11 Ekim 2025 Cumartesi

🚂 Güterzug

Märchenwelt - Lieblingsgeschichte 🌟


Er war ein sehr fleißiger und arbeitswilliger Güterzug. Er fuhr immer die gleiche Strecke – rauf und runter.
Ganz schön viele Jahre.

Eines Tages beschloss die Geschäftsleitung, neue, modernere Züge anzuschaffen.

Da sie nicht genau wussten, was sie mit dem Güterzug machen sollten – denn so alt war er ja noch nicht –, stellten sie ihn einfach auf ein Seitengleis ab.

Das gefiel dem Güterzug überhaupt nicht. Er schaute sich um und überlegte, wie er von dort wieder wegkommen könnte.

Die Geschäftsleitung baute immer wieder neue Schienen, und so beobachtete der Güterzug, wie eine Seitenschiene zu einer Klappschiene umgebaut wurde.

Im Schleichgang rollte er immer ein kleines Stückchen vor, dann noch ein kleines Stückchen – so, dass es niemand bemerkte.

Als es dämmerig wurde und ein anderer Zug vorbeifuhr, nutzte er die Gelegenheit, schlüpfte durch die Klappschienen und fuhr im Schatten des anderen Zuges mit.

Eine Zeit lang fuhr er einfach so mit, bis er weitere Klappschienen entdeckte. Er bog ab und folgte der neuen Strecke.

Inzwischen war es Nacht geworden, und der Güterzug war müde. Er hielt an und schlief ein.

Am nächsten Morgen, als er aufwachte, schaute er sich neugierig um. Er sah einen hohen Zaun und wunderte sich.

Langsam fuhr er die Schienen entlang, die im Kreis verliefen. Dabei entdeckte er ein Elefantengehege. Ein Elefant streckte seinen Rüssel heraus.

„Wo bin ich denn hier gelandet?“ fragte der Zug.

„Türrü, türrü! Du bist hier im Zoo!“ antwortete der Elefant.

„Hmm. Im Zoo!“ tutete der Güterzug. „Und warum geht’s darum?“ fragte er.

„Ah! Die haben vor, hier einen Besucherzug einzusetzen, damit die Menschen uns Tiere vom Zug aus sehen können“, erklärte der Elefant.

Das fand der Zug sehr interessant. Er fuhr eine weitere Runde und sah dabei ein Zebra, eine Eule, einen Löwen und viele andere Tiere. Es gefiel ihm immer besser, und die Tiere grüßten ihn freundlich. Der Zug begann sich richtig wohlzufühlen.

Nach einigen Tagen, als der neue Besucherzug geprüft werden sollte, stellte sich der Güterzug einfach davor und wartete ab, was passieren würde.

Die Verantwortlichen – der Direktor und ein Prüfer – kamen herbei. Niemand schien sich daran zu stören, dass der Güterzug dort stand.

Der Prüfer betrat den Güterzug und stellte fest: „Hier sind ja gar keine Bänke!“

Der Direktor meinte: „Das ist kein Problem. Wir bauen einfach ein paar Bänke ein.“

Gesagt, getan. Kurze Zeit später war der Umbau abgeschlossen.

An dem großen Tag, an dem Besucher den Zoo besuchten, stiegen Kinder und Erwachsene in den Zug ein, der nun zum Besucherzug geworden war. Der Zug war begeistert, denn nun konnte er seine Runden durch den Zoo drehen. Er fühlte sich richtig lebendig. Stolz fuhr er seine Kreise.

Als es Abend wurde und der Zoo schloss, hielt der Zug bei der Eule an.

Die Eule fragte neugierig: „Von dir habe ich schon gehört. Sag mal, war dir das nicht langweilig, immer im Kreis zu fahren?“

„Was soll ich sagen?“ antwortete der Zug. „Ich bin jahrelang immer die gleiche Strecke rauf und runter gefahren. Das war auch nicht anders, als im Kreis zu fahren.“

„Da hast du wohl recht“, meinte die Eule.

