29 Ekim 2025 Çarşamba

🎩 Geist Oslo

Märchenwelt 🌟
 
Das Geheimnis des Zepters 🪄 

Was waren das für Zeiten vor Jahrhunderten von Jahren, trauerte Geist Oslo in seiner versteckten Kammer der verlorenen Zeit nach und blickte dabei wehmütig auf das Porträt seines ehemaligen Hausherren, das schief und total verstaubt an der Wand hing.

Was waren das für Zeiten, in denen Spuken noch Ehrensache war!

Er und sein Hausherr tranken Wein, um danach der Magd und dem Knecht so einen Schreck einzujagen, dass es ihnen durch Mark und Bein ging.

Er, der damals gefürchtetste Geist von Oslo – spukte im prunkvollsten Herrenhaus seiner Zeit herum.

Aber nach dem Tod seines Herren, als der große, gewaltige Regen kam – und mit ihm die bösen Mächte – wurden durch die Wassergewalt die meisten davon weggeschwemmt.

Doch zwei von den bösen Mächten konnten sich in das Herrenhaus flüchten, sodass sie trockenen Fußes blieben.

In den damaligen Zeiten war es kein Problem, menschliche Gestalt anzunehmen – und so entstanden Herr Sumpf und Herr Schleim.

Sie nahmen mich als Geisel und legten mich in Ketten.

Diebstahl und Räuberei waren ihre Haupteinnahmequelle.

In den Jahrhunderten verdienten sie gut an den Einnahmen des Herrenhauses als Geisterschloss.

Als Geisel angekettet musste ich auf Kommando spuken.

Nachdem die moderne Neuzeit zweitausend anbrach, lösten sich meine Ketten auf – aber ich konnte nirgendwo anders hin, denn ich war schließlich der Geist des Herrenhauses!

Im großen Saal des Herrenhauses war ein riesengroßer Streit entfacht.

Herr Schleim, Herr Sumpf und ich, Geist Oslo.

Die zwei schrien abwechselnd: „Jetzt reicht’s!“ – „So geht es nicht weiter!“ – „Jetzt hast du schon die fünfte Mitarbeiterin verjagt!“

Ich schrie zurück, dass alles nur so klapperte: „Was habt ihr gemacht? Ihr habt eine Schlossabbildung an das Herrenhaus geschraubt! Ich… bin… kein… SCHLOSSGEIST!!!“

Dabei hallte es, dass alles dröhnte.

Beide winkten ab, halblaut:
„Das werden wir schon sehen! Das werden wir schon sehen!“

Sie verschwanden durch die Tür.

Ich steckte meinen Kopf hinaus und schwebte zu meinem Freund, dem Regenbogen, der am Torbogen des Hauseingangs war.

Damals hatten sie ihn auch an seinen Enden festgekettet; die Ketten waren inzwischen aufgelöst, aber seine Enden waren fest verwurzelt.

Im Watschelgang verließen sie das Grundstück.

Ich sah zu, wie die beiden die Brücke über den Fluss Richtung Stadt hinüberwatschelten.

Die zwei Gauner verschwanden und tauchten in der Stadt in ihrem Büro wieder auf, von wo aus sie ihre fiesen Machenschaften ausheckten.

Sie hatten ein Tourismusbüro – die Geschäfte liefen gut.

Sie hatten feste Verträge mit den besten Hotels, vermittelten Mitarbeiter, Touren wie Jeepfahrten, Bootsausflüge und natürlich ihr Spezialangebot: Ausflug ins Geisterschloss.

Beide Parteien wurden abgezockt – die Hotels und die Suchenden – sie kassierten doppelt ab, wie es ihrem Wesen entsprach.

Ihre Gestalt – kurz, klein, schrumpelig – wurde geschickt durch ihre feine Kleidung verdeckt.

Der breite Kragen des Maßanzugs war modisch hochgezogen, den sie von ihrem Spezialisten, ihrem „Spezialmann“, anfertigen ließen – ebenso wie die speziellen Gummispringstiefel.

Herr Sumpf trug eine überdimensionale Brille, während Herr Schleim ein Monokel im rechten Auge hatte.

