9 Ocak 2026 Cuma

Die Sage von den Waldkindern

Sage aus der Märchenwelt 🌟


Sonnenmädchen – mit den leuchtenden Haaren

Regenmädchen – die Riechende, sie riecht Wasser, Regen oder Feuer

Adlerjunge – der Sehende, erkennt Spuren, Gefahren und versteckte Pfade

Baumjunge – der Starke, stemmt ganze Bäume und macht Wege frei

Windmädchen – die Hörende, hört wie ein Luchs: Wind, Bäume, feine Geräusche


In einem mächtigen Wald waren fünf außergewöhnliche Waldkinder.
Jedes von ihnen hatte seine eigene Gabe.

Das Sonnenmädchen hatte Haare, die im Dunkeln leuchteten, um den Weg zu weisen.

Der Baumjunge hatte ungewöhnlich starke Arme.
Er hob gefallene Bäume, schob große Steine beiseite und machte Wege frei.

Der Adlerjunge sah wie ein Adler.
Er erkannte Spuren, sah Gefahren voraus und wusste, wo man sicher gehen konnte.

Das Regenmädchen roch Wasser, Regen oder Feuer mit ihrer feinen Nase.

Das Windmädchen hörte wie ein Luchs.
Sie hörte den Wind, die Bäume, ihre Blätter – das Flüstern des Waldes.

Eines Tages hörte das Windmädchen feine, leise Blätterstimmen.
Sie kamen von einem sehr alten Baum, tief in einer Bergfelslichtung.
Seine Wurzeln reichten tief durch Steine, Wasser und Zeit.
Er war Teil des Waldwächters – des magischen Waldgeistes, der verschwunden war.

Der uralte Baum konnte nicht gehen.
Er konnte nicht rufen.
Aber er konnte senden.
Durch seine Blätterstimmen, durch sein Flehen nach Hilfe, konnte das Windmädchen ihn erhören.

Es gab keinen Regen mehr.
Bäume waren ausgetrocknet, kaum Wind wehte.
Kein Vogel zwitscherte.

Der magische Waldgeist spürte eine unsichtbare, gefährliche Macht.

Das Innere des magischen Waldgeistes ließ ihn am See erscheinen.
Etwas zog ihn dorthin.
Er spürte, dass das Gleichgewicht gestört war.

Der magische Waldgeist opferte sich.
Denn die Quelle, die den See speiste, würde versiegen.
Doch es gab drei verborgene Bergquellen, die nur durch sein Opfer frei werden konnten.

Als der magische Waldgeist mit dem See eins wurde, entstand ein schmaler, starker Wasserfall.

Doch der See war in sich geschlossen und konnte das Wasser nicht weiterleiten.


Die fünf Waldkinder streiften langsam durch den dichten, dunklen Wald – Schritt für Schritt.
Ohne Worte verständigten sie sich.

Der Wald war nur vom Mond erhellt.

Das Sonnenmädchen ging vornean, um den Weg zu erleuchten.

Das Regenmädchen hob die Nase in die Höhe, doch sie konnte kein Regenwasser riechen.

Der letzte schwache Windhauch flüsterte ihnen gerade noch zu,
dass sie zum großen See gehen sollten.

Sie folgten dem Flusslauf.
Der schmale Flusslauf war ausgetrocknet.
Der kleine Fluss war zwar schmal, aber viel zu tief.

Der Adlerjunge erspürte und sah mit seinen scharfen Augen einen geeigneten Übergang.

Der Baumjunge legte einen Baumstamm hinüber.

Sie folgten den Felswegen und erreichten den See.
Das Regenmädchen sah, was zu 
tun war.
Sie nickte dem Baumjungen zu.
Dieser zog mit seiner starken Faust eine Furche durch das unwegsame Gestein.

So entdeckten sie einen schmalen Höhlenspalt, der zum Baum führte.
Das Wasser erreichte den Baum.
Der Baum erholte sich schnell.

Die Waldkinder, Beschützer des Waldes, wurden:

Das Sonnenmädchen zur Sonne.
Das Regenmädchen zum Regen.
Das Windmädchen zum Wind.
Der Adlerjunge zum Adler – Wächter über den Baum und den gesamten Wald.
Der Baumjunge zu einem neuen Ast des Baumes.
Seine Äste trugen besonders buschige und leuchtende Blätter.

