17 Ekim 2025 Cuma

Der kleine weiße Elch * Lehrerin Esel Klara ~ Elchgeweih 18

Leuchtturm💈 Märchenwelt 🌟

📖 🐴🌿 🛳️ 📚 🐴
Vor der Insel stoppte unerwartet ein Dampfer – ganz abrupt.

Der kleine weiße Elch beobachtete, wie ein Ruderboot von dort herüberruderte.

Im Boot: Käpten Bär, der Ruderer Hund Timi – und eine sehr feine Eseldame mit schickem Strohhut und einem kleefarbenen Dreieckhalstuch.

Sie begrüßten sich herzlich.

Schnell war klar: Der Motor hatte versagt.

Igel Willi – der sich mit so etwas bestens auskannte – kam sofort mit, um zu helfen, zusammen mit dem Käpten, Hund Timi und dem kleinen weißen Elch.

Währenddessen genoss Esel Klara die Ruhe der Insel.

Sie trabte vom Leuchtturm hinüber zur Gartenwiese.

Dort hielt sich Esel Lilu auf.

Zuerst sah Klara nur zwei lange Ohren aus dem hohen Gras herausragen – doch als Lilu den Kopf hob, war die Freude groß!

Sie hüpften vor Überraschung kleine Luftsprünge durchs Gras,
denn die beiden Eselinnen waren Freundinnen.

Mit breitem Eselgrinsen kehrten sie gemeinsam zurück.

Esel Klara erzählte Lilu,
dass sie auf der Wolkeninsel – in der Lesebärschule Kleeschreib –
als Lehrerin beginnen würde.

Da die Leuchtturminsel direkt gegenüber der Wolkeninsel liegt,
versprachen sich die beiden Freundinnen, sich oft zu besuchen.

Inzwischen waren Igel Willi und der kleine weiße Elch von ihrer Hilfsaktion zurückgekehrt.

Kurz darauf verabschiedete sich Esel Klara und kehrte zum Dampfer zurück.

Vom Deck aus rief sie:
„Ihaa! Auf ein baldiges Wiedersehen!“

Obwohl der Dampfer längst verschwunden war,
stand Esel Lilu noch lange am Strand.

Sie freute sich sehr, dass ihre Freundin Klara nun wieder da war. 🌿🌿



Der kleine weiße Elch * Der Bootssteg ~ Elchgeweih 19

Leuchtturm💈 Märchenwelt

⛱️🌤
Igel Willi stand unten am Strand und betrachtete den alten, ausgedienten Steg.
Er schüttelte den Kopf.

Der kleine weiße Elch, der alles vom Leuchtturm aus beobachtete, rief hinunter:

„Was ist los, Igel Willi?“

Igel Willi schaute nachdenklich und ein wenig betrübt den Steg entlang und seufzte:
„Der Steg hat auch schon mal besser ausgesehen.“

Der kleine Elch nickte nur.

Rosalie kam vom Leuchtturm herbei und rief dem kleinen weißen Elch zu:

„Komm, wir wollten doch Erdbeeren pflücken!“

Esel Lilu stand inzwischen auch neben dem kleinen Elch und flüsterte:

„Iaaah, lecker Erdbeeren!“

Igel Willi wollte einen neuen Steg bauen.
Henne Helene hatte ihm inzwischen Nägel gebracht.
Sie hatte darauf bestanden, ihm zu helfen.

Als der Steg fertig war, begannen sie vorne die Stegbretter zu streichen –
drei blau, drei weiß, dann eines grün, zwei gelb, zwei rot, noch eines gelb –
und zum Strand hin großzügig blau-weiß.

So einen bunten Steg gab es bestimmt nur bei ihnen.

Igel Willi und Henne Helene freuten sich. Der Bootssteg war fertig!

Esel Lilu nahm von Weitem Anlauf, sauste über den Bootssteg – und platsch! – spritzte es.

„Iaaah! Iaaah! Wie herrlich!“, rief sie und schüttelte am Strand ihr nasses Fell aus.

Igel Willi hatte am Strand einen niedrigen Tisch gebaut.

Der kleine Elch fragte:
„Sag mal, der Tisch ist aber ganz schön kurz geworden.“

Igel Willi brummelte und lächelte dabei:
„Ja, der gehört so!“

Rosalie kam mit ihrer Blütendecke unter dem Arm und einem Korb voller Blütenhandtücher.
Sie lächelte vor Freude:

„Schaut mal, was ich für euch gemacht habe!“

Henne Helene gackerte vom Steg herüber:
„Gaag, die sind wirklich wunderbar!“ – und tippelte dabei hin und her.