All das war jedoch nur Show, um von ihrem wahren Wesen abzulenken.

Eine neue Mitarbeiterin wurde gesucht.

Herr Sumpf saß auf seinem Bürostuhl, beide Beine in der Luft verschränkt – wipp, wipp, wipp – wippte er nervös.

Eine junge Frau öffnete schwungvoll die Bürotür, ihre blonden Haare mit den roten Strähnchen funkelten in der Sonne.

Sie war Empfangsdame und auf der Suche nach Arbeit.

Doch bevor sie den Mund aufmachen konnte, streckte Herr Sumpf seinen langen, knorpeligen Finger nach ihr aus und rief erfreut und bestimmend:

„Du kommst genau richtig, wir haben einen Job für dich!“

Britta war eine patente kleine Person und unerschrocken.

Ihre Neugier war geweckt – das klang interessant.

Ihre Augen leuchteten auf, und kurz fragte sie, worum es gehe.

Die beiden Gauner legten sofort los – sie schmückten und prahlten, was das Zeug hielt, was das für ein besonderes Spukschloss sei.

Nur zu ihrem Leidwesen machte Geist Oslo immer schlechte Späße – nur, dass sie vorgewarnt sei.

Sie nickte aufgeregt, und somit war alles beschlossen.

Herr Schleim reichte ihr ein zigeunerähnliches Kleid, das Britta sofort ablehnte:
„Nein, da weiß ich etwas Besseres! Mein Onkel hat einen Antiquitätenladen – dort werde ich etwas Geeignetes finden!“

Das sollte ihnen auch recht sein, dachten sie.

Herr Sumpf ging in ein Nebenzimmer, um aus einer uralten, fast zerfallenen Kommode aus einer der drei heraushängenden, morschen Schubladen ein Zepter mit vergilbten Stockflecken herauszuholen.

Er reichte es Britta.

„Was ist das denn?“, fragte Britta.

Herr Sumpf kurz: „Ein Zepter.“

Britta spontan: 
„Für die Vorführung der Gäste!“

Begeistert rief Herr Sumpf aus:„Sen varya!“

Er drehte sich kurz um seine eigene Achse und sagte dann keck: 
„Macht hundert!“

Britta reagierte gleich: 
„Erst einmal schaue ich, ob ihr euer Geld wert seid!“

Herr Sumpf und Herr Schleim nickten sich zu.

Obwohl es schon spät geworden war, musste sie unbedingt noch heute zu ihrem Onkel, um das richtige Outfit zu finden.

Im Laden ihres Onkels wurde man schnell fündig – eine Aladin-ähnliche Kleidung mit schwarzer Pluderhose.

Genau das Richtige für ihren neuen Auftrag.
🕍
Eine Woche später im Herrenhaus:

Britta stand im großen Saal.

Sie beschwor die Geister und rief, dass sie doch herbeieilen sollen, während sie mit dem Zepter wippte.

Irgendwie beeindruckte das den Geist Oslo – und er erschien.

Britta fragte erwartungsvoll:
„Was ist mit den singenden Porzellanvasen, den klappernden Ritterrüstungen und den fliegenden Bildern?“

Geist Oslo konnte sich vor Lachen kaum zurückhalten:

„Ho! Ho! Ho! Ho! Ho! Der einzige Geist, den es hier gibt, bin ich! Geist Oslo!“

Britta schwang verärgert das Zepter vor sich her.

Oslo lief es eiskalt den Rücken hinunter, obwohl das eigentlich unmöglich schien.

Das war – das ist – das Zepter seines Herrn!

Genau! Jetzt erinnerte er sich wieder: Regen!

Im Nu wurden Britta und Oslo Freunde.

Gemeinsam heckten sie einen Plan aus, um die zwei durchtriebenen Gauner auszutricksen.

Denn Oslo fiel wieder ein, dass es, seit die beiden aufgetaucht waren, rund um das Herrenhaus nicht mehr geregnet hatte.

Auch in der Stadt, wie Britta wusste, regnete es nur noch sehr selten.

Um das Herrenhaus herum befand sich ein ehemaliger Wassergraben.

