12 Ocak 2026 Pazartesi

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟


Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche.

Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf dem Fenstersims liegen.

Das lockte die Vögel an, die mit ihm sprachen.

Eine Prinzessin ließ Freier kommen, doch nur der, der ihr die drei goldenen Haare des Teufels brachte, wollte sie heiraten.

Diese Kunde teilten die Vögel dem armen Bäckerburschen mit.

Zusammen zogen sie los:

Er ging, die Vögel flogen. Durch den düsteren Wald, Glühwürmchen erleuchteten den Weg.

Seine Freunde, die Vögel, wussten, wo die Höhle des Teufels zu finden war.

Ein Bergmaulwurf war ihr Führer.

Die Glühwürmchen flogen voraus, und sie folgten dem matten Lichtschein durch den langen, schmalen Höhlentunnel, immer tiefer und immer tiefer hinunter in den Höhlenschlund.

Es wurde unerträglich heiß.

Hier war der richtige Ort.

Dort, in der Felsenhöhle, zingelte überall Feuer.

Mitten im Feuer lag der Teufel, er schlief fest und schnarchte.

Wie sollten sie ihn erreichen?

Die Vögel packten den Bäckerburschen und flogen ihn über das Feuer hinweg, über den Kopf des Teufels.

Da erwachte er.

Vor Schreck warf der Bäckerbursche drei seiner Haferkörner hinunter.

Der Teufel vertrug keine Haferkörner.

Wild durchwühlte der Teufel mit seinen Händen sein Haar und zog sich dabei die drei goldenen Haare heraus.

Drei der Vögel schnappten mit ihren Schnäbeln je eines der goldenen Haare und flogen so schnell sie konnten davon.

Draußen vor der Höhle kamen die drei goldenen Haare in einen kleinen Beutel.

Der arme Bäckerbursche zog die feinsten Kleider an, die er hatte, und trat vor die Prinzessin.

Große Augen blickten ihn an. 

Damit hatte sie nicht gerechnet. 

Sie sah ihm tief in die Augen und verliebte sich auf Anhieb.

Sie erfüllte ihr Versprechen.

Sie lebten glücklich und zufrieden.

Ende










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Rübezahl und die Diebe

Märchenwelt – alte Sage neu nacherzählt 🌟


Rübezahl hielt sich bei der Talermulde auf.

Warum, wusste niemand so genau,
doch er trieb dort sein Unwesen.
Normalerweise war er der Berghüter
des Riesengebirges.
Seitdem er in den Bergen fehlte,
waren Geröllstürze an der Tagesordnung,
und niemand konnte den Pass mehr überqueren.

Die Dorfbewohner konnten das Tal
nicht mehr bewirtschaften.
Rübezahl war größer
als der höchste Tannenbaum,
breiter als die mächtigste Eiche
und unbeschreiblich wütend,
denn er war am falschen Ort.

Eines Tages kamen drei Diebe ins Dorf.
Sie wurden verjagt
und genau zum Tal hinübergetrieben.
Dort trafen sie auf einen mächtigen Riesen.

Die Diebe zeigten keine Furcht.
Der Schlauste unter ihnen
fragte nach dem Weg in die Berge.

Rübezahl entsann sich des Weges
und schritt voran.

In den Bergen, an seinem Ort,
verlangte er Dank.
Die Diebe lachten darüber.
Warum sollten sie ihm danken?

Da stapfte Rübezahl zornig
mit dem Bein auf,
sodass Geröll sich löste
und die Diebe in die Tiefe stürzten.

Und von nun an hörte man sagen,
dass der Pass wieder frei sei.
Nur durfte es kein Dieb sein,
das wäre sein sicherer Tod.

Denn Rübezahl, der Berghüter,
war zurückgekehrt.










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Einladung zur Lesebärwelt

Lesebärwolken

Geschichten aus der Lesebärwelt – immer ein bisschen verrückt.

Familien, Kinder und Erwachsene – schwebt mit auf eine Reise und folgt den Wolken voller Fantasie, die Geschichten zum Weiterträumen tragen.

Egal ob groß oder klein – ich lade euch ein, in die Welt meiner Lesebärwolken-Geschichten einzutauchen.

Ich bin ein richtiger Familienmensch – eine bayrische Frohnatur mit einem waschechten Dickschädel.