Als Rosalie die Blütendecke ausbreitete, flatterte Henne Helene sofort hinüber und gackerte:

„Hm, ich sitze lieber hier – der Sand ist viel zu heiß für meine Krallenfüße.“

Sie schloss die Augen und genoss die Sonne.

Der kleine weiße Elch, Esel Lilu und Igel Willi sprangen abwechselnd mit Schwung vom Steg.
Nur Elfe Rosalie ging wegen ihrer Flügel vom Strand aus ins Meer.

Herrlich kühl war das Wasser.

Unter der Sonne ließ es sich wunderbar aushalten.

In der Abendsonne saßen sie alle am niedrigen Tisch zusammen.

Eine riesige Portion Erdbeereis stand vor ihnen –
das hatten der kleine weiße Elch und Elfe Rosalie heute selbst gemacht,
mit Rosalies selbst gebackenen Eiswaffeln.

Genüsslich ließen sie sich das leckere Erdbeereis schmecken.

„Ach, ja!“, schwärmten alle,
„was für ein herrlicher Sommerabend.“ 
🍓🍦🍓🍓🍦🍓🍦🍓🎉

Der kleine weiße Elch * Herbst-Nüsse ~ Elchgeweih 20

Leuchtturm💈Märchenwelt

🌰🌰🌰🌰🌰
So langsam neigte sich die Sonne, und der Herbstanfang rückte immer näher.

Der kleine weiße Elch, der die Herbstzeit liebte, beobachtete das bunte Treiben:
Vögel zwitscherten, Libellen schwirrten über den Teich und die Terrasse.
Die Ameisen flitzten durch ihr Beet.

Er liebte es, zuzusehen, wie die Herbstblätter fielen –
für ihn war es die herrlichste Jahreszeit.

Igel Willi und Esel Lilu waren mit dem Holzwagen unterwegs, um Holz zu sammeln.
Dabei kamen sie an einem Haselnussstrauch vorbei
und später, in einer flachen Kurve, an einem Walnussbaum.

Am späten Nachmittag kehrten sie vom Wald zurück.

Nachdem sie das Holz abgeladen und ordentlich geschichtet hatten,
sammelten sie mit Hilfe des Holzwagens die Haselnüsse und Walnüsse ein.

Später, auf der Terrasse, knackte Henne Helene mit ihrem Schnabel die Haselnüsse.
Elfe Rosalie half ihnen dabei mit dem Walnussknacker.

Auf einem Büttentuch, das Igel Willi gebracht hatte,
zermahlten der kleine Elch und Esel Lilu die Nüsse mit den Hufen.

Der kleine weiße Elch backte einen Walnusskuchen mit Haselnussstückchen darin –
genau dieser war Igel Willis Lieblingskuchen.

Ein ganzer Sack voller Hasel- und Walnüsse wurde in die Vorratskammer gestellt.

Am späten Nachmittag machten alle – der kleine weiße Elch,
Esel Lilu, Henne Helene, Rosalie und Igel Willi –
ein Picknick auf der Gartenwiese.

Mit Hochgenuss ließen sie sich den leckeren Walnusskuchen mit Haselnussstückchen schmecken –
und schauten dabei zu, wie die farbig-bunten Blätter
langsam von den Bäumen herabsegelten.
🍂🍁🍃🍁🍂🍁🍂🍁


Der kleine weiße Elch * Pingy und die Schneewüste ~ Elchgeweih 21

Leuchtturm 💈 Märchenwelt

🌨🐧❄️
Hinter dem Felsgebirge – zwischen der Caféinsel und der Stiftefabrik – befindet sich ein schmaler, länglicher Polarmeerstreifen: die kleine Eiswüste, oder wie die Inselbewohner sie gerne nannten: „ihre Schneewüste“.

Dort lebten Pinguin Pingy und sein Freund, der weiße Eisbär.

Pingy war schrecklich langweilig – sein Freund, der weiße Eisbär, war plötzlich verschwunden.

Wahrscheinlich wieder auf Entdeckungstour.

Also machte sich Pingy auf den Weg und watschelte am Rand des Gebirges entlang, bis er den Meeresstrand erreichte.

