1 Haziran 2026 Pazartesi

1.Der Zwerg und der Riese

Märchenwelt 🌟

Als damals der Zwerg nach vielen Wanderschaften in diesen Wald kam, bemerkte er sofort die riesigen, hohen Bäume.

Ein mächtiger Wald – die Bäume waren höher als Berge.

Der Zwerg hatte sich inzwischen an diesen Anblick gewöhnt. Dennoch blieb sein Herz etwas traurig, ein leichter, unerklärlicher Druck lag in ihm.

Er war nicht besonders groß, und so lebte er in einer Baumhöhle, die von den Wurzeln eines alten Baumes geschützt wurde. Wie jeden Herbst sammelte er die Walnüsse ein, die von den Ästen fielen.


Er duckte sich – ein riesiger Schatten.

Das konnte nur etwas Schlechtes bedeuten, durchfuhr es den Zwerg.

Er sah einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln und spürte einen dumpfen Schmerz in sich aufsteigen.

Wenn man so klein ist … ging es ihm durch den Kopf.

Doch dann blinzelte er gegen die Sonne.

Ein gewaltiges Gesicht erschien vor ihm.

Ob es half, zwischen seinen Beinen hindurch zu flüchten? Wohl kaum.

Vor ihm stand ein Riese.

Für den Zwerg wirkte er wie ein Felsen mit blondem Haar, golden wie die Sonne. Seine Arme waren breit wie Baumstämme.

Zwerg Rony stand regungslos da.

Er schloss die Augen fest und atmete kaum merklich.

Vorsichtig blinzelte er wieder.

Neben diesem gewaltigen Riesen wirkte er selbst nur wie ein ausgewachsener Igel.

Eine riesige Pranke bewegte sich auf ihn zu.

Jetzt ist es vorbei!, dachte Rony.

Doch die große Hand legte sich ruhig neben ihn.

Eine dunkle, aber ruhige Stimme sprach:

„Komm zu Goldleo.

Du bist mein Lichtfreund, mein Schutzfreund, mein Zwillingsfreund.“

Zwerg Rony zögerte.

Doch der Riese blickte freundlich auf ihn herab und lächelte.

Langsam trat Rony auf die große Hand.

Der Riese Goldleo hob ihn behutsam auf seine Schulter.

Als Zwerg Rony dort saß, durchströmte ihn in diesem Moment ein Gefühl der Erleichterung. Sein Herz schlug tief, warm und ruhig. Eine Verbundenheit erfüllte seinen kleinen Körper.

Es war eine Freundschaft, die nicht ausgesprochen werden musste. Sie verband die beiden stärker, als es je ein Band vermocht hätte.

Rony lächelte. Der Adler segelte noch einmal über sie hinweg und landete schließlich auf der linken Schulter des Riesen.

Es schien, als würde auch der Adler lächeln.

Niemand sprach – nur die Stimme des Waldes, das Rascheln der Blätter und das leise Zwitschern der Vögel war zu hören.

Nun saß Rony dort oben auf der Schulter des Riesen und hatte das Gefühl, als hätte er genau dort schon immer hingehört. 

31 Mayıs 2026 Pazar

Zauberhaftes Blumenmeer

Märchenwelt 🌟

Paulchen und Sabinchen träumen vom Zauberhaften Blumenmeer.

Oben bei den Wolken springen sie von einer wunderschönen Blume zur anderen. Jedes Mal, wenn sie auf einer Blume landen und einen inneren Wunsch denken, erscheint er vor Paulchen und Sabinchen.

Traumschmetterlinge schweben vor ihnen her und verschwimmen mit den Farben der Blumen. Große Blumenköpfe und Kelche stehen dort dicht an dicht – schimmernde Farben gleichen einem Regenbogen.

Sie spüren einen leichten Windhauch in ihren Haaren. Eine Leichtigkeit und unermessliche Freiheit durchfluten sie. Es scheint, als würden Paulchen und Sabinchen auf einem zarten Regenbogenzauber des Blütenmeeres schweben.

