22 Ekim 2025 Çarşamba

Ist denn da keiner?

Allerlei-Sammelmaschen 📃

(Angelehnt an eine Beobachtung aus dem typischen Landleben – irgendwo im Nirgendwo-Dörfchen) Kimse yok?


Ist denn da keiner? 
Niemand?


Weit draußen, hinter einem kleinen Dorf, standen nur drei verstreute Häuser.
In einem davon lebte eine Frau mit ihrem Mann.
Sie hatten ein hartes und schweres Leben.
Es gab keine richtige Wasserleitung, und der Strom fiel oft aus.

Hinter dem Haus gab es eine Quelle.
Der Mann hatte – wie auch die anderen Nachbarn – dicke Schläuche verlegt,
um das Wasser ins Haus zu leiten.
Doch es musste draußen in Behälter gefüllt und dann umständlich drinnen erhitzt werden –
zum Kochen, Waschen oder Duschen.

Strom gab es zwar, aber wegen der schlechten Leitungen fiel er immer wieder stundenlang aus.

Die Frau kümmerte sich um alles: putzen, kochen, Marmelade einkochen,
den Garten pflegen, Holz für den Winter vorbereiten.
Ihr Mann arbeitete draußen auf den Feldern,
und wenn er heimkam, war er meist müde und mürrisch.

Schon frühmorgens begann es:
Kaum hatte sie die Augen halb geöffnet, rief er grantig:
„Hast du schon Tee gemacht? Wie weit bist du?!“
Die Frau wollte keinen Streit.
Sie stand sofort auf, ging in die Küche, bereitete Tee und Frühstück vor – wie jeden Tag.

Am Abend dann dasselbe Spiel:
„Schon wieder zu wenig Geld!
Das reicht hinten und vorne nicht!
Und das Essen – warum ist das noch nicht fertig?
Was hast du überhaupt gemacht heute?!“

Tag für Tag dieselben Vorwürfe, dieselbe Unzufriedenheit.

Einmal kam er schon am Nachmittag nach Hause.
Es gab keine Arbeit mehr, und sie schickten ihn heim.
„Wer weiß, wann die mir überhaupt das Geld geben“, schimpfte er.
„Schon wieder zu wenig! Hast du wenigstens Kaffee gemacht?
Und was ist mit Kuchen? Wieder nix vorbereitet?!“

Da wurde es der Frau zu viel.
Ganz still dachte sie: Ach, wäre ich doch bloß ein Baum.

Einige Tage später hatte ihr Mann zum Glück wieder Arbeit gefunden.
Nun konnte sie am Nachmittag spazieren gehen.
Und dieses Mal ging sie weit hinaus – ganz weit.

Dort stand ein mächtiger, uralter Baum.
Etwas in ihr zog sie zu ihm hin.

Sie legte die Hand an seine Rinde,
dann umarmte sie ihn – so gut sie konnte,
denn der Baum war viel zu dick.
Dann ging sie zurück. Und wieder: derselbe Alltag.

Eines Tages wollte sie bei einer entfernten Nachbarin Eier holen.
Die Frau konnte nicht sprechen – sie war stumm –
doch mit Handzeichen bat sie um die Eier.
Die Nachbarin verstand sie und reichte ihr geduldig ein paar.

Am Abend wollte sie die Eier zubereiten.
Doch da kam ihr Mann nach Hause, wie immer mürrisch:
„Was willst du mit den Eiern? Spiegeleier?
Die kannst du eh nicht – die mach ich mir lieber selbst!“

Der Frau wurde alles zu viel.
Einige Tage später, als sie die Meckerei nicht mehr ertragen konnte,
ging sie wieder hinaus – zu jenem abgelegenen Baum.

Sie stand neben ihm, schaute hinauf,
hielt die Hände offen zum Himmel und dachte tief in sich hinein:
Ach, wär ich doch nur ein Baum …

Da raschelte es.
Ein starker Wind kam auf.
Es knackte und klickte – und die Frau wurde zu einem Baum.

Ein wunderschöner Baum.

Ihre Blätter waren groß und grün, ihre Äste stark,
und sie war frei von allen schlechten Gedanken.

