28 Ekim 2025 Salı

Das Geheimnis aus der Berghöhle

Märchenwelt 🌟


Es war einmal …

Tief in einer Berghöhle wurde eine versteckte, jahrhundertealte schwarze Boxtruhe durch einen starken Sturmregen herausgespült. Über die große Wiese, durch den Wald, an den Bäumen vorbei – schließlich blieb sie stecken bei den großen Büschen.

Zwischen den Bäumen im Wald stand eine kleine Gestalt, die eine langgezogene Zipfelmütze trug, mit langen, haselnussfarbigen Haaren, die fast bis zum Boden hingen. Wenn man es nicht gewusst hätte – er war ein Gnom. Seine zwei Freunde, Reh und Hase, waren auch mit dabei; sie suchten nach etwas Essbarem.

Von Weitem sahen sie schon den Busch mit seinen leuchtenden Beeren darauf. Das war jetzt genau das Richtige, um ihren Hunger zu stillen. Reh und Hase suchten unter dem Busch ebenfalls nach etwas Essbarem. Gnom fing an, die Beeren einzusammeln – zuerst vorne alle abgebrockt, dazwischen waren auch noch welche, die er mit seinen langen Armen hangelte.

Was ist das hinter dem Busch? Eine schwarze Box! Herausgeholt stand sie nun vor den drei Freunden.

Was wird da wohl drin sein? Sein Gnomenherz pochte höher und höher – so was hatte er schon lange nicht mehr gesehen. Vor ihm stand sie, die geheimnisumwobene schwarze Boxtruhe, die er als Schutzwächter bei den Berghöhlen bewacht hatte.

Ganz bestimmt träumten sie, es sei ein prunkvoller Schatz darin – Golddukaten, Silber, Schmuck und Geschmeide oder sogar ein großer Goldklumpen …

Behutsam und vorsichtig öffnete der Gnom den Deckel.

… Sie konnten es nicht fassen … Es war gar nichts drin!
Die Vorfreude verflog im Nu.

Der Gnom war zuversichtlich, dass er zu Hause schon eine Lösung finden würde. Der Weg zu seiner Behausung war kurz, während er die Boxtruhe auf seiner Schulter nach Hause trug. Bei seinem zusammengeflickten Strohzelt war eine eingebaute Holztür. Drinnen war es spärlich eingerichtet. Der Gnom stellte die Boxtruhe an die Wand auf einen leeren Platz.

Herbstende war angebrochen. Die Freunde saßen zusammen vorn am Kamin. In der Stille klopfte es plötzlich kräftig an die Tür – POCH, POCH! Der Postbote stand vor der Tür, einen Brief in der Hand. Der Gnom nahm den Brief entgegen. Er war von einem weit entfernten Onkel.

Ein Testament
Es wurde ein Häuschen mit Garten vermacht.

Doch die Entfernung war unerreichbar – daran war gar nicht zu denken. Ärgerlich warf der Gnom den Brief samt Testament in die schwarze Boxtruhe hinein.

In dem Moment wurde alles so neblig, dass sie ihre Hände nicht mehr vor den Augen sehen konnten. Sie wurden von einem Nebelwirbel festgehalten. Sie spürten ein Zittern und Wackeln, danach landeten sie sanft am Boden.

Als sie die Augen öffneten – ein Wunder war geschehen!
Es fiel ihnen wie Blätter von den Augen. Es war das Häuschen des Onkels – klein und fein, schön eingerichtet. Ein Wunderwerk war geschehen!

Wie benommen traten sie in den Garten hinaus. Und was war das für eine Freud! Es gab alles, was das Herz begehrte. Vollendet war das Glück der drei Freunde.

Das Ende der Geschicht – vergiss deine Träume nicht. 🌙










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🧵 Schneider Pepo

Märchenwelt 🌟

🧵🌲✂️
In einem Wald, wo die Bäume groß und lang sind und dicht zusammenstehen, lebte der Schneider Wiesel Pepo.

In diesem Tannenwald wohnten viele Kleintiere – Hasen, Haselmäuse, Elstern, Eulen, Amseln, Mäuse, Maulwürfe, Frösche, Kröten und viele andere.

Wiesel Pepo war geschickt, und jeder kam gerne zu ihm – ob mit Jäckchen, Schuh oder Stoffmütz.

Eines Tages, im Herbst, ging das Wiesel hinaus in den Wald, um Haselnüsse zu sammeln. Er folgte träumerisch den bunten Blättern, die von den seltenen Laubbäumen herabfielen.