Ich bin Mutter einer Tochter, verheiratet und die Älteste von vier Schwestern.

Meine Hobbys sind vielfältig: Besonders gerne nähe und stricke ich. Schon als Kind schrieb ich Geschichten und Aufsätze – und vor Kurzem habe ich diese Leidenschaft wieder neu entdeckt.

Seitdem meine Tochter klein war, erzähle ich ihr jeden Abend eine Gutenachtgeschichte. Heute ist sie schon eine Jugendliche und hört sie immer noch gerne.

Der Lesebär hat eine besondere Rolle in unserer Familie: Als er im Kuscheltierland ankam, wurde er sofort beliebt – vor allem bei meiner damals einjährigen Tochter. Er war überall dabei: beim Kinderarzt, auf dem Spielplatz, als Tröster und Schlafgefährte.

Oft las ich ihr mit ihm auch eine Gutenachtgeschichte vor. So bekam er seinen Namen: Lesebär. Er liebt Bücher, liest gerne mit und hilft mir sogar beim Schreiben meiner Geschichten.

Ich lade euch herzlich ein, die Lesebärwolken zu begleiten. Auf dieser kleinen, verrückten Seite öffnen wir unsere Schatztruhe – und ich wünsche mir, euch damit ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Eure Lüdel

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!



☁️ Blogstart am 14. August 2025☁️






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Über Mich

Hinweis zu den Geschichten

Über mich – Autorin: Lüdel

Einige meiner Geschichten habe ich bereits im Schreibportal
Kurzgeschichten-storis.de hineingezaubert.

Hier, auf meinem Lesebärwolken-Blog, sammle ich sie – für
meine Tochter, für mich und für alle, denen ich damit von Herzen ein Lächeln
auf die Lippen zaubern möchte.

Manche Geschichten begegnen euch daher vielleicht ein
zweites Mal – hier bei den Lesebärwolken. ☁️🌟☁️


📃 Hier auf meinem Lesebärwolken-Blog erscheinen alle meine Geschichten in ihrer Originalversion.



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Über mich – Urheberrecht

Dies ist eine kleine, feine Seite.

Alle Geschichten, Texte, Audioaufnahmen und Inhalte in diesem Blog sind von mir erdacht und unterliegen dem Urheberrecht.

Auch die Fotos und Bilder stammen von mir – sie sind ebenfalls nur für den privaten Gebrauch bestimmt.

Du darfst alles gerne privat lesen, ausdrucken oder im kleinen Kreis mit anderen teilen.

Für öffentliche Zwecke, Veröffentlichungen oder eine Weiterverbreitung bitte ich dich, vorher meine Erlaubnis einzuholen.

Ich bin Lüdel, die Autorin der Lesebärwolkenwelt.

Danke für dein Verständnis – und viel Freude beim Lesen!

















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Danke fürs Lesen. Eure Lüdel🧚‍♂️

9 Ocak 2026 Cuma

Waldkinder

Sage aus der Märchenwelt 🌟

Sonnenmädchen – die Leuchtende, mit den leuchtenden Haaren

Regenmädchen – die Riechende, sie riecht Wasser, Regen oder Feuer

Adlerjunge – der Sehende, erkennt Spuren, Gefahren und versteckte Pfade

Baumjunge – der Starke, stemmt ganze Bäume und macht Wege frei

Windmädchen – die Hörende, hört wie ein Luchs: Wind, Bäume, feine Geräusche


In einem mächtigen Wald lwaren fünf außergewöhnliche Waldkinder.
Jedes von ihnen hatte seine eigene Gabe.

Das Sonnenmädchen hatte Haare, die im Dunkeln leuchteten, um den Weg zu zeigen.

Der Baumjunge hatte ungewöhnlich starke Arme.
Er hob gefallene Bäume, schob große Steine beiseite und machte Wege frei.

Der Adlerjunge sah wie ein Adler.
Er erkannte Spuren, sah Gefahren voraus und wusste, wo man sicher gehen konnte.

Das Regenmädchen roch Wasser, Regen oder Feuer mit ihrer feinen Nase.

Das Windmädchen hörte wie ein Luchs.
Sie hörte den Wind, die Bäume, ihre Blätter – das Flüstern des Waldes.

