15 Ekim 2025 Çarşamba

Wettrennen am Eichenbaum

Märchenwelt 🌟

🌳🌲🌳🌲🌳
🌿Tief im Wald lebte eine Tigerkatze.

Am liebsten flitzte sie Bäume rauf und runter. Schon als kleines Tigerkätzchen tat sie das mit größter Freude, und nun – als junge Tigerkatze – machte sie es immer noch.

Ihr Nachbar, das flinke Eichhörnchen, konnte es kaum glauben: Sollte die Tigerkatze tatsächlich schneller sein als er? Niemals!

Also forderte er sie zu einem Wettrennen heraus.

Wie der Wind verbreitete sich die Ankündigung im ganzen Wald, und schon bald hatten sich viele Tiere versammelt.

Das Rennen begann – und beide flitzten den Baum hinauf und wieder hinunter. Doch unglaublich: Sie waren gleich schnell!

Das wollte die Tigerkatze gar nicht glauben. Die beiden wurden sich uneinig!

Deshalb trat noch ein Unbeteiligter an – der kleine Mini-Löwe.

Etwas tiefer im Wald gab es einen stattlichen, breiten Eichenbaum. Er war ideal, um zu dritt hinauf- und wieder hinunterzurennen.

Und noch einmal ging das Rennen von vorne los:

„Drei, zwei, eins … los!“

Alle drei flitzten rauf und wieder runter – und wer gewann?

Der kleine Mini-Löwe!

„Was? Der Kleine?“ – Ganz groß staunten alle. 🦁

12 Ekim 2025 Pazar

🪡 Wir haben nichts anzuziehen!

Märchenwelt 🌟


Kaisers Kleidung

Kaiser Augustus, gut genährt mit Kugelbauch, saß den ganzen Tag auf seinem Thron. Kleidung hatte er genug, aber keine Lust, sie anzuziehen. Deshalb trug er immer dieselbe. So saß er da und wartete – mit einem riesigen Tuch um den Körper – darauf, dass seine gewaschene Wäsche fertig wurde.

Seine Frauen standen vor den Schränken. Ein ständiges Klick-Klack der Türen war zu hören und dazu die Rufe:
„Wir haben nichts anzuziehen!!“

Das große Raunen drang bis in den prunkvollen Kaisersaal. Der Kaiser konnte es nicht mehr hören – immer dasselbe am frühen Morgen!

Mit frischer Kleidung kam ihm ein neuer Einfall: Ein Schneider muss her, das ist doch wohl klar!

Mit Trompeten ließ er Kunde verbreiten, die den ganzen Tag von Mund zu Mund weitererzählt wurde. Brieftauben wurden eilig in die Winde geschickt – da würde sich doch etwas ergeben?

Eine Schlange von Menschen stand vor den Toren. Doch so lang sie zuerst gewesen war, so kurz wurde sie.

„Das gibt es doch nicht! Das kann doch nicht sein! Lauter eingebildete Schnösel!“ schrie und brüllte der Kaiser.

Seit Tagen saß Kaiser Augustus ungewohnterweise in denselben Kleidern auf seinem Thron. „Ist es eh schon egal“, dachte er sich und schmollte.

Da wurde er aus seiner Trägheit gerissen:

Eine junge, schlanke Frau – unscheinbar – stellte sich vor und wollte als Köchin arbeiten.

„Nö!“, rief der Kaiser. „Von denen habe ich schon genug.“

Doch ehrgeizig sprach die junge Frau:
„Dann sagt, was Ihr braucht! Ich bin vielseitig. Ich kann schreinern, malen, nähen, stricken und töpfern. Torten backen kann ich auch gut.“

„Was? Was war das? Nähen?!“, rief Kaiser Augustus.

Die junge Frau Dora bestätigte: „Ja, nähen!“

„Super, dann stelle ich dich als unsere Hofschneiderin ein!“, rief der Kaiser euphorisch.

Die junge Frau lächelte und bedankte sich herzlich.

Vom Schrei des Kaisers angelockt, kamen seine Frauen angerannt – jede wollte die Erste sein.

