4 Kasım 2025 Salı

🐈 Die Flucht von der gefährlichen Katze

Märchenwelt 🌟

🐦🐁
Ein Spatz hatte unter der Dachrinne am Haus ein Nest vorbereitet.

Er war noch recht jung und stellte sich etwas ungeschickt an - so kam es, dass er mit dem gesamten Nest zum Boden hinunterflog.

Unten angekommen, war er verletzt. Sein Flügel war angeknackst. Und er stellte fest, dass er seine Stimme verloren hatte. Er konnte gar nicht mehr um Hilfe piepsen.

Eine kleine Maus, die in einem Seitenloch des Hauses lebte, hatte den Aufprall gehört. Sie flitzte schnell hinüber – nicht, dass die böse Katze käme und ihn wegschnappen würde – und schleppte den kleinen Vogel so schnell sie konnte in ihre Behausung.

Diese war ganz schlicht eingerichtet: Es gab nur ein Bett und einen Stuhl. Da der Spatz verletzt war, legte sie ihn behutsam auf das Bett. 

In ihren Mäusevorräten von ihren Streifzügen hatte sie ein langes Leintuch gefunden. Das biss sie in der Mitte durch und riss es auseinander, sodass sie den Vogel damit verbinden konnte. Tagelang kümmerte sie sich liebevoll um den Spatz.

Es war ganz schön eng in ihrer kleinen Behausung und sie konnten kaum hinaus, denn draußen lauerte die gefährliche Katze. Zudem konnte sich die Maus mit dem Spatz nicht unterhalten, weil er ja seine Stimme verloren hatte.

Da fiel ihr ein, dass ihr Uropa ihr einmal ein besonderes Buch gegeben hatte. In ihrem Regal würde sie es sicherlich finden.

Ja, da stand es – ganz verstaubt. Zuerst musste der Staub weggepustet werden.

Und weil sie sich die Zeit irgendwie vertreiben mussten, beschlossen sie, die Zeichen in dem Buch zu lernen. Es war nämlich Zeichensprache, und so konnten sie sich bald miteinander verständigen.

Doch lange wollten sie dort nicht bleiben. Sie mussten etwas anderes finden – einen Ort, der sicher war.

Das ging jedoch nur früh am Morgen oder tief in der Nacht, wenn die Katze höchstwahrscheinlich nicht unterwegs war.

Die Maus flitzte durch die Gegend, suchte in allen Ecken und Winkeln nach einem sicheren Platz – doch zunächst fand sie nichts.

Eines Morgens jedoch wagte sie sich weiter hinaus. Da kam sie an den Waldrand und entdeckte dort eine mächtige, alte Eiche. Zwischen den Wurzeln befand sich ein kleines Loch – gerade groß genug für eine Maus.

„Das ist ganz bestimmt ein gutes Versteck!“, dachte sie und kroch hinein.

Drinnen folgte sie dem schmalen Tunnel bis sie auf eine kleine Tür stieß.

„Was mag wohl dahinter sein?“

Sie öffnete sie – und ein grelles Licht blendete sie. Sie musste die Augen schließen, doch als sie vorsichtig hineintrat und wieder hinsah, erkannte sie lauter kleine Bäume – höchstens dreimal so hoch wie sie selbst.

Inmitten des Waldes stand ein Zauberer, dem dieses Reich gehörte. Bei ihm lebten einige Tiere: wie Haselmaus, Hase und Wiesel. Auf seiner Schulter saß ein kleiner Rabe.

Der Zauberer ahnte sogleich, dass die Maus Hilfe brauchte. Sie erzählte ihm von der gefährlichen Katze, von ihrem verletzten Freund, dem Spatz, und dass sie eine neue Unterkunft suchten.

Der Zauberer verstand sofort, was sie meinte, und sprach seinen Zauberspruch:

Flick-flack-um – der Spatz soll gleich hier bei uns sein!“

Und puff! – schon war es geschehen. Der Spatz erschien. Etwas schwindlig und orientierungslos sah er sich um, bis er seine Freundin, die Maus, entdeckte. Da war die Freude groß!

