – das mache ich nicht mit!“

„Du, die Höhlenmenschen hatten keine Hobbys, oder?“

„Vielleicht hatten sie Pelz-Sammlungen … oder ihr Steinbrett war so voll, dass sie die Bilder freimeißeln mussten.“

„Ja! Und die Frauen waren echte Beerensammlerinnen.“

„Heute sammeln sie nur noch Angebote.“

„Und Trennung oder Ehe? Gab es nicht – nur eine große Gemeinschaft.“

„Vielleicht wären wir glücklicher geblieben, wenn wir beim Feuer geblieben wären … und nicht beim Strom.“

„Meinst du, wir sollten mal bei unserem Höhlenmensch-Nachbarn klopfen gehen? Vielleicht grillt er gerade?“

„Vielleicht gibt’s sogar Hirschkeule! 
– grinst –“








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1 Aralık 2025 Pazartesi

🌳 Der geheimnisvolle Zauberwald

Märchenwelt 🌟


Es war einmal …

Waldmädchen Viona streifte im Wald umher. Es war Herbst, und alles war wunderbar anzuschauen:
Bäume, Sträucher und die Tiere, die zwischen ihnen umherhuschten.

Besonders ein kleiner, farbenprächtiger Vogel fiel ihr auf – wo kam der denn her?

Viona folgte dem farbigen Vögelchen. Dann entdeckte sie geheimnisvolle, leuchtende, farbige Blätter, die sich scheinbar selbst bewegten.
Als sie darauf zuging, lagen die farbigen Blätter ganz still da. – Sowas? –

Viona wurde wachsamer. Wo war sie?

Dieser Wald sah ganz anders aus als der, aus dem sie gekommen war.
Hinter ihr lag ein gelblicher Nebelschleier.

Dies war der Zauberwald! 
Bisher hatte Viona nur Gutes von ihren Vogelfreunden darüber gehört.

Aber wie war sie hierher geraten?
Viona erinnerte sich, dass sie dem wunderschönen farbigen Vogel gefolgt war.
Seltsam nur, dass hier kein einziges Vogelgezwitscher zu hören war.

Doch Viona war ein Waldmädchen.
Sie kannte sich gut aus und fand eine breite, mächtige Eiche.

Ihre Wurzeläste wanden sich um eine große Höhlenöffnung – es sah aus wie ein Tor.

Viona trat hinein. Die Höhle war hell, freundlich und wohnlich.
Heu lag am Boden, auf dem sie übermüdet einschlief.

🍂🍃🍁🍂🍃🍁🍂🍃🍂🍁
Am frühen Morgen, als Viona aufwachte, nahm sie ein starkes Rascheln wahr.

Als sie hinaussah, konnte sie nichts Besonderes entdecken.
Daraufhin hob sie eines dieser geheimnisvollen, leuchtenden Blätter auf – und darunter war ein winziger Igel.

– So klein? – wunderte sich das Mädchen. 

Der kleine Igel erzählte ihr, dass einst eine mächtige Zauberkraft – die es heute nicht mehr gab – sie winzig werden ließ.
Viele Igel versteckten sich unter den leuchtenden Blättern und wünschten sich, wieder ihre ursprüngliche Größe zu haben.
Die Blätter dienten ihnen als Schutz.

Viona hatte eine Idee:
Die winzigen Igel könnten doch in der gemütlichen Eichenhöhle Schutz finden!

Die Igel waren begeistert – auch der Eichenbaum nickte ihnen zu.

🌳
Das Mädchen erzählte der Eiche von dem ungewöhnlichen, farbigen Vogel.

Da wusste die Eiche sofort, wer das war: der seltene Eisvogel, der an Gewässern lebt.
In diesem Zauberwald gab es einen See – dort würde er bestimmt zu finden sein.

Der Eichenbaum riet ihr, einige der leuchtenden farbigen Blätter mitzunehmen, die sie in einem Beutel bei sich trug.

Aus den Schatten der Bäume sprangen immer wieder Eichhörnchen hervor – von Baum zu Baum – um ihr den Weg zu weisen.
Einige mutige, winzige Igel kamen mit ihren Blättern mit.

Der Weg war lang.

Viona war unbesorgt, denn ihre Igelbegleiter und die flinken Eichhörnchen waren bei ihr.

🏞
Als sie endlich den See erreichten, war es Nacht geworden.
Sie verbrachten erst einmal die Nacht dort.

Am Morgen, als Viona erwachte, wuselten die winzigen Igel umher und die Eichhörnchen hüpften aufgeregt von einem Baum zum anderen.
Alle warteten gespannt, was wohl geschehen würde.

Viona blickte durch den Lichtschein der Blätter und Zweige nach oben.

Dort oben saß er auf einem Ast:
der seltene, wunderschöne, farbenprächtige Eisvogel.