Doch die junge Dora war schlau:
„Zeigt mir eure Kleiderschränke, dann weiß ich, was ihr schon alles habt!“

Und schon waren alle entschwunden, um ihre Schränke zu zeigen. Die Kleider wurden begutachtet.

Die junge Dora sprach:
„Gut, ich brauche ein Zimmer, das hinter eurem Schrankraum liegt. Bis ich eure Kleider fertig habe, nähe ich für jeden von euch einen Morgenmantel.“

Auch der Kaiser bekam einen Morgenmantel, einen Bademantel und das Versprechen, ihm besondere kaiserliche Kleidung zu machen.

Kaiser Augustus nickte zufrieden. Endlich musste er keine lästigen Kleider mehr aus- und anziehen – außer der kaiserlichen Unterwäsche.

Unterdessen baute die junge Dora eine Konstruktion: ein Bogenrohr, das durch die nebeneinander stehenden Schränke zu ihrem Nähzimmer führte.

Dadurch – nähte Dora jeden Tag neue Kleider? Nö! Sie änderte sie um: kürzte, verzierte, verschönerte mit Bändern, machte Rüschen an die Kleidung.

Jetzt, wenn die Frauen den Schrank öffneten – Klick-Klack! – erschien immer ein neues Modell. Ein „Oh“ und „Ah“ war bis zum Kaiser zu hören. Ach, wie wunderbar! schmunzelte dieser höchstzufrieden, während Dora ihm wie versprochen weitere Morgenmäntel und Bademäntel reichte.

Daraufhin sprach Kaiser Augustus erleichtert:
„Mir reichen diese kaiserlichen Kleidungsstücke völlig aus!“

Zufrieden ließ er im Schlossgarten ein Fest mit einer Modeschau ausrichten. Das gesamte Volk wurde eingeladen. Dora half, das Event vorzubereiten.

Es war voll im Schlossgarten. Zuerst gespannt, später überrascht bewunderte das Volk die kaiserlichen Frauen, die die neue Mode vorführten.

Diese Eleganz, Einzigartigkeit und Besonderheit der Kleider übertraf einfach alles. Verwunderte Augen bestaunten jedes Detail.

Kaiser Augustus kam, um eine Schlussrede zu halten. Doch als er ungeschickt die Stufen hinaufstieg, stolperte er – und sein modischer Bademantel öffnete sich leicht. Erschrocken tastete der Kaiser nach seinem Gürtel, der nach hinten hing.

Da rief ein Kind:
„Schaut mal – der Kaiser hat nichts anzuziehen!“

Ein schallendes Gelächter brach aus. Dora sprang schnell hinauf, rettete die Situation und stellte den modischen Bademantel als kaiserliche Designerkleidung vor.

Somit war die Ehre des Kaisers gerettet.

Alle lächelten besonnen, besonders Dora schmunzelte verschmitzt in sich hinein.

Sie wusste: Sie hatte für ihr Leben ausgesorgt. Denn immerfort würde sie nähen – und so hörte man im Kaiserlichen Palast:

Klappern – Klick-Klack – die Nähmaschine ratterte – ratterte – ratterte… 🪡👗

11 Ekim 2025 Cumartesi

🚂 Güterzug

Märchenwelt 🌟


Er war ein sehr fleißiger und arbeitswilliger Güterzug. Er fuhr immer die gleiche Strecke – rauf und runter.
Ganz schön viele Jahre.

Eines Tages beschloss die Geschäftsleitung, neue, modernere Züge anzuschaffen.

Da sie nicht genau wussten, was sie mit dem Güterzug machen sollten – denn so alt war er ja noch nicht –, stellten sie ihn einfach auf ein Seitengleis ab.

Das gefiel dem Güterzug überhaupt nicht. Er schaute sich um und überlegte, wie er von dort wieder wegkommen könnte.

Die Geschäftsleitung baute immer wieder neue Schienen, und so beobachtete der Güterzug, wie eine Seitenschiene zu einer Klappschiene umgebaut wurde.

Im Schleichgang rollte er immer ein kleines Stückchen vor, dann noch ein kleines Stückchen – so, dass es niemand bemerkte.

Als es dämmerig wurde und ein anderer Zug vorbeifuhr, nutzte er die Gelegenheit, schlüpfte durch die Klappschienen und fuhr im Schatten des anderen Zuges mit.