Auch die anderen Tiere freuten sich. Sie waren ohnehin nicht viele – und nun kamen zwei neue Freunde dazu.

Natürlich feierten sie das. Der Zauberer zauberte ein Fest – so bunt und hell, dass es fast wie ein Discolicht leuchtete.

Und während des Festes – wie könnte es anders sein – verliebte sich die Maus in die kleine Haselmaus.

Bald darauf zogen die beiden in eine kleine, süße Behausung.

Der Spatz aber blieb natürlich ihr Freund. 

Er baute sich ein schönes Nest am Boden, denn das war für ihn sowieso viel besser.

Und so ist diese Geschichte zu Ende. 🌸🐦🐁










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2 Kasım 2025 Pazar

So ein Stöpsel aber auch

Märchenwelt 🌟

Es war einmal ein dunkelblauer Deckel.

Er war das Lieblingsspielzeug von Sina – überall, wo Sina war, war auch ihr Stöpsel dabei.

Sina spielte gern mit dem dunkelblauen Deckel.

Oft wurde er gerne als Spielfigur benutzt, bei einem selbstgebastelten Spiel, das sie zusammen mit ihrer Mutter gemacht hatte.

Eines Tages hatte sich Sina vorgenommen, ihr Zimmer aufzuräumen.

Sie ging zu ihrer Puppenküche,
doch statt aufzuräumen, räumte sie eigentlich alles noch mehr durcheinander.
Sie schob die Sachen hin und her, rauf und runter.

Dabei dachte sie bei sich:
„Ach, wäre das schön, wenn ich jetzt so richtig spielen könnte!“
Und sie wünschte sich, dass ihr Deckel – ihr Stöpsel – lebendig wäre.

Weil sie diesen Wunsch so tief gedacht hatte, verwandelte sich der Deckel – und wurde lebendig.

Und in kurzer Zeit war die ganze Puppenküche so ordentlich, wie sie sein sollte.

Da hörte man Lachen, Kichern und Murmeln aus dem Zimmer.
Die Mutter öffnete vorsichtig die Tür einen Spalt und spähte hinein.

„Sina, ist bei dir alles in Ordnung?“

„Was soll sein?
Ich spiele mit meinem 
Stöpsel!“ 🔵 antwortete Sina fröhlich.

Und so endet diese kleine Geschichte. 🌟


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31 Ekim 2025 Cuma

🐇 Hase Hoppel

Märchenwelt 🌟

Der kleine Hase Hoppel hoppelte in der Gegend herum – über Stock und Stein.
Aber leider war er recht unachtsam und hoppelte auf einen Bach zu.

„Ach“, dachte sich Hase Hoppel, „das schaffe ich locker!“
Er machte einen riesigen Satz und wollte über den Bach springen –
doch leider rutschte er ab und platschte in den Bach.

Der war zwar nicht hoch, aber tief genug, dass Hoppel nicht mehr herauskam.
Eine Zeit lang blieb er regungslos sitzen vor Schreck.
Als er sich etwas erholt hatte, stellte er fest, dass seine Hinterpfote sehr schmerzte.

Er bekam Angst und rief um Hilfe.

„Hilfe! Hört mich denn keiner?“

Eine Katze hörte seine Rufe und miaute:
„Miau, ich hole Hilfe!“

Nach einer Weile kam sie mit dem Bauernmädchen zurück.
Dieses erkannte sofort, dass der Hase verletzt war, hob ihn vorsichtig heraus
und trug ihn in ihrer Schürze nach Hause.

Dort wurde sofort der Tierarzt gerufen.
Dieser verarztete Hoppels Hinterbein und beruhigte alle Beteiligten:
„Das wird wieder – in ein paar Wochen hoppelt er wie je zuvor.“

Alle waren erleichtert.

Das Mädchen kümmerte sich besonders um den kleinen Hasen.

Endlich kam der lästige Verband herunter.
Das Mädchen ließ ihn vor dem Haus in die Wiese hinunter.