Diesen wollten sie nun so nutzen, dass, sobald das Regenzepter gegen die beiden Bösewichte gerichtet wurde, alles unter Regenwasser stünde.

Regenwasser würde die beiden Wesen nämlich auflösen.

Es war so weit, und Britta lud die zwei zur Probeaufführung ein.

Alles war genau geplant – jetzt konnten sie kommen.

Zuerst wurde ihnen die Vorführung gezeigt:

Wie Geist Oslo durch die Vasen sauste und dadurch ein Vasengesang entstand,

danach durch die Ritterrüstungen rauschte, dass es nur so klapperte und die Visiere auf- und zuglappten.

Danach ließ er die Bilder über die zwei Gauner ihre Köpfe fliegen, und mit seiner neuen Kette klirrte er so, dass den beiden ein Schauer den Rücken hinunterlief.

Die Gauner waren mehr als begeistert.

Nun würde die Hauptattraktion folgen – die draußen stattfinden sollte.

Vor dem Herrenhaus auf dem Grundstück fing Britta an, Zauberkunststücke vorzuführen, und nutzte die Gelegenheit, das Zepter direkt auf die zwei Gaunerwesen zu richten.

Es fing sofort an zu regnen – so stark und heftig, dass Herr Sumpf und Herr Schleim im Nu im Matsch stecken blieben und Wasser in ihre Stiefel lief.

Auch das übertretende Wasser aus dem Wassergraben tat sein Übriges, und die zwei Gaunerwesen lösten sich auf – das Regenwasser schwemmte sie in den Fluss.

Endlich waren sie befreit!

Sofort konnte sein Freund, der Regenbogen, seinen Platz wieder einnehmen, und er bekam seine leuchtenden Regenbogenfarben zurück.

Die Menschen der Stadt bestaunten freudig den Regenbogen – schon laaange hatten sie ihn nicht mehr gesehen.

In dieser Nacht hatte jeder einen erholsamen Schlaf.

Die glückliche Gesellschaft – Britta, Geist Oslo und der Regenbogen – arbeiteten jetzt Hand in Hand zusammen.

Britta mit ihrer geschickten Geschäftsidee und dem Konzept:

>Ausflug in das Herrenschloss mit Aufführung des gefürchteten Geist Oslo.<

Buuuuu! Uhuhuhu! Buuu! 
 🌤 Hi Hi Hi!

Hallte es durch die Säle.

Immer da spukte er herum.










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28 Ekim 2025 Salı

Das Geheimnis aus der Berghöhle

Märchenwelt 🌟


Es war einmal …

Tief in einer Berghöhle wurde eine versteckte, jahrhundertealte schwarze Boxtruhe durch einen starken Sturmregen herausgespült. Über die große Wiese, durch den Wald, an den Bäumen vorbei – schließlich blieb sie stecken bei den großen Büschen.

Zwischen den Bäumen im Wald stand eine kleine Gestalt, die eine langgezogene Zipfelmütze trug, mit langen, haselnussfarbigen Haaren, die fast bis zum Boden hingen. Wenn man es nicht gewusst hätte – er war ein Gnom. Seine zwei Freunde, Reh und Hase, waren auch mit dabei; sie suchten nach etwas Essbarem.

Von Weitem sahen sie schon den Busch mit seinen leuchtenden Beeren darauf. Das war jetzt genau das Richtige, um ihren Hunger zu stillen. Reh und Hase suchten unter dem Busch ebenfalls nach etwas Essbarem. Gnom fing an, die Beeren einzusammeln – zuerst vorne alle abgebrockt, dazwischen waren auch noch welche, die er mit seinen langen Armen hangelte.

Was ist das hinter dem Busch? Eine schwarze Box! Herausgeholt stand sie nun vor den drei Freunden.

Was wird da wohl drin sein? Sein Gnomenherz pochte höher und höher – so was hatte er schon lange nicht mehr gesehen. Vor ihm stand sie, die geheimnisumwobene schwarze Boxtruhe, die er als Schutzwächter bei den Berghöhlen bewacht hatte.

