14 Kasım 2025 Cuma

🐯 Tigerchen, Tigerchen

Märchenwelt 🌟

Ein Tigerkind hatte eine Fliege zum Freund.

Das fanden die anderen Tiere – besonders die anderen Tigerkinder – sehr seltsam. Sie nahmen das immer wieder zum Anlass, ihn zu ärgern.

„Ah, was willst du denn mit dieser Fliege?“ „Was ist das für ein komischer Freund?“ „Wie sieht die denn überhaupt aus?“

Und so weiter und so fort.

Dem Tigerkind gefiel das natürlich gar nicht. Es nahm seinen Freund in Schutz und wollte das Gerede nicht hören.

Aber die anderen hörten einfach nicht auf. Immer wenn sie die zwei trafen, fanden sie neue Gründe, um sie zu verspotten.

Eines Tages wurde die Fliege so richtig wütend. Sie flog den frechen Tigern in die Ohren, dass es dort nur noch summte! Sie konnten das Geräusch nicht aushalten, sprangen in den Teich, um das Summen loszuwerden, und schüttelten sich danach pitschnass wieder ab.

Doch kaum waren sie trocken, fingen sie schon wieder an zu lachen und zu hänseln. Da wurde Tigerchen selbst ganz furchtbar sauer.

„Du bist schuld!“, schrie er seine Fliege an – obwohl sie das gar nicht war.

Wütend lief Tigerchen weit hinaus auf die Wiese. Dort wuchs das Gras hoch, und zwischen den Halmen versteckte er sich. Er weinte und weinte – so sehr, dass das ganze Gras schon nass war von seinen Tränen.

Die Fliege war indessen in den Wald geflogen. Dort klebte sie sich zwischen die Rinde eines Baumes, ganz still und unbeweglich, damit sie niemand finden konnte. „Das ist wohl besser so“, dachte sie traurig.

Auf der Wiese hörte eine Grille das Schluchzen. Sie hüpfte von Halm zu Halm, bis sie bei Tigerchen ankam.

„Du machst das ganze Gras nass!“, sagte sie erstaunt.

Tigerchen schaute auf, schniefte und erzählte zwischen den Schluchzern, was passiert war.

Die Grille meinte: „Oh, die haben euch geärgert.“

Da fiel es Tigerchen plötzlich auf – euch! Da wurde ihm ganz flau im Magen. Er hatte doch seinen besten Freund beleidigt! Wie konnte er das nur wieder gutmachen?

Die Grille hatte eine Idee. „Wir fragen die Spinnen.“

Tigerchen ungläubig: „Die Spinnen?!“

„Ja, genau!“, nickte die Grille. „Die haben ihre Netze überall. Vielleicht haben sie deine Fliege gesehen.“

Tigerchen bekam Angst. Was, wenn die Spinnen seine Fliege gefangen hielten? Dieser Gedanke war furchtbar!

Er wollte sofort losrennen, aber die Grille rief: „Halt! Du weißt doch gar nicht, wohin!“

Also gingen sie gemeinsam los. Sie fragten jede Spinne, die ihnen begegnete, doch alle schüttelten ihre Köpfe.

„Woher sollen wir das wissen?“, winkten sie mit ihren Spinnenbeinen ab.

Doch die beiden gaben nicht auf. Und schließlich kamen sie in den Wald. Dort trafen sie eine große, etwas unheimliche Waldspinne.

Die Grille fragte mutig: „Hast du vielleicht eine Fliege gesehen?“

Die Spinne nickte langsam. „Da gibt’s eine Fliege, die klebt an einem Baum – tief zwischen der Rinde. Man kann sie kaum sehen.“

Tigerchen atmete auf. Also lebte sie noch!

Sie rannten zum Baum. Und tatsächlich – da saß die kleine Fliege, ganz still, in der Rinde verborgen.

Die Grille kletterte hinauf und sprach leise auf sie ein. Unten rief Tigerchen mit tränenerstickter Stimme:

„Es tut mir so leid, dass ich dich beleidigt habe. Ich wollte das gar nicht! Du bist mein bester Freund.“

Da löste sich die Fliege aus der Rinde, flog hinunter – und setzte sich in Tigerchens weiches Fell.

Sie hatte ihn so sehr vermisst.

Die Grille hüpfte zu ihnen und rief fröhlich: „Lass uns musizieren!“

Also zirpte die Grille, die Fliege summte, und Tigerchen brummte mit – und es klang wunderbar!