Eines Tages hörte das Windmädchen feine, leise Blätterstimmen.
Sie kamen von einem sehr alten Baum, tief in einer Bergfelslichtung.
Seine Wurzeln reichten tief durch Steine, Wasser und Zeit.
Er war Teil des Waldwächters – des magischen Waldgeistes, der verschwunden war.

Der uralte Baum konnte nicht gehen.
Er konnte nicht rufen.
Aber er konnte senden.
Durch seine Blätterstimmen, durch sein Flehen nach Hilfe, konnte das Windmädchen ihn erhören.

Es gab keinen Regen mehr.
Bäume waren ausgetrocknet, kaum Wind wehte.
Kein Vogel zwitscherte.

Der magische Waldgeist spürte eine unsichtbare, gefährliche Macht.

Das Innere des magischen Waldgeistes ließ ihn am See erscheinen.
Etwas zog ihn dorthin.
Er spürte, dass das Gleichgewicht gestört war.

Der magische Waldgeist opferte sich.
Denn die Quelle, die den See speiste, würde versiegen.
Doch es gab drei verborgene Bergquellen, die nur durch sein Opfer frei werden konnten.

Als der magische Waldgeist mit dem See eins wurde, entstand ein schmaler, starker Wasserfall.

Doch der See war in sich geschlossen und konnte das Wasser nicht weiterleiten.


Die fünf Waldkinder streiften langsam durch den dichten, dunklen Wald – Schritt für Schritt.
Ohne Worte verständigten sie sich.

Der Wald war nur vom Mond erhellt.

Das Sonnenmädchen ging vornean, um den Weg zu erleuchten.

Das Regenmädchen hob die Nase in die Höhe, doch sie konnte kein Regenwasser riechen.

Der letzte schwache Windhauch flüsterte ihnen gerade noch zu,
dass sie zum großen See gehen sollten.

Sie folgten dem Flusslauf.
Der schmale Flusslauf war ausgetrocknet.
Der kleine Fluss war zwar schmal, aber viel zu tief.

Der Adlerjunge erspürte und sah mit seinen scharfen Augen einen geeigneten Übergang.

Der Baumjunge legte einen Baumstamm hinüber.

Sie folgten den Felswegen und gelangten schließlich zum See.

Das Regenmädchen erkannte die Lösung.

Der Baumjunge zog mit seiner starken Faust eine Furche am Boden entlang,
durch unwegsame Wege.

So entdeckten sie einen schmalen Höhlenspalt, der zum Baum führte.
Das Wasser erreichte den Baum.
Der Baum erholte sich schnell.

Die Waldkinder, Beschützer des Waldes, wurden:

Das Sonnenmädchen zur Sonne.
Das Regenmädchen zum Regen.
Das Windmädchen zum Wind.
Der Adlerjunge zum Adler – Wächter über den Baum und den gesamten Wald.
Der Baumjunge zu einem neuen Ast des Baumes.
Seine Äste trugen besonders buschige und leuchtende Blätter.

Der Wind wehte wieder.
Regenwolken zogen über den Himmel.
Die Sonne wärmte.
Vögel zwitscherten.
Der Wald rauschte im Wind.

So wurde die Weltordnung im Universum wiederhergestellt.










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8 Ocak 2026 Perşembe

Die Sage von den goldenen Steckelschuhen

Sage aus der Märchenwelt  👡👡

Es war einmal ein Haus, in dem es an allem Notwendigen oft fehlte, und über jedes Brot, jedes Gemüse und jede Kleinigkeit gesprochen wurde.

Immer wieder schrieb die Frau des Hauses eine Liste.

Keine besonderen, keine kostbaren Dinge – nur das, was man zum täglichen Leben braucht.

Brot, Öl, Reis, etwas Gemüse.

Dinge, die kommen und gehen wie die Tage selbst.

Doch jedes Mal, wenn der Mann die Liste sah, begann das alte Lied.

Die Liste sei zu lang, schimpfte er.

Manches brauche man nicht sofort, meinte er.

Und manches vielleicht überhaupt nicht.

Da seufzte die Frau eines Tages und sprach:

„Ich habe doch keine goldenen Steckelschuhe verlangt.“

Niemand wusste genau, wie diese Schuhe aussahen.

Ob sie glänzten oder nur im Kopf funkelten.

Doch seit diesem Tag standen sie unsichtbar zwischen den Zeilen der Einkaufsliste.

Einmal schrieb die Frau sie sogar auf ganz unten, klein und still:

Goldene Steckelschuhe.