Ganz bestimmt träumten sie, es sei ein prunkvoller Schatz darin – Golddukaten, Silber, Schmuck und Geschmeide oder sogar ein großer Goldklumpen …

Behutsam und vorsichtig öffnete der Gnom den Deckel.

… Sie konnten es nicht fassen … Es war gar nichts drin!
Die Vorfreude verflog im Nu.

Der Gnom war zuversichtlich, dass er zu Hause schon eine Lösung finden würde. Der Weg zu seiner Behausung war kurz, während er die Boxtruhe auf seiner Schulter nach Hause trug. Bei seinem zusammengeflickten Strohzelt war eine eingebaute Holztür. Drinnen war es spärlich eingerichtet. Der Gnom stellte die Boxtruhe an die Wand auf einen leeren Platz.

Herbstende war angebrochen. Die Freunde saßen zusammen vorn am Kamin. In der Stille klopfte es plötzlich kräftig an die Tür – POCH, POCH! Der Postbote stand vor der Tür, einen Brief in der Hand. Der Gnom nahm den Brief entgegen. Er war von einem weit entfernten Onkel.

Ein Testament
Es wurde ein Häuschen mit Garten vermacht.

Doch die Entfernung war unerreichbar – daran war gar nicht zu denken. Ärgerlich warf der Gnom den Brief samt Testament in die schwarze Boxtruhe hinein.

In dem Moment wurde alles so neblig, dass sie ihre Hände nicht mehr vor den Augen sehen konnten. Sie wurden von einem Nebelwirbel festgehalten. Sie spürten ein Zittern und Wackeln, danach landeten sie sanft am Boden.

Als sie die Augen öffneten – ein Wunder war geschehen!
Es fiel ihnen wie Blätter von den Augen. Es war das Häuschen des Onkels – klein und fein, schön eingerichtet. Ein Wunderwerk war geschehen!

Wie benommen traten sie in den Garten hinaus. Und was war das für eine Freud! Es gab alles, was das Herz begehrte. Vollendet war das Glück der drei Freunde.

Das Ende der Geschicht – vergiss deine Träume nicht. 🌙










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🧵 Schneider Pepo

Märchenwelt 🌟

🧵🌲✂️
In einem Wald, wo die Bäume groß und lang sind und dicht zusammenstehen, lebte der Schneider Wiesel Pepo.

In diesem Tannenwald wohnten viele Kleintiere – Hasen, Haselmäuse, Elstern, Eulen, Amseln, Mäuse, Maulwürfe, Frösche, Kröten und viele andere.

Wiesel Pepo war geschickt, und jeder kam gerne zu ihm – ob mit Jäckchen, Schuh oder Stoffmütz.

Eines Tages, im Herbst, ging das Wiesel hinaus in den Wald, um Haselnüsse zu sammeln. Er folgte träumerisch den bunten Blättern, die von den seltenen Laubbäumen herabfielen.

Er wurde müde. Es war schon dunkel geworden, als er am Ende des Waldes zu einem kleinen Bachlauf kam. Er beugte sich hinunter, um sich das Gesicht zu waschen und einen Schluck Wasser zu trinken.

Wiesel Pepo – mit hellbraunem Fell, ein schlanker, kleiner Kerl mit schmaler Schnauze, kurzen Ohren und buschigem Schwanz – war so übermüdet, dass er beim Trinken in den Bach fiel und ohnmächtig wurde.
🏕🧙‍♂️
Auf der anderen Seite des Bachlaufs lebte das Zwergenvolk.

Zur selben Zeit war Zwerg Wolle dort, um Wasser zu holen. Er entdeckte das Wiesel, zog es vorsichtig heraus und nahm es mit nach Hause.

Dort wickelte er es warm ein, sodass sich das Wiesel bis zum nächsten Tag gut erholt hatte.

Am nächsten Morgen versuchte Zwerg Wolle herauszufinden, woher das kleine Wiesel kam – nur sprachen sie verschiedene Sprachen. Gut, dass beide Zeichensprache verstanden, und so kamen sie gut miteinander klar.

Inzwischen suchten die Kleintierfreunde überall nach Wiesel Pepo. Bis an den Waldrand hatten sie sich bisher nie getraut. Von weitem versuchten sie, durch den dichten Wald etwas zu erspähen – doch vergeblich.