Sie zogen los. So etwas hatte man noch nie gehört. Sie wurden beste Freunde – zu dritt musizierten sie und machten den anderen Freude damit.

Und so soll es bleiben – in dieser Geschichte, die nun zu Ende ist.
 🐯 🎵 🪰 🎶 🦗









Besucher: 0

Teichgemeinschaft

Märchenwelt 🌟


Bei einem großen Acker draußen gab es einen Teich.
Neben dem Teich floss ein Bach – und genau dazwischen stand ein großer, mächtiger Baum.

Im Teich lebten viele Teichtiere, unter anderem eine Libellen-Lehrerin.

„So, liebe Kinder“, begann sie, „heute erzähle ich euch, was damals geschah, als ich so alt war wie ihr.“

„In unserem Teich leben viele Tiere:
Wasserschildkrötenfamilien, Kröten, Frösche, Wasserschlangen –
und natürlich Libellen wie ich.“

„Manchmal passierte es, dass sich Frösche oder Schildkröten verirrten und hinter den Teich gerieten.
Dann halfen unsere Freunde, die Amseln oder die Eichhörnchen, und brachten sie wieder zurück.“

Auf dem großen Baum lebten die Bienen in einem Bienenstock.
Aber die Bienen waren jung und ein wenig frech.
Sie heckten ständig etwas aus und ärgerten die Teichtiere immer wieder ein wenig.

Die Teichtiere waren darüber oft sehr verärgert.

Eines Tages geschah es, dass der Bauer überlegte, mit seinem Bagger eine Feldstraße direkt neben dem Teich anzulegen.
Als er mit der Maschine anrückte und sogar einen Teil des Teiches zuschütten wollte,
stürzten plötzlich die Bienen vom Baum herab –
direkt auf den Bauern – und stachen ihn fürchterlich.

Danach wurde der Bauer nie wieder gesehen.

Die Teichtiere staunten.
Da sagten die Bienen:

„So schrecklich, wie ihr immer meint, sind wir gar nicht!
Seht, wir haben den Teich beschützt.“

Und ab diesem Moment
waren alle zusammen
eine richtig gute Teichgemeinschaft.

Am Schluss sagte die Libellen-Lehrerin:
„So, liebe Kinder, für heute ist die Schule zu Ende.“ 🐢 🐸










Visitors: 0

🌈 Verliebt in Storis

Allerlei – Sammelmaschen 📃Verrücktes 🍎 

aus dem Kompott-Wörterbuch

Verliebt in Storis – eine schräge Geschichte aus der Obst- und Gemüsewelt.
Zwischen Büchern und Co das Leben verrückt erleben – wie ein Abenteuer für sich.

In den Hauptrollen dabei:
Apfel, der „Big Apfel“
Frau Kartoffelgut, liebevoll Knolli genannt
Tochter Apfelsinchen
Freund Lister

Orte: Traubenhausen – Distelland


Verliebt in Storis
🍎 🥔 🍊
Big Apfel hatte sein eigenes Taxenunternehmen, in dem er sein eigener Chef war. Schließlich kann man sich auf niemanden verlassen. Wenn man es nicht selbst macht, ist man verlassen.

Auch seinem ältesten Freund Lister gab er nie recht.
Er, Big Apfel, war am längsten dabei im Geschäft der Menschenbeförderung und rollte dabei in seiner unnachahmlichen Marschierart im Flughafen-Terminal A auf und ab.

Dabei pflegte er zu sagen:
„Da, wo ihr den Duden aufschlagt, hab ich schon Kapitel geschrieben!“

Dann schimpfte er los mit wüsten Worten und derben Flüchen, dass sogar ein verfaulter Apfel rot geworden wäre.

Bei seinem Kollegen rief er kurz an:
„Murat, alter Blumenkopf, wie schaut’s aus?“
Aus dem Handy drang die Stimme:
„Der Speicher ist leer. Schöne Grüße an die Kleine!“
Apfel, gestresst: „Richte ich aus. Kapat! Kapat!“

Handy nochmal gezückt:
„Hallo, wie schaut’s aus? Ist die Kleine schon im Bett?“
Knolli leise: „Ja, sie schläft schon tief und fest.“

Big Apfel, besorgt:
„So wie es aussieht, werde ich Schneider, vielleicht fahr ich doch zum Geld-Zentralbereich?“
Knolli beruhigte ihn:
„Wart mal ab, wer weiß, vielleicht kommt doch noch jemand.“


Er hatte sein Geld auf dem Bett gestapelt.
Seine erste Frau hatte ihn mit der Saftpresse betrogen, und er war im Nu pleite gewesen.
Das war lange her – deswegen ließ er es lieber im Kompottregal.

