5 Haziran 2026 Cuma

4.Der Zwerg und der Riese – die Gülriesen

Märchenwelt 🌟

Gülriesen waren freundlich und hilfsbereit.

Gerne halfen sie den Bewohnern der Dörfer beim Holzschlagen in den Wäldern.

Nur hier wussten sie, dass dies ein Schutzwald war.

Mit ihrer Größe von einer gewöhnlichen Tanne gehörten sie eher zu den kleineren Riesen. Ihr unverwechselbares Lächeln und ihre freundliche Art hatten den Bewohnern der Dörfer Vertrauen zu ihnen gegeben.

Heute folgten Riese Goldleo und Zwerg Rony dem Adler, der auf der Suche nach Mäusen war. Hinter dem Wald lag eine große Wiese, auf der es genug davon gab.

Bisher war Riese Goldleo noch nie hier gewesen.

Zwerg Rony kannte die Gegend, denn damals kam er von dort. Hinter der Wiese und den kleinen Hügeln lagen mehrere kleine Dörfer.

Fast waren sie angekommen, da kamen ihnen zwei Gülriesen entgegen.

Die beiden lachten freundlich und hoben die Hand zum Gruß.

Sie reichten dem Riesen Goldleo gerade bis zu den Knien.

Kurzerhand setzten sie sich auf liegende Baumstämme. Die beiden Gülriesen begannen zu erzählen.

Und sie endeten damit, dass sie niemals lange an einem Ort blieben.

Riese Goldleo ging ein Gedanke durch den Kopf, und er erzählte den beiden, dass es am anderen Ende des Waldes ein Dorf gab, das ihre Hilfe gut gebrauchen konnte.

Er erklärte ihnen, dass er sich wünsche, sie würden dort als Dorfwächter bleiben. Bisher habe sich noch kein Betrüger gewagt, in den Wald zu kommen.

Auch deshalb nicht, weil der Berggeist Rübezahl hier wachte.

Die beiden Gülriesen machten große Augen und murmelten erstaunt:

„Rübezahl.“

Einen solch besonderen Auftrag wollten sich die beiden nicht entgehen lassen, und so willigten sie ein.

Gemeinsam gingen sie zum anderen Ende des Waldes.

Ein einzelner alter Mann, der sich auf einen Stock stützte, schien dort auf sie zu warten – ein Weiser.

Die Gülriesen grüßten ihn freundlich. Riese Goldleo und Zwerg Rony nickten ihm zu.

Und so gingen die Gülriesen mit.

Einige Tage später, als sich Riese Goldleo und Zwerg Rony am Fluss aufhielten, erzählten die beiden Gülriesen, dass die Dorfbewohner dankbar seien, denn durch sie gebe es keine Überfälle mehr.

Die beiden Gülriesen dankten Riese Goldleo, denn schließlich war es sein Vorschlag gewesen.

Goldleo nickte nur.

Somit war auch der Schutzwald sicher.

Der Adler kam herangeflogen, und von oben sah er die vier am Ufer des Flusses sitzen. Sein Schatten glitt über das Wasser, und er ließ einen guten Abendpfiff erklingen.

Alle blinzelten zu ihm hinauf und beobachteten seine Flugkreise.

3 Haziran 2026 Çarşamba

3.Der Zwerg und der Riese – Fliegenpilzwichtel

Märchenwelt 🌟

An einem sonnigen Tag schritt der Riese Goldleo vorsichtig und langsam durch den Wald. Wenn er durch den Wald ging, lugten seine Haare leicht über die Baumkronen hinaus.

Sonnengoldene Büschel schienen den Baumwipfeln entlangzuwandern.

Zwerg Rony lief voraus, denn er war viel schneller als der Riese.

Gemeinsam sammelten sie Pilze.

Riese Goldleo freute sich schon darauf, wenn sein Freund, der Zwerg, eine leckere Pilzsuppe kochte.

Da bemerkte Riese Goldleo, dass Zwerg Rony abrupt anhielt.

Vor dem Zwerg stand ein riesiger Fliegenpilz.