Das eiskalte Meerwasser glitzerte in der Sonne.

Pingy sprang hinein – ach, wie herrlich eisigkalt, dachte er – und schwamm und schwamm, bis er an der Seite der Leuchtturminsel herauskam.

Dort, über den langgezogenen Strand bis zur verschneiten Blumenwiese …

🌨❄🌨❄🌨❄

In diesem Jahr hatte es besonders viel geschneit. Die Freunde versuchten, mit flachen Strohkörben den Schnee von der Terrasse zu schieben.

Esel Lilu und der kleine weiße Elch stampften mit ihren Hufen einen Weg frei.

Rosalie hatte aus Blütenstoff für Henne Helene passende Sockenschuhe genäht, denn die Henne hatte schrecklich an ihren Krallen gefroren.

„Danke!“, gackerte Henne Helene und umarmte Rosalie mit ihren Flügeln.

Da plötzlich – Pinguin Pingy zu ihnen dazu stieß.

Verwundert schauten alle mit großen Augen zu ihm hinüber.

Doch Pingy schlitterte gleich – mit dem Bauch voraus – heran und rutschte mit Karacho in die Schneise, die Esel Lilu und der kleine Elch zuvor freigestampft hatten.

Er landete mit Schwung nah am Teich, bei den Waldbäumen.

„Toll!“, jubelten alle, kamen mit den flachen Strohkörben angerutscht – und mit dem Schlitten, den Igel Willi neu gebaut hatte.

Der Hügel vom Teichaushub war jetzt ideal – einfach ein herrlicher Rutschspaß!

Der kleine weiße Elch, Esel Lilu mit Henne Helene auf dem Rücken, Willi mit seiner Rosalie auf dem Schlitten – sie alle rutschten immer wieder den Hügel hinunter.

Währenddessen erzählte Pinguin Pingy:
„Ich komme vom Polarmeer, aus der kleinen Eiswüste – aber wir nennen sie Schneewüste!“

Dann schlitterte er mit dem Bauch voraus durch den verschneiten Wald bis zur Spitze der Leuchtturminsel.

Am Waldrand, durch die Schneise hindurch, konnte Pingy das Meerwasser aufblitzen sehen.

Das Meer lag vor der Insel, gegenüber der Stiftefabrik.

Für die fünf Freunde war das viel zu weit – doch für Pingy war es ein Leichtes.

Er sprang hinein und schwamm hinüber.

Dann winkte er zu seinen Freunden zurück.

Sie waren zwar verblüfft – doch sie freuten sich, dass Pingy wieder zurück zu seiner Schneewüste konnte.

Als Pinguin Pingy schließlich bei seiner Schneewüste ankam, sah er von Weitem seinen weißen Eisbärenfreund – und daneben einen sandbraunen Bären.

Die beiden rutschten ausgelassen ihren Lieblingshügel hinunter.

Super – jetzt hab ich noch einen Freund, dachte Pingy bei sich.

🌨☁️🌨☁️🌨☁️

Auch die fünf Freunde waren inzwischen zum Leuchtturm zurückgekehrt – der kleine weiße Elch, Igel Willi und seine Rosalie, Esel Lilu mit Henne Helene – hatten sich eng aneinander geschmiegt vor dem warmen Holzofen.

Und im Traum waren sie bei Pingy – in der Schneewüste. ❄💤




15 Ekim 2025 Çarşamba

Lesebärwelt - Lesebär und seine Lesebärschule

 📚
Die Lesebärschule Kleeschreib ist eine besondere Schule.

Sie findet auf dem Kleefeld unter einem Pavillon statt –
oder im Zirkuszelt von Elefanto –
oder manchmal auch in der Stiftfabrik.

Im Kleefeld, unter dem riesigen Pavillon,
sitzen die Kinder von der Wolkeninsel besonders gern.

Zwischen den hellgrünen Klee-Büscheln
leuchten verschiedenfarbige Kleefarben:
gelb, rot, rosa, dunkelgrün, weiß, hellblau, orange.

Die Fantasie lässt sie entstehen –
einfach fantastisch anzusehen!
🍀🍀🍀🌸🍀🥀🍀🌸🍀🍀🍀

Am Nachmittag beginnt die Schule.
Lesebär kommt, liest den Kindern vor
und lehrt sie das Lesen.