Seine Frau Knolli: „Die ist die Beste! So eine findet man nicht mehr so schnell.“
Außerdem hatte sie ihm ein Apfelsinen-Mädchen geboren – was will man mehr?

Die Freude war groß, ein Wunschpflänzchen, mit dem sie gar nicht mehr gerechnet hatten.
Knolli war überfällig, vielleicht war sie in den Wechseljahren? Das gefiel ihr gar nicht – zum Doktor musste man gehen.

Doktor Spinnenbein bestätigte:
„Sie sind fruchtbar.“
Knolli konnte es kaum fassen – jahrelang hieß es, sie sei unfruchtbar.

Schnell war das Pflänzchen geschossen.

Die Wohnung war zu klein geworden, eine andere musste her.
Der Bruder wusste es besser:
Dort, wo er wohnt, da ist es gut.

In ein Hexenhaus wurde gezogen – die alte Hexe hielt schon ihre Untermieter bereit: mit spitzen Zähnen und langen Ohren.
Die vertrieben sie aus dem Haus.

Ein altes Haus ohne Garten war schnell gefunden.
Eine neue Geschäftsidee musste her: Bratwurst im Apfelrock.

Klein Apfelsinchen kam in den Obstgarten.
Frau Knolli war ein Familienmensch – zwischen Kind und Kegel.
Das Geschirr stapelte sich bis zur Decke hoch. Gut, dass es einen Geschirrspüler gab.

Knolli hatte die Kartoffelnase voll:
Schluss mit der Braterei – die Bratwurstbude musste weg.
Das mit dem Apfelrock war eh ein riesiger Apfelschmarrn.

Das Haus würde bald weggerissen, der Umzug musste schnell vonstattengehen.

Ein kleines, feines Häuschen war gefunden.
🍎🍎🍎
Sein Freund Lister rief ihn an:
„Pack deine Apfelsocken ein, hier im Flughafen beim Geld-Zentralbereich kannst du mehr verdienen!“
Soll auch mal der Lister recht haben.

Die Apfelsaftpresse gibt sowieso nichts mehr – hier in dem Kaff ist ja tote Hose.
Wohnung braucht man ja nicht, man hat ja schließlich den Mercedesfrucht-Bus.

Herrlich war’s wieder, mit den alten Taxler-Kollegen zu witzeln.

In alter Manier musste er sofort seine Meinung kundtun:
„Also wirklich, was da für Grünzeug und junges Gemüse herumläuft – die haben keine Ahnung, die wissen nicht mal, wie man einen Navi benutzt!“

Ein junger Spargel rief ihn her:
„Big Apfel, bitte hilf mir! Der Kunde will am schnellsten zum ‚Golden Duden‘.“

Der Kunde erklärte, er müsse morgen dringend zur Buchmesse.
Das roch nach einem dicken Fisch.

Big Apfel stellte den Navi für den Spargel ein und erklärte nebenbei:
„Du musst über die Fischerhäuser fahren, das ist die schnellste Strecke. Bei der kurzen – nur rote Ampeln!“
„Danke, Abi!“ und klopfte sich dabei dreimal auf die linke Herzseite.

Später konnte der junge Spargel es nicht verheimlichen – er hatte ein dickes Trinkgeld bekommen.
Schade, das Mostgeld könnte ich auch gut gebrauchen, dachte sich Apfel.

Kaum gedacht, winkte auch schon die große Fahrt – der Kunde wollte nach Wien, de Schnitzel!
Bevor sie wegeilten, fragte einer der Gemüse-Kollegen:
„Du, den Büchner hab ich aber schon lange nicht mehr gesehen.“
„Ja, der ist auf Soris im Urlaub.“
„Was? Da müssen wir auch mal hin!“, riefen die Zwiebeln und stiegen in ihre Taxen.

Apfel hatte nur eins vergessen:
Im Winter war der Mercedesfrucht-Bus ganz schön kalt geworden.
Seine Apfellungen hatten einen eisigen Schlag abbekommen.