Der Wind wehte wieder.
Regenwolken zogen über den Himmel.
Die Sonne wärmte.
Vögel zwitscherten.
Der Wald rauschte im Wind.

So wurde die Weltordnung im Universum wiederhergestellt.

8 Ocak 2026 Perşembe

Die Sage von den goldenen Steckelschuhen

Sage aus der Märchenwelt 👡👡


Man erzählt sich, dass es einst ein Haus gab, in dem es an allem Notwendigen oft fehlte und über jedes Brot, jedes Gemüse und jede Kleinigkeit gesprochen wurde. 

Immer wieder schrieb die Frau des Hauses eine Liste. Keine besonderen, keine kostbaren Dinge – nur das, was man zum täglichen Leben braucht: Brot, Öl, Reis, etwas Gemüse. Dinge, die kommen und gehen wie die Tage selbst.

Doch jedes Mal, wenn der Mann die Liste sah, begann das alte Lied. Die Liste sei zu lang, schimpfte er. Manches brauche man nicht sofort, meinte er. Und manches vielleicht überhaupt nicht.

Da seufzte die Frau eines Tages und sprach:

„Ich habe doch keine goldenen Steckelschuhe verlangt.“

Niemand wusste genau, wie diese Schuhe aussahen. Ob sie glänzten oder nur im Kopf funkelten. Doch seit diesem Tag standen sie unsichtbar zwischen den Zeilen der Einkaufsliste. Einmal schrieb die Frau sie sogar auf – ganz unten, klein und still: Goldene Steckelschuhe.

Nicht weil sie sie wollte, sondern weil sie zeigen wollte, dass das Verlangte – wie Milch und Zucker – nichts Besonderes war.

So erzählt man sich, dass die goldenen Steckelschuhe keine Schuhe waren, sondern ein Zeichen: für das Maß, für das Alltägliche und für das Unverständnis darüber, warum selbst das Einfache manchmal zu viel erscheint.

Und bis heute, so sagt man, tauchen sie manchmal auf – nicht in Truhen oder Schaufenstern, sondern auf Zetteln, zwischen Brot und Salz.

Die Märchenerzählerin

Märchenwelt 🌟

Die Eselin saß auf vielen kleinen Heftchen. 
Sie war eine Märchenerzählerin:

Es war einmal.. 

Ein kleiner Gnom mit bodenlangen Haaren, sein Gesicht konnte man kaum erkennen unter der ebenso langen Zipfelmütze.

„Du, sag mal, was steht denn da auf dem Baumstamm für ein seltsames Wesen herum?“, fragte der Gnom das Moosweiberl, das gerade beschäftigt war, seine Mooskinder durchzuzählen.

Das Moosweiberl, hinten auf dem Rücken mit Moos bedeckt und vorn mit rundem Erdbauch, blickte ihn an und richtete sich auf.

„Weiß nicht. 
Das steht da halt.“

Als Rumpelstilzchen das hörte, stampfte er wütend mit dem Fuß auf den Baumstamm, sodass dieser krachend zerbrach. 

Er stolperte zu seinem Holzofen hinüber und versuchte, ihn anzumachen. 
Doch vergeblich – außer Qualm geschah gar nichts.

Zwei Pilzmäuse mit rötlichem Fell und weißen Punkten, ein Mäusepärchen mit neugierigen schwarzen Knopfaugen, beobachteten das Geschehen. Der Mäusebub konnte sogar brüllen wie ein Tiger.

„Sag mal, hast du kein Zündholz zum Anmachen?“, piepsten sie.

Da kam eine Wanderratte vorbei. Sie trug ein Rohr über der Schulter und steckte es nun in den Ofen. 

Eine Feuereidechse spie gezielt in die Ofenöffnung. 

Der Holzofen stand mitten im Freien.

Butterblume trat näher. Sie trug ein gelbes Blumenkleid, hatte weiße Haare und einen Blumenkranz auf dem Kopf.

Sie war die Hüterin des uralten Märchenbuches, voller vergessener Geschichten, die kaum noch jemand kannte.
Butterblume saß gebeugt über dem Buch. 
Es wirkte beinahe unsichtbar.

Sie rückte ihre Brille zurecht. 

