Märchenwelt 🌟
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Weit draußen in einem Wald lebte ein Zwerg in seinem Pilzhaus ganz glücklich und zufrieden, schon einige Jahre. Er hatte immer etwas zu tun, denn er war Schreiner und zimmerte sich seine Möbel selber. Gelegentlich kam sein bester Freund, der alte Tausendfüßler, vorbei, und der Zwerg machte ihnen Tee. „Schade! Dass ich nicht mehr solche Freunde wie dich habe,“ sagte der Zwerg. Der Tausendfüßler nickte und ging seines Weges.
Eines Nachts kam starker Regen. Es regnete und regnete, es hörte gar nicht mehr auf, und es wurde so starker Regen, dass Überflutung kam.
Der Zwerg rettete sich auf das Dach von dem Pilz. Das Wasser war gerade so hoch, dass er noch auf seinem Pilz stehen konnte.
Als es endlich Tag wurde, „Oh je“, sah er die ganze Bescherung. Die meisten Sachen waren einfach kaputt. Er stieg hinunter und rettete, was zu retten war: Teppiche, Stühle, Bilder.
Er sah einen Blecheimer, drehte ihn um und setzte sich darauf. Seine Hände und Arme vergruben sich in sein Gesicht, und er starrte auf den Boden, während er überlegte, was er machen sollte. In diesem Moment kam ein Eichhörnchen vorbei und fragte: „Ooh, Zwerg, was ist mit dir passiert, was ist mit dir los?“
Aufgebracht antwortete der Zwerg: „Oh, siehst du nicht, was hier passiert ist? Schau mal meine Sachen, ich habe mein Haus verloren, alles ist kaputt gegangen, was soll ich nur machen?“
Das Eichhörnchen überlegte, ihm tat der Zwerg leid: „Ich hab eine Lösung für dich gefunden“, packte ihn am Arm, und unterwegs im Flug setzte es ihn auf seinen Rücken. Nach einiger Zeit kamen die beiden bei einem Baumstamm an, bei dem etwas höher ein großes Loch war.
Das Eichhörnchen zeigte darauf und sagte: „Schau mal, mein Freund, der Specht, hat das vor Jahren gemacht, er braucht es nicht mehr. Hier kannst du umziehen und hier wohnen.“ Der Zwerg schaute hinein. Da waren wie zwei kleine Löcher, die wie Fensterart aussahen. Er dachte bei sich: „Ja, da könnte man sich schon eine schöne Wohnung einrichten“, dachte er und machte sich schon ein Bild. Dann sagt er: „Ja, Eichhörnchen, du hast recht, das ist eine gute Idee. Das Einzige, was ich mir machen muss, ist eine Strickleiter, damit ich rauf und runter komme.“
Das Eichhörnchen brachte den Zwerg zurück. Nacheinander, nacheinander brachten die zwei seine ganzen Sachen, die er noch retten konnte, in die neue Behausung. Er war ja Schreiner und zimmerte sich wieder neue Möbel. Nach einiger Zeit fiel ihm auf: „Oh je!“
Das Eichhörnchen fragte: „Was ist passiert?“
„Ja, mein Freund, der Tausendfüßler, er ist manchmal zu mir gekommen. Wir haben immer draußen Tee getrunken. Hoffentlich ist ihm nichts passiert!“, machte sich der Zwerg Sorgen.
In dem Moment kam der Specht. Das Eichhörnchen fragte ihn: „Specht, der Zwerg sucht seinen Freund, den Tausendfüßler, kannst du ihn vielleicht finden?“ Der Zwerg schüttelte den Kopf und murmelte: „Wie soll ich einem Specht vertrauen? Nachher verschluckt er meinen Freund.“
Der Specht beschwichtigte: „Oho, ich esse doch keine Freunde, also wirklich!“
Der Zwerg überlegte bedenklich, zögerte und sprach: „Na gut, ich versuche dir zu vertrauen.“ Er erklärte dem Specht, dass es ein alter Tausendfüßler mit einer Narbe auf dem Rücken sei. Der Tausendfüßler hatte ihm erzählt, dass er über dem Flussufer lebt.
Der Specht machte sich auf den Weg. Tatsächlich fand er ihn und brachte ihn natürlich heil zum Zwerg. Die beiden saßen wieder zusammen, dem Tausendfüßler gefiel die neue Behausung und bemerkte: „Schön hast du es dir hier eingerichtet.“ Da kamen auch das Eichhörnchen und der Specht.
Inzwischen richtete sich der Zwerg unten seinen kleinen Garten her. „Dort mache ich Tomaten, da hinten Blumen“, plante er. Alle saßen zusammen. Da schaute der Tausendfüßler in die Runde und freute sich: „Schau mal, Zwerg, du hast dir immer Freunde gewünscht. Ich weiß, ich bin dein allerbester Freund, aber jetzt hast du noch zwei Freunde dazugewonnen. So schön ist es jetzt bei dir geworden!“ Der Zwerg schaute sich um und stellte fest: Tatsächlich! Vor lauter Freude nahm er seine Flöte und fing an, ein Lied zu flöten.
Manchmal, wenn du am Wald vorbeigehst und von weitem ein Flötenlied hörst, könnte es der Zwerg sein, der vor lauter Freude ein Lied flötet, weil er jetzt gute Freunde gefunden hat.
ENDE
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