Sie blinzelte gegen das helle Morgenlicht.
In diesem Moment schoss eine farbige Gestalt vom Ast hinunter, hielt scheinbar in der Luft inne, tauchte dann ins Wasser und schnellte Sekunden später wieder empor.

Der Eisvogel lugte zu ihnen hinunter.

Eine unheimliche Stille legte sich über den See.
Ein Nebel begann aufzusteigen.

Viona brach die Stille:
„Bist du der Wächter des Waldes?“

Der Eisvogel sang:
„Du brauchst deine Vogelfreunde. Hole sie hierher.“

Das Mädchen stutzte.
„Wie soll das geschehen?“

Der Eisvogel stieß hinunter und berührte im Flug mit seinem langen, schmalen Schnabel den Beutel, den Viona bei sich trug.

Instinktiv öffnete Viona den Beutel und streute die geheimnisvollen, leuchtenden Blätter auf den See.

Ein Ruck durchfuhr den Wald.

Alle sahen von weitem einen gelben Nebelschwaden, der durchbrochen wurde.
Der Nebel löste sich auf – der Wald wurde wieder eins.

🐦 🐦🐦🐦 🐦🐦 🐦 🐦🐦 🐦🐦 🐦
Die Vogelfreunde flogen herbei, setzten sich auf die Äste und zwitscherten um die Wette. – Wie herrlich! –

Die meisten Igel nahmen ihre ursprüngliche Gestalt wieder an.
Nur einige blieben so winzig – denn sie wollten es so.

Das Waldmädchen tanzte vor Freude und sang mit den Tieren bis spät in die Nacht.

Und somit endet diese zauberhafte Geschichte. ✨




















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28 Kasım 2025 Cuma

🐚 Wasserschloss

Märchenwelt 🌟

Tief unten am Meeresgrund, ein Schneckenhaus mit schimmernden Windungen – war ihr Wasserschloss. Dort lebte einst die kleine, glückliche Wasserelfenfamilie: König Simon, seine Frau Seelena und ihr Sohn Sinas.

Seit langer Zeit war dem Wasserelfensohn Sinas schwer ums Herz, denn er hatte seine Mutter verloren. Der Königsvater war mürrisch und gab dem Wasserkobold Knox die Schuld.

Der Wasserkobold Knox liebte Schabernack und war hinterlistig – ein Zauberer seinesgleichen, beschützt durch Seepferdchen. In einem Wasserfels, dessen Höhlen sein Königreich waren, lebte er.

Einst hatte der Wasserkobold die Elfenkönigin unter einem Vorwand zu sich hergelockt. Die Sirenen versprachen ihm ein seltenes Zauberkraut im Tausch gegen die Königin.

Kobold Knox, hinterlistig und überzeugt, der größte Zauberer zu sein, ließ sich darauf ein. Doch er konnte sich später nicht mehr daran erinnern, denn die Sirenen hatten seinen Verstand verwirrt. So gerieten seine Sinne in Vergessenheit.

Elfenkönig Simon verschanzte sich regelrecht im Wasserschloss, verteidigt von Sägefischen und Seeigelbomben. Der Krieg zwischen den beiden Rivalen wurde immer heftiger.

So schlimm, dass Elfensohn Sinas es nicht mehr aushielt. Er schwamm nachts einfach davon – irgendwo ins Nirgendwo, immer tiefer in die dunkle, gefährliche Leere. Enttäuscht und tieftraurig schwamm er blindlings durch langes Seegras. Als er es geschafft hatte, sich hindurchzukämpfen, wurde er von einem starken spiralförmigen Sog erfasst und verlor das Bewusstsein.

Als er die Augen wieder öffnete, sah er grünliches Licht und weißen, feinen Kiesuntergrund. Neben ihm waren zwei Krakenfeen, die ihn gerettet hatten.

In dieser Zeit, als er sich bei ihnen erholte, hörte er abends eine kleine Melodie. Es kam ihm vor, als würde er seine Mutter Seelena singen hören.

Die Krakenfeen führten ihn zu der Stelle, wo die Elfe saß. Sinas traute seinen Augen nicht: Es war seine Mutter – doch sie erkannte ihn nicht.

Die Krakenfeen hatten herausgefunden, dass die Sirenen damals, als sie ihr Unwesen trieben, die Elfenkönigin entführt hatten. Sie befand sich in einem geschützten, unterirdischen Meeresuniversum. Nur die Herzensliebe des Sohnes konnte sie zurückbringen.

Sie reihten sich zu einem Kreis, die Kraken sprachen geheimnisvolle Formeln und sagten zum Elfensohn: „Lasse dein Herz sprechen!“ Sinas begann, das Lieblingslied seiner Mutter zu singen, und alle sangen es gemeinsam.