Er wurde müde. Es war schon dunkel geworden, als er am Ende des Waldes zu einem kleinen Bachlauf kam. Er beugte sich hinunter, um sich das Gesicht zu waschen und einen Schluck Wasser zu trinken.

Wiesel Pepo – mit hellbraunem Fell, ein schlanker, kleiner Kerl mit schmaler Schnauze, kurzen Ohren und buschigem Schwanz – war so übermüdet, dass er beim Trinken in den Bach fiel und ohnmächtig wurde.
🏕🧙‍♂️
Auf der anderen Seite des Bachlaufs lebte das Zwergenvolk.

Zur selben Zeit war Zwerg Wolle dort, um Wasser zu holen. Er entdeckte das Wiesel, zog es vorsichtig heraus und nahm es mit nach Hause.

Dort wickelte er es warm ein, sodass sich das Wiesel bis zum nächsten Tag gut erholt hatte.

Am nächsten Morgen versuchte Zwerg Wolle herauszufinden, woher das kleine Wiesel kam – nur sprachen sie verschiedene Sprachen. Gut, dass beide Zeichensprache verstanden, und so kamen sie gut miteinander klar.

Inzwischen suchten die Kleintierfreunde überall nach Wiesel Pepo. Bis an den Waldrand hatten sie sich bisher nie getraut. Von weitem versuchten sie, durch den dichten Wald etwas zu erspähen – doch vergeblich.

Doch inzwischen waren Zwerg Wolle und Wiesel Pepo gute Freunde geworden. Der Zwerg schenkte ihm sogar eine alte Trett-Nähmaschine.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg – mit einer Schubkarre, darin lag die Nähmaschine – hinüber zum kleinen Bachlauf.

Zwerg Wolle stieg über den Bach, ein Bein hier, das andere dort, um die Schubkarre hinüberzubringen – und danach Wiesel Pepo.

Das Wiesel begann auf der anderen Seite zu pfeifen, um seinen Freunden ein Zeichen zu geben – und hoffte, sie würden ihn hören.

Und tatsächlich – sie waren nicht weit entfernt. Langsam und vorsichtig folgten sie dem Pfeifen, bis sie dicht an den Waldrand kamen. Weiter trauten sie sich nicht.

Zwerg Wolle entdeckte sie und gab dem Wiesel ein Zeichen. Da gingen Wiesel Pepo und der Zwerg langsam auf die Freunde zu.

Die Freude war groß! Alle schlossen ihn in die Arme.

Gemeinsam gingen sie zu Pepos Baumhöhle, wo Zwerg Wolle die alte Nähmaschine abstellte.

Fortan kam Zwerg Wolle oft zu Besuch bei seinem neuen Freund, brachte ihm Flickarbeiten aus dem Zwergendorf mit – und so wurde Schneider Wiesel Pepo zum Freund der Zwerge, dank der Zeichensprache und seines Nähtalents.
🧵 🪡 ✂️
Und so endet diese Geschichte. 🌟










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27 Ekim 2025 Pazartesi

🌸 Findelkind Lulu

Märchenwelt 🌟


Auf einer bunten Blumenwiese wuchs ein Findelkind heran.

Sie war eine außergewöhnliche Däumeline – sie hatte Blumenhaare, ein Blütenkleid aus zartrosigen Blättern und eine spürbare Liebe zu den Blumen.

Eine Blume, die sich von den anderen abhob, war größer und länger als alle anderen Blumen und hatte weiße, fast durchsichtige Blütenblätter.

Genau diese Blume übernahm die Mutterrolle für das kleine Findelkind Lulu. Dort, im Blumenkelch, wuchs sie behütet auf.

Lulu war eine sehr neugierige und wissbegierige kleine Däumeline.

Sie wuchs schnell heran, wohlbehütet von der Blumenwiese.

Lulu war eine besondere Däumeline, denn sie konnte mit Blumen, Pflanzen, Bäumen, Sträuchern und Tieren sprechen.

Sie erzählten sich von den ersten Sonnenstrahlen, vom Wind, der Regen brachte, vom Flüstern der Blütenblätter und den fleißigen Bienen.

Doch ihre Blumenmutter war immer etwas traurig geblieben, und jetzt, da Lulu als junge Däumeline herangewachsen war, wollte sie unbedingt herausfinden, warum.

Da stellte sich heraus, dass ihre Blumenmutter davon träumte, auch so schöne, farbige Blütenblätter zu haben wie ihre Blumenfreunde.