Alle rückten näher heran. 
Sie konnten Schriftzeichen erkennen, doch lesen konnte sie keiner.

Butterblume schob ihre Brille die Nase hinauf.

Ein Baum in unmittelbarer Nähe murrte:
„Was trägst du da?“

„Eine Lesebrille“, antwortete Butterblume.

„Baah“, rief der Baum und runzelte seine Rinde.

Butterblume grinste verschmitzt. 

Eine alte, weise Schildkröte wärmte sich am Holzofen, holte ihre Brille hervor und war gespannt, was das wohl für ein Märchen sein wird. 

Ein Tausendfüßler stützte mit seinem Rücken das Buch.

Wanderratte und Feuereidechse saßen nebeneinander, der kleine Gnom und das Moosweiberl waren auch dabei, ebenso das Rumpelstilzchen. 

Dem Baum seine Blätter wurden ganz lang, von einem Ast oben spähte ein Rabe hinunter. Die Pilzmäuse duckten sich, und eine große, behaarte Spinne seilte sich vom Baum ab.

Alle saßen am Holzofen und fingen an zu lauschen.

Butterblume schlug im Märchenbuch die Seiten auf und begann vorzulesen:

Die weiße Schlange

Ein weiser König hatte die seltsame Gewohnheit, jeden Tag heimlich von einer weißen Schlange zu essen. Ein treuer Diener wurde neugierig, kostete davon – und verstand plötzlich die Sprache der Tiere.

Als der Ring der Königin verschwand, fiel der Verdacht auf ihn. Verzweifelt lauschte er im Hof den Enten und erfuhr, dass eine von ihnen den Ring verschluckt hatte. So konnte er seine Unschuld beweisen.

Der Diener verließ daraufhin den Hof und zog in die Welt hinaus. Unterwegs zeigte er ein gutes Herz: Er rettete Fische, die im Schilf festsaßen, verschonte einen Ameisenhaufen und half jungen Raben, die hungrig aus dem Nest gefallen waren.

Schließlich gelangte er in ein Königreich, in dem eine Prinzessin nur denjenigen heiraten wollte, der ihre schweren Aufgaben lösen konnte. Viele waren daran gescheitert.

Doch die Tiere, denen der Diener geholfen hatte, kamen ihm nun zu Hilfe: Die Fische, die Ameisen und die Raben standen ihm bei, sodass er alle Prüfungen bestand.

So gewann er mit Klugheit und Güte die Prinzessin und lebte glücklich, weise und gerecht.

(Brüder Grimm)

Ein Märchen aus den fast vergessenen Geschichten – die kaum noch einer kennt.

7 Ocak 2026 Çarşamba

Schreiben – der stille Schrei

Allerlei- Sammelmaschen 📃


Schreiben – Luft zum Atmen
Losgelöst schreiben

Schreiben, um loszulassen
Schreiben, um Gedanken mitzuteilen
Schreiben für die Seele

Schreiben, um Sorgen wegzuschreiben
Um Probleme loszuwerden,
Freude mitzuteilen

Liebesbriefe schreiben

Schreiben, um sich zu erlösen,
um sich zu lösen.

Schreiben, um sich selbst zu befreien,
schreiben im Stillen

Schreiben ein,
das Lebenselixier

****************************************

Gedicht

Schreiben –
der stille Schrei.

Luft zum Atmen.
Losgelöst sein.

Schreiben, um loszulassen,
um Gedanken mitzuteilen.

Schreiben für die Seele.
Schreiben,
um Sorgen wegzuschreiben,
um Probleme loszuwerden,
Freude mitzuteilen.

Liebesbriefe schreiben.

Schreiben,
um sich zu erlösen,
um sich zu lösen.

Schreiben,
um sich selbst zu befreien –
schreiben im Stillen.

Schreiben ein,
das Lebenselixier.

1 Ocak 2026 Perşembe

Tagebuch des Zwergs

Nachdenkliches aus der dunklen Märchenwelt 💥


Der Zwerg saß mit seinem langen Bart und gesenktem Kopf über das Tagebuch gebeugt.

Darin schrieb er seine Erlebnisse nieder – Erinnerungen aus seiner Kindheit.

Er war ein Kind aus einer kinderreichen Familie.