Es war zwar nicht ungewöhnlich, in diesem großgewachsenen Wald größere Pilze zu finden, doch dieser hier war außergewöhnlich groß …

Als der Riese Goldleo näher kam, entdeckten sie gemeinsam hinter dem gewaltigen Fliegenpilz einen Wicht. Er war größer als Zwerg Rony, aber kleiner als der Pilz.

Der Wicht wankte und schien leicht verwirrt. Seine Augen blickten die beiden fragend an.

Riese Goldleo erkannte ihn, schüttelte leicht den Kopf und meinte:

„Bist du nicht das Rumpelstilzchen?“

„Doch, du bist das Rumpelstilzchen!“, entgegnete er ihm.

Das Rumpelstilzchen nickte und blickte zum Boden.

Es wusste nicht, wo es war. Das Letzte, woran es sich erinnern konnte, war, dass es von diesem Pilz genascht hatte.

Riese Goldleo nickte.

„Ein Zauber zum Fliegen lag auf dem Fliegenpilz.“

Nachdenklich betrachtete er den Pilz.

„Noch einmal davon zu essen wird wohl nichts bringen, denn man weiß nicht, wo du das nächste Mal landest.

Mein Adler kann dir auch nicht helfen. Er besitzt keine Zauberkräfte, um dich zurück in deinen Wald zu bringen.“

Betrübt nickte der Adler, der auf der Schulter des Riesen saß.

Zwerg Rony schlug vor, das Rumpelstilzchen zum Bergriesen Rübezahl zu bringen.

Gemeinsam gingen sie zum Felsberg. Goldleo klopfte gegen den Berg, und zwischen den Felsen hörte Rübezahl aufmerksam zu, was sein Freund Goldleo zu erzählen hatte.

„Gut“, sprach Rübezahl. „Schickt ihn zu mir hinauf. Als Berggeist kann ich mich unsichtbar machen und das Rumpelstilzchen wieder in seinen Wald bringen.“

Etwas ungläubig stieg das Rumpelstilzchen den Bergfels hinauf.

Nur eine Nebelwolke sahen Riese Goldleo und Zwerg Rony.

Ein sanftes Donnergrollen erklang, und kurze Zeit später war Rübezahl wieder zwischen den Felssteinen zu sehen.

Er nickte ihnen zu und beruhigte sie:

„Rumpelstilzchen ist wieder in seinem Wald.“

Kurz winkte er ihnen zu, dann war er schon wieder verschwunden.

Riese Goldleo drehte sich zu Rony.

„So wie es aussieht, gibt es heute wohl keine Pilzsuppe.“

Da hob Zwerg Rony stolz seinen gefüllten Sack hoch. Unterwegs zum Berg hatte er heimlich Pilze eingesammelt, ohne dass Goldleo es bemerkt hatte.

„Ja, das ist nach meinem Geschmack“, freute sich Goldleo.

Schnell gingen sie zur Berghöhle von Zwerg Rony, der dort die Pilzsuppe kochte.

Und so saßen Riese Goldleo und Zwerg Rony beim Sonnenuntergang beieinander und genossen gemeinsam ihre Pilzsuppe.

2 Haziran 2026 Salı

2.Der Zwerg und der Riese – Die Schradriesen

Märchenwelt 🌟

Außerhalb des mächtigen Waldes ging es eher rau zu, weshalb der Riese es meist vermied, dorthin zu gehen. Doch den Fluss dort und die Fische, die vom Wasserfall herabkamen, wollte sich Riese Goldleo nicht entgehen lassen.

Am Fluss war ein hoher, gewaltiger Felsberg, an dessen Wasserseite die Gezeiten im Laufe der Zeit eine große Wasserhöhle geschaffen hatten. Darüber gelangte man hinauf zum Berg.

Dieser Ort war den Dorfbewohnern mehr als heilig. Nur selten hielt sich jemand am Fluss auf.

Denn jeder wusste, dass dort oben im Felsberg der Hüter und Berggeist Rübezahl lebte.