Nicht weil sie sie wollte, sondern weil sie zeigen wollte,

So erzählt man sich, dass die goldenen Steckelschuhe keine Schuhe waren, sondern ein Zeichen:

Und bis heute, so sagt man, tauchen sie manchmal auf – nicht in Truhen oder Schaufenstern, sondern auf Zetteln, zwischen Brot und Salz.











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Die Märchenerzählerin

Märchenwelt 🌟


Die Eselin saß auf vielen kleinen Heftchen. 
Sie war eine Märchenerzählerin:

Es war einmal.. 

Ein kleiner Gnom mit bodenlangen Haaren stand daneben. Sein Gesicht konnte man kaum erkennen unter der ebenso langen Zipfelmütze.

„Du, sag mal, was steht denn da auf dem Baumstamm für ein seltsames Wesen herum?“, fragte der Gnom das Moosweiberl, das gerade beschäftigt war, seine Mooskinder durchzuzählen.

Das Moosweiberl, hinten auf dem Rücken mit Moos bedeckt und vorn mit rundem Erdbauch, blickte ihn an und richtete sich auf.

„Weiß nicht. 
Das steht da halt.“

Als Rumpelstilzchen das hörte, stampfte er wütend mit dem Fuß auf den Baumstamm, sodass dieser krachend zerbrach. 

Er stolperte zu seinem Holzofen hinüber und versuchte, ihn anzumachen. 
Doch vergeblich – außer Qualm geschah gar nichts.

Zwei Pilzmäuse mit rötlichem Fell und weißen Punkten, ein Mäusepärchen mit neugierigen schwarzen Knopfaugen, beobachteten das Geschehen. Der Mäusebub konnte sogar brüllen wie ein Tiger.

„Sag mal, hast du kein Zündholz zum Anmachen?“, piepsten sie.

Da kam eine Wanderratte vorbei. Sie trug ein Rohr über der Schulter und steckte es nun in den Ofen. 

Eine Feuereidechse spie gezielt in die Ofenöffnung. 

Der Holzofen stand mitten im Freien.

Butterblume trat näher. Sie trug ein gelbes Blumenkleid, hatte weiße Haare und einen Blumenkranz auf dem Kopf.

Sie war die Hüterin des uralten Märchenbuches, voller vergessener Geschichten, die kaum noch jemand kannte.
Butterblume saß gebeugt über dem Buch. 
Es wirkte beinahe unsichtbar.

Sie rückte ihre Brille zurecht. 

Alle rückten näher heran. 
Sie konnten Schriftzeichen erkennen, doch lesen konnte sie keiner.

Butterblume schob ihre Brille die Nase hinauf.

Ein Baum in unmittelbarer Nähe murrte:
„Was trägst du da?“

„Eine Lesebrille“, antwortete Butterblume.

„Baah“, rief der Baum und runzelte seine Rinde.

Butterblume grinste verschmitzt. 

Eine alte, weise Schildkröte wärmte sich am Holzofen, holte ihre Brille hervor und war gespannt, was das wohl für ein Märchen sein wird. 

Ein Tausendfüßler stützte mit seinem Rücken das Buch.

Der kleine Gnom und das Moosweiberl waren auch dabei, ebenso das Rumpelstilzchen. 

Dem Baum wurden die Blätter ganz lang wie Hasenohren. 

Die Pilzmäuse duckten sich, und eine große, behaarte Spinne seilte sich vom Baum ab.

Alle saßen am Holzofen und fingen an zu lauschen.

Butterblume schlug im Märchenbuch die Seiten auf und begann vorzulesen:

Die weiße Schlange

Ein weiser König aß heimlich eine geheimnisvolle weiße Schlange. Ein Diener kostete davon und konnte plötzlich die Sprache der Tiere verstehen.

Als der Ring der Königin verschwand, wurde der Diener verdächtigt. Durch das Gespräch der Enten erfuhr er, dass eine den Ring verschluckt hatte. So wurde seine Unschuld bewiesen.

Der Diener verließ den Hof und zog in die Welt. Unterwegs half er Fischen, Ameisen und einer Biene.

Später wollte er eine Prinzessin heiraten, die ihren Freiern schwere Aufgaben stellte. 
Mithilfe der Tiere, denen er geholfen hatte, löste er alle Prüfungen. 
So gewann er die Prinzessin und lebte glücklich, weise und gerecht.