Hoppel hoppelte vorsichtig ein paar Sätze, aber dann legte er richtig los – vor lauter Freude!

Ab diesem Moment waren das Mädchen Irmi und Hoppel unzertrennlich.

Überall, wo das Mädchen im Hof hinging, hoppelte der Hase hinterher.
Jeden Abend im Stall, in seinem Korb,
deckte Irmi den kleinen Hasen mit einer kleinen Decke zu, streichelte ihn über den Kopf und fing an zu singen:
🎵 🎵 🎵
„Kleiner armer Hase, bist du krank,
dass du nicht mehr hüpfen kannst?...“

Dabei schlief der Hase ein
und träumte davon, über grüne, saftige Wiesen zu hoppeln.

Und somit ist die Geschichte zu Ende. 🌸🐰









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🐢 Schildkröte Lord Pink

Märchenwelt 🌟

Es war einmal...

Im fernen Schildkrötenland dort lebte eine kleine Schildkröte namens Lord.

Eines Tages jedoch verlor er seinen Panzer. Natürlich war er sehr traurig und suchte überall danach.

Schließlich fand er etwas Rundes und Schillerndes – einen festen pinken Plastikdeckel.

Doch Schildkröte Lord wusste das nicht. Er war froh und freute sich einfach nur, dass er wieder einen neuen Panzer hatte und sich wohl fühlte.

Als er in das Schildkrötenland zurückkehrte – dort lebten auch einige Igel und Hasen –
lachten sie ihn aus. Tagelang machten sich die anderen Schildkröten über seinen so pinkfarbenen Panzer lustig.

Da hielt es Schildkröte Lord nicht mehr aus und trottete traurig fort, weit weg vom Schildkrötenland.

Weit draußen im Wald entdeckten ihn ein paar neugierige und interessierte Eichhörnchen.

Sie fanden seinen pinken Panzer wunderschön und machten ihn bald im ganzen Land bekannt.

Fotografen kamen, um Bilder von ihm zu machen, und schon bald nannte man ihn nur noch:

Schildkröte Lord Pink.

Als er schließlich ins Schildkrötenland zurückkehrte, staunten alle.

Niemand lachte mehr – sie schämten sich für ihr Verhalten.

Nun grüßten sie höflich ihren alten Freund und bewunderten seinen ungewöhnlichen Panzer.

Von da an nannten ihn alle liebevoll Schildkröte Lord Pink,

und er lebte glücklich und zufrieden mit seinem pinken Panzer weiter. 🌸🐢

Ende










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30 Ekim 2025 Perşembe

🌲 Wald Freunde

Märchenwelt 🌟

🌲🌳🌲🌳🌲
Weit draußen im Wald stand ein uralter Baum.
Seine Wurzeln zogen sich tief unter den anderen Bäumen und Sträuchern hindurch.
Der ganze Wald bewunderte und verehrte ihn und passte besonders gut auf ihn auf.

Doch einige Tage lang beobachteten sie, dass der Baum immer schwächer wurde.
Das Waldvolk machte sich Sorgen und begann laut zu ächzen und zu stöhnen:

„Was sollen wir tun? Was können wir machen?“

Das Klagen war so groß, dass es als mächtiges Echo bis in den Himmel schallte – und der Sterngott es hörte.

Daraufhin schickte er den Sternenfee hinunter, um dem Baum zu helfen.

Als der Sternenfee ankam, war der ganze Wald in Aufruhr.
Er trug einen sehr langen Stab bei sich – länger als er selbst.
Mit diesem stieß er kräftig in den Waldboden, und sofort wurde es still.