Gerade als Riese GoldLeo am Fluss ankam, jagten die Dorfbewohner zwei betrügerische Schradriesen mit Feuerfackeln und Steinen aus ihrem Dorf hinüber zum Wald und weiter zum Fluss.

Ein Ruck durchfuhr die Dorfbewohner, als sie den Waldriesen erblickten.

Doch seine gutmütigen Augen ließen sie spüren, dass er ein gutes Wesen war.

Zwerg Rony, der wie so oft auf der Schulter des Riesen saß, beobachtete die beiden Schradriesen aufmerksam. Ihre hastigen Schritte und die wilden Blicke gefielen ihm ganz und gar nicht.

Die Schradriesen stolperten über den Übergang oberhalb der Berghöhle hinüber zum Felsberg.

Riese Goldleo klopfte gegen den gewaltigen Felsen, der beinahe drei Köpfe größer war als er selbst. Dort oben lebte sein Freund Rübezahl, der Bergriese.

Rony hielt sich an einer Locke des Riesen fest und blickte gespannt nach oben.

Kaum waren die beiden Betrüger im Felsberg verschwunden, sah man nur noch eine gewaltige Staubwolke und hörte dumpfes Felsgeröllgetöse.

Der Zwerg erspähte für einen kurzen Augenblick oben zwischen den Felsen den Bergriesen.

Dann winkte der Bergriese Rübezahl kurz herab, und Goldleo wie auch Rony nickten ihm freundlich zu.

Der Schatten der Adlerflügel glitt über den Fels, und sein pfeifender Schrei erklang weit im Echo.

Von da an sah man gelegentlich Dorfbewohner an ihrem Ufer sitzen, während auf der anderen Seite des Flusses Riese Goldleo friedlich Fische angelte und Zwerg Rony neben ihm saß.

1 Haziran 2026 Pazartesi

1.Der Zwerg und der Riese

Märchenwelt 🌟

Als damals der Zwerg nach vielen Wanderschaften in diesen Wald kam, bemerkte er sofort die riesigen, hohen Bäume.

Ein mächtiger Wald – die Bäume waren höher als Berge.

Der Zwerg hatte sich inzwischen an diesen Anblick gewöhnt. Dennoch blieb sein Herz etwas traurig, ein leichter, unerklärlicher Druck lag in ihm.

Er war nicht besonders groß, und so lebte er in einer Baumhöhle, die von den Wurzeln eines alten Baumes geschützt wurde. Wie jeden Herbst sammelte er die Walnüsse ein, die von den Ästen fielen.


Er duckte sich – ein riesiger Schatten.

Das konnte nur etwas Schlechtes bedeuten, durchfuhr es den Zwerg.

Er sah einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln und spürte einen dumpfen Schmerz in sich aufsteigen.

Wenn man so klein ist … ging es ihm durch den Kopf.

Doch dann blinzelte er gegen die Sonne.

Ein gewaltiges Gesicht erschien vor ihm.

Ob es half, zwischen seinen Beinen hindurch zu flüchten? Wohl kaum.

Vor ihm stand ein Riese.

Für den Zwerg wirkte er wie ein Felsen mit blondem Haar, golden wie die Sonne. Seine Arme waren breit wie Baumstämme.

Zwerg Rony stand regungslos da.

Er schloss die Augen fest und atmete kaum merklich.

Vorsichtig blinzelte er wieder.

Neben diesem gewaltigen Riesen wirkte er selbst nur wie ein ausgewachsener Igel.

Eine riesige Pranke bewegte sich auf ihn zu.

Jetzt ist es vorbei!, dachte Rony.

Doch die große Hand legte sich ruhig neben ihn.

Eine dunkle, aber ruhige Stimme sprach:

„Komm zu Goldleo.

Du bist mein Lichtfreund, mein Schutzfreund, mein Zwillingsfreund.“

Zwerg Rony zögerte.

Doch der Riese blickte freundlich auf ihn herab und lächelte.

Langsam trat Rony auf die große Hand.

Der Riese Goldleo hob ihn behutsam auf seine Schulter.