Eine Zeit lang fuhr er einfach so mit, bis er weitere Klappschienen entdeckte. Er bog ab und folgte der neuen Strecke.

Inzwischen war es Nacht geworden, und der Güterzug war müde. Er hielt an und schlief ein.

Am nächsten Morgen, als er aufwachte, schaute er sich neugierig um. Er sah einen hohen Zaun und wunderte sich.

Langsam fuhr er die Schienen entlang, die im Kreis verliefen. Dabei entdeckte er ein Elefantengehege. Ein Elefant streckte seinen Rüssel heraus.

„Wo bin ich denn hier gelandet?“ fragte der Zug.

„Türrü, türrü! Du bist hier im Zoo!“ antwortete der Elefant.

„Hmm. Im Zoo!“ tutete der Güterzug. „Und warum geht’s darum?“ fragte er.

„Ah! Die haben vor, hier einen Besucherzug einzusetzen, damit die Menschen uns Tiere vom Zug aus sehen können“, erklärte der Elefant.

Das fand der Zug sehr interessant. Er fuhr eine weitere Runde und sah dabei ein Zebra, eine Eule, einen Löwen und viele andere Tiere. Es gefiel ihm immer besser, und die Tiere grüßten ihn freundlich. Der Zug begann sich richtig wohlzufühlen.

Nach einigen Tagen, als der neue Besucherzug geprüft werden sollte, stellte sich der Güterzug einfach davor und wartete ab, was passieren würde.

Die Verantwortlichen – der Direktor und ein Prüfer – kamen herbei. Niemand schien sich daran zu stören, dass der Güterzug dort stand.

Der Prüfer betrat den Güterzug und stellte fest: „Hier sind ja gar keine Bänke!“

Der Direktor meinte: „Das ist kein Problem. Wir bauen einfach ein paar Bänke ein.“

Gesagt, getan. Kurze Zeit später war der Umbau abgeschlossen.

An dem großen Tag, an dem Besucher den Zoo besuchten, stiegen Kinder und Erwachsene in den Zug ein, der nun zum Besucherzug geworden war. Der Zug war begeistert, denn nun konnte er seine Runden durch den Zoo drehen. Er fühlte sich richtig lebendig. Stolz fuhr er seine Kreise.

Als es Abend wurde und der Zoo schloss, hielt der Zug bei der Eule an.

Die Eule fragte neugierig: „Von dir habe ich schon gehört. Sag mal, war dir das nicht langweilig, immer im Kreis zu fahren?“

„Was soll ich sagen?“ antwortete der Zug. „Ich bin jahrelang immer die gleiche Strecke rauf und runter gefahren. Das war auch nicht anders, als im Kreis zu fahren.“

„Da hast du wohl recht“, meinte die Eule.

Von diesem Tag an freute sich der Zug jeden Morgen darauf, wieder seine Runden zu drehen und die Besucher glücklich zu machen. Die Tiere im Zoo wurden seine Freunde, und er konnte sich sogar mit ihnen unterhalten. Schließlich war er ein ganz besonderer Güterzug.

Und wenn man von Weitem ein „Tut, tut, tut“ hört, dann ist es sicherlich der neue Besucherzug, der durch den Zoo fährt.

Ende

10 Ekim 2025 Cuma

Das Zwergenlied

Märchenwelt 🌟

🌿 Das Zwergenlied 🌿

Strophe 1:

Zwerg Bärenstark mir die schweren Steine anreicht,
dann geht’s leichter von der Hand.
Zwerg Krähenfuß hat sie schon vorbereitet,
drin werkelt Milchbart fleißig im Haus.

Refrain:
Hand in Hand, so schaffen wir’s,
so geht das Werk noch leichter von der Hand.
Zwerg Knollnase hat uns die Arbeitschürzen gemacht,
dass unser Werk geht leichter von der Hand.

Strophe 2:

Zwerg Zipfelmütz sammelte Feuerholz,
damit es später warm im Haus ist.
Zusammen am Zwergenhaus geht es voran,
Hand in Hand ist alles bald getan!
Hand in Hand ist unser Haus flink fertig gemacht!