Daheim warteten Frau und Kind – einmal in der Woche war nur drin.
Das Mostgeld, schwer erarbeitet, war schnell weg, ein bisschen weggespart – das war’s.

Dem Apfelsinchen Geschenke mitgebracht – soll es doch auch Freude dran haben.

Noch zwei Jahre bis zur Reibe, dann ist aber Schluss mit der Apfelsaftmacherei.
Die ersehnte Reibe ist endlich da, was Knolli und Apfelsinchen freut.

Onkel Lister, so wie Apfelsinchen ihn nennt, kommt vorbei und bringt eine ganze Liste an Geschenken mit.
„Wirklich ein süßes Häuschen hast du da – so eins würde ich mir auch gleich kaufen.“

Apfel wollte sowieso wieder in seine alte Heimat Traubenhausen rollen.
Hier, in Distelland, hatte er die Apfelnase voll.
Hier mit der Mini-Reibe zu überleben, wird nicht leicht werden.

Es ist beschlossene Sache:
Freund Lister bekommt das Haus – von dem Geld wird später ein Grundstück in Traubenhausen gekauft.

Knolli ist ganz flau im Magen.
Sie weiß schon – er wird nicht aufzuhalten sein, wenn er einmal rollt.

Drei Wochen Urlaub sind geplant – die werden wohl reichen.
Im Winter sollte es sein, im Sommer kann ja jeder fahren.

Die Strecke war schnell gefahren – als Profi von Bigwelt.
Schön war alles anzuschauen.
Knolli und Apfelsinchen hatten das Meer bis jetzt live noch nie gesehen.

Am letzten Tag vor der Abreise war ein Grundstück gefunden – klein, lang, dreieckig.
Das wurde flugs erstanden.

Knolli hat nicht alles verstanden zwischen dem Übersetzen ihres Apfelmanns und der Traubenhausener Sprache.
Es würde noch etwas dauern, bis es so weit kommt.
Die Zeit verging schneller als gedacht.

Apfel ließ seinen „Big Apfel“ raushängen – er kaufte sich seinen eigenen Lastwagen, das ältere Langenscheid-Modell für den Umzug, denn er ist früher auch Tour gerollt.
Gesagt, getan.

🍇🍇🍇🍇
In Traubenhausen hatte Herr Apfel nicht damit gerechnet, dass er mit so vielen dicken Taubensteinen zu tun bekommen würde.

Sie lernten einen Traubenhausener Landsmann kennen, der hoch oben im Berg wohnte – ein kleiner vielseitiger Baumkäffer, der von allen Tausendsacher genannt wurde.
Er hütete Ziegen, manchmal auch Schafe, mauerte gar schnell überall, war hilfsbereit und half ihnen viel, dass sie ihm sehr dankten.

🍂🌾🍂🌾
Der weltweite Wurzelvirus hatte ihnen zu schaffen gemacht.
Apfel war in den letzten Jahren stark geschrumpft, was ihm arg zu schaffen machte – das traf ihn schwer.

Er sitzt draußen am Terrassentisch auf seinem Stuhl und ruft durch die offene Terrassentür:
„Knolli, mach uns einen Bohnenkaffee mit dem leckeren Kuchen dazu!“

„Gerne, mein Apfelmann!“, antwortet Knolli.

Drinnen hört Knolli ihren Apfelmann klagen:
„Wer bin ich gewesen? Wer bin ich geworden?“

Knolli erinnert sich an den Spruch:
„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

Apfelsinchen, schon längst eine Apfelsine herangereift, hält sich im Garten auf, eilt hinein und wirkt freudig, um eine Nachricht zu bringen:
Onkel Lister ist da – er kauft das Melonengrundstück mit Haus nebenan.

Was für eine Freude!
Das muss mit Bohnenkaffee und Kuchen gefeiert werden.

Und wenn sie nicht verrottet sind, dann leben sie noch heute. 🍎 🍰 ☕









Visitors: 0

8 Kasım 2025 Cumartesi

Schneeflöckchen

Märchenwelt 🌟

Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme.📢 🎧 ▶️ Audio abspielen

🦌 🎁
Das kleinste Rentier namens Schneeflöckchen.

Oben im Himmel, beim Weihnachtsmann, gibt es ein großes Geschenke-Depot. 
Dort wird fleißig gearbeitet. 
Hoch geht es her!