Von diesem Tag an freute sich der Zug jeden Morgen darauf, wieder seine Runden zu drehen und die Besucher glücklich zu machen. Die Tiere im Zoo wurden seine Freunde, und er konnte sich sogar mit ihnen unterhalten. Schließlich war er ein ganz besonderer Güterzug.

Und wenn man von Weitem ein „Tut, tut, tut“ hört, dann ist es sicherlich der neue Besucherzug, der durch den Zoo fährt.

Ende

10 Ekim 2025 Cuma

Das Zwergenlied

Märchenwelt 🌟

🌿 Das Zwergenlied 🌿

Strophe 1:

Zwerg Bärenstark mir die schweren Steine anreicht,
dann geht’s leichter von der Hand.
Zwerg Krähenfuß hat sie schon vorbereitet,
drin werkelt Milchbart fleißig im Haus.

Refrain:
Hand in Hand, so schaffen wir’s,
so geht das Werk noch leichter von der Hand.
Zwerg Knollnase hat uns die Arbeitschürzen gemacht,
dass unser Werk geht leichter von der Hand.

Strophe 2:

Zwerg Zipfelmütz sammelte Feuerholz,
damit es später warm im Haus ist.
Zusammen am Zwergenhaus geht es voran,
Hand in Hand ist alles bald getan!
Hand in Hand ist unser Haus flink fertig gemacht!










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Sieben Zwerge

Märchenwelt 🌟

🌲🌲🏔🌲🌲
Es war einmal …

Sieben Zwerge, stark und klein,
wollten stets zusammen sein.
Knollnase roch, was keiner fand,
Hauptschlau dachte mit viel Verstand.
Zipfelmütz kochte voller Lust,
Bärenstark trägt die schweren Bäume her.
Milchbart strich den Bart geschwind,
Krähenfuß lauschte wie der Wind.
Medizini heilte Groß und Klein –
im Felsenhaus waren sie daheim.

Hinter einem langen, schmalen Bergtunnel lag das Felsenhaus der sieben Zwerge.
Am frühen Abend kamen die Zwerge gerade von ihren Streifzügen zurück.
Sie hatten Wasserbeutel dabei, die sie an einem weit entfernten Fluss aufgefüllt hatten.
Mühsam stapften sie mit ihrer schweren Last hintereinander durch den Tunnel.
Endlich am Ziel angekommen, machten sie es sich in ihrem Felsenhaus gemütlich.

Schon lange hegten sie den Wunsch, ihr eigenes Zwergenhaus zu besitzen,
wo sie einen Garten anlegen und Beete bepflanzen könnten.
Denn sie waren alt geworden und sehnten sich nach einem angenehmeren Leben.
Jeder träumte auf seine eigene Weise.

Zwerg Zipfelmütz, dessen Mütze ihm bis in die Augen hing, begann:
„Vielleicht sollten wir ein Strohhaus bauen?“

Zwerg Bärenstark, der ganze Bäume tragen konnte, warf ein:
„Besser, wir bauen ein Holzhaus!“

Daraufhin erinnerte Zwerg Hauptschlau, der Älteste und Klügste:
„Habt ihr vergessen, wie es den drei kleinen Schweinchen ergangen ist?
Das Strohhaus kann weggeweht und das Holzhaus umgestoßen werden.
Das einzig Wahre ist ein Steinhaus!“

Dabei nickte er aufgeregt mit dem Kopf.

Zwerg Milchbart, dessen bodenlanger weißer Bart manchmal verflochten
oder einfach nach hinten geschlagen war, fragte:
„Wo sollen wir die Steine hernehmen?“

Zwerg Knollnase schwieg lieber – er verließ sich auf seine feine Riechnase.