Doch inzwischen waren Zwerg Wolle und Wiesel Pepo gute Freunde geworden. Der Zwerg schenkte ihm sogar eine alte Trett-Nähmaschine.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg – mit einer Schubkarre, darin lag die Nähmaschine – hinüber zum kleinen Bachlauf.

Zwerg Wolle stieg über den Bach, ein Bein hier, das andere dort, um die Schubkarre hinüberzubringen – und danach Wiesel Pepo.

Das Wiesel begann auf der anderen Seite zu pfeifen, um seinen Freunden ein Zeichen zu geben – und hoffte, sie würden ihn hören.

Und tatsächlich – sie waren nicht weit entfernt. Langsam und vorsichtig folgten sie dem Pfeifen, bis sie dicht an den Waldrand kamen. Weiter trauten sie sich nicht.

Zwerg Wolle entdeckte sie und gab dem Wiesel ein Zeichen. Da gingen Wiesel Pepo und der Zwerg langsam auf die Freunde zu.

Die Freude war groß! Alle schlossen ihn in die Arme.

Gemeinsam gingen sie zu Pepos Baumhöhle, wo Zwerg Wolle die alte Nähmaschine abstellte.

Fortan kam Zwerg Wolle oft zu Besuch bei seinem neuen Freund, brachte ihm Flickarbeiten aus dem Zwergendorf mit – und so wurde Schneider Wiesel Pepo zum Freund der Zwerge, dank der Zeichensprache und seines Nähtalents.
🧵 🪡 ✂️
Und so endet diese Geschichte. 🌟










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27 Ekim 2025 Pazartesi

🌸 Findelkind Lulu

Märchenwelt 🌟


Auf einer bunten Blumenwiese wuchs ein Findelkind heran.

Sie war eine außergewöhnliche Däumeline – sie hatte Blumenhaare, ein Blütenkleid aus zartrosigen Blättern und eine spürbare Liebe zu den Blumen.

Eine Blume, die sich von den anderen abhob, war größer und länger als alle anderen Blumen und hatte weiße, fast durchsichtige Blütenblätter.

Genau diese Blume übernahm die Mutterrolle für das kleine Findelkind Lulu. Dort, im Blumenkelch, wuchs sie behütet auf.

Lulu war eine sehr neugierige und wissbegierige kleine Däumeline.

Sie wuchs schnell heran, wohlbehütet von der Blumenwiese.

Lulu war eine besondere Däumeline, denn sie konnte mit Blumen, Pflanzen, Bäumen, Sträuchern und Tieren sprechen.

Sie erzählten sich von den ersten Sonnenstrahlen, vom Wind, der Regen brachte, vom Flüstern der Blütenblätter und den fleißigen Bienen.

Doch ihre Blumenmutter war immer etwas traurig geblieben, und jetzt, da Lulu als junge Däumeline herangewachsen war, wollte sie unbedingt herausfinden, warum.

Da stellte sich heraus, dass ihre Blumenmutter davon träumte, auch so schöne, farbige Blütenblätter zu haben wie ihre Blumenfreunde.

Lulu machte sich daran, eine Lösung zu finden.

Sie hatte von einer alten, weisen Eidechse gehört, die am Teich lebte.

Dorthin wollte sie gehen, um Rat zu holen. Ihre Freunde warnten sie, denn die Eidechse sei unfreundlich und gar gefährlich.

Aber Lulu ließ sich nicht aufhalten und ging ihres Weges.

Sie war nicht alleine – ihre Freunde, der Spatz und das Eichhörnchen, begleiteten sie.

Als sie alle am Teich angekommen waren, sahen sie die Eidechse auf einem Seerosenblatt sitzen.

Da fing Lulu an, ein kleines, feines, liebliches Lied zu singen, das einer Nachtigall glich.