Lulu machte sich daran, eine Lösung zu finden.

Sie hatte von einer alten, weisen Eidechse gehört, die am Teich lebte.

Dorthin wollte sie gehen, um Rat zu holen. Ihre Freunde warnten sie, denn die Eidechse sei unfreundlich und gar gefährlich.

Aber Lulu ließ sich nicht aufhalten und ging ihres Weges.

Sie war nicht alleine – ihre Freunde, der Spatz und das Eichhörnchen, begleiteten sie.

Als sie alle am Teich angekommen waren, sahen sie die Eidechse auf einem Seerosenblatt sitzen.

Da fing Lulu an, ein kleines, feines, liebliches Lied zu singen, das einer Nachtigall glich.

Lulu sprach:
„So furchtvoll, wie ich gehört habe, siehst du gar nicht aus.“

Ohne abzuwarten, dass die Eidechse antworten konnte, sprach sie einfach weiter:

„Ich habe ein Anliegen. Meine Blumenmutter wünscht sich nichts sehnlicher, als farbige Blütenblätter zu haben.
Kannst du uns helfen?“

Die Eidechse grübelte:
„Aus welchem Grund sollte ich das tun? Was gibt es da so Besonderes, dass ich deiner Blumenmutter helfen sollte?“

Da sang das Findelkind Lulu ihre Geschichte:
„Ich bin als Findelkind geboren, meine Blumenmutter hat mich aufgenommen und mich behütet.“

Sie sang so fein, dass die Eidechse nicht anders konnte, als ihnen zu helfen.

„Na, mein Kind, mit feiner Seele – du und deine Freunde müsst in den Wald hineingehen.
Dort sucht ihr nach dem Wurzelpilz unter den Kiefernnadeln.
Später zerkleinert ihr den Pilz vor deiner Blumenmutter und wartet drei Tage ab.“

Als Dank gab Lulu der Eidechse einen Kuss auf den Kopf.

Sofort machten Lulu und ihre Freunde sich auf den Weg.

Sie taten alles so, wie ihnen die Eidechse gesagt hatte.

Endlich, bei der Blumenwiese angekommen, machten sie sich sofort an die Aufgabe.

Mit beruhigendem Gesang verteilten sie die Pilzstücke bei der Blumenmutter und warteten drei Tage ab.

Es war schon Herbstende, und es war etwas kühl geworden, sodass sie vor Übernächtigung einschliefen.

Als ein Sonnenstrahl die Blumenwiese wach kitzelte, reckten sich alle nach der Sonne entgegen.

Da war ein großes Raunen zu hören, und alle schauten in Richtung der Blumenmutter.

Was für eine wunderschöne, farbschimmernde, nie gesehene Blume war da plötzlich entstanden!

Die Blumenmutter konnte ihr Glück kaum fassen und umarmte ihre Lulu.

Lulu fing an, wieder ein sehr feines Lied für ihre Blumenwiese zu singen,
und im Wind wiegten sich die Blumen und summten ihre zarte Blütenmelodie.

Vielleicht, wenn du die Gelegenheit hast, eine Blumenwiese zu sehen,
hörst du bestimmt ein kleines, feines Flüsterlied. 🌸










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🦆 Eine Ente Ema

Märchenwelt 🌟 Lieblingsgeschichte


Es war einmal …

Eine Ente Ema lebte weit draußen auf einem Teich. Sie schwamm einsam ihre Runden. Weiter weg gab es einen Bauernhof. Dort lebten einige Tiere, unter anderem eine Katze mit ihren Katzenkindern. Eins davon, Minka, war besonders neugierig. Sie streunte und schnupperte überall herum.

Eines Tages hatte sie sich verloren und landete am Teich. Sie fing an, ganz schrecklich grauselich zu schreien:
„Miau, Miaauu, Miauu, Miau!!!“

Die Ente hörte das und erblickte die kleine Katze. Sie fragte:
„Wo kommst du denn her?“

Hilflos und mit kläglicher Stimme antwortete das Katzenkind:
„Ich weiß nicht? Ich war auf einem Bauernhof, aber ich finde nicht wieder zurück!“

Die Ente hatte Mitleid und erzog die Katze – sie war wie eine Mama geworden. Doch wie es halt so ist: Die Katze wurde schnell groß und fing an, ihre eigenen Wege zu gehen. Da beschloss die Ente:
„Es ist besser, ich bringe dich wieder zurück, dort ist es sicherer für dich.“

Sie machten sich auf den Weg, und nach einiger Zeit fanden sie tatsächlich den Bauernhof. Gerade als sie ankamen, öffnete sich die Haustür. Das Mädchen, das dort lebte, erkannte die Katze sofort und schrie:
„Minka! Minka!“

Als die Ente erkannte, dass die Katze gut aufgehoben war, watschelte sie wieder zurück. Beim Teich schwamm sie wieder ihre Runden.