Auf langen Bändern laufen die Geschenkpakete und davor die Rentiere mit ihren Rennwagen. 
Und mittendrin: Schneeflöckchen – ein weißes Rentier, viel kleiner als die anderen. Es machte sich einen Schabernack.

Es sprang umher, hüpfte auf die Rücken der anderen Rentiere, von einem Rentier zum nächsten. 

Die Rentiere verwarnte es: „Schneeflöckchen, tob nicht so herum! Hilf uns lieber!“

Doch Schneeflöckchen war voller Übermut. Es sprang von einem Band zum anderen, nahm Anlauf – und plumps! fiel in eine große Geschenkkiste hinein..

Schwupp-di-wupp kam Geschenkband darüber, noch eine Schleife drauf – und schon wurde die Kiste zu den wartenden Rentieren gebracht. Diese flogen los und ließen die Geschenke über den Dächern hinabgleiten – entweder unter die Weihnachtsbäume oder auf die vorbereiteten Geschenketische.

Am nächsten Tag, als die große Bescherung war, schauten die Kinder erwartungsvoll auf ihre Pakete – 
so auch Lilo. 

Natürlich war auch ihr Geschenk da. Sofort musste es geöffnet werden.

Und da sah sie schon etwas Weißes – wie ein kleines Stofftier. Sie nahm es heraus und verliebte sich auf der Stelle. Sie nahm es überall mit hin.

Am Abend, als sie ins Bett ging und ihr neues Kuscheltier neben sich legte, strahlte sie über das ganze Gesicht.

„Was bist du für ein seltsam schönes Kuscheltier?“, flüsterte sie.

Da antwortete das Rentier leise: 
„Ich bin Schneeflöckchen. Ich bin ein Rentier – ich komme von weit oben, aus dem Himmel.“

Lilo wunderte sich, doch sie freute sich auch. 
„Ein Rentier? Ein weißes Rentier? Davon habe ich noch nie gehört!“

„Ja! Ich bin das einzige weiße Rentier.“

Da freute sich Lilo noch mehr.

Dann sagte Schneeflöckchen leise: 
„Ich kann nicht mehr zurück. Kann ich bei dir bleiben?“

„Natürlich!“, sagte Lilo. „Du bist doch mein Ein und Alles. Ich werde gut auf dich aufpassen.“

Da kuschelte sich Schneeflöckchen ganz nah an sie, und beide schliefen friedlich ein.

Somit ist diese weihnachtliche Geschichte zu Ende. 🌟🎄









Besucher: 0

Doktor Spinnenbein

Märchenwelt 🌟

🕷 🐞 🦗
Ein Marienkäfer war auf Wanderschaft, sein kleines Säckchen auf dem Rücken.

Er war schon sehr lange unterwegs, seine Füße wurden müde,
und er wurde immer langsamer und langsamer.

Da sah er in der Ferne eine Gestalt und ging darauf zu.

Am Wegesrand im Gras saß eine Grille – und sie sah gar nicht gut aus.
Sie war ganz blass um die Nase.

Der Marienkäfer fragte besorgt:
„Was ist denn mit dir los? Du schaust ja gar nicht gut aus!“

Die Grille antwortete matt:
„Ich weiß es nicht. Ich war unterwegs zum nächsten Dorf…
und plötzlich wurde mir schlecht. Ich konnte keinen Schritt mehr gehen.“

Der Marienkäfer überlegte.

Er nahm aus seinem Säckchen eine kleine Gesichtsmaske,
band sie sich über Mund und Nase –
und dachte nach, was er tun könnte.

„Komm, Grille“, sagte er schließlich,
„steig auf meinen Rücken. Ich trage dich ein Stück.“

Eine Zeit lang ging es gut,
doch es wurde ganz schnell dunkel – da blieben sie bei einem alten Baumstamm stehen
und lehnten sich erschöpft dagegen.
Ihre Köpfe sanken nach unten.

Da flog eine weiße Taube über sie hinweg.
Sie sah die zwei am Boden sitzen
und landete neben ihnen.

Der Marienkäfer staunte:
„Taube, was machst du so spät noch unterwegs?“

„Ach“, sagte die Taube, „ich habe mich verflogen – so etwas aber auch!
Ich muss dringend zurück ins Dorf, muss mich nur kurz orientieren.“

Dann betrachtete sie die beiden Wanderer genauer.
„Ihr seid ja völlig erschöpft! Sitzt ihr schon länger hier?“

Der Marienkäfer erklärte:
„Ich habe die Grille gefunden, sie ist krank geworden.
Ich habe sie getragen, aber weiter schaffe ich es nicht.“

Die Taube überlegte kurz.