Lehrerin Esel Klara erklärt ihnen die Buchstaben
und bringt ihnen bei, sie zu erkennen.

Lehrerin Violetta, das weiße Einhorn
mit violettfarbiger Mähne und Schweif,
ist ihre Mathematik-Lehrerin und bringt ihnen das Rechnen bei.

Gegen Abend kommt Esel Lilu,
die Geschichtenerzählerin von der Leuchtturminsel, vorbei –
denn sie und Esel Klara sind beste Freundinnen.

Gern lauschen die Kinder
und auch die Inselbewohner
den wunderbaren Geschichten unter dem Sternenhimmel. 🌟

Wettrennen am Eichenbaum

Märchenwelt 🌟

🌳🌲🌳🌲🌳
🌿Tief im Wald lebte eine Tigerkatze.

Am liebsten flitzte sie Bäume rauf und runter. Schon als kleines Tigerkätzchen tat sie das mit größter Freude, und nun – als junge Tigerkatze – machte sie es immer noch.

Ihr Nachbar, das flinke Eichhörnchen, konnte es kaum glauben: Sollte die Tigerkatze tatsächlich schneller sein als er? Niemals!

Also forderte er sie zu einem Wettrennen heraus.

Wie der Wind verbreitete sich die Ankündigung im ganzen Wald, und schon bald hatten sich viele Tiere versammelt.

Das Rennen begann – und beide flitzten den Baum hinauf und wieder hinunter. Doch unglaublich: Sie waren gleich schnell!

Das wollte die Tigerkatze gar nicht glauben. Die beiden wurden sich uneinig!

Deshalb trat noch ein Unbeteiligter an – der kleine Mini-Löwe.

Etwas tiefer im Wald gab es einen stattlichen, breiten Eichenbaum. Er war ideal, um zu dritt hinauf- und wieder hinunterzurennen.

Und noch einmal ging das Rennen von vorne los:

„Drei, zwei, eins … los!“

Alle drei flitzten rauf und wieder runter – und wer gewann?

Der kleine Mini-Löwe!

„Was? Der Kleine?“ – Ganz groß staunten alle. 🦁

12 Ekim 2025 Pazar

🪡 Wir haben nichts anzuziehen!

Märchenwelt 🌟


Kaisers Kleidung

Kaiser Augustus, gut genährt mit Kugelbauch, saß den ganzen Tag auf seinem Thron. Kleidung hatte er genug, aber keine Lust, sie anzuziehen. Deshalb trug er immer dieselbe. So saß er da und wartete – mit einem riesigen Tuch um den Körper – darauf, dass seine gewaschene Wäsche fertig wurde.

Seine Frauen standen vor den Schränken. Ein ständiges Klick-Klack der Türen war zu hören und dazu die Rufe:
„Wir haben nichts anzuziehen!!“

Das große Raunen drang bis in den prunkvollen Kaisersaal. Der Kaiser konnte es nicht mehr hören – immer dasselbe am frühen Morgen!

Mit frischer Kleidung kam ihm ein neuer Einfall: Ein Schneider muss her, das ist doch wohl klar!

Mit Trompeten ließ er Kunde verbreiten, die den ganzen Tag von Mund zu Mund weitererzählt wurde. Brieftauben wurden eilig in die Winde geschickt – da würde sich doch etwas ergeben?

Eine Schlange von Menschen stand vor den Toren. Doch so lang sie zuerst gewesen war, so kurz wurde sie.

„Das gibt es doch nicht! Das kann doch nicht sein! Lauter eingebildete Schnösel!“ schrie und brüllte der Kaiser.

Seit Tagen saß Kaiser Augustus ungewohnterweise in denselben Kleidern auf seinem Thron. „Ist es eh schon egal“, dachte er sich und schmollte.

Da wurde er aus seiner Trägheit gerissen:

Eine junge, schlanke Frau – unscheinbar – stellte sich vor und wollte als Köchin arbeiten.

„Nö!“, rief der Kaiser. „Von denen habe ich schon genug.“

Doch ehrgeizig sprach die junge Frau:
„Dann sagt, was Ihr braucht! Ich bin vielseitig. Ich kann schreinern, malen, nähen, stricken und töpfern. Torten backen kann ich auch gut.“

„Was? Was war das? Nähen?!“, rief Kaiser Augustus.

Die junge Frau Dora bestätigte: „Ja, nähen!“

„Super, dann stelle ich dich als unsere Hofschneiderin ein!“, rief der Kaiser euphorisch.