🏞

Der Winter kam. Als einige Enten direkt über ihren Teich hinwegflogen, fragte die Ente:
„Wo fliegt ihr hin?“

Die Enten schrien:
„In den Süden! Komm mit, komm mit!“

Ente Ema überlegte, ob sie mitfliegen sollte, und dachte sich: „Was soll ich denn hier ganz alleine?“ Also flog sie mit. Sie flog eine ganze Weile, bis es dämmrig wurde. Sie war müde, denn sie war nicht so stark wie die anderen Enten. Sie wurde immer niedriger, bis sie einen Holzpfosten sah, auf dem sie landete. Erschöpft schlief sie ein.

Am nächsten Tag flog ein neuer Entenschwarm vorüber und schrien:
„Komm mit! Komm mit uns!“

Wieder flog die Ente weiter. Sie flog eine Zeitlang, aber als es Nacht wurde, konnte die Ente nicht mehr. Sie wurde so müde, dass sie immer niedriger flog und landete auf einem buschigen Baum. Nur ein Ast war ohne Blätter – genau auf diesen Ast schlief sie ein.

🌳

Am Morgen, als sie aufwachte, wackelte und raschelte der ganze Baum. Die Ente dachte erschrocken:

„Oje! Ein Erdbeben!“

Sie kletterte vorsichtig nach unten, als sie auf einmal in zwei Nasenlöcher schaute. Das etwas fragte:

„Wer bist du denn?“

Ente Ema nahm ihren ganzen Mut zusammen und antwortete:

„Ich bin die Ente Ema! Und du?“

„Ich bin Zebra Kuno.“

„Aha! Ein Zebra,“ wunderte sich die Ente.

Das Zebra erklärte ihr:
„Das hier ist ein Zoo.“

Vorsichtig kletterte Ente Ema auf seinen Rücken. Da zeigte das Zebra ihr sein ganzes Gehege.
„Was wolltest du denn da?“ fragte Kuno.
„Ich wollte in den Süden fliegen.“
„Aha, das brauchst du gar nicht! Komm, ich zeig dir etwas!“

Er führte sie zu einem schönen Teich.

Erstaunt machte die Ente große Augen:
„Was für ein schöner, großer, sauberer Teich. Nicht so schmuddelig und schmutzig wie mein Teich.“
Da dachte die Ente:
Das Zebra hat recht, hier könnte ich viel besser leben.

Da wurden die beiden dickste Freunde. Weil ihnen ab und zu langweilig war, fing die Ente an, auf dem Kopf des Zebras Turnstücke vorzuführen. Es wurde so professionell, dass es aussah, als wären sie richtige Zirkusartisten.

Als Besucher das sahen, waren sie total verwundert und begeistert, wie toll das aussah. Es sprach sich bald herum, dass es im Zoo eine Ente gab, die auf dem Kopf eines Zebras Zirkuskunststücke machte.

Der Zoodirektor freute sich darüber und ließ Werbung machen. Diese Werbung erreichte auch den Bauernhof. Das Mädchen bettelte ihre Eltern an:
„Mama, Papa, BITTE! Ich will auch in den Zoo! Ich will das auch sehen!“

Die Eltern ließen sich überreden und beschlossen, einige Tage später in den Zoo zu fahren. Heimlich steckte das Mädchen ihre Lieblingskatze in einen Korb. Im Zoo angekommen gingen sie sofort zum Gehege und bestaunten die lustigen Zirkuskunststücke von Zebra Kuno und Ente Ema. Die Katze lugte aus dem Korb heraus, sah ihre Entenmama und sprang einfach rüber.

Zuerst war das Mädchen etwas erschrocken, aber als sie beobachtete, wie die drei auf einmal zum Tanzen anfingen, freute sie sich. Die Leute klatschten begeistert; sie nahmen an, dass dies auch zur Vorstellung gehörte.