Lulu sprach:
„So furchtvoll, wie ich gehört habe, siehst du gar nicht aus.“

Ohne abzuwarten, dass die Eidechse antworten konnte, sprach sie einfach weiter:

„Ich habe ein Anliegen. Meine Blumenmutter wünscht sich nichts sehnlicher, als farbige Blütenblätter zu haben.
Kannst du uns helfen?“

Die Eidechse grübelte:
„Aus welchem Grund sollte ich das tun? Was gibt es da so Besonderes, dass ich deiner Blumenmutter helfen sollte?“

Da sang das Findelkind Lulu ihre Geschichte:
„Ich bin als Findelkind geboren, meine Blumenmutter hat mich aufgenommen und mich behütet.“

Sie sang so fein, dass die Eidechse nicht anders konnte, als ihnen zu helfen.

„Na, mein Kind, mit feiner Seele – du und deine Freunde müsst in den Wald hineingehen.
Dort sucht ihr nach dem Wurzelpilz unter den Kiefernnadeln.
Später zerkleinert ihr den Pilz vor deiner Blumenmutter und wartet drei Tage ab.“

Als Dank gab Lulu der Eidechse einen Kuss auf den Kopf.

Sofort machten Lulu und ihre Freunde sich auf den Weg.

Sie taten alles so, wie ihnen die Eidechse gesagt hatte.

Endlich, bei der Blumenwiese angekommen, machten sie sich sofort an die Aufgabe.

Mit beruhigendem Gesang verteilten sie die Pilzstücke bei der Blumenmutter und warteten drei Tage ab.

Es war schon Herbstende, und es war etwas kühl geworden, sodass sie vor Übernächtigung einschliefen.

Als ein Sonnenstrahl die Blumenwiese wach kitzelte, reckten sich alle nach der Sonne entgegen.

Da war ein großes Raunen zu hören, und alle schauten in Richtung der Blumenmutter.

Was für eine wunderschöne, farbschimmernde, nie gesehene Blume war da plötzlich entstanden!

Die Blumenmutter konnte ihr Glück kaum fassen und umarmte ihre Lulu.

Lulu fing an, wieder ein sehr feines Lied für ihre Blumenwiese zu singen,
und im Wind wiegten sich die Blumen und summten ihre zarte Blütenmelodie.

Vielleicht, wenn du die Gelegenheit hast, eine Blumenwiese zu sehen,
hörst du bestimmt ein kleines, feines Flüsterlied. 🌸










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🦆 Eine Ente Ema

Märchenwelt 🌟 Lieblingsgeschichte


Es war einmal …

Eine Ente Ema lebte weit draußen auf einem Teich. Sie schwamm einsam ihre Runden. Weiter weg gab es einen Bauernhof. Dort lebten einige Tiere, unter anderem eine Katze mit ihren Katzenkindern. Eins davon, Minka, war besonders neugierig. Sie streunte und schnupperte überall herum.

Eines Tages hatte sie sich verloren und landete am Teich. Sie fing an, ganz schrecklich grauselich zu schreien:
„Miau, Miaauu, Miauu, Miau!!!“

Die Ente hörte das und erblickte die kleine Katze. Sie fragte:
„Wo kommst du denn her?“

Hilflos und mit kläglicher Stimme antwortete das Katzenkind:
„Ich weiß nicht? Ich war auf einem Bauernhof, aber ich finde nicht wieder zurück!“

Die Ente hatte Mitleid und erzog die Katze – sie war wie eine Mama geworden. Doch wie es halt so ist: Die Katze wurde schnell groß und fing an, ihre eigenen Wege zu gehen. Da beschloss die Ente:
„Es ist besser, ich bringe dich wieder zurück, dort ist es sicherer für dich.“

Sie machten sich auf den Weg, und nach einiger Zeit fanden sie tatsächlich den Bauernhof. Gerade als sie ankamen, öffnete sich die Haustür. Das Mädchen, das dort lebte, erkannte die Katze sofort und schrie:
„Minka! Minka!“

Als die Ente erkannte, dass die Katze gut aufgehoben war, watschelte sie wieder zurück. Beim Teich schwamm sie wieder ihre Runden.