Sie war glücklich – als Baum.

Der Wind wehte ihre Blätter davon,
trug sie bis vor das Haus.
Dort türmten sie sich zu einem kleinen Hügel.

Als der Mann abends heimkam, sah er den Blätterhaufen und schüttelte den Kopf.

Seit diesem Moment wurde die Frau nie wieder gesehen.


Ende

















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17 Ekim 2025 Cuma

Leuchtturminsel💈 Der kleine weiße Elch und seine Freunde

Lesebär-Maskottchen stellt vor: 

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Die kleine Serie vom Kleinen weißen Elch

Die Wolken ließen sie herbeizaubern – mit ihren Kleeschreibwellen kamen sie auf die Leuchtturminsel geweht:

Der kleine weiße Elch und seine Freunde

Ein Ort voller Herz und Wunder ✨

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*Kleiner weißer Elch*
Ein echter Herzensfreund. Er liebt es, Kuchen zu backen, und beobachtet die Welt mit feinem Blick und großem Herzen.


*Igel Willi*
Sanft und schüchtern – aber mutig. Er ist zuverlässig und handwerklich begabt, immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird.


*Elfe Rosalie*
Einfühlsam, schüchtern, naturverbunden, liebevoll, zart und flink.


* Eselin Lilu*
Eine Träumerin mit treuem Blick. Freundlich und einfühlsam – auf der Suche nach einer Lilie, die sie einst im Traum sah.


dann *Henne Helene*
Eine lebenskluge Seele. Redegewandt, vorwitzig und herzenswarm.


*Die Ameisenfreunde*
Klein, aber voller Energie. Musikalisch, hilfsbereit und unermüdlich – immer in Bewegung und oft zu Späßen aufgelegt.


*Die Unke*
Weise, naturverbunden, kann ihre Farbe wechseln. Stille Wächterin vom Teich.


*Die Traumschafe*
Geheimnisvoll und fast nie ganz greifbar. Wenn sie auftauchen, liegt ein Hauch von Wunder in der Luft.


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Dieser kleine Kerl hat mich dazu inspiriert, die Geschichten für die Serie Der kleine weiße Elch schreiben zu lassen.













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Der kleine weiße Elch * Die Leuchtturm-Überraschung ~ Elchgeweih 01

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

In einem Leuchtturm lebte ein kleiner weißer Elch schon sein ganzes Leben lang. Er fühlte sich oft alleine auf der kleinen dreieckigen Insel, die an ihrer Spitze einen Wald hatte. Es sah fast so aus, als würde der Wald die Insel nach unten drücken. Der blau-rot gestreifte Leuchtturm war mit der Zeit verblasst. Ein schmaler, gebogener Feldweg führte vom Turm zum Wald.

Der kleine weiße Elch kam gerade aus dem Wald zurück. Der Frühling war endlich da, doch abends war es noch immer frisch. Deshalb hatte er Tannenzapfen gesammelt, um nachts ein wärmendes Feuer zu machen. Er wollte gerade den Sack mit den Zapfen ins Haus tragen, als er plötzlich ein Geräusch hörte.

Er blickte zum Blätterhaufen hinüber, aus dem ein Igel zum Vorschein kam. Erschrocken und verwundert fragte der kleine Elch:
„Wo kommst du denn her? Hier war noch nie jemand!“

Der Igel murrte:
„Ich lebe schon immer hier!“

Der kleine Elch schüttelte den Kopf.

Doch der Igel sagte mürrisch:
„Ich suche meine Höhle.“

Der kleine Elch stellte seinen Sack beiseite und schob freundlich den Blätterhaufen zur Seite. Unter dem Leuchtturm wurde ein dunkles Loch sichtbar. Der Igel blickte kurz hinein und bemerkte grummelnd:
„Da willst du mich wohl wieder hineinschicken?“

Doch der kleine weiße Elch lächelte und sagte:
„Komm mit.“

Dann nahm er den Sack mit den Tannenzapfen und ging in den Turm. Drinnen stellte er sofort einen flachen Korb auf, legte eine Decke hinein und sagte:
„Hier, vor dem Ofen kannst du schlafen.“

Der Igel stieß den Korb mürrisch weg und legte sich einfach auf die Decke. Der kleine Elch schüttelte den Kopf, sagte aber nichts.