Sieben Zwerge

Märchenwelt 🌟

🌲🌲🏔🌲🌲
Es war einmal …

Sieben Zwerge, stark und klein,
wollten stets zusammen sein.
Knollnase roch, was keiner fand,
Hauptschlau dachte mit viel Verstand.
Zipfelmütz kochte voller Lust,
Bärenstark trägt die schweren Bäume her.
Milchbart strich den Bart geschwind,
Krähenfuß lauschte wie der Wind.
Medizini heilte Groß und Klein –
im Felsenhaus waren sie daheim.

Hinter einem langen, schmalen Bergtunnel lag das Felsenhaus der sieben Zwerge.
Am frühen Abend kamen die Zwerge gerade von ihren Streifzügen zurück.
Sie hatten Wasserbeutel dabei, die sie an einem weit entfernten Fluss aufgefüllt hatten.
Mühsam stapften sie mit ihrer schweren Last hintereinander durch den Tunnel.
Endlich am Ziel angekommen, machten sie es sich in ihrem Felsenhaus gemütlich.

Schon lange hegten sie den Wunsch, ihr eigenes Zwergenhaus zu besitzen,
wo sie einen Garten anlegen und Beete bepflanzen könnten.
Denn sie waren alt geworden und sehnten sich nach einem angenehmeren Leben.
Jeder träumte auf seine eigene Weise.

Zwerg Zipfelmütz, dessen Mütze ihm bis in die Augen hing, begann:
„Vielleicht sollten wir ein Strohhaus bauen?“

Zwerg Bärenstark, der ganze Bäume tragen konnte, warf ein:
„Besser, wir bauen ein Holzhaus!“

Daraufhin erinnerte Zwerg Hauptschlau, der Älteste und Klügste:
„Habt ihr vergessen, wie es den drei kleinen Schweinchen ergangen ist?
Das Strohhaus kann weggeweht und das Holzhaus umgestoßen werden.
Das einzig Wahre ist ein Steinhaus!“

Dabei nickte er aufgeregt mit dem Kopf.

Zwerg Milchbart, dessen bodenlanger weißer Bart manchmal verflochten
oder einfach nach hinten geschlagen war, fragte:
„Wo sollen wir die Steine hernehmen?“

Zwerg Knollnase schwieg lieber – er verließ sich auf seine feine Riechnase.

Währenddessen wickelte Zwerg Medizini mit seinen Spezialkräutern das Bein von Zwerg Krähenfuß ein.
Er hatte ein Hinkebein, aber seine Lauscherohren glichen das wieder aus.

Am nächsten Tag, früh am Morgen, machten sich die Zwerge wieder auf den Weg.
Vor dem Höhleneingang, während sie auf Zwerg Milchbart warteten,
der ausnahmsweise heute getrödelt hatte, waren sie sich uneinig,
welchen Weg sie diesmal einschlagen sollten.

Als Zwerg Milchbart endlich heraustrat, stolperte er über seinen langen Bart
und fiel auf die gegenüberliegende Seite der Felshöhle.
Die anderen halfen ihm hoch – und sie dachten,
das müsse ein Zeichen sein, diesem Weg zu folgen.

Zwerg Hauptschlau ging voraus, schließlich war er ihr Führer.
Zwerg Knollnase hielt seine feine Riechnase in den Wind
und roch schon von weitem die schmackhaften Pilze.
Hintereinander im Zwergenmarsch schritten sie voran.
Zwerg Krähenfuß hörte mit seinen feinen Lauscherohren das Vogelgezwitscher
und wies ihnen die Richtung.

Nach einer Weile entdeckten sie einen schmalen Trampelpfad
und sahen die Sonnenstrahlen durch den Waldrand scheinen.
Als sie dort ankamen, waren sie überrascht,
eine kleine Hügel-Wiesenlichtung zu finden,
umringt von alten Waldbäumen.

In der angenehmen Stille nahmen sie den wunderbaren Wiesenduft wahr.
Es war ein idealer Platz, um dort ihr Zwergenhaus zu bauen.
Keiner konnte es genau erklären,
aber sie fühlten sich sicher – und angekommen.