🏞

Der Winter kam. Als einige Enten direkt über ihren Teich hinwegflogen, fragte die Ente:
„Wo fliegt ihr hin?“

Die Enten schrien:
„In den Süden! Komm mit, komm mit!“

Ente Ema überlegte, ob sie mitfliegen sollte, und dachte sich: „Was soll ich denn hier ganz alleine?“ Also flog sie mit. Sie flog eine ganze Weile, bis es dämmrig wurde. Sie war müde, denn sie war nicht so stark wie die anderen Enten. Sie wurde immer niedriger, bis sie einen Holzpfosten sah, auf dem sie landete. Erschöpft schlief sie ein.

Am nächsten Tag flog ein neuer Entenschwarm vorüber und schrien:
„Komm mit! Komm mit uns!“

Wieder flog die Ente weiter. Sie flog eine Zeitlang, aber als es Nacht wurde, konnte die Ente nicht mehr. Sie wurde so müde, dass sie immer niedriger flog und landete auf einem buschigen Baum. Nur ein Ast war ohne Blätter – genau auf diesen Ast schlief sie ein.

🌳

Am Morgen, als sie aufwachte, wackelte und raschelte der ganze Baum. Die Ente dachte erschrocken:

„Oje! Ein Erdbeben!“

Sie kletterte vorsichtig nach unten, als sie auf einmal in zwei Nasenlöcher schaute. Das etwas fragte:

„Wer bist du denn?“

Ente Ema nahm ihren ganzen Mut zusammen und antwortete:

„Ich bin die Ente Ema! Und du?“

„Ich bin Zebra Kuno.“

„Aha! Ein Zebra,“ wunderte sich die Ente.

Das Zebra erklärte ihr:
„Das hier ist ein Zoo.“

Vorsichtig kletterte Ente Ema auf seinen Rücken. Da zeigte das Zebra ihr sein ganzes Gehege.
„Was wolltest du denn da?“ fragte Kuno.
„Ich wollte in den Süden fliegen.“
„Aha, das brauchst du gar nicht! Komm, ich zeig dir etwas!“

Er führte sie zu einem schönen Teich.

Erstaunt machte die Ente große Augen:
„Was für ein schöner, großer, sauberer Teich. Nicht so schmuddelig und schmutzig wie mein Teich.“
Da dachte die Ente:
Das Zebra hat recht, hier könnte ich viel besser leben.

Da wurden die beiden dickste Freunde. Weil ihnen ab und zu langweilig war, fing die Ente an, auf dem Kopf des Zebras Turnstücke vorzuführen. Es wurde so professionell, dass es aussah, als wären sie richtige Zirkusartisten.

Als Besucher das sahen, waren sie total verwundert und begeistert, wie toll das aussah. Es sprach sich bald herum, dass es im Zoo eine Ente gab, die auf dem Kopf eines Zebras Zirkuskunststücke machte.

Der Zoodirektor freute sich darüber und ließ Werbung machen. Diese Werbung erreichte auch den Bauernhof. Das Mädchen bettelte ihre Eltern an:
„Mama, Papa, BITTE! Ich will auch in den Zoo! Ich will das auch sehen!“

Die Eltern ließen sich überreden und beschlossen, einige Tage später in den Zoo zu fahren. Heimlich steckte das Mädchen ihre Lieblingskatze in einen Korb. Im Zoo angekommen gingen sie sofort zum Gehege und bestaunten die lustigen Zirkuskunststücke von Zebra Kuno und Ente Ema. Die Katze lugte aus dem Korb heraus, sah ihre Entenmama und sprang einfach rüber.

Zuerst war das Mädchen etwas erschrocken, aber als sie beobachtete, wie die drei auf einmal zum Tanzen anfingen, freute sie sich. Die Leute klatschten begeistert; sie nahmen an, dass dies auch zur Vorstellung gehörte.

Da erkannte das Mädchen, wie glücklich die Ente und die Katze waren. Sie dachte bei sich:
„Nein, das kann ich nicht machen, ich mische mich nicht ein, ich lasse die Katze da!“

Die drei – Zebra Kuno, Ente Ema und Katze Minka – wurden auch viel dickste Freunde. Zusammen schmiedeten sie wieder neue Tricks aus.

Gerne besuchte das Mädchen ihre Freunde im Zoo, um die neuesten Kunststücke zu bestaunen.