In der Nacht hörte er ein leises Schiebegeräusch. Mit schläfrigen Augen sah er, wie der Igel den Korb doch zurückholte. Der kleine Elch lächelte und schlief zufrieden weiter.

Am nächsten Morgen hörte er draußen ein Hackgeräusch. Als er in den Garten schaute, sah er den Igel fleißig Holz hacken. Verwundert bedankte sich der kleine Elch und machte vor Freude einen Kuchen.

Als der Igel die Holzscheite ins Haus brachte, sagte er:
„Komm, wir machen Kaffee!“

Doch der kleine Elch seufzte enttäuscht:
„Ich habe keinen Kaffee mehr, mein Boot ist kaputt.“

Kurzerhand reparierte der Igel den Motor. Dann schnitt er vier große Kuchenstücke ab und nahm sie mit.

Drüben im kleinen Inselcafé saßen sie schließlich zusammen und genossen ihren Kaffee mit Kuchen. Danach schlenderten sie über den Markt, wo die Grillen ihren Honig verkauften, die Mäuse Obst und Gemüse anboten und die Hühner ihre Eier feilboten.

Am nächsten Tag begannen sie, den Leuchtturm neu zu streichen – das war schon lange nötig gewesen.

Doch als der kleine weiße Elch am nächsten Morgen aufwachte, war der Igel verschwunden!

Er rannte die Treppe hinauf und sah vom Turm aus, wie der Igel mit dem Boot vom Markt zurückkam. Sofort half er ihm beim Abladen.

Spät in der Nacht weckte sie ein heftiger Sturm. Der kleine weiße Elch eilte die Wendeltreppe nach oben. Der Igel folgte ihm mit seinen kleinen Stummelbeinen und grummelte:
„Müssen das so viele Treppen sein?“

Oben angekommen, schaltete der kleine weiße Elch das Signallicht ein.

Die beiden lächelten sich zufrieden an. 🍮🦔










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Der kleine weiße Elch * Es schneit, es schneit ~ Elchgeweih 02

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟
❄❄❄
Es ist Winter auf der Leuchtturminsel.

Als der kleine weiße Elch neben dem schönen, warmen Holzofen aufwacht, steht er voller Neugier auf, um aus dem Lukenfenster zu schauen. Es schneit dicke Flocken.

Vor Freude ruft er laut aus:
„Es schneit, es schneit!“

Der Igel Willi öffnet eine der beiden Kleidertruhen, steckt vorsichtig seinen Kopf hinein und zieht eine dunkelblaue Wollmütze hervor. Er setzt sie sich auf.

Der kleine Elch dreht sich zu ihm um und lächelt:
„Die Mütze steht dir gut, jetzt kann ich dich draußen viel besser finden.“

Doch plötzlich!

Ein schauriges, grausiges Heulen dringt durch den Turm. So etwas hatte der kleine Elch in all den Jahren noch nie gehört. Seine Fellhaare stellten sich zu Berge, und Igel Willi kroch tief in sein Strohkörbchen und zog seine Decke über den Kopf.

Der kleine Elch griff vorsichtshalber nach dem Bettklopfer an der Wand und machte sich langsam auf den Weg nach oben – Stufe für Stufe.

Oben angekommen, war alles absolut still.

Misstrauisch hielt er den Bettklopfer fest und wirbelte ihn durch die Luft.

Wusch! Ein heftiger Windstoß sauste durch die Löcher im Holz.

Noch einmal schwang er den Bettklopfer – stark pustete der Wind hindurch.

Der kleine Elch hielt den Klopfer hinter seinem Rücken und rief mutig:
„Wer bist du? Zeig dich!“

Eine sausende Windstimme antwortete:
„Ich bin hier gefangen. Bitte lass mich bleiben.“

Der kleine Elch hatte Mitleid.
„Gut, dann sei ganz still. Ich nehme dich mit.“

Der Windgeist folgte dem kleinen Elch nach unten. Igel Willi lugte aus seinem Holzkorb hervor, und der kleine Elch erklärte ihm schnell die Situation.