Zwerg Krähenfuß konnte plötzlich leichter laufen,
und ein besonderes Glücksgefühl überkam ihn.
„Meine Zwergenkameraden“, sagte er, „hier ist ein besonderer Ort.“
Die anderen nickten. Mit ihren Träumen und Hoffnungen
gingen sie erst einmal wieder zurück.

Als sie in ihrem Felsenhaus müde zu Bett gingen,
murmelte Zwerg Zipfelmütz im Halbschlaf:
„Wir können die Steine doch aus unseren Höhlenfelsen herausschlagen!“

Obwohl alle schon übermüdet waren,
überraschte sie Zipfelmütz’ Überlegung.
Sie schliefen darüber ein – aber der Gedanke blieb.

Am nächsten Tag machten sich die Zwerge gleich an die Arbeit.
Mit zwei Handwagen, die Zwerg Bärenstark gebaut hatte,
schlugen sie mit ihren Picken Steine aus der Felshöhle
und fuhren sie zur Wiesenlichtung.

Mit Feuereifer begannen sie den Hausbau.
Zwerg Hauptschlau stimmte ein Lied an:

🎶„Zwerg Bärenstark mir die schweren Steine anreicht,
dann geht’s leichter von der Hand.
Zwerg Krähenfuß hat sie schon vorbereitet,
drin werkelt Milchbart fleißig im Haus.
Hand in Hand, so schaffen wir’s –
das Werk geht leichter von der Hand.
Zwerg Knollnase hat uns Schürzen gemacht,
damit das Werk noch leichter geht.
Zwerg Zipfelmütz sammelt Feuerholz,
damit es später warm im Haus ist.
Zusammen am Zwergenhaus geht’s voran –
Hand in Hand ist alles bald getan!“🎶

🏕
Einige Tage später konnten sie stolz in ihr eigenes Haus einziehen.
Zwerg Bärenstark hatte aus Baumstämmen Betten gebaut,
und Zwerg Zipfelmütz kochte eine leckere Pilzsuppe
aus den Pilzen, die Knollnase gefunden hatte.

Auch Waldtiere wie Rehe und Hasen kamen neugierig vorbei.

Am Abend lagen alle gemütlich in ihren Betten.
Am nächsten Morgen wollten sie Beete anlegen –
und jeder träumte davon, was er pflanzen würde:
Tomaten, Kartoffeln, Karotten, Erdbeeren, Bohnen, Erbsen, Johannisbeeren …

Als Zwerg Hauptschlau am frühen Morgen aufwachte,
rieb er sich die Augen: Alle Betten waren leer!
Sofort lief er hinaus – und sah, wie die anderen schon fleißig
die Beete vorbereiteten.

„Wie konnte das passieren? Er, das Oberhaupt, hatte verschlafen.
Eilig nahm er sich eine Schaufel, um unbemerkt mitzuarbeiten.

Da hallte plötzlich ein Krächzen über die Wiese.
Eine pechschwarze Krähe zog ihre Runden am Himmel,
bis sie plötzlich hinabstürzte.

Zwerg Krähenfuß erinnerte sich:
Als er ein kleiner Zwerg war, hatte ihn diese Krähe
vor einem schlimmen Sturz bewahrt.
Damals hatte er ihr den verletzten Krallenfuß verbunden –
seitdem verband sie eine unsichtbare Freundschaft.

Als die Krähe den Boden berührte,
wurde ihr Gefieder schlohweiß.
Sie flog auf die Schulter von Zwerg Krähenfuß,
und alle wussten:
Diese Krähe würde ihr Glücksbringer sein.

Von da an genossen sie ihren Zwergenruhestand
bis an ihr Lebensende.

9 Ekim 2025 Perşembe

Wolkenland-Däumlinge

Märchenwelt 🌟 Lesebärwelt 

⛈️☁️⛈️
Oben im Wolkenland geht es hoch her.

Donner und Blitz wechseln sich ab – genau das Richtige für die fünf Däumlinge.

Mit ihren Spaßskatebords kann es losgehen!

Da ist der schwarze Däumling-Kater mit dem Würfelzeichen auf der linken Brust,
das graue Däumling-Nilpferd mit dem leuchtend roten Herz auf dem Bauch,
der braune Däumling-Hund Wuffy,
der weiße Däumling-Bär mit dem langen roten Schal
und der Mini-Löwe-Däumling mit orangengelbem Fell.