Es erfüllt ihre Herzen mit Freude.

Die Blumen beginnen noch heller zu leuchten, und tausende Traumschmetterlinge steigen in den Himmel auf.

Als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fallen, wachen Paulchen und Sabinchen auf.

Noch immer tragen sie die Farben und den Zauber ihres Traumes in ihren Herzen.

Und so werden sich Paulchen und Sabinchen immer an das Zauberhafte Blumenmeer erinnern.

30 Mayıs 2026 Cumartesi

📖 Die Suche nach dem Goldenen Duden

Märchenwelt 🌟

Tief verborgen in einer alten Bibliothek stand eine seltsame Zeitmaschine. Lange war sie unsichtbar gewesen, doch nun konnte man ihre Silhouette erkennen. Sie war aus vergoldeten Buchstaben, silbernen Satzzeichen und funkelnden Tintenfässern gebaut. Die Gelehrten nannten sie die Buchstaben-Zeitmaschine.

Eines Tages versammelten sich die Buchstabensucher zu einer wichtigen Reise. An Bord waren der mutige Anton, die kluge Dora, der fröhliche Emil, das neugierige Fragezeichen und der alte Punkt, der stets für Ordnung sorgte.

„Heute brechen wir auf!“, verkündete Anton. „Wir suchen den sagenumwobenen Goldenen Duden.“

Der Goldene Duden war ein uraltes Buch. Man erzählte sich, darin seien alle Wörter der Welt gesammelt. Wer ihn fand, konnte sogar vergessene Wörter wieder zum Leben erwecken.

Mit einem leisen Summen setzte sich die Buchstaben-Zeitmaschine in Bewegung. Ihre Zahnräder bestanden aus Silben, und ihre Räder drehten sich auf den Spuren alter Seiten.

Zuerst reisten die Insassen Anton, Dora und Emil in die weit entfernte Vergangenheit, in der die Buchstaben entstanden waren. Dort fanden sie uralte Schriften und Pergamentrollen.

Danach führte die Zeitmaschine sie in die Zukunft. Dort begegneten sie neuen Wörtern, die gerade erst geboren wurden. Einige waren stolz, andere noch etwas unbeholfen und mussten erst lernen, wie man richtig in einem Satz steht.

Die Buchstaben-Zeitmaschine schwebte weiter. Schließlich erreichten sie das Ende eines Regenbogenpfades aus Buchseiten. Dort stand auf einem Hügel aus Wörterbüchern eine goldene Truhe.

Vorsichtig öffnete Dora die Truhe.

Darin lag tatsächlich der Goldene Duden. Sein Einband glänzte wie die Sonne, und auf jeder Seite tanzten Buchstaben fröhlich umher.

Doch als Anton das Buch berühren wollte, begann der Goldene Duden zu sprechen:

„Der wahre Schatz sind nicht meine Seiten. Der wahre Schatz sind die Geschichten, die mit den Wörtern erzählt werden.“

Die Buchstabensucher nickten nachdenklich. Sie verstanden nun, dass selbst das schönste Wörterbuch wertlos wäre, wenn niemand seine Wörter für Märchen, Gedichte und Erzählungen verwendete.

Mit diesem Wissen kehrten die Reisenden zurück. Seitdem sammelt die Buchstaben-Zeitmaschine nicht nur Wörter, sondern auch Geschichten aus allen Zeiten.

Und wer in einer stillen Bibliothek ganz genau hinhört, kann manchmal das Summen ihrer Zahnräder hören, wenn sie wieder unsichtbar durch die Zeit reist.

Ende 📖

18 Mayıs 2026 Pazartesi

Einladung zur Lesebärwelt

Lesebärwolken

Geschichten aus der Lesebärwelt – immer ein bisschen verrückt.

Familien, Kinder und Erwachsene – schwebt mit auf eine Reise und folgt den Wolken voller Fantasie, die Geschichten zum Weiterträumen tragen.