Währenddessen wickelte Zwerg Medizini mit seinen Spezialkräutern das Bein von Zwerg Krähenfuß ein.
Er hatte ein Hinkebein, aber seine Lauscherohren glichen das wieder aus.

Am nächsten Tag, früh am Morgen, machten sich die Zwerge wieder auf den Weg.
Vor dem Höhleneingang, während sie auf Zwerg Milchbart warteten,
der ausnahmsweise heute getrödelt hatte, waren sie sich uneinig,
welchen Weg sie diesmal einschlagen sollten.

Als Zwerg Milchbart endlich heraustrat, stolperte er über seinen langen Bart
und fiel auf die gegenüberliegende Seite der Felshöhle.
Die anderen halfen ihm hoch – und sie dachten,
das müsse ein Zeichen sein, diesem Weg zu folgen.

Zwerg Hauptschlau ging voraus, schließlich war er ihr Führer.
Zwerg Knollnase hielt seine feine Riechnase in den Wind
und roch schon von weitem die schmackhaften Pilze.
Hintereinander im Zwergenmarsch schritten sie voran.
Zwerg Krähenfuß hörte mit seinen feinen Lauscherohren das Vogelgezwitscher
und wies ihnen die Richtung.

Nach einer Weile entdeckten sie einen schmalen Trampelpfad
und sahen die Sonnenstrahlen durch den Waldrand scheinen.
Als sie dort ankamen, waren sie überrascht,
eine kleine Hügel-Wiesenlichtung zu finden,
umringt von alten Waldbäumen.

In der angenehmen Stille nahmen sie den wunderbaren Wiesenduft wahr.
Es war ein idealer Platz, um dort ihr Zwergenhaus zu bauen.
Keiner konnte es genau erklären,
aber sie fühlten sich sicher – und angekommen.

Zwerg Krähenfuß konnte plötzlich leichter laufen,
und ein besonderes Glücksgefühl überkam ihn.
„Meine Zwergenkameraden“, sagte er, „hier ist ein besonderer Ort.“
Die anderen nickten. Mit ihren Träumen und Hoffnungen
gingen sie erst einmal wieder zurück.

Als sie in ihrem Felsenhaus müde zu Bett gingen,
murmelte Zwerg Zipfelmütz im Halbschlaf:
„Wir können die Steine doch aus unseren Höhlenfelsen herausschlagen!“

Obwohl alle schon übermüdet waren,
überraschte sie Zipfelmütz’ Überlegung.
Sie schliefen darüber ein – aber der Gedanke blieb.

Am nächsten Tag machten sich die Zwerge gleich an die Arbeit.
Mit zwei Handwagen, die Zwerg Bärenstark gebaut hatte,
schlugen sie mit ihren Picken Steine aus der Felshöhle
und fuhren sie zur Wiesenlichtung.

Mit Feuereifer begannen sie den Hausbau.
Zwerg Hauptschlau stimmte ein Lied an:

🎶„Zwerg Bärenstark mir die schweren Steine anreicht,
dann geht’s leichter von der Hand.
Zwerg Krähenfuß hat sie schon vorbereitet,
drin werkelt Milchbart fleißig im Haus.
Hand in Hand, so schaffen wir’s –
das Werk geht leichter von der Hand.
Zwerg Knollnase hat uns Schürzen gemacht,
damit das Werk noch leichter geht.
Zwerg Zipfelmütz sammelt Feuerholz,
damit es später warm im Haus ist.
Zusammen am Zwergenhaus geht’s voran –
Hand in Hand ist alles bald getan!“🎶

🏕
Einige Tage später konnten sie stolz in ihr eigenes Haus einziehen.
Zwerg Bärenstark hatte aus Baumstämmen Betten gebaut,
und Zwerg Zipfelmütz kochte eine leckere Pilzsuppe
aus den Pilzen, die Knollnase gefunden hatte.

Auch Waldtiere wie Rehe und Hasen kamen neugierig vorbei.