Als Zwerg Rony dort saß, durchströmte ihn in diesem Moment ein Gefühl der Erleichterung. Sein Herz schlug tief, warm und ruhig. Eine Verbundenheit erfüllte seinen kleinen Körper.

Es war eine Freundschaft, die nicht ausgesprochen werden musste. Sie verband die beiden stärker, als es je ein Band vermocht hätte.

Rony lächelte. Der Adler segelte noch einmal über sie hinweg und landete schließlich auf der linken Schulter des Riesen.

Es schien, als würde auch der Adler lächeln.

Niemand sprach – nur die Stimme des Waldes, das Rascheln der Blätter und das leise Zwitschern der Vögel war zu hören.

Nun saß Rony dort oben auf der Schulter des Riesen und hatte das Gefühl, als hätte er genau dort schon immer hingehört. 

31 Mayıs 2026 Pazar

Zauberhaftes Blumenmeer

Märchenwelt 🌟

Paulchen und Sabinchen träumen vom Zauberhaften Blumenmeer.

Oben bei den Wolken springen sie von einer wunderschönen Blume zur anderen. Jedes Mal, wenn sie auf einer Blume landen und einen inneren Wunsch denken, erscheint er vor Paulchen und Sabinchen.

Traumschmetterlinge schweben vor ihnen her und verschwimmen mit den Farben der Blumen. Große Blumenköpfe und Kelche stehen dort dicht an dicht – schimmernde Farben gleichen einem Regenbogen.

Sie spüren einen leichten Windhauch in ihren Haaren. Eine Leichtigkeit und unermessliche Freiheit durchfluten sie. Es scheint, als würden Paulchen und Sabinchen auf einem zarten Regenbogenzauber des Blütenmeeres schweben.

Es erfüllt ihre Herzen mit Freude.

Die Blumen beginnen noch heller zu leuchten, und tausende Traumschmetterlinge steigen in den Himmel auf.

Als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fallen, wachen Paulchen und Sabinchen auf.

Noch immer tragen sie die Farben und den Zauber ihres Traumes in ihren Herzen.

Und so werden sich Paulchen und Sabinchen immer an das Zauberhafte Blumenmeer erinnern.

30 Mayıs 2026 Cumartesi

📖 Die Suche nach dem Goldenen Duden

Märchenwelt 🌟

Tief verborgen in einer alten Bibliothek stand eine seltsame Zeitmaschine. Lange war sie unsichtbar gewesen, doch nun konnte man ihre Silhouette erkennen. Sie war aus vergoldeten Buchstaben, silbernen Satzzeichen und funkelnden Tintenfässern gebaut. Die Gelehrten nannten sie die Buchstaben-Zeitmaschine.

Eines Tages versammelten sich die Buchstabensucher zu einer wichtigen Reise. An Bord waren der mutige Anton, die kluge Dora, der fröhliche Emil, das neugierige Fragezeichen und der alte Punkt, der stets für Ordnung sorgte.

„Heute brechen wir auf!“, verkündete Anton. „Wir suchen den sagenumwobenen Goldenen Duden.“

Der Goldene Duden war ein uraltes Buch. Man erzählte sich, darin seien alle Wörter der Welt gesammelt. Wer ihn fand, konnte sogar vergessene Wörter wieder zum Leben erwecken.

Mit einem leisen Summen setzte sich die Buchstaben-Zeitmaschine in Bewegung. Ihre Zahnräder bestanden aus Silben, und ihre Räder drehten sich auf den Spuren alter Seiten.

Zuerst reisten die Insassen Anton, Dora und Emil in die weit entfernte Vergangenheit, in der die Buchstaben entstanden waren. Dort fanden sie uralte Schriften und Pergamentrollen.

Danach führte die Zeitmaschine sie in die Zukunft. Dort begegneten sie neuen Wörtern, die gerade erst geboren wurden. Einige waren stolz, andere noch etwas unbeholfen und mussten erst lernen, wie man richtig in einem Satz steht.

Die Buchstaben-Zeitmaschine schwebte weiter. Schließlich erreichten sie das Ende eines Regenbogenpfades aus Buchseiten. Dort stand auf einem Hügel aus Wörterbüchern eine goldene Truhe.