„Seid ruhig!“, sprach der Sternenfee.
„Ich bin gekommen, um unserem alten Freund zu helfen.“

Er flog mit seinen Sternen zum Baum, tastete vorsichtig die Rinde ab und legte sein Ohr an den Stamm.
Alle warteten gespannt. Dann sprach der Sternenfee:

„Wir müssen schnell handeln. Wenn wir nichts tun, könnte der Baum sterben.“

Bevor das Waldvolk etwas sagen konnte, erklärte er:
„Für jede Krankheit gibt es ein Kraut. Wir müssen das Ackerschachtelhalmkraut finden.“

Er beschrieb, wie es aussieht:
„Grüne Halme, fein wie Haare.“

„Jeder Baum, jeder Busch und jedes Tier soll danach suchen!“

In diesem Moment flatterte ein Spatz herbei.
Er setzte sich gerade auf den Ast des alten Baumes, als der Sternenfee sagte:

„Du bekommst einen besonderen Auftrag:
Du fliegst über die Wälder hinaus und suchst das Kraut.“

Und der Spatz flog los.

Es herrschte reges Treiben im Wald.
Jeder suchte nach seinen Möglichkeiten, doch keiner fand etwas.

Der Spatz aber stieß weit außerhalb des Waldes auf einen großen Felsen.
Zwischen den Klippen, dort, wo das Wasser floss, entdeckte er das Kraut.
Er versuchte, es mit seinem Schnabel herauszuziehen, doch es war zu tief und gefährlich.
So flog er zurück und berichtete dem Sternenfee, was er entdeckt hatte.

Da beschloss der Sternenfee, mit dem Spatz zu dem Felsen zu fliegen.
Als sie dort ankamen, betrachtete er alles genau.
Dann stieß er mit seinem Stab auf den Felsen, und ein kleiner Wasserfall entstand.
Mit Hilfe des Stabes leitete er einen Bach bis hin zum alten Baum.

Nun hatte der Baum wieder reichlich Wasser –
und auch das Waldvolk und die Tiere hatten Nutzen davon.

Aber es war noch einiges zu tun: Das Kraut fehlte immer noch.

Der Sternenfee flog zurück in den Wald und bat den Sterngott:
„Hilf uns! Wir wissen nicht mehr weiter.“

Da kam vom Himmel ein heller, silbergoldener Lichtstrahl.
Ein kräftiger Windstoß fuhr durch den Wald – so stark, dass mehrere Pflanzen
des Ackerschachtelhalmkrauts samt Wurzeln vor dem alten Baum niederfielen und dort anwuchsen.

Es dauerte einige Zeit, bis sich der Baum erholt hatte,
doch dann war er stärker als je zuvor.
Das Waldvolk und die Tiere hielten nun noch enger zusammen,
denn sie hatten erkannt, wie wichtig das war.

Der Sterngott beschloss, dass der Sternenfee für immer beim alten Baum bleiben sollte, um ihn zu schützen.

Und manchmal, wenn du draußen im Wald bist und nach oben schaust,
siehst du vielleicht einen hellen, durchscheinenden Lichtschein zwischen den Bäumen. 🌿

Das ist sicherlich der Sternenfee.

Ende 🌟










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Rabe Ramada

Märchenwelt 🌟

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🍒 🍒🍒
Rabe Ramadan lebte auf seinem Lieblingsbaum. Doch er war sehr tollpatschig – ständig passierte ihm etwas. Stolzierte er auf den Ästen herum, kletterte er auf einen zu dünnen Ast. Und was geschah dann?

RUMPS!

Ramadan flatterte mitsamt dem Ast auf den Boden.

„So ein Mist!“, schimpfte er. Dann krabbelte er mühsam wieder den Baum hinauf.

Ne denn? Warum krabbelt er denn wieder rauf?

Alle lachen!

Ramadan hatte zu kurze Flügel und konnte nicht richtig fliegen. Sauer schüttelte er sich, putzte mit seinem Schnabel das Gefieder und murmelte vor sich hin.

Am nächsten Tag, auf dem Baum, wuchsen saftige Kirschen. Ramadan beschloss, ein paar einzusammeln – beziehungsweise mehr zu essen. Doch als er gerade genüsslich schmatzte, rutschte ihm ein Kern in den Hals.

„Ba-kü-ka-ba!“ röchelte er. Da klopfte ihm – Gott sei Dank rechtzeitig – sein Freund, das Eichhörnchen Rudi, auf den Rücken. Bock! Ramadan wäre dabei fast wieder vom Baum gefallen.