Der Zauber überkam sie, und sie wurden ohnmächtig. Als sie erwachten, befanden sie sich wieder beim Wasserschloss – auch die Krakenfeen waren dabei. Sofort beendete der Elfenkönig Simon den Krieg.

Nur die Elfenkönigin konnte sich nicht mehr erinnern. Die Krakenfeen erklärten, dass nur die Seegrasminze helfen würde. Der Elfenkönig ahnte, dass der Wasserkobold sie in seinem geheimen Versteck aufbewahrte.

Die Krakenfeen baten den Wasserkobold um Hilfe – damit er auch von seinem Wahn befreit würde. Als Knox die Elfenkönigin sah, erkannte er sie und erinnerte sich an seine Schuld.

Der listige Wasserkobold holte die Seegrasminze, und sie wurde der Elfenkönigin verabreicht. Skeptisch nickte der Elfenkönig dem Kobold zu.

Die Krakenfeen reichten beiden ein Schachbrett und sprachen: „Fechtet euren Krieg lieber auf dem Brett aus!“

Listig blinzelte der Kobold und grinste dem König entgegen – er war überzeugt, dass er ihn besiegen würde.

Mutter Seelena und Sohn Sinas waren wieder vereint. Zu dritt umarmten sie sich. Mit den Krakenfeen als Beschützer an ihrer Seite endet diese Geschichte mit glücklichen Herzen.❤
🐙 🐙








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24 Kasım 2025 Pazartesi

Tapferle

Anekdoten-Werke 🎆
Kindheitserinnerungen

Ich war um die 13.

Es war der große Einkaufstag gekommen – wie immer wurde am Wochenende, an einem Samstag, gefahren.

Dank meines Onkels, der selbständiger Gärtner war und seine Waren auf dem Markt verkaufte, bekamen wir eine Vergünstigungskarte für Familienmitglieder in einem großen Einkaufszentrum. Dort gab es alles in Großpackungen zu kaufen. Wir fuhren mit den Fahrrädern dorthin und waren unterwegs nach Moosburg.

Ich bekam eine kleine Satteltasche hinten auf den Gepäckträger – die war sicher vom Flohmarkt, wo mein Papa sie erstanden hatte.

Wir fuhren von Wartenberg nach Langenpreising, durch Zustorf, an den Kühen und Weiden vorbei, dann die breite Kiesstraße entlang, die nach Moosburg führte.

Bei den großen Ampeln an der Hauptstraße bogen wir nach links ab, vorbei an einem kleinen Marktplatz, eine schmale Straße entlang, oben an der Kurve ein kleiner Zooladen. Dann die lange Straße bei der Kirche vorbei, um schließlich am Einkaufszentrum anzukommen.

Nach dem Einkauf wurde wieder zurückgefahren.

Beim Zooladen bog meine Mama ab, wir stellten die Fahrräder ab.

Es war keine Seltenheit – einige Hamster und Wellensittiche wurden dort schon gekauft. In dem kleinen engen Laden begrüßte uns der Besitzer schon freudig.

Meine Mama eröffnete mir dann, dass ich mir einen Wellensittich aussuchen dürfe, der nur mir alleine gehörte und um den ich mich kümmern müsse.

In zwei verschieden großen Käfigen waren Wellensittiche zur Auswahl.

Ich suchte mir den lebendigsten und grünfarbigsten aus, zudem machte er Geräusche nach.

Der Wellensittich wurde in eine Schachtel gesteckt, ein neuer kleiner Käfig wurde ebenfalls gekauft.

Der Vogelkäfig wurde auf dem Gepäckträger festgeschnallt und wir traten die Heimreise an.

Unterwegs auf der breiten Kiesstraße Richtung Zustorf bemerkte ich, dass der Vogel ziemlich unruhig geworden war. Die Schachtel polterte im Käfig auf und ab durch die rüttelnden Bewegungen der Kiesstraße.

Ich stieg ab, öffnete die Käfigtüre und holte vorsichtig den Wellensittich aus der Schachtel, dann schloss ich sofort die Käfigtüre.

Der Wellensittich hüpfte auf eine der zwei Plastikstangen. Ich fuhr weiter – und jedes Mal, wenn es holprig wurde, hüpfte er auf die andere Stange und wieder zurück, immer hin und her.

Das beeindruckte mich so sehr, dass ich ihn Tapferle taufte, weil er so tapfer war.











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Kleiner frecher Tapferle

Anekdoten-Werke 🎆
Kindheitserinnerung

Mein Tapferle war ein richtiger, lebenslustiger Wellensittich.
Er machte sich mit dem Schnabel selbst die Käfigtür auf, um oben auf den Käfig hinaufzuklettern.
Von dort aus flog er auch gerne zum Lampenschirm, der dann hin- und herschaukelte.