Der Zwerg schrieb schon viele Jahre. In Gedanken hing er seinen alten Erinnerungen nach – seine Kindheit war meist betrüblich. Der Zwerg erlebte eine harte, oft unfaire Erziehung.

Der Zwerg erhob sich. Er träumte, dass er sich aufrichtete, dass Erlebtes vor seinem inneren Auge vorbeizog …

Der Zwerg erwachte, blickte auf das Tagebuch, klappte es sehr langsam zu, nahm einen Beutel Samen und trat hinaus aus seinem Pilzhaus auf die Wiese.

Der Zwerg suchte mit suchendem Blick nach freiem Erdboden – nichts.

Der Zwerg nahm einen Spaten und machte sich ein Beet …

Seine Gedanken kreisten um seine eher schlechten Erinnerungen. Ebenfalls fühlte es sich für den Zwerg so an.

Der Zwerg nahm den Beutel und ließ die Samen hinunterrieseln. Er sah zu, wie sich die Samen auf dem Erdboden verteilten.

Dem Zwerg fiel auf: Die Samen brauchten Wasser.

In der Nähe war ein kleiner Bachlauf, bei dem der Zwerg die Gießkanne füllte.

Als der Zwerg die Samen goss, kreisten seine Gedanken. Wie viel Zeit er doch über seinem Tagebuch verbracht hatte – so viel, dass ihm sogar ein langer Bart gewachsen war.

Scheinbar hatte der Zwerg sein Leben mit dem Schreiben verbracht.

Oder doch nicht?

War es nicht wichtig für den Zwerg gewesen, all die Jahre vergangener Erinnerungen aufzuschreiben?

Nun war er alt, sehr alt geworden.

Das Buch blieb verschlossen – und die Gedanken des Zwerges auch.

Ende


31 Aralık 2025 Çarşamba

Der böse Zauberer Allwissend

aus der dunklen Märchenwelt 💥


Der böse Zauberer Allwissend lebte in einer Felshöhle mit seinem Knecht. 

Der böse Zauberer wütete und trieb sein böses Unwesen. Nichts war vor ihm sicher.

Er schikanierte den Knecht herum. Er musste seine Belange erfüllen. Holz holen – der Knecht schleppte ganze Baumstämme herbei. 

Einmal waren sie dem bösen Zauberer zu dünn, einmal zu dick. Recht machen konnte es ihm der Knecht nie. Essen mochte er nur bestimmte Sachen.

Einmal sagte der böse Zauberer: Das ist dir gut gelungen. In dem Moment wollte sich der Knecht freuen, kam aber: Es ist zu wenig Salz drin, und er streute sich Salz hinein. 

Tag ein, Tag aus meckerte er und lud seinen Frust beim Knecht ab. 

Seine sogenannten Freunde verwandelte er in Pilze oder Spargelbäume. Nach einiger Zeit schienen sie ihm nicht mehr geeignet. 

Das ging ganz viele Jahre so.

Vor langer Zeit versprach ihm der böse Zauberer, seine Zauberkunst beizubringen. Am Anfang vertraute der Knecht ihm gutgläubig. Der Knecht konnte sich daran erinnern: Als er ihn vor langer Zeit danach fragte, bog sich der Wind vom bösen Zauber seiner Zauberkraft.

Jetzt, wo der böse Zauberer alt geworden ist, mit seinen Augen schlecht sieht und er seine Zaubersprüche vermischt, ist es immer schlimmer geworden, und er lässt alles beim Knecht aus. 

Holz holen, aber marsch!

Normalerweise hat der böse Zauberer immer das Holz in Scheite gezaubert, aber jetzt bringt er seine Sprüche durcheinander und das Holz verknotet sich. 

Er gibt dem Knecht die Schuld. Jetzt muss der Knecht das Holz mit der Handsäge sägen.

Beim Knecht hat sich innerlich all die Jahre mit der Zeit alles angesammelt. 

Der Knecht wird immer wütender und immer wütender, so dass aus seinem Mund Qualmwolken kommen.

Der böse Zauberer will dagegen zaubern, macht alles nur noch schlimmer. Blitze entstehen, noch mehr Qualmwolken, immer dichter wird es. Sie werden eingeschlossen. Ein mächtiger Sog trägt sie hinfort. Wohin, weiß niemand.