„Rudi, bist du verrückt?! Willst du mich gleich vom Baum schubsen?“, keuchte er. „Gestern lag ich doch schon unten!“

„Wie denn das?“, fragte Rudi.

„Ach, wie immer halt“, seufzte Ramadan enttäuscht. „Ast runtergekracht – und ich gleich mit!“

Rudi musste schmunzeln, versuchte aber, sich das Lachen zu verkneifen, um seinen Freund nicht zu kränken.

„Was mach ich nur?“, dachte Ramadan. „Diese Tollpatscherei geht mir auf den Senkel. Immer passiert nur mir so was!“

Ein paar Tage später hockte er eingekrummelt in seinem Nest und hatte sich Strohhalme über den Kopf gezogen, damit ihn niemand sehen sollte. Doch Rudi klopfte mit den Füßen gegen das Nest, dass es nur so wackelte.

„He, was soll das?! Gestern wolltest du mich vom Baum schubsen und heute willst du mein Nest kaputtmachen?!“, schimpfte Ramadan eingeschnappt.

„Nö, nö! Ich habe eine Überraschung für dich“, grinste Rudi.

„Eine Überraschung?“, fragte Ramadan neugierig.

„Ja! Es gibt ein Waldtier-Wettrennen!“, plauderte Rudi fröhlich los.

Ramadan schüttelte seinen Kopf:

„Und… was hat das mit mir zu tun?“

„Ganz einfach: Du machst mit!“

„Ich soll mitmachen?!“

„Ja! Ich habe dich angemeldet.“

„Du hast mich nicht mal gefragt?!“

„Nö! Ich frag dich nicht mal! Weil du bist immer so stur!“

Der Rabe drehte sich beleidigt um. Doch Rudi kam zu ihm, streichelte seinen Schnabel und sagte:

„Ramadan! Reiß dich zusammen! Wir finden was, das zu dir passt – und dann vergeht den anderen das Lachen!“

Da bekam er Mut. Ramadan atmete tief durch und folgte seinem Freund, dem Eichhörnchen.

Bei der Rennstrecke war überhaupt nichts los. Nur ein paar langsamere Tiere wie Schnecken und Igel übten fleißig. „Das ist unsere Gelegenheit“, sagte Rudi. „Komm, ich trainiere dich!“

Erst übten sie kurze Strecken, dann längere, bis sie fast den ganzen Wald umrundeten. „Jetzt üben wir Hürden über die großen Baumstämme!“

„Ich spring doch nicht über Baumstämme, wenn ich renne!“, protestierte Ramadan.

„Nö, aber dadurch wirst du geschickter“, erklärte Rudi. „Wenn dir mal ein Ast im Weg liegt, kannst du leichter drüberhüpfen.“

„Na gut“, krächzte Ramadan. „Du bist mein Lehrer, ich vertraue dir. Du bist mein bester Freund.“

Jeden Tag trainierten sie. Ramadan wurde schneller und schneller – fast wie ein Blitz! Zum ersten Mal war er stolz auf sich.

Endlich kam der Tag des großen Rennens. Manche Tiere hatten noch zuhause trainiert, andere verließen sich auf ihre Schnelligkeit. Rudi hatte für Ramadan eine kleine Rennjacke genäht – mit der Glückszahl 7. Ramadan zog sie an und fühlte sich wie ein echter Rennläufer.

„Alle in Position! 3 – 2 – 1 – LOS!“, rief der Marienkäfer.

Die Tiere rannten, was das Zeug hielt. Ramadan begann langsam – die Strecke war lang. Doch als er merkte, dass die anderen langsamer wurden, legte er los. Auf der letzten Strecke rannte er so schnell, dass man nur noch sein schwarzes Blitzgefieder sah.

Alle waren wie erstarrt. Dann rannten sie so schnell sie konnten – doch Ramadan war schon am Ziel angekommen. Er schaute rechts, links und nach hinten – keiner war hinter ihm!