Da erkannte das Mädchen, wie glücklich die Ente und die Katze waren. Sie dachte bei sich:
„Nein, das kann ich nicht machen, ich mische mich nicht ein, ich lasse die Katze da!“

Die drei – Zebra Kuno, Ente Ema und Katze Minka – wurden auch viel dickste Freunde. Zusammen schmiedeten sie wieder neue Tricks aus.

Gerne besuchte das Mädchen ihre Freunde im Zoo, um die neuesten Kunststücke zu bestaunen.

🦆 🦓   🐈

🌟 ENDE 🌟









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26 Ekim 2025 Pazar

Prinz auf der Erbse 🫛

Märchenwelt 🌟


Wie so oft ließ sich der Prinz in seiner Sänfte über das unwegsame Gelände tragen –
über holprige Feldwege, durch einen kleinen Wald und weiter den steinigen Felsweg entlang.

Der Boden war steinig, Geröll lag überall – und da geschah es:

Die vorderen Bediensteten stolperten, verloren das Gleichgewicht,
die Sänfte geriet ins Wanken – und der Prinz wurde herausgeschaukelt.

Eine flache Böschung milderte den Sturz,
doch er rollte und purzelte rasant hinunter –
geradewegs in die Höhle des Raschelwurms.

Ein Regenwurm seinesgleichen –
im Durchmesser gut zwei Armbreiten eines Seemanns.

Etwas schwindlig erkannte der Prinz seine Lage.
Und die missfiel ihm sogleich:
Er – der Prinz! – in einer Höhle!

Der monströse, gießige Raschelwurm bot ihm Suppe an.
Doch dem Prinzen wollte sie nicht munden –
war er doch gewohnt, an einem prunkvollen Esstisch zu speisen.

Auch das Heubett mit Bettdecke, die nur seine Müdigkeit ihn darauf schlafen ließ –
das stachlige Heu kratzte seine königliche Müdigkeit wach.

Tag um Tag gab es Suppe.
Der Prinz rümpfte die Nase, verzog das Gesicht.

„Was ist das für eine Suppe?“, klagte er.

Der Wurm sprach:
„Vielleicht machst du dir eines Tages selber eine Suppe.“

Der Hunger aber ließ sie ihn schließlich trinken.

Eines Tages sortierte der Raschelwurm Erbsen –
und eine davon rollte, wie von selbst, ins Heubett hinein.

Einige Tage später klagte der Prinz:
Er könne nicht schlafen!

Er durchsuchte das ganze Heubett.
Da – diese eine Erbse ließ ihn tagelang nicht zur Ruhe kommen.

Er griff nach ihr –
doch schwupps! – sie sprang, sie rollte davon!

Unbeirrt eilte der Prinz ihr hinterher –
über matschigen, weichen und steinigen Boden.

Fluffige Erde spürten seine Füße.
Der Prinz wollte die Erbse packen –
doch da, siehe da!
Viele Erbsen rollten auf ihn zu.

Er wirbelte um sich – und steckte eine nach der anderen in den Boden.
Alle. Auch die dunkelgrüne war jetzt in der Erde.

Müde, erschöpft, mit langsamem Schritt kehrte er zur Höhle zurück.

Er ergab sich seinem Schicksal:
Schlafen, Suppe trinken, das Rascheln des Wurms hören.

Doch dann – tagelang – träumte er vom Erbsenfeld.
Seine Neugierde trieb ihn an.

Blätterschuhe trug er an den Füßen,
von der Seidenraupe drangewebt –
schön weich zum Gehen über nackte Erde, Steine, Matsch.

Mit sanftem Schrittes.

Und was er sah, ließ ihn verzücken:
Kleine Pflänzchen sprießten aus der Erde heraus.

Von da an kümmerte sich der Prinz täglich darum –
sein Flehen längst vergessen,
die eigene Erbsensuppe im Sinn.

Der Raschelwurm hatte inzwischen einen Tunnel nahe dem Feld gebohrt.
Daraus war eine Höhle entstanden,
in der der Prinz fortan lebte.

Die Erbsen wuchsen –
hoch und höher,
und seine Freude mit ihnen.

Bald nannte man ihn nur noch:
den Erbsenprinzen. 🫛

Drinnen in der Höhle
hatten sich der Prinz und der Wurm gemütlich gemacht.

Im Kessel köchelte die Suppe –
und der Prinz reichte dem Raschelwurm sein Lieblingsgericht.

Der Wurm grinste. Der Prinz grinste.
Und beide ließen sich die Erbsensuppe schmecken –
denn er war jetzt der Erbsenprinz. 🌱🥣










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22 Ekim 2025 Çarşamba

Ist denn da keiner?