Zusammen wollten sie einen alten Schlitten vom Leuchtturmboden holen, doch dieser war so morsch, dass er nur noch als Brennholz diente.

Kurzerhand beschlossen sie, zwei flache Holzkörbe mit einem Seil zusammenzubinden. So konnte Igel Willi sie hinter sich herziehen. Draußen im Schnee machten sie sich auf die Suche nach einem Schneehügel.

Aber – nirgendwo war einer zu finden!

Nachdenklich schüttelte der kleine Elch den Kopf:
„Hier muss doch irgendwo einer sein!“

Da hatte der Windgeist eine Idee:
„Ich forme mich zu einem Bogen. Wenn der Schnee auf mich schneit, wird er zugedeckt, und ihr könnt auf meinem Rücken hinunterrutschen!“

Kurze Zeit später rutschten der kleine Elch und Igel Willi fröhlich den schneebedeckten Bogen aus Wind hinunter. Der Windgeist lachte – denn die Körbe kitzelten ihn schrecklich!

Sie hatten den ganzen Nachmittag lang ihren Spaß. Doch als es langsam dunkel wurde, kehrten sie zurück zum Turm.

Drinnen wärmten sie sich bei einer großen Tasse heißen Kakao auf. Der Windgeist trank ihn in einem einzigen Zug aus.

Igel Willi und der kleine Elch sahen sich verwundert an – und dann mussten alle drei lachen.

Von diesem Tag an waren sie die dicksten Freunde.
❄☁️❄☁️❄☁️










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Der kleine weiße Elch * Das Huhn ~ Elchgeweih 03

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

🐓🥚🥚🥚
Es war Herbstanfang. Die warme Herbstsonne kitzelte den kleinen weißen Elch wach. Neugierig lief er zum Lukenfenster:

Ob schon die ersten bunten Laubblätter zu sehen waren?

Ach, wie herrlich das aussieht, wenn sich die Blätter färben!

Sein Blick schweifte in den Garten – und da!

Er rieb sich die Augen. Dann noch mal.

Ein Huhn!

„Wo kommt das denn her?“, fragte sich der kleine weiße Elch erstaunt.

Es saß zwischen Salat, Karotten und Radieschen, direkt vor seiner Blumenwiese.

Er griff nach einem Tuch, um es zu verscheuchen. Doch als er näher kam, bemerkte er:

Das Huhn brütete! An der Seite blitzten Eierschalen aus dem Gefieder hervor.

Langsam schlich der kleine weiße Elch auf sie zu und fragte leise:
„Wo kommst du denn her?“

Die Henne plusterte sich auf.

„Gagg-Gaag! Ich bin abgehauen vom Dämpfer, rüber geflattert“, rief sie, erhob sich kurz, verneigte sich.

„Ich bin Helene!“

Dann setzte sie sich wieder auf ihre Eier und gackerte leise weiter.

Igel Willi, der alles von Weitem neugierig beobachtet hatte, schlich davon.

Am nächsten Tag: großes Hühnergeschrei!

Der kleine weiße Elch stürzte hinaus.

Die Henne tippelte aufgeregt auf und ab.

„Gaag! Eins von meinen Eiern ist weg! Und gestern war auch schon eins verschwunden!“

Der kleine weiße Elch half beim Suchen.

In der Ferne saß Igel Willi und schaute unauffällig zu.

Der kleine Elch hatte einen Verdacht. Er rief Igel Willi herbei.

„Igel Willi – warst du das?“

Igel Willi drehte sich schuldbewusst auf seinen kleinen Hinterpfoten hin und her.

„Entschuldigung… aber das waren die besten Eier, die ich je gegessen habe!“

Dabei schlabberte er sich genüsslich mit seiner kleinen Zunge über den Igelmund.

Die Henne war zwar aufgebracht, aber auch ein wenig stolz.