Am Abend lagen alle gemütlich in ihren Betten.
Am nächsten Morgen wollten sie Beete anlegen –
und jeder träumte davon, was er pflanzen würde:
Tomaten, Kartoffeln, Karotten, Erdbeeren, Bohnen, Erbsen, Johannisbeeren …

Als Zwerg Hauptschlau am frühen Morgen aufwachte,
rieb er sich die Augen: Alle Betten waren leer!
Sofort lief er hinaus – und sah, wie die anderen schon fleißig
die Beete vorbereiteten.

„Wie konnte das passieren? Er, das Oberhaupt, hatte verschlafen.
Eilig nahm er sich eine Schaufel, um unbemerkt mitzuarbeiten.

Da hallte plötzlich ein Krächzen über die Wiese.
Eine pechschwarze Krähe zog ihre Runden am Himmel,
bis sie plötzlich hinabstürzte.

Zwerg Krähenfuß erinnerte sich:
Als er ein kleiner Zwerg war, hatte ihn diese Krähe
vor einem schlimmen Sturz bewahrt.
Damals hatte er ihr den verletzten Krallenfuß verbunden –
seitdem verband sie eine unsichtbare Freundschaft.

Als die Krähe den Boden berührte,
wurde ihr Gefieder schlohweiß.
Sie flog auf die Schulter von Zwerg Krähenfuß,
und alle wussten:
Diese Krähe würde ihr Glücksbringer sein.

Von da an genossen sie ihren Zwergenruhestand
bis an ihr Lebensende.

9 Ekim 2025 Perşembe

Wolkenland-Däumlinge

Märchenwelt 🌟 Lesebärwelt 

⛈️☁️⛈️
Oben im Wolkenland geht es hoch her.

Donner und Blitz wechseln sich ab – genau das Richtige für die fünf Däumlinge.

Mit ihren Spaßskatebords kann es losgehen!

Da ist der schwarze Däumling-Kater mit dem Würfelzeichen auf der linken Brust,
das graue Däumling-Nilpferd mit dem leuchtend roten Herz auf dem Bauch,
der braune Däumling-Hund Wuffy,
der weiße Däumling-Bär mit dem langen roten Schal
und der Mini-Löwe-Däumling mit orangengelbem Fell.

Alle stehen in Startposition – ihre goldschimmernden Wolkenschwebebords unter den Füßen.

Alle warten, besonders der schwarze Däumling-Kater, auf die Blitzwelle.

Gleich wird sie durchzucken –
und mit ihr wird der Däumling-Kater in die grollende Wolke vor ihnen hineinschießen.

Da! Endlich – die erwartete Blitzwelle!

Der Däumling-Kater springt mit seinem Wolkenbord hinein –
und verschwindet in der Wolke. Alle warten gespannt …

Und – schwups! – da schießt er hinten wieder heraus.

Der Regenbogen, der das Spektakel gern beobachtet, eilt zu Hilfe
und dreht sich in U-Form,
sodass der schwarze Däumling-Kater mitten hindurchsaust –
und von einer dicken Windfangwolke weich aufgefangen wird.

Sofort legen auch die anderen los –
einer nach dem anderen, wieder mit der Blitzwelle,
ab durch die Mitte, hinein in die grollende Wolke,
mit einem wilden Achterbahnluping, jauchzend und lachend.

Die Wolke grollt vor Lachen –
vom Gekitzel, das die durchgeschnellten kleinen Flitzer ihr bereiten.

Sie reiten in den Regenbogen hinein
und werden – einer nach dem anderen –
von der dicken Windfangwolke weich aufgefangen.

Und zum krönenden Abschluss des Tages
hüpfen sie noch ordentlich auf ihrer Wolke herum –
so sehr, dass dicke Regentropfen herunterplatschen.

Ach, wie herrlich so ein Grollgewitter im Wolkenland sein kann!