„Wisst ihr was? Steigt auf meinen Rücken.
In meinem Dorf gibt es einen sehr guten Doktor.
Dorthin bringe ich euch.“

Die zwei kletterten auf ihren Rücken,
und die Taube flog sofort los.

Gerade noch rechtzeitig landete sie vor der Tür des Doktors,
bevor es ganz finster wurde.

Mit ihrem Schnabel klopfte sie:
Tock-tock-tock!

„Der Doktor wird euch sicher helfen.“

Die Tür öffnete sich.
Eine Spinne kam heraus.

„Doktor Spinnenbein“, sagte die Taube,
„ich habe einen Patienten für euch.“

„Ja, rein damit, rein damit!“, rief der Doktor,
und der Marienkäfer hinterher.

Am Krankenbett machte der Doktor ihm ein Kissen zurecht.
„Zuerst einmal: schlafen.
Schlaf ist die beste Medizin.“

Am nächsten Morgen wachte die Grille mit Kopfschmerzen auf.
Vor der Praxis standen viele wartende Patienten.
Der Doktor kam kaum noch hinterher.

Der Marienkäfer war besorgt:
„Doktor Spinnenbein, bitte – die Grille muss zuerst drankommen.“

Der Doktor seufzte:
„Ja, aber wie soll ich das alles nur schaffen?“

Da begann der Marienkäfer ganz selbstverständlich zu helfen –
als hätte er es schon immer getan.

Er reichte dem Doktor die richtigen Dinge,
sortierte die Patienten,
holte Fläschchen, verband Wunden,
und so lief alles viel schneller ab.

Er flitzte hin und her und so konnte die Grille schneller verarztet werden.

Doktor Spinnenbein war erstaunt – und froh.
Der Marienkäfer lernte schnell.

Er erinnerte sich an die vielen Erzählungen seiner Onkels
über Heilkräuter und Blätter –
damals hatte er nie Verwendung dafür,
doch nun fiel ihm vieles wieder ein.

Der Doktor staunte und sagte schließlich:
„Was du alles weißt – das können wir hier gut brauchen.
Willst du nicht mein Assistent sein?“

Zuerst wollte der Marienkäfer nicht recht daran glauben.

Einige Tage später –
der Marienkäfer organisierte alles so gut,
dass Doktor Spinnenbein kaum noch etwas selbst tun musste.

Leichte Fälle zuerst, schwere sofort –
so ging die große Menge Kranker schneller vorbei als sonst.

Sagte der Doktor:
„Du musst in eine Schule gehen, und danach wirst du mein Assistent.
Durch dich läuft meine Praxis viel flotter, ich brauche jemanden wie dich.“

Ab und zu kam die Taube vorbei und schaute, wie es ihren Freunden ging.

Die Grille war glücklicherweise wieder gesund.

Der Marienkäfer und die Grille wurden beste Freunde.

Manchmal saßen sie am kleinen Weinstand,
tranken einen Stamperl,
und Doktor Spinnenbein gesellte sich dazu.

Die Taube gurrte ein Lied: 
gur-gur-gur-gur
Die Grille zirpte dazu,
der Marienkäfer steppte vor Freude,
und schon war es wie eine kleine Tanzgruppe.

Alle ringsum saßen, auch die Patienten klatschten im Takt –
und Doktor Spinnenbein grinste übers ganze Gesicht.

So wurden sie ein richtig gutes Team
und hielten immer zusammen.
🕷🦗🐞🕊
Und somit endet diese Geschichte. 🌟









Visitors: 0

7 Kasım 2025 Cuma

Kuckucksküken

Märchenwelt 🌟

Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme. 📢🎧 ▶️ Audio abspielen

Eine Schlange schlängelte traurig in ihre Behausung zurück.

Vor ein paar Tagen hatte sie ihre Schlangenkinder verloren.

Kaum war sie zurück in ihrem Nest, hüpfte ein kleines Küken auf sie zu.

„Mama, Mama, meine liebste Mama!“, piepste es und drückte sich an die Schlange.

Die Schlange schob es vorsichtig weg und sagte:
„Nein, ich kann nicht deine Mama sein. Du bist ein Kuckucksküken – das sehe ich sofort.
Wo kommst du denn her?“

Da blickte sie nach oben und bemerkte ein Loch über ihrer Behausung.