Vorsichtig öffnete Dora die Truhe.

Darin lag tatsächlich der Goldene Duden. Sein Einband glänzte wie die Sonne, und auf jeder Seite tanzten Buchstaben fröhlich umher.

Doch als Anton das Buch berühren wollte, begann der Goldene Duden zu sprechen:

„Der wahre Schatz sind nicht meine Seiten. Der wahre Schatz sind die Geschichten, die mit den Wörtern erzählt werden.“

Die Buchstabensucher nickten nachdenklich. Sie verstanden nun, dass selbst das schönste Wörterbuch wertlos wäre, wenn niemand seine Wörter für Märchen, Gedichte und Erzählungen verwendete.

Mit diesem Wissen kehrten die Reisenden zurück. Seitdem sammelt die Buchstaben-Zeitmaschine nicht nur Wörter, sondern auch Geschichten aus allen Zeiten.

Und wer in einer stillen Bibliothek ganz genau hinhört, kann manchmal das Summen ihrer Zahnräder hören, wenn sie wieder unsichtbar durch die Zeit reist.

Ende 📖

24 Mayıs 2026 Pazar

🐴 Esel Schlappohr im Wald

Märchenwelt 🌟

Esel Schlappohr war einfach ein Stück in den Wald gelaufen. Nun saß er dort auf dem Waldboden, den Hintern unten und die beiden Beine eng zusammengestellt, den Kopf nach unten hängend.

Der Wald war nicht besonders groß, lichtete sich an manchen Stellen leicht, und der Wind blies durch die Bäume.

Esel Schlappohr saß da, den Kopf nach unten gesenkt, und murmelte und flüsterte vor sich hin:

„Ich bin alleine, ich bin ganz alleine!“

Und dieser Gedanke ließ ihn irgendwie nicht mehr los.

Papagei Blumia, die gerade durch den Wald nach Hause flog, sah ihn dort sitzen. Sie kam zu ihm geflogen, setzte sich neben ihn und fragte:

„Esel Schlappohr, was ist mit dir los?“

Aber es kam keine verständliche Antwort, nur geflüstertes Gemurmel.

Papagei Blumia saß schon eine Zeit lang bei ihm, als Marienkäfer Felix, Esel Schlappohrs bester Freund, erleichtert ankam:

„Da bist du ja, Schlappohr! Ich suche dich schon überall!“

Er sah Esel Schlappohrs nachdenkliche Haltung und ging auf ihn zu.

„Was ist mit dir?“

Esel Schlappohr murmelte, ohne aufzuschauen, leise vor sich hin:

„Ich bin ganz alleine!“

Marienkäfer Felix versuchte ihn abzulenken.

„Komm, wir gehen zum Bach, und du trinkst erst einmal einen großen Schluck Wasser.“

Tatsächlich hatte Esel Schlappohr Durst, und so kam er mit.

Am Bach nahm Esel Schlappohr einen riesengroßen Schluck Wasser.

Dann sah er sein Spiegelbild, und traurig murmelte er wieder:

„Ich bin alleine.“

Er hob den Kopf, sah nach hinten und blickte Papagei Blumia und Marienkäfer Felix an.

Marienkäfer Felix machte einige Schritte nach vorne, sodass er neben Esel Schlappohr stand.

„Du bist nicht alleine. Schau mal ...“

Sein Blick ging zum Bach. Dort waren Papagei Blumia, Esel Schlappohr und Marienkäfer Felix im Wasser zu sehen.

Esel Schlappohr blickte noch einmal in den Bach und sah die Spiegelbilder. Dann schaute er wieder auf, einmal links zu Blumia und einmal rechts zu Felix.

Gerade als er nicken wollte, geschah etwas Wunderbares.

Ein Lichtstern erschien. Es sah so aus, als würde sich ein Glühwürmchen zwischen den langen Ohren auf den Kopf von Esel Schlappohr setzen. Eine seiner Eselslocken färbte sich sternenfarbig.

Einen kurzen Augenblick sahen seine Freunde dieses Lichtspiel.