Egal ob groß oder klein – ich lade euch ein, in die Welt meiner Lesebärwolken-Geschichten einzutauchen.

Ich bin ein richtiger Familienmensch – eine bayrische Frohnatur mit einem waschechten Dickschädel.

Ich bin Mutter einer Tochter, verheiratet und die Älteste von vier Schwestern.

Meine Hobbys sind vielfältig: Besonders gerne nähe und stricke ich. Schon als Kind schrieb ich Geschichten und Aufsätze – und vor Kurzem habe ich diese Leidenschaft wieder neu entdeckt.

Seitdem meine Tochter klein war, erzähle ich ihr jeden Abend eine Gutenachtgeschichte. Heute ist sie schon eine Jugendliche und hört sie immer noch gerne.

Der Lesebär hat eine besondere Rolle in unserer Familie: Als er im Kuscheltierland ankam, wurde er sofort beliebt – vor allem bei meiner damals einjährigen Tochter. Er war überall dabei: beim Kinderarzt, auf dem Spielplatz, als Tröster und Schlafgefährte.

Oft las ich ihr mit ihm auch eine Gutenachtgeschichte vor. So bekam er seinen Namen: Lesebär. Er liebt Bücher, liest gerne mit und hilft mir sogar beim Schreiben meiner Geschichten.

Ich lade euch herzlich ein, die Lesebärwolken zu begleiten. Auf dieser kleinen, verrückten Seite öffnen wir unsere Schatztruhe – und ich wünsche mir, euch damit ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Eure Lüdel

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!



☁️ Blogstart am 14. August 2025☁️






Besucher: 0



































Über Mich

Hinweis zu den Geschichten

Über mich – Autorin: Lüdel

Einige meiner Geschichten habe ich bereits im Schreibportal
Kurzgeschichten-storis.de hineingezaubert.
Momentan bin ich auch auf FanFiktion.de unterwegs.

Hier, auf meinem Lesebärwolken-Blog, sammle ich sie – für
meine Tochter, für mich und für alle, denen ich damit von Herzen ein Lächeln
auf die Lippen zaubern möchte.

Manche Geschichten begegnen euch daher vielleicht ein
zweites Mal – hier bei den Lesebärwolken. ☁️🌟☁️


📃 Hier auf meinem Lesebärwolken-Blog erscheinen alle meine Geschichten in ihrer Originalversion.



Über mich – Urheberrecht

Dies ist eine kleine, feine Seite.

Alle Geschichten, Texte, Audioaufnahmen und Inhalte in diesem Blog sind von mir erdacht und unterliegen dem Urheberrecht.

Auch die Fotos und Bilder stammen von mir – sie sind ebenfalls nur für den privaten Gebrauch bestimmt.

Du darfst alles gerne lesen, Schmökern, Weitererzählen – zum Weiterträumen.

Für öffentliche Zwecke, Veröffentlichungen oder eine Weiterverbreitung bitte ich dich, vorher meine Erlaubnis einzuholen.

Ich bin Lüdel, die Autorin der Lesebärwolkenwelt.

Danke für dein Verständnis – und viel Freude beim Lesen!

17 Mayıs 2026 Pazar

💌 Deinen Kommentar mitteilen

Wenn du mir Gedanken oder Grüße mitteilen möchtest, kannst du das hier tun.

Danke fürs Lesen. Eure Lüdel🧚‍♂️

7 Mayıs 2026 Perşembe

Buch um die Welt

Allerlei-Sammelmaschen, Nachdenkliches - Gedankentext 📃


Herr Buch und Frau Buchstabe begannen schon vor langer Zeit, Geschichten, Lieder und Märchen zu sammeln.

Sie schwirren nicht nur im Internet herum, sondern schweben auch durch die Welt – sogar durch Kamine, um die Geschichten der Menschen zu erfahren.