Darüber freuen sich die fünf Däumlinge herzlich. ⚡🐾⛈️
🌈💧💧💧⚡🌈

8 Ekim 2025 Çarşamba

Der verschwundene Mond 🌕

Märchenwelt 🌟

Im Wald waren die Tiere ganz aufgebracht und ängstlich, denn es war zappenduster.

Der Mond war verschwunden.

Bis einigen älteren Tieren – darunter auch eine hundert Jahre alte Schildkröte – auffiel, dass es schon einmal, als sie noch klein war, eine Mondfinsternis gegeben hatte. Sicherlich, meinten sie, war das jetzt auch eine.

Doch die Dunkelheit dauerte drei Tage lang an.

Auch die Sterne suchten den Mond – oben am Himmel war er verschwunden.

Da schickten sie das Einhorn hinunter. Als es im Wald ankam, mit seinem leuchtenden Fell, stellte sich heraus, dass böse Mächte den Mond wegnahmen.

Das Einhorn hatte besondere Kräfte – Suchkräfte. Es begann sofort mit der Suche und flog über den ganzen Wald hinweg, bis es an dessen Ende eine Felshöhle entdeckte.

Dort spürte es: Hier musste der Mond sein.

Nach einem langen Weg erreichte es die Höhle. Mit seinem Horn grub es die Erde aus und fand schließlich eine alte Truhe.

Als es sie öffnete, lag darin eine Tasche mit einem Siegelschloss. Das Einhorn öffnete das Schloss mit seinem Laserstrahl.

Und tatsächlich – darin lag der Mond.

Doch kaum wollte es ihn befreien, tauchten die bösen Mächte auf.

Das Einhorn stellte sich ihnen entgegen. Mit dem hellen Laserstrahl vertrieb es die bösen Mächte der Dunkelheit.

Dann flog es mit dem Mond zurück hinauf in den Himmel.

Dort war die Freude riesengroß bei dem ganzen Sternenvolk. Alle Sterne gruppierten sich um den Mond, und das Einhorn blieb bei ihm – zum Schutz, für alle Zeiten.

Und wenn du in der Nacht nach oben schaust, kannst du manchmal einen Schatten erkennen, der aussieht wie ein Einhorn.

Unten im Wald zündeten alle Tiere eine kleine Kerze an – aus Freude, dass der Mond wieder da war.

Ende. 🌟

Teppichfäschen – Früher war mal früher

Nachdenkliches – Allerlei-Sammelmaschen 📃


Bildschirme drehen ihre Köpfe herum, Plastroboter gleiten durch die Räume.
Sie können nichts riechen, nichts schmecken. Ihre Energie beziehen sie von den Lichtstrahlen der zweiten Sonne – und die gibt es genug hier, in dieser neuen Welt.
Mitten im Saal, in dem die Bildschirme sich recken und Plastroboter mit ihren flachen Rädern umherflitzen, steht ein Teppichfäschen, hergezoomt wie eine Fata Morgana. Seine Farben sind verblasst, flimmernde Staubwolken schweben über ihm.
Kinderköpfe sind darin zu sehen: ein Junge mit Brille auf der Nase, ein Mädchen im Badeanzug und Blumenkranz im Haar, eine mit Akkordeon mitdabei und Strohhut auf dem Kopf. Ein anderes Mädchen hält einen weißen Plüschesel in den Händen, ein Junge hält eine Ratte am Schwanz fest. Der nächste trägt Bücher und Schreibzeug bei sich, einer blättert in einem Heftchen, der andere versucht, Staubsterne zu fangen.
Sie alle, die Kinder, schauen über den Rand des Teppichfäschens hinaus.
Wo sind sie gelandet? In einer Welt, in der nur Bildschirme und hochintelligente, generierte Plastroboter existieren?
Die Bildschirme flattern und flimmern, die Plastroboter scannen mit ihren Plasmaaugen das Teppichfäschen mit den Kindern darin.
Es ist ganz still. Nur das Surren der Maschinen und die leisen Rollgeräusche der Roboter sind zu hören.
Soll das etwa die neue Zukunft sein?
Das geht den Kindern durch die Köpfe.
Ob sie nur träumen – oder ob dies Wirklichkeit werden wird?
Schuuur – verschwindet das Teppichfäschen ins „Früher war mal früher“.