Die junge Frau lächelte und bedankte sich herzlich.

Vom Schrei des Kaisers angelockt, kamen seine Frauen angerannt – jede wollte die Erste sein.

Doch die junge Dora war schlau:
„Zeigt mir eure Kleiderschränke, dann weiß ich, was ihr schon alles habt!“

Und schon waren alle entschwunden, um ihre Schränke zu zeigen. Die Kleider wurden begutachtet.

Die junge Dora sprach:
„Gut, ich brauche ein Zimmer, das hinter eurem Schrankraum liegt. Bis ich eure Kleider fertig habe, nähe ich für jeden von euch einen Morgenmantel.“

Auch der Kaiser bekam einen Morgenmantel, einen Bademantel und das Versprechen, ihm besondere kaiserliche Kleidung zu machen.

Kaiser Augustus nickte zufrieden. Endlich musste er keine lästigen Kleider mehr aus- und anziehen – außer der kaiserlichen Unterwäsche.

Unterdessen baute die junge Dora eine Konstruktion: ein Bogenrohr, das durch die nebeneinander stehenden Schränke zu ihrem Nähzimmer führte.

Dadurch – nähte Dora jeden Tag neue Kleider? Nö! Sie änderte sie um: kürzte, verzierte, verschönerte mit Bändern, machte Rüschen an die Kleidung.

Jetzt, wenn die Frauen den Schrank öffneten – Klick-Klack! – erschien immer ein neues Modell. Ein „Oh“ und „Ah“ war bis zum Kaiser zu hören. Ach, wie wunderbar! schmunzelte dieser höchstzufrieden, während Dora ihm wie versprochen weitere Morgenmäntel und Bademäntel reichte.

Daraufhin sprach Kaiser Augustus erleichtert:
„Mir reichen diese kaiserlichen Kleidungsstücke völlig aus!“

Zufrieden ließ er im Schlossgarten ein Fest mit einer Modeschau ausrichten. Das gesamte Volk wurde eingeladen. Dora half, das Event vorzubereiten.

Es war voll im Schlossgarten. Zuerst gespannt, später überrascht bewunderte das Volk die kaiserlichen Frauen, die die neue Mode vorführten.

Diese Eleganz, Einzigartigkeit und Besonderheit der Kleider übertraf einfach alles. Verwunderte Augen bestaunten jedes Detail.

Kaiser Augustus kam, um eine Schlussrede zu halten. Doch als er ungeschickt die Stufen hinaufstieg, stolperte er – und sein modischer Bademantel öffnete sich leicht. Erschrocken tastete der Kaiser nach seinem Gürtel, der nach hinten hing.

Da rief ein Kind:
„Schaut mal – der Kaiser hat nichts anzuziehen!“

Ein schallendes Gelächter brach aus. Dora sprang schnell hinauf, rettete die Situation und stellte den modischen Bademantel als kaiserliche Designerkleidung vor.

Somit war die Ehre des Kaisers gerettet.

Alle lächelten besonnen, besonders Dora schmunzelte verschmitzt in sich hinein.

Sie wusste: Sie hatte für ihr Leben ausgesorgt. Denn immerfort würde sie nähen – und so hörte man im Kaiserlichen Palast:

Klappern – Klick-Klack – die Nähmaschine ratterte – ratterte – ratterte… 🪡👗

11 Ekim 2025 Cumartesi

🚂 Güterzug

Märchenwelt - Lieblingsgeschichte 🌟


Er war ein sehr fleißiger und arbeitswilliger Güterzug. Er fuhr immer die gleiche Strecke – rauf und runter.
Ganz schön viele Jahre.

Eines Tages beschloss die Geschäftsleitung, neue, modernere Züge anzuschaffen.

Da sie nicht genau wussten, was sie mit dem Güterzug machen sollten – denn so alt war er ja noch nicht –, stellten sie ihn einfach auf ein Seitengleis ab.

Das gefiel dem Güterzug überhaupt nicht. Er schaute sich um und überlegte, wie er von dort wieder wegkommen könnte.

Die Geschäftsleitung baute immer wieder neue Schienen, und so beobachtete der Güterzug, wie eine Seitenschiene zu einer Klappschiene umgebaut wurde.

Im Schleichgang rollte er immer ein kleines Stückchen vor, dann noch ein kleines Stückchen – so, dass es niemand bemerkte.