„Macht das überhaupt Sinn?“

hören Herr Buch und Frau Buchstabe die lauten Worte.

Doch nicht alles muss einen Zweck erfüllen, um wertvoll zu sein.

Sie sind wie moderne Brüder Grimm.

Und irgendwann … ja, vielleicht ist es längst schon so weit:

Geschichten schweben überall herum wie unsichtbare Stimmen.

Niemand kennt den anderen, und doch entsteht etwas Unsichtbares:

Menschen, die Geschichten weitertragen.

Es entsteht ein riesiger digitaler Märchenwald.

Ein gewaltiges Liedtext-Sammelsurium.

Ein unendliches Geschichtenzentrum.

Es geht um die Welt.

Eine Reise auf den Spuren der unendlichen Geschichten des Internets und draußen in der Welt.

„Was macht das für einen Sinn?“

hört man es wieder laut ertönen.

Doch dann wäre jeder Stift umsonst,

jeder Buchstabe vergebens,

jeder Gedanke zu schade.

Dann wäre das Leben selbst umsonst.

Darf man dann nicht mehr atmen,

nicht mehr lachen, weinen oder lieben?

Nicht mehr schreiben?

Am besten gar nicht mehr träumen?

Diese Stimme hängt im Raum.

Niemand hat gesprochen, und doch hat man sie gehört.

Menschen lassen Geschichten entstehen.

Sie waren und sind ein Teil von uns – in Büchern, im Internet und in uns selbst.

Das Buch um die Welt existiert.

Vielleicht existiert es längst:

Ein riesiges Bücherband, das um die ganze Welt reicht.

Es gibt Dinge zwischen Zeit, Welt und Leben, die wie das Buch um die Welt sind.

Jeder von uns hinterlässt eine Spur, auch wenn man sie scheinbar nicht mehr sieht.

Dennoch können wir sie spüren.

Das Buch der Welt entsteht – vielleicht kann es niemand sehen – und doch ist es da.

Nachwort

Macht es Sinn zu schreiben?

Ja.

Denn schon die Gelehrten vor unserer Zeit taten es – und sie waren wahrlich kluge Menschen.

5 Mayıs 2026 Salı

Verlorene Mutti

Anekdoten-Werke 🎆

Krimi – Verlorene Mutti

Ein Mann suchte seine Mutti.

Am Bahnhof hatte er sie fotografiert.

Er war sich sicher gewesen, dass sie bei ihm war.

Zuhause suchte er alle Ecken ab.

„Das kann doch nicht sein… ich hatte sie doch dabei.“

Den Rucksack hatte er noch.

Diese Jacke trug er auch.

„Das kann nicht sein – sie war doch bei mir.“

Er zog sein Handy hervor und vergewisserte sich:

Das Bild war da.

Nur seine Mutti nicht.

Da half alles nichts – er musste zur Polizei.

Besorgt sprach er bei einem Beamten vor.

„Es ist eine ältere Mutti… sie ist mir nach dem Fotografieren verloren gegangen.“

Aufmerksam zog der Beamte ein Vermisstenformular hervor.

„Zeigen Sie mir bitte das Foto“, sagte er ruhig.

Der Mann holte sofort sein Handy hervor und zeigte ihm das Bild.

Der Polizeibeamte sah es sich lange an.

Dann blickte er den Mann an und sagte:

„Und wegen dieser Mutti wollen Sie eine Anzeige aufgeben?“

Der Mann nickte eindringlich.

„Sie ist wichtig für mich… ohne meine Mutti kann ich nicht weitermachen.“

Der Beamte schwieg einen Moment, dann legte sich ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht.

„Das ist keine Mutti“, sagte er dann.

„Das ist eine Mutter.“

10.Der Zwerg und der Riese – Zwergental

Märchenwelt  Obwohl es kalt war, liebte Zwerg Rony die Winterzeit. Am besten gefiel ihm der Schnee, der in dicken Flocken vom Himmel fiel. N...