„Aha… höchstwahrscheinlich bist du da hineingeplumpst.“

Doch das Kuckucksküken drehte sich um, zeigte auf seinen Po und rief:

„Schau mal! Ich habe denselben Fleck wie du auf deinem Schwanz!“

Die Schlange wusste gar nicht, was sie darauf antworten sollte.

„Nein… das geht nicht. Du kannst nicht mein Kind sein. Ich bin eine Schlange.“

Doch das Kuckucksküken war fest davon überzeugt.

Die Schlange verließ ratlos ihre Höhle und schlängelte zum Bach.
Sie schlängelte den Bach rauf und wieder runter, rauf und wieder runter.

Die Elster, die älteste im Wald, sah sie und rief:
„Schlange, du hast ja schon einen kleinen Pfad hinter dir gelassen!
Jetzt kann jeder den Bach finden.“

Die Schlange schaute hinter sich – tatsächlich, ein kleiner Pfad war entstanden.

In ihrer Not rief sie:
„Ach, ach, ach! Bei mir im Schlangennest sitzt ein Kuckucksküken!
Und es sagt, ich wäre seine Mama! Aber ich bin eine Schlange!
Was soll ich denn da machen?“

Die Elster war erstaunt und antwortete:
„Da weiß ich jetzt auch nicht…“

Sie flog davon – und während sie flog, erinnerte sie sich:
Die Eule hatte ihr erzählt, dass sie dieses Jahr nur ein einziges Küken hatte und traurig darüber war.
Sie war sonst nämlich viele Küken gewohnt.

Also flog die Elster zur Eule und erzählte ihr die ganze Geschichte.

„Eule, willst du nicht vielleicht Mutterersatz für das Kuckucksküken sein?“

Das kleine Eulenkind war sofort begeistert.

„Ein Geschwisterchen! Ein Geschwisterchen!“

Die Eule überlegte kurz, nickte dann und flog mit der Elster zurück zur Schlange.

Sie winkten der Schlange zu. Diese schloss sich ihnen an.

Als die Eule das Kuckucksküken abholen wollte, klammerte es sich fest:

„Nein, Mama! Nein! Du kannst mich doch nicht wegschicken!“

Die Schlange sprach behutsam:
„Kleines Küken… ich bin eine Schlange.
Es könnte passieren, dass ich dich aus Versehen verschlucke.
Ich kann nicht dafür garantieren.
Du bist mir wohl in mein Nest gefallen – aber die Eule kann eine viel bessere Mutter sein als ich.“

Die Eule nahm das traurige Kuckucksküken schließlich mit.

Doch die Schlange war neugierig geworden.

Später schlängelte sie in die Nähe des Baumes.

„Tschisch“, zischte sie leise.

Das Kuckucksküken hörte es sofort.

„Meine Mama ist da! Meine Mama ist da!“

Die Eule blickte skeptisch hinunter, doch die Schlange beruhigte sie:

„Ihr braucht keine Angst zu haben – ich tue euch nichts.
Ich wollte nur schauen, ob es dem Kuckucksküken gut geht.“

Die Eule nickte freundlich.

„Ihm geht es sehr gut. Er hat sich mit meinem Eulenkind wunderbar angefreundet.“

Die Schlange war erleichtert.

Das Kuckucksküken war in der Zwischenzeit schon größer geworden.

Mit lauter Stimme rief es hinunter:
„Ich werde dich nicht vergessen, meine Schlangen-Mama!“

Und die Schlange zischte zufrieden zurück.

Ende. 🌟🐍🐦









Besucher: 0

6 Kasım 2025 Perşembe

🍲 Eintopf

Anekdoten-Werke 🎆

Wenn ich das Wort Eintopf höre, denke ich sofort an den sagenumwobenen Eintopf meiner Mama.

Was genau hineinkam, wusste man nie so genau – auf jeden Fall wurde alles klein geschnitten,
was es gerade in dieser Jahreszeit gab.

Meist kamen Lauchzwiebeln, Kartoffeln und Karotten hinein,
manchmal auch ein paar in Scheiben geschnittene Wiener – oder Nudeln.

Und ganz wichtig: zwei große Löffel Crème fraîche!

Sehr, sehr lecker – Mmm! 😋

 







Besucher: 0

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...