In der Wohnküche machte ich am Tisch meine Hausaufgaben.
Tapferle kam heruntergeflogen und nahm mit seinen Krallen im Flug einen kurzen Stift mit sich.
Ich wunderte mich, dass er ihn ohne Weiteres mitnahm und nicht verlor.

Vor Kurzem war gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Hotel gebaut worden;
der Besitzer hatte seine Brauerei nebenan.

Tapferle hatte seinen Vogelkäfig am Fensterbrett stehen, bei gekipptem Fenster – es war Sommer.
Man hörte laut und deutlich, wie die Arbeiter Schimpfwörter schrien, wie:
„Blöder Ochs, du!“ oder andere Beschimpfungen.

An einem Abend tauchte ein bekannter Verwandter auf, ein Versicherungsvertreter,
der meinem Vater wieder einmal eine Unfallversicherung aufdrängen wollte.

Mein Papa war leider sehr gutmütig.

Er war Maurer, kam spät nach Hause, hing übermüdet am Tisch
und stützte sich mit dem Ellbogen ab.

Ich saß ein paar Stühle daneben und malte.
Meine Mama saß ebenfalls neben meinem Papa,
und beide hörten zu, was der gute Vertreter zu sagen hatte.

Tapferle saß auf der Schulter meiner Mama
und schmiegte sich – wie üblich – an ihre Backe.
Dabei zwitscherte er: „Buschi, Buschi!“

Danach flog Tapferle auf die Schulter des Vertreters,
der dringlich darum bat, den Vertrag zu unterschreiben.

Als Tapferle anfing zu zwitschern,
konnte man deutlich verstehen, wie er rief:
„Blöder Ochs, du!“ – und das direkt in das Ohr des Vertreters.

Dieser sprang wutentbrannt auf und schimpfte,
dass er sich nicht beleidigen lasse,
und hastete fast fluchtartig hinaus.

Ich war sehr erleichtert, dass der Vertreter weg war.
Und seither wurde er auch nicht mehr gesehen.
Dank Tapferle.







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22 Kasım 2025 Cumartesi

Tapferle der Retter

Anekdoten-Werke 🎆
Kindheitserinnerungen

Von uns ungefähr vier Häuser weiter ging eine Gasse hinunter. Auf der rechten Seite war ein sehr kleiner Spielplatz, auf dem wir uns gerne aufhielten. Gegenüber war ein riesiges, großes Grundstück, auf dem – wie wir Kinder immer sagten – ein „Villahaus“ stand, weil es so groß und schön war.

Diese Gasse, die dort hinunter führte, benutzten wir gerne als Abkürzung, um zum gegenüberliegenden Supermarkt zu gelangen.

Einmal, als meine Mama hinunterging, um Besorgungen zu machen, sah sie einen Wellensittich im Käfig stehen und wunderte sich, denn bis dahin war dort nur dieser Minihund zu sehen.

Es stellte sich heraus, dass sie den Vogel nicht mehr haben wollten. Meiner Mama tat der Wellensittich leid. Er hatte verkrüppelte Krallenfüße, außerdem ließen sie ihn nie in der Wohnung frei fliegen.

Dann nahm meine Mama den Wellensittich mit, den wir dann Putzi nannten. Wir setzten ihn zu Tapferles Käfig und waren froh, dass sie sich vertrugen.

Mein Papa steckte zwei dickere Holzstangen mit in den Käfig, sodass Putzi seine Krallenfüße nach kurzer Zeit wieder besser bewegen konnte.

Tapferle fing jedoch mit der Zeit an, Putzi zu ärgern.

Wir dachten: Oje, die vertragen sich doch nicht so gut, und überlegten, den anderen Käfig daneben hinzustellen.

Wir beobachteten das genau. Dann merkte ich: Tapferle will ihm helfen. Er schubste und drängelte Putzi, bis dieser auf die andere Holzstange flatterte.

Tapferle schimpfte aufgeregt mit Putzi. Es hörte sich an, als würde er ihn schimpfend auffordern, mitzumachen.

Tapferle schaffte es, Putzi aus dem Käfig hinaus zu ärgern und schubste ihn nach oben zum Käfigdach. Von oben wiederum drängte Tapferle Putzi zum Käfigende, und Putzi flatterte zum Boden. Dort tapste er dann herum, bis Tapferle ihn wieder hinterherjagte und Putzi erneut nach oben flatterte.

Das ging ganz schön lange so, aber eines Tages konnte Putzi fliegen – zwar langsamer und nicht so schnell, aber er konnte wieder fliegen. Auch seine Krallenfüße waren dank der Holzstangen und durch das Hin- und Herhüpfen mit Tapferle viel breiter geworden, und Putzi konnte sich wieder richtig bewegen.

Dank Tapferle, der ihm geholfen hatte.
Er war sein Retter.









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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...