Ein durchsichtiges Glückswesen, das einer Grille glich, saß bei Esel Schlappohr zwischen den Ohren, nickte ihm zu und teilte ihm etwas mit, das nur Esel Schlappohr hören konnte:

„Ich bin dein Schutzgeist. Ich bin immer für dich da.“

Marienkäfer Felix meldete sich wieder zu Wort. Nachdem er und auch Blumia vor Verwunderung ihre Münder wieder geschlossen hatten, ergriff Felix das Wort:

„Esel Schlappohr, wir sind doch deine Freunde. Du weißt doch, dass ich dein allerbester Freund bin.“

Langsam ging er auf Esel Schlappohr zu, hob eines seiner Ohren an und drückte es an sich.

Blumia flog auf seinen Kopf und fing an, ein kleines Lied zu singen:

„Wir sind Freunde, wir sind Freunde, deine Freunde, denk daran.“

Und alle stimmten ein, während sie nach Hause gingen:

„Wir sind Freunde, wir sind Freunde ...“

Endlich zu Hause angekommen, verabschiedete sich Blumia. Marienkäfer Felix und Esel Schlappohr lagen auf der Veranda, und auf Esel Schlappohrs Kopf, zwischen den langen Ohren, saß sein Schutzwesen und lächelte zufrieden.

Und Esel Schlappohrs Eselslocke leuchtete sternenfarbig auf.

Ende

7 Mayıs 2026 Perşembe

Buch um die Welt

Allerlei-Sammelmaschen, Nachdenkliches - Gedankentext 📃


Herr Buch und Frau Buchstabe begannen schon vor langer Zeit, Geschichten, Lieder und Märchen zu sammeln.

Sie schwirren nicht nur im Internet herum, sondern schweben auch durch die Welt – sogar durch Kamine, um die Geschichten der Menschen zu erfahren.

„Macht das überhaupt Sinn?“

hören Herr Buch und Frau Buchstabe die lauten Worte.

Doch nicht alles muss einen Zweck erfüllen, um wertvoll zu sein.

Sie sind wie moderne Brüder Grimm.

Und irgendwann … ja, vielleicht ist es längst schon so weit:

Geschichten schweben überall herum wie unsichtbare Stimmen.

Niemand kennt den anderen, und doch entsteht etwas Unsichtbares:

Menschen, die Geschichten weitertragen.

Es entsteht ein riesiger digitaler Märchenwald.

Ein gewaltiges Liedtext-Sammelsurium.

Ein unendliches Geschichtenzentrum.

Es geht um die Welt.

Eine Reise auf den Spuren der unendlichen Geschichten des Internets und draußen in der Welt.

„Was macht das für einen Sinn?“

hört man es wieder laut ertönen.

Doch dann wäre jeder Stift umsonst,

jeder Buchstabe vergebens,

jeder Gedanke zu schade.

Dann wäre das Leben selbst umsonst.

Darf man dann nicht mehr atmen,

nicht mehr lachen, weinen oder lieben?

Nicht mehr schreiben?

Am besten gar nicht mehr träumen?

Diese Stimme hängt im Raum.

Niemand hat gesprochen, und doch hat man sie gehört.

Menschen lassen Geschichten entstehen.

Sie waren und sind ein Teil von uns – in Büchern, im Internet und in uns selbst.

Das Buch um die Welt existiert.

Vielleicht existiert es längst:

Ein riesiges Bücherband, das um die ganze Welt reicht.

Es gibt Dinge zwischen Zeit, Welt und Leben, die wie das Buch um die Welt sind.

Jeder von uns hinterlässt eine Spur, auch wenn man sie scheinbar nicht mehr sieht.

Dennoch können wir sie spüren.

Das Buch der Welt entsteht – vielleicht kann es niemand sehen – und doch ist es da.

Nachwort

Macht es Sinn zu schreiben?

Ja.

Denn schon die Gelehrten vor unserer Zeit taten es – und sie waren wahrlich kluge Menschen.

6 Mayıs 2026 Çarşamba

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Danke fürs Lesen. Eure Lüdel🧚‍♂️

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