*******************
Diesen Gedankenstoß habe ich geschrieben, weil alles generiert wird: Texte, Bilder, Systeme, Internet weltweit. Menschen sind abhängig – von Strom, Wasser, Lebensmitteln. Schritt für Schritt lassen sie ihr Leben von Systemen bestimmen.
Mitten drin in der System-Generation!
Wie sähe eine Welt ohne Menschen aus?
Wenn alles computerisiert wird – wo soll das enden?
Wo soll das hinführen?
Frage ich mich.
Ich weiß es nicht.
Da werden wir wohl die nigelnagelneuen Internet-Systeme fragen.
Oder?

Das Teppichfässchen

Märchenwelt 🌟 
📄🛢️📄
In der Wohnstube saßen die Kinder Rautus, Lüdel, Jens, Hubert und Babsi zusammen. Draußen war es kalt, denn es war Winterzeit.

Jeder von ihnen hatte Blätter vor sich liegen. Sie schrieben eine Geschichte zusammen: sammelten Begriffe und dachten sich Figuren aus.

Hinter ihnen murrte der Holzofen, die Ofentür klapperte, das Knistern der Holzscheite war zu hören. Eine wohlig warme Wärme erfüllte den Raum.

Die Kinder machten sich bereit: zuerst Rautus, dann Lüdel, Jens, Hubert und Babsi. Jeder schrieb ein Stück seiner Geschichte auf sein Blatt, knickte die beschriebene Seite nach hinten und reichte es nach einer bestimmten, vorgegebenen Zeit dem Nächsten weiter.

Nach einiger Zeit waren alle fertig, und Lüdel las als Erste vor …

„Fünf Kinder erlebten ein Abenteuer im zwanzigsten Jahrhundert …“

Doch während sie so las, umschloss sie ein oranger Nebelstrudel. Ein grelles Licht tauchte auf, sodass sie ihre Augen schließen mussten. Sie rieben sich die Augen, denn es schien wie ein Traum …

Statt des Tisches stand da ein eingerollter Teppich mit farbig schönen Mustern – mitten in einer grünen, gemalten Wiese. Es war zu fantastisch.

Der musste sehr alt sein, vielleicht sogar antik?

Ein Teppichfässchen, rundherum mit filigranen Hähnen versehen – je nach Farbpigment kam die passende Farbe heraus.

Zweitausend Millionen Libellen, deren Hinterteile leuchteten, schwirrten im Schein über das Teppichfässchen hinweg.

Die beschriebenen Blätter wurden durchsichtig und vom Teppichfässchen hineingezogen.

Rautus rannte auf das Teppichfässchen zu. Da erschien eine kleine blaue Fee mit orangen, durchscheinend schimmernden Flügelchen. Alle staunten – Lüdel, Jens, Hubert und Babsi. Rautus blieb stehen, und die Fee reichte ihm Füllfedern, die er an den tropfenden Hähnen befestigte.

Farben, Bilder, Geschichten – sie schwebten am Boden, in der Luft, überall vorbei. Überwältigt standen allen die Münder offen.

Besonders Rautus war fasziniert und wollte diese Besonderheit bewahren …

So ernannte die Fee Rautus zum Wächter des Teppichfässchens – und verzauberte ihn in eine Leseratte, dass er es auf ewig bewachen sollte.

Lüdel, Jens, Hubert und Babsi befanden sich wie im Traum. Ob sie das alles nur geträumt hatten?