🦆 🦓   🐈

🌟 ENDE 🌟









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26 Ekim 2025 Pazar

Prinz auf der Erbse 🫛

Märchenwelt 🌟


Wie so oft ließ sich der Prinz in seiner Sänfte über das unwegsame Gelände tragen –
über holprige Feldwege, durch einen kleinen Wald und weiter den steinigen Felsweg entlang.

Der Boden war steinig, Geröll lag überall – und da geschah es:

Die vorderen Bediensteten stolperten, verloren das Gleichgewicht,
die Sänfte geriet ins Wanken – und der Prinz wurde herausgeschaukelt.

Eine flache Böschung milderte den Sturz,
doch er rollte und purzelte rasant hinunter –
geradewegs in die Höhle des Raschelwurms.

Ein Regenwurm seinesgleichen –
im Durchmesser gut zwei Armbreiten eines Seemanns.

Etwas schwindlig erkannte der Prinz seine Lage.
Und die missfiel ihm sogleich:
Er – der Prinz! – in einer Höhle!

Der monströse, gießige Raschelwurm bot ihm Suppe an.
Doch dem Prinzen wollte sie nicht munden –
war er doch gewohnt, an einem prunkvollen Esstisch zu speisen.

Auch das Heubett mit Bettdecke, die nur seine Müdigkeit ihn darauf schlafen ließ –
das stachlige Heu kratzte seine königliche Müdigkeit wach.

Tag um Tag gab es Suppe.
Der Prinz rümpfte die Nase, verzog das Gesicht.

„Was ist das für eine Suppe?“, klagte er.

Der Wurm sprach:
„Vielleicht machst du dir eines Tages selber eine Suppe.“

Der Hunger aber ließ sie ihn schließlich trinken.

Eines Tages sortierte der Raschelwurm Erbsen –
und eine davon rollte, wie von selbst, ins Heubett hinein.

Einige Tage später klagte der Prinz:
Er könne nicht schlafen!

Er durchsuchte das ganze Heubett.
Da – diese eine Erbse ließ ihn tagelang nicht zur Ruhe kommen.

Er griff nach ihr –
doch schwupps! – sie sprang, sie rollte davon!

Unbeirrt eilte der Prinz ihr hinterher –
über matschigen, weichen und steinigen Boden.

Fluffige Erde spürten seine Füße.
Der Prinz wollte die Erbse packen –
doch da, siehe da!
Viele Erbsen rollten auf ihn zu.

Er wirbelte um sich – und steckte eine nach der anderen in den Boden.
Alle. Auch die dunkelgrüne war jetzt in der Erde.

Müde, erschöpft, mit langsamem Schritt kehrte er zur Höhle zurück.

Er ergab sich seinem Schicksal:
Schlafen, Suppe trinken, das Rascheln des Wurms hören.

Doch dann – tagelang – träumte er vom Erbsenfeld.
Seine Neugierde trieb ihn an.

Blätterschuhe trug er an den Füßen,
von der Seidenraupe drangewebt –
schön weich zum Gehen über nackte Erde, Steine, Matsch.

Mit sanftem Schrittes.

Und was er sah, ließ ihn verzücken:
Kleine Pflänzchen sprießten aus der Erde heraus.

Von da an kümmerte sich der Prinz täglich darum –
sein Flehen längst vergessen,
die eigene Erbsensuppe im Sinn.

Der Raschelwurm hatte inzwischen einen Tunnel nahe dem Feld gebohrt.
Daraus war eine Höhle entstanden,
in der der Prinz fortan lebte.

Die Erbsen wuchsen –
hoch und höher,
und seine Freude mit ihnen.

Bald nannte man ihn nur noch:
den Erbsenprinzen. 🫛

Drinnen in der Höhle
hatten sich der Prinz und der Wurm gemütlich gemacht.

Im Kessel köchelte die Suppe –
und der Prinz reichte dem Raschelwurm sein Lieblingsgericht.

Der Wurm grinste. Der Prinz grinste.
Und beide ließen sich die Erbsensuppe schmecken –
denn er war jetzt der Erbsenprinz. 🌱🥣










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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...