Alle stehen in Startposition – ihre goldschimmernden Wolkenschwebebords unter den Füßen.

Alle warten, besonders der schwarze Däumling-Kater, auf die Blitzwelle.

Gleich wird sie durchzucken –
und mit ihr wird der Däumling-Kater in die grollende Wolke vor ihnen hineinschießen.

Da! Endlich – die erwartete Blitzwelle!

Der Däumling-Kater springt mit seinem Wolkenbord hinein –
und verschwindet in der Wolke. Alle warten gespannt …

Und – schwups! – da schießt er hinten wieder heraus.

Der Regenbogen, der das Spektakel gern beobachtet, eilt zu Hilfe
und dreht sich in U-Form,
sodass der schwarze Däumling-Kater mitten hindurchsaust –
und von einer dicken Windfangwolke weich aufgefangen wird.

Sofort legen auch die anderen los –
einer nach dem anderen, wieder mit der Blitzwelle,
ab durch die Mitte, hinein in die grollende Wolke,
mit einem wilden Achterbahnluping, jauchzend und lachend.

Die Wolke grollt vor Lachen –
vom Gekitzel, das die durchgeschnellten kleinen Flitzer ihr bereiten.

Sie reiten in den Regenbogen hinein
und werden – einer nach dem anderen –
von der dicken Windfangwolke weich aufgefangen.

Und zum krönenden Abschluss des Tages
hüpfen sie noch ordentlich auf ihrer Wolke herum –
so sehr, dass dicke Regentropfen herunterplatschen.

Ach, wie herrlich so ein Grollgewitter im Wolkenland sein kann!

Darüber freuen sich die fünf Däumlinge herzlich. ⚡🐾⛈️
🌈💧💧💧⚡🌈

8 Ekim 2025 Çarşamba

Der verschwundene Mond 🌕

Märchenwelt 🌟

Im Wald waren die Tiere ganz aufgebracht und ängstlich, denn es war zappenduster.

Der Mond war verschwunden.

Bis einigen älteren Tieren – darunter auch eine hundert Jahre alte Schildkröte – auffiel, dass es schon einmal, als sie noch klein war, eine Mondfinsternis gegeben hatte. Sicherlich, meinten sie, war das jetzt auch eine.

Doch die Dunkelheit dauerte drei Tage lang an.

Auch die Sterne suchten den Mond – oben am Himmel war er verschwunden.

Da schickten sie das Einhorn hinunter. Als es im Wald ankam, mit seinem leuchtenden Fell, stellte sich heraus, dass böse Mächte den Mond wegnahmen.

Das Einhorn hatte besondere Kräfte – Suchkräfte. Es begann sofort mit der Suche und flog über den ganzen Wald hinweg, bis es an dessen Ende eine Felshöhle entdeckte.

Dort spürte es: Hier musste der Mond sein.

Nach einem langen Weg erreichte es die Höhle. Mit seinem Horn grub es die Erde aus und fand schließlich eine alte Truhe.

Als es sie öffnete, lag darin eine Tasche mit einem Siegelschloss. Das Einhorn öffnete das Schloss mit seinem Laserstrahl.

Und tatsächlich – darin lag der Mond.

Doch kaum wollte es ihn befreien, tauchten die bösen Mächte auf.

Das Einhorn stellte sich ihnen entgegen. Mit dem hellen Laserstrahl vertrieb es die bösen Mächte der Dunkelheit.

Dann flog es mit dem Mond zurück hinauf in den Himmel.

Dort war die Freude riesengroß bei dem ganzen Sternenvolk. Alle Sterne gruppierten sich um den Mond, und das Einhorn blieb bei ihm – zum Schutz, für alle Zeiten.

Und wenn du in der Nacht nach oben schaust, kannst du manchmal einen Schatten erkennen, der aussieht wie ein Einhorn.

Unten im Wald zündeten alle Tiere eine kleine Kerze an – aus Freude, dass der Mond wieder da war.

Ende. 🌟

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Märchenwelt – alt, neu erzählt 🌟 Es war einmal ein armer junger Bäckerbursche. Er ließ aus Gewohnheit immer drei Haferkörner draußen auf de...