Allerlei-Sammelmaschen 📃

(Angelehnt an eine Beobachtung aus dem typischen Landleben – irgendwo im Nirgendwo-Dörfchen) Kimse yok?


Ist denn da keiner? 
Niemand?


Weit draußen, hinter einem kleinen Dorf, standen nur drei verstreute Häuser.
In einem davon lebte eine Frau mit ihrem Mann.
Sie hatten ein hartes und schweres Leben.
Es gab keine richtige Wasserleitung, und der Strom fiel oft aus.

Hinter dem Haus gab es eine Quelle.
Der Mann hatte – wie auch die anderen Nachbarn – dicke Schläuche verlegt,
um das Wasser ins Haus zu leiten.
Doch es musste draußen in Behälter gefüllt und dann umständlich drinnen erhitzt werden –
zum Kochen, Waschen oder Duschen.

Strom gab es zwar, aber wegen der schlechten Leitungen fiel er immer wieder stundenlang aus.

Die Frau kümmerte sich um alles: putzen, kochen, Marmelade einkochen,
den Garten pflegen, Holz für den Winter vorbereiten.
Ihr Mann arbeitete draußen auf den Feldern,
und wenn er heimkam, war er meist müde und mürrisch.

Schon frühmorgens begann es:
Kaum hatte sie die Augen halb geöffnet, rief er grantig:
„Hast du schon Tee gemacht? Wie weit bist du?!“
Die Frau wollte keinen Streit.
Sie stand sofort auf, ging in die Küche, bereitete Tee und Frühstück vor – wie jeden Tag.

Am Abend dann dasselbe Spiel:
„Schon wieder zu wenig Geld!
Das reicht hinten und vorne nicht!
Und das Essen – warum ist das noch nicht fertig?
Was hast du überhaupt gemacht heute?!“

Tag für Tag dieselben Vorwürfe, dieselbe Unzufriedenheit.

Einmal kam er schon am Nachmittag nach Hause.
Es gab keine Arbeit mehr, und sie schickten ihn heim.
„Wer weiß, wann die mir überhaupt das Geld geben“, schimpfte er.
„Schon wieder zu wenig! Hast du wenigstens Kaffee gemacht?
Und was ist mit Kuchen? Wieder nix vorbereitet?!“

Da wurde es der Frau zu viel.
Ganz still dachte sie: Ach, wäre ich doch bloß ein Baum.

Einige Tage später hatte ihr Mann zum Glück wieder Arbeit gefunden.
Nun konnte sie am Nachmittag spazieren gehen.
Und dieses Mal ging sie weit hinaus – ganz weit.

Dort stand ein mächtiger, uralter Baum.
Etwas in ihr zog sie zu ihm hin.

Sie legte die Hand an seine Rinde,
dann umarmte sie ihn – so gut sie konnte,
denn der Baum war viel zu dick.
Dann ging sie zurück. Und wieder: derselbe Alltag.

Eines Tages wollte sie bei einer entfernten Nachbarin Eier holen.
Die Frau konnte nicht sprechen – sie war stumm –
doch mit Handzeichen bat sie um die Eier.
Die Nachbarin verstand sie und reichte ihr geduldig ein paar.

Am Abend wollte sie die Eier zubereiten.
Doch da kam ihr Mann nach Hause, wie immer mürrisch:
„Was willst du mit den Eiern? Spiegeleier?
Die kannst du eh nicht – die mach ich mir lieber selbst!“

Der Frau wurde alles zu viel.
Einige Tage später, als sie die Meckerei nicht mehr ertragen konnte,
ging sie wieder hinaus – zu jenem abgelegenen Baum.

Sie stand neben ihm, schaute hinauf,
hielt die Hände offen zum Himmel und dachte tief in sich hinein:
Ach, wär ich doch nur ein Baum …

Da raschelte es.
Ein starker Wind kam auf.
Es knackte und klickte – und die Frau wurde zu einem Baum.

Ein wunderschöner Baum.

Ihre Blätter waren groß und grün, ihre Äste stark,
und sie war frei von allen schlechten Gedanken.

Sie war glücklich – als Baum.

Der Wind wehte ihre Blätter davon,
trug sie bis vor das Haus.
Dort türmten sie sich zu einem kleinen Hügel.

Als der Mann abends heimkam, sah er den Blätterhaufen und schüttelte den Kopf.

Seit diesem Moment wurde die Frau nie wieder gesehen.


Ende

















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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...