(Brüder Grimm)

Ein Märchen aus den fast vergessenen Geschichten – die kaum noch einer kennt.










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7 Ocak 2026 Çarşamba

Schreiben – der stille Schrei

Allerlei- Sammelmaschen 📃


Schreiben – Luft zum Atmen

Losgelöst schreiben

Schreiben, um loszulassen

Schreiben, um Gedanken mitzuteilen

Schreiben für die Seele

Schreiben, um Sorgen wegzuschreiben

Um Probleme loszuwerden,

Freude mitzuteilen

Liebesbriefe schreiben

Schreiben, um sich zu erlösen,
um sich zu lösen

Schreiben, um sich selbst zu befreien,

schreiben im Stillen

Schreiben ein,
das Lebenselixier

****************************************

Gedicht

Schreiben –
der stille Schrei.

Luft zum Atmen.
Losgelöst sein.

Schreiben, um loszulassen,
um Gedanken mitzuteilen.

Schreiben für die Seele.
Schreiben,
um Sorgen wegzuschreiben,
um Probleme loszuwerden,
Freude mitzuteilen.

Liebesbriefe schreiben.

Schreiben,
um sich zu erlösen,
um sich zu lösen.

Schreiben,
um sich selbst zu befreien –
schreiben im Stillen.

Schreiben ein,
das Lebenselixier.










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1 Ocak 2026 Perşembe

Tagebuch des Zwergs

Nachdenkliches aus der dunklen Märchenwelt 💥


Der Zwerg saß mit seinem langen Bart und gesenktem Kopf über das Tagebuch gebeugt.

Darin schrieb er seine Erlebnisse nieder – Erinnerungen aus seiner Kindheit.

Er war ein Kind aus einer kinderreichen Familie.

Der Zwerg schrieb schon viele Jahre. In Gedanken hing er seinen alten Erinnerungen nach – seine Kindheit war meist betrüblich. Der Zwerg erlebte eine harte, oft unfaire Erziehung.

Der Zwerg erhob sich. Er träumte, dass er sich aufrichtete, dass Erlebtes vor seinem inneren Auge vorbeizog …

Der Zwerg erwachte, blickte auf das Tagebuch, klappte es sehr langsam zu, nahm einen Beutel Samen und trat hinaus aus seinem Pilzhaus auf die Wiese.

Der Zwerg suchte mit suchendem Blick nach freiem Erdboden – nichts.

Der Zwerg nahm einen Spaten und machte sich ein Beet …

Seine Gedanken kreisten um seine eher schlechten Erinnerungen. Ebenfalls fühlte es sich für den Zwerg so an.

Der Zwerg nahm den Beutel und ließ die Samen hinunterrieseln. Er sah zu, wie sich die Samen auf dem Erdboden verteilten.

Dem Zwerg fiel auf: Die Samen brauchten Wasser.

In der Nähe war ein kleiner Bachlauf, bei dem der Zwerg die Gießkanne füllte.

Als der Zwerg die Samen goss, kreisten seine Gedanken. Wie viel Zeit er doch über seinem Tagebuch verbracht hatte – so viel, dass ihm sogar ein langer Bart gewachsen war.

Scheinbar hatte der Zwerg sein Leben mit dem Schreiben verbracht.

Oder doch nicht?

War es nicht wichtig für den Zwerg gewesen, all die Jahre vergangener Erinnerungen aufzuschreiben?

Nun war er alt, sehr alt geworden.

Das Buch blieb verschlossen – und die Gedanken des Zwerges auch.

Ende








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31 Aralık 2025 Çarşamba

Der böse Zauberer Allwissend

aus der dunklen Märchenwelt 💥


Der böse Zauberer Allwissend lebte in einer Felshöhle mit seinem Knecht. 

Der böse Zauberer wütete und trieb sein böses Unwesen. Nichts war vor ihm sicher.

Er schikanierte den Knecht herum. Er musste seine Belange erfüllen. Holz holen – der Knecht schleppte ganze Baumstämme herbei. 

Einmal waren sie dem bösen Zauberer zu dünn, einmal zu dick. Recht machen konnte es ihm der Knecht nie. Essen mochte er nur bestimmte Sachen.