Als es dämmerig wurde und ein anderer Zug vorbeifuhr, nutzte er die Gelegenheit, schlüpfte durch die Klappschienen und fuhr im Schatten des anderen Zuges mit.

Eine Zeit lang fuhr er einfach so mit, bis er weitere Klappschienen entdeckte. Er bog ab und folgte der neuen Strecke.

Inzwischen war es Nacht geworden, und der Güterzug war müde. Er hielt an und schlief ein.

Am nächsten Morgen, als er aufwachte, schaute er sich neugierig um. Er sah einen hohen Zaun und wunderte sich.

Langsam fuhr er die Schienen entlang, die im Kreis verliefen. Dabei entdeckte er ein Elefantengehege. Ein Elefant streckte seinen Rüssel heraus.

„Wo bin ich denn hier gelandet?“ fragte der Zug.

„Türrü, türrü! Du bist hier im Zoo!“ antwortete der Elefant.

„Hmm. Im Zoo!“ tutete der Güterzug. „Und warum geht’s darum?“ fragte er.

„Ah! Die haben vor, hier einen Besucherzug einzusetzen, damit die Menschen uns Tiere vom Zug aus sehen können“, erklärte der Elefant.

Das fand der Zug sehr interessant. Er fuhr eine weitere Runde und sah dabei ein Zebra, eine Eule, einen Löwen und viele andere Tiere. Es gefiel ihm immer besser, und die Tiere grüßten ihn freundlich. Der Zug begann sich richtig wohlzufühlen.

Nach einigen Tagen, als der neue Besucherzug geprüft werden sollte, stellte sich der Güterzug einfach davor und wartete ab, was passieren würde.

Die Verantwortlichen – der Direktor und ein Prüfer – kamen herbei. Niemand schien sich daran zu stören, dass der Güterzug dort stand.

Der Prüfer betrat den Güterzug und stellte fest: „Hier sind ja gar keine Bänke!“

Der Direktor meinte: „Das ist kein Problem. Wir bauen einfach ein paar Bänke ein.“

Gesagt, getan. Kurze Zeit später war der Umbau abgeschlossen.

An dem großen Tag, an dem Besucher den Zoo besuchten, stiegen Kinder und Erwachsene in den Zug ein, der nun zum Besucherzug geworden war. Der Zug war begeistert, denn nun konnte er seine Runden durch den Zoo drehen. Er fühlte sich richtig lebendig. Stolz fuhr er seine Kreise.

Als es Abend wurde und der Zoo schloss, hielt der Zug bei der Eule an.

Die Eule fragte neugierig: „Von dir habe ich schon gehört. Sag mal, war dir das nicht langweilig, immer im Kreis zu fahren?“

„Was soll ich sagen?“ antwortete der Zug. „Ich bin jahrelang immer die gleiche Strecke rauf und runter gefahren. Das war auch nicht anders, als im Kreis zu fahren.“

„Da hast du wohl recht“, meinte die Eule.

Von diesem Tag an freute sich der Zug jeden Morgen darauf, wieder seine Runden zu drehen und die Besucher glücklich zu machen. Die Tiere im Zoo wurden seine Freunde, und er konnte sich sogar mit ihnen unterhalten. Schließlich war er ein ganz besonderer Güterzug.

Und wenn man von Weitem ein „Tut, tut, tut“ hört, dann ist es sicherlich der neue Besucherzug, der durch den Zoo fährt.

Ende

10 Ekim 2025 Cuma

Das Zwergenlied

Märchenwelt 🌟

🌿 Das Zwergenlied 🌿

Strophe 1:

Zwerg Bärenstark mir die schweren Steine anreicht,
dann geht’s leichter von der Hand.
Zwerg Krähenfuß hat sie schon vorbereitet,
drin werkelt Milchbart fleißig im Haus.

Refrain:
Hand in Hand, so schaffen wir’s,
so geht das Werk noch leichter von der Hand.
Zwerg Knollnase hat uns die Arbeitschürzen gemacht,
dass unser Werk geht leichter von der Hand.

Strophe 2:

Zwerg Zipfelmütz sammelte Feuerholz,
damit es später warm im Haus ist.
Zusammen am Zwergenhaus geht es voran,
Hand in Hand ist alles bald getan!
Hand in Hand ist unser Haus flink fertig gemacht!










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