„Die besten Eier Gagg! Genau!“

Der kleine weiße Elch mischte sich ein:
„Aber beim nächsten Mal fragst du, verstanden?“

Henne Helene nickte zustimmend.
„Fragst du! Gagg, Gaag!“

Igel Willi senkte verschämt den Blick und nickte.

Der kleine weiße Elch zog das Nest in die Wohnstube.
„Komm! Der Winter steht vor der Tür. Schlaf bei uns im Turm“, rief er Henne Helene zu.

Igel Willi blinzelte, murrte und brummelte – doch bis zum Ende des Winters waren alle Freunde geworden.

Im Frühjahr bekam Henne Helene und ihre Kückenkinder ein eigenes Freigehege.

Und Igel Willi – der bekam jede Woche ein frisches Ei.

Zufrieden schlürfte Igel Willi sein Ei. Der kleine weiße Elch wunderte sich – und schmunzelte:
Anscheinend stimmt es wirklich, dass Eier glücklich machen.
🐓🥚🦔🧡










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Der kleine weiße Elch * Die Schiffbrüchigen ~ Elchgeweih 04

Leuchtturm 💈 Märchenwelt 🌟

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An einem sonnigen Abend – Ameisen in einer kleinen Walnussschale am Strand gestrandet sind. Benommen und fast ohnmächtig liegen sie in und um die Schale herum.

Igel Willi und der kleine weiße Elch schlendern am Strand entlang, als sie die winzigen Schiffbrüchigen entdecken.

Vorsichtig schnuppert Igel Willi mit seiner kleinen Nase an den Ameisen:

„Ihr riecht aber gut!“

Schlagartig vor Schreck erwachen sie. Mit zittrigen Stimmen rufen sie durcheinander:
„Du willst uns doch nicht etwa verspeisen!?“

Igel Willi schüttelt entschieden den Kopf:
„Nö! Meeresameisen sind bestimmt versalzen!“

Ein leises, kaum hörbares Kichern ging durch die Reihen der Ameisen – sie können sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Der kleine weiße Elch beugt seinen Kopf tief hinunter, sodass die Ameisen auf sein Geweih krabbeln können. Langsam und vorsichtig setzt er eine Hufe vor die andere, während Igel Willi hinter ihm her trottet.

Im Garten angekommen – in der Nähe der Terrasse – gibt es ein leeres Beet. Dort lässt der kleine Elch die Ameisen vorsichtig hinunter.

„Hier ist euer neues Zuhause.“

Vor Erschöpfung schlafen die Ameisen die ganze Nacht durch. Hätte man ganz feine Ohren gehabt, hätte man sicher ihr zartes Schnarchen gehört.

Am frühen Morgen wuseln sie schon wieder geschäftig umher. Der kleine weiße Elch beobachtet neugierig das Treiben.

Sie schleppen, basteln, bauen.

„Was ist das?“, wundert sich der kleine Elch.

„So Winziges – Schilfartiges?“

„Eine Gartenpumpe!“, tönt es ihm im Chor entgegen – mit feinen, piepsenden Stimmen.

„Eine Gartenpumpe! Super Idee!“, jubelte der kleine Elch begeistert und schnaubte vor Freude durch seine Nasenlöcher.

Fast wären die Ameisen von dem leichten Lufthauch umgefallen.

„Bitte! Wir brauchen auch so eine Gartenpumpe!“, ruft er.

Die Ameisen – hilfsbereit, klug und flink – machen sich sofort an die Arbeit. Gemeinsam mit Igel Willi und dem kleinen weißen Elch bauen sie eine Gartenpumpe. Als sie fertig ist, betrachten alle stolz ihr Werk.

„Was kann ich für euch tun?“, fragt der kleine weiße Elch.

„Ihr habt bei mir einen Wunsch frei!“

Die Ameisen überlegen nicht lange.

„Wir möchten auf deinem Geweih sitzen und die Sonne genießen.“

Und so liegt der kleine weiße Elch mit den Ameisen auf seinem Geweih und Igel Willi neben ihm auf der Gartenwiese.

Und wenn man ganz genau hinhört – hört man ein sanftes Ameisenschnarchen.
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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...