Vielleicht lag das Geheimnis im Teppichfässchen verborgen. 📖 🐀

🌙 10 kleine Teppichfäschen

Vers - Reim 🌟 Märchenwelt 🌟


10 kleine Teppichfäschen wollten schlafen gehen,
eins davon hing im Wind – da waren’s nur noch neun.

9 kleine Teppichfäschen schwebten in den Himmel hinein,
eins flog zu den Sternen – da waren’s nur noch acht.

8 kleine Teppichfäschen flogen mit den Wolken,
es fing an zu regnen, eins wurde nass – da waren’s nur noch sieben.

7 kleine Teppichfäschen rollten sich auf der Wiese aus,
eins blieb einfach liegen – da waren’s nur noch sechs.

6 kleine Teppichfäschen rollten sich zusammen,
eins machte sich ganz lang – da waren’s nur noch fünf.

5 kleine Teppichfäschen ließen sich von der Sonne trocknen,
eins wurde ganz blass – da waren’s nur noch vier.

4 kleine Teppichfäschen spielten Fangen,
eins war raus – da waren’s nur noch drei.

3 kleine Teppichfäschen fuhren Karussell,
eins flog hinaus – da waren’s nur noch zwei.

2 kleine Teppichfäschen wollten nur noch ins Bett,
eins schwebte davon – da war’s nur noch eins.

1 kleines Teppichfäschen, so müde, ganz still,
träumt voller Geschichten – und schläft bei dir. 🌟💤

7 Ekim 2025 Salı

Lesebärwelt ⭐ Der Traum von den Sternen

⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme. 📢 🎧 ▶️ Audio abspielen

⭐ ⭐ ⭐ 🌟 ⭐⭐⭐ 
Esel Edgar träumt von den Sternen. Er möchte so gern dort oben leben.

Er träumt vor sich hin und schaut zum Himmel hinauf.

In diesem Moment kommt seine Freundin, das Einhorn. Er erzählt ihr von seinem großen Traum – hinauf zu den Sternen zu wollen.

Da sagt das Einhorn: 
„Komm, ich fliege dich zu den Sternen!“

Esel Edgar setzt sich auf ihren Rücken, und gemeinsam fliegen sie hinauf in den Himmel.

Bald schon sehen sie die Sterne, und einer von ihnen ist etwas größer als die anderen. Dort landen sie und sitzen eine Weile auf dem Stern, schauen hinunter auf die Welt.

Nach einer Weile sagt Esel Edgar: 
„Ja, das ist hier schön, hell, und die Sterne gefallen mir auch sehr gut – aber hier gibt es kein Leben, kein Wasser, nichts zu essen. Alles ist ganz kahl. Komm, wir fliegen wieder zurück.“

So kehren sie zur Erde zurück.

Unten hat Esel Edgars Frau, die Giraffe Sheila, schon auf ihn gewartet – zusammen mit der kleinen Tochter.

„Und, wie war’s, Esel Edgar?“ fragte sie. „Willst du noch immer bei den Sternen leben?“

„Nö“, sagte Esel Edgar etwas traurig, „da gibt’s gar nichts für uns."

Dann sitzen sie draußen auf der Terrasse: Sheila mit dem Giraffenkind auf dem Schoß, Esel Edgar und das Einhorn nebeneinander. Sie schauen hinauf zum Himmel, zu den funkelnden Sternen.

Dann bemerkt Esel Edgar: 
„Na ja – von unten schauen die Sterne auch ganz schön aus.“

Und da ruft die kleine Tochter: 
„Papa, Papa, schau mal!“

Und da sagt das Einhorn: 
„Schau mal, Esel Edgar, da oben hat sich ein Sternenbild gebildet – es sieht aus wie ein Esel!“ Alle schauen nach oben – und alle grinsen.


Ende. 🌟

Der vergessene Schlaf des verschlafenen Buches

Horrorgeschichte für Erwachsene  🌑  Ich bin Sena. Befinde ich mich in einem Alptraum – oder bin ich schon wach? Ich träume ein riesiges Buc...