Rudi rief: „Rabe Ramadan!“, und der Marienkäfer schrie: „RABE RAMADAN – ERSTER IM ZIEL!“

Stolz nahm Ramadan die Medaille entgegen. Alle Tiere verneigten sich vor ihm. „Oh, ich hätte nie gedacht, dass du so ein großes Talent hast“, staunten sie.

Von diesem Tag an war Rabe Ramadan der schnellste Läufer des ganzen Waldes – ja, des ganzen Rabenvolkes! Eichhörnchen Rudi umarmte ihn.

„Siehst du, Ramadan? Jetzt ist deine Tollpatschigkeit vorbei. Jetzt bist du ein Rennmeister!“

Abends saßen die beiden wieder auf ihrem Lieblingsbaum. Ramadan krächzte: „Kä–Kä–Kächk“, während Eichhörnchen Rudi in seinem Gefieder einschlief.
Und wenn sie nicht noch dort sitzen – dann leben sie immer noch fortan.


ENDE









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🐉 Die Schlange Willi

Märchenwelt 🌟

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🐉🐀
Schlange Willi war ganz alleine. Er schlängelte im Wald vor sich hin und schimpfte vor sich her:

„Immer dasselbe! Alle hauen ab, wenn sie mich sehen. Ich tue niemandem etwas zuleide – außer ein paar Mäuse zu verspeisen. Schließlich musste ich ja auch von etwas leben!“, murmelte er in sich hinein.

Unachtsam schlängelte er des Weges, als es auf einmal „Klapp!“ machte.

Oje – er war in ein Fangeisen geraten! Ihm war soweit nichts passiert, aber er steckte fest.

Willi versuchte, sich mit Rucken zu befreien – keine Chance! Sein Schwanz steckte fest und war schon ganz aufgescheuert.

Er überlegte, was er machen sollte. Ihm fiel nichts anderes ein, als um Hilfe zu schreien:

„Hilfe! Hilfe! Hört mich denn keiner?“, rief Willi verzweifelt.

„Ach“, dachte er, „wer soll da schon kommen – niemand…“

Vor Anstrengung nickte er ein.

Doch plötzlich machte es „Klick – Klack – Blook!“

Willi schaute erschrocken nach hinten – jemand hatte das Fangeisen aufgemacht! Willi zog so schnell er konnte seinen Schwanz heraus.

Plötzlich stand da eine riesengroße Ratte.

„Hallo, ich bin Ratti“, stellte sich die Ratte vor.

Die Ratte sagte: „Komm mit mir, ich verarzte dich. Du bist leicht verletzt.“

Zuerst wollte Willi nicht. Aber Ratte Ratti redete so lange auf ihn ein, bis Schlange Willi einwilligte.

Bei ihrer Rattenbehausung angekommen, holte Ratti einen Korb. Dort passte die Schlange genau hinein. Ratti verarztete die aufgescheuerte Stelle von Schlange Willi.

Als einige Tage vergangen waren, wollte Schlange Willi sich verabschieden.

Aber Ratte Ratti wollte unbedingt, dass er als Freund dableibe.

Willi wusste nicht genau, ob er das machen sollte. Er fragte: „Aber warum…?“

Die Ratte antwortete ganz einfach:

„Du bist alleine – ich bin alleine. Mit mir will niemand etwas zu tun haben, mit dir auch nicht. Ich bin die einzige Ratte weit und breit im ganzen Wald, groß auch noch dazu. Wie ich hierhergekommen bin, weiß ich auch nicht – aber ich lebe nun mal hier.“

„Bitte!“, bettelte die Ratte, „lass uns Freunde sein! Dann sind wir nicht mehr alleine und können uns gegenseitig unterstützen.“

Da erinnerte sich Willi daran, wie er hilflos gewesen war und nur Ratti ihm geholfen hatte.

Da wurde sein Schlangenherz ganz warm, und er drückte Ratti an sich.

„Ja, du hast recht – so einen Freund finde ich nie mehr!“

Und so entstand eine schöne, wenn auch seltsame Freundschaft zwischen Schlange Willi und Ratte Ratti.

Ende









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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...