Einmal sagte der böse Zauberer: Das ist dir gut gelungen. In dem Moment wollte sich der Knecht freuen, kam aber: Es ist zu wenig Salz drin, und er streute sich Salz hinein. 

Tag ein, Tag aus meckerte er und lud seinen Frust beim Knecht ab. 

Seine sogenannten Freunde verwandelte er in Pilze oder Spargelbäume. Nach einiger Zeit schienen sie ihm nicht mehr geeignet. 

Das ging ganz viele Jahre so.

Vor langer Zeit versprach ihm der böse Zauberer, seine Zauberkunst beizubringen. Am Anfang vertraute der Knecht ihm gutgläubig. Der Knecht konnte sich daran erinnern: Als er ihn vor langer Zeit danach fragte, bog sich der Wind vom bösen Zauber seiner Zauberkraft.

Jetzt, wo der böse Zauberer alt geworden ist, mit seinen Augen schlecht sieht und er seine Zaubersprüche vermischt, ist es immer schlimmer geworden, und er lässt alles beim Knecht aus. 

Holz holen, aber marsch!

Normalerweise hat der böse Zauberer immer das Holz in Scheite gezaubert, aber jetzt bringt er seine Sprüche durcheinander und das Holz verknotet sich. 

Er gibt dem Knecht die Schuld. Jetzt muss der Knecht das Holz mit der Handsäge sägen.

Beim Knecht hat sich innerlich all die Jahre mit der Zeit alles angesammelt. 

Der Knecht wird immer wütender und immer wütender, so dass aus seinem Mund Qualmwolken kommen.

Der böse Zauberer will dagegen zaubern, macht alles nur noch schlimmer. Blitze entstehen, noch mehr Qualmwolken, immer dichter wird es. Sie werden eingeschlossen. Ein mächtiger Sog trägt sie hinfort. Wohin, weiß niemand.

Ende










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3 Aralık 2025 Çarşamba

🐦 Vogelbaum

Märchenwelt 🌟 

Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme. 📢 🎧 ▶️ Audio abspielen 🌟


Die Geschichte vom Baum, der ein Vogel sein wollte

Es war einmal ein Baum, der gern ein Vogel sein wollte.

Er stand auf einer großen, wunderschönen, saftig grünen Wiese – ganz allein.

Er hatte schöne, kräftige Blätter. Rundherum standen auch einige andere Bäume, aber etwas weiter entfernt.

In der Nähe plätscherte ein kleiner Bach.

Es war ein herrlicher Ort… doch der Baum war unzufrieden mit sich selbst.

Er meckerte und teckerte den ganzen Tag:
„Ahhh! Meine Blätter sind viel zu gelb!
Ach! Meine Äste sind so dürr und knorrig!“

Und so ging es immer – er jammerte und schimpfte.

Er sah die Vögel bei den anderen Bäumen hin- und herfliegen – so frei, so leicht.

Da dachte er in seinem Baumkopf:
„Ich möchte auch ein Vogel sein. Ich möchte auch frei sein.“

In diesem Jahr trug er besonders viele Walnüsse.

Seine Äste hingen schwer herunter, er bekam wenig Wasser, und er litt  darunter.

Und wieder klagte er:
„Ich habe zu wenig Wasser… ich will lieber ein Vogel sein!“

Da sprang plötzlich ein Eichhörnchen die Äste hinauf.

„Baum, ich frage dich ganz höflich: Darf ich ein paar Walnüsse bei dir sammeln?“

Der Baum schrie:
„WAS? Niemals! Ich nehme alle meine Zweige zusammen und schmeiße dich runter!“

Das Eichhörnchen stampfte mit seiner Pfote auf.

„Jetzt reicht‘s mit deiner ganzen Meckerei und Teckerei!“

Der Baum seufzte nur:
„Siehst du nicht? Meine Blätter sind gelb und verdorrt… und ich bekomme nicht genug Wasser.“

Da überlegte das Eichhörnchen.

„Ich habe einen Freund – den Biber. Vielleicht könnte er einen kleinen Wassergraben machen, damit mehr Wasser zu dir kommt.“

Der Baum dachte still bei sich:
„Warum sollte der Biber das für mich tun?“

Aber er sagte nichts.

Dem Eichhörnchen fiel eine List ein:
„Baum, ich habe bei dir so ein schönes Astloch gesehen.
Ich werde einige deiner Walnüsse dort hineinlegen, dann bleiben sie bei dir.“

Das gefiel dem Baum – und er ließ es zu.

Das Eichhörnchen fing an, Walnuss um Walnuss in das Astloch zu tragen.

Als die Hälfte abgetragen war, merkte der Baum, wie seine Äste leichter wurden.

Er fühlte sich sofort wohler.

Da überlegte er – und murrte:
„Na gut… frag halt deinen Freund, den Biber, ob er mir helfen kann.“

Am nächsten Tag machte sich das Eichhörnchen auf den Weg.

Es erzählte dem Biber alles, und der Biber tat dem Eichhörnchen zuliebe diesen Gefallen.

Er grub einen kleinen Wassergraben bis zu den Wurzeln des Baumes.

Klares, kaltes Wasser floss zu ihm hinüber.

„Ooooh, tut das gut…“, flüsterte der Baum.

Vor lauter Dankbarkeit überließ er dem Biber ein paar seiner alten knorrigen Äste.

Der Biber war zufrieden und trottete davon.

Der Baum wurde ruhiger.
Da er jetzt merkte, dass das Eichhörnchen ihm etwas Gutes getan hatte, ließ er es in dem Baumloch wohnen, das das Eichhörnchen von vornherein geplant hatte.
Seine List war aufgegangen, und das Eichhörnchen trug die restlichen Walnüsse ab.

Die Blätter des Baumes wurden wieder saftig grün.
Als der Herbst kam, färbten sie sich wunderschön bunt.

Da flogen einige Vögel zu ihm herüber.

Sie riefen:
„Baum, dürfen wir bei dir nisten? Deine Blätter sind so dicht – wir können unsere Vogelkinder dort gut verstecken.“

Die Idee gefiel dem Baum.

Plötzlich waren all seine Äste voller Vögel.
Es zwitscherte und sang überall.
Ein fröhliches Treiben herrschte in seinen Zweigen.

Der Baum vergaß völlig, dass er selbst ein Vogel sein wollte.

Er war einfach glücklich.

Das Eichhörnchen hüpfte vor Freude auf seinen Ästen herum.

„Siehst du, Baum? Jetzt hast du gaaanz viele Freunde! Ist das nicht viel besser?“

Der Baum schwieg – er wollte gar nicht mehr an die alten Zeiten denken.

Der Wind strich durch seine Blätter, und sie fingen an, ein Lied zu rauschen.

Wenn du draußen die Bäume rascheln hörst und die Blätter singen – dann haben sie das bestimmt von diesem Baum gelernt, weil er sooo schön Blätterrauschsingen konnte und so glücklich war.
 
Ende.









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Höhlenmensch

Allerlei-Sammelmaschen 📃
Nachdenkliches – Verrücktes


„Hast du das gehört? Der Höhlenmensch drüben hat sich ein elektrisches Rolltor einbauen lassen!“

„Ich hatte zwar bisher nicht gehört, dass Höhlenmenschen ein Elektrotor haben. Womit betreiben sie das denn?“

„Mit Sonnenenergie, natürlich!“

„Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn die Menschen einfach Höhlenmenschen geblieben wären. Auf jeden Fall hatten sie keine Rechnungen zu bezahlen.“

„Stimmt. Und sie essen ja noch rohes Fleisch – sie jagen sogar mit Speeren!“

„Ob das wohl besser schmeckt? Aber sie können es auch über’m Feuer grillen.“

„Jetzt hat er sogar angefangen, sein Revier mit Felssteinen abzugrenzen. Also jedenfalls – das mache ich nicht mit!“

„Du, die Höhlenmenschen hatten keine Hobbys, oder?“

„Vielleicht hatten sie Pelz-Sammlungen … oder ihr Steinbrett war so voll, dass sie die Bilder freimeißeln mussten.“

„Ja! Und die Frauen waren echte Beerensammlerinnen.“

„Heute sammeln sie nur noch Angebote.“

„Und Trennung oder Ehe? Gab es nicht – nur eine große Gemeinschaft.“

„Vielleicht wären wir glücklicher geblieben, wenn wir beim Feuer geblieben wären … und nicht beim Strom.“

„Meinst du, wir sollten mal bei unserem Höhlenmensch-Nachbarn klopfen gehen? Vielleicht grillt er gerade?“

„Vielleicht gibt’s sogar Hirschkeule! 
– grinst –“








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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...