Ende

3 Aralık 2025 Çarşamba

🐦 Vogelbaum

Märchenwelt 🌟 

Der Text entstand anhand dieser Sprachaufnahme. 📢 🎧 ▶️ Audio abspielen 🌟


Die Geschichte vom Baum, der ein Vogel sein wollte

Es war einmal ein Baum, der gern ein Vogel sein wollte.

Er stand auf einer großen, wunderschönen, saftig grünen Wiese – ganz allein.

Er hatte schöne, kräftige Blätter. Rundherum standen auch einige andere Bäume, aber etwas weiter entfernt.

In der Nähe plätscherte ein kleiner Bach.

Es war ein herrlicher Ort… doch der Baum war unzufrieden mit sich selbst.

Er meckerte und teckerte den ganzen Tag:
„Ahhh! Meine Blätter sind viel zu gelb!
Ach! Meine Äste sind so dürr und knorrig!“

Und so ging es immer – er jammerte und schimpfte.

Er sah die Vögel bei den anderen Bäumen hin- und herfliegen – so frei, so leicht.

Da dachte er in seinem Baumkopf:
„Ich möchte auch ein Vogel sein. Ich möchte auch frei sein.“

In diesem Jahr trug er besonders viele Walnüsse.

Seine Äste hingen schwer herunter, er bekam wenig Wasser, und er litt  darunter.

Und wieder klagte er:
„Ich habe zu wenig Wasser… ich will lieber ein Vogel sein!“

Da sprang plötzlich ein Eichhörnchen die Äste hinauf.

„Baum, ich frage dich ganz höflich: Darf ich ein paar Walnüsse bei dir sammeln?“

Der Baum schrie:
„WAS? Niemals! Ich nehme alle meine Zweige zusammen und schmeiße dich runter!“

Das Eichhörnchen stampfte mit seiner Pfote auf.

„Jetzt reicht‘s mit deiner ganzen Meckerei und Teckerei!“

Der Baum seufzte nur:
„Siehst du nicht? Meine Blätter sind gelb und verdorrt… und ich bekomme nicht genug Wasser.“

Da überlegte das Eichhörnchen.

„Ich habe einen Freund – den Biber. Vielleicht könnte er einen kleinen Wassergraben machen, damit mehr Wasser zu dir kommt.“

Der Baum dachte still bei sich:
„Warum sollte der Biber das für mich tun?“

Aber er sagte nichts.

Dem Eichhörnchen fiel eine List ein:
„Baum, ich habe bei dir so ein schönes Astloch gesehen.
Ich werde einige deiner Walnüsse dort hineinlegen, dann bleiben sie bei dir.“

Das gefiel dem Baum – und er ließ es zu.

Das Eichhörnchen fing an, Walnuss um Walnuss in das Astloch zu tragen.

Als die Hälfte abgetragen war, merkte der Baum, wie seine Äste leichter wurden.

Er fühlte sich sofort wohler.

Da überlegte er – und murrte:
„Na gut… frag halt deinen Freund, den Biber, ob er mir helfen kann.“

Am nächsten Tag machte sich das Eichhörnchen auf den Weg.

Es erzählte dem Biber alles, und der Biber tat dem Eichhörnchen zuliebe diesen Gefallen.

Er grub einen kleinen Wassergraben bis zu den Wurzeln des Baumes.

Klares, kaltes Wasser floss zu ihm hinüber.

„Ooooh, tut das gut…“, flüsterte der Baum.

Vor lauter Dankbarkeit überließ er dem Biber ein paar seiner alten knorrigen Äste.

Der Biber war zufrieden und trottete davon.

Der Baum wurde ruhiger.
Da er jetzt merkte, dass das Eichhörnchen ihm etwas Gutes getan hatte, ließ er es in dem Baumloch wohnen, das das Eichhörnchen von vornherein geplant hatte.
Seine List war aufgegangen, und das Eichhörnchen trug die restlichen Walnüsse ab.

Die Blätter des Baumes wurden wieder saftig grün.
Als der Herbst kam, färbten sie sich wunderschön bunt.

Da flogen einige Vögel zu ihm herüber.

Sie riefen:
„Baum, dürfen wir bei dir nisten? Deine Blätter sind so dicht – wir können unsere Vogelkinder dort gut verstecken.“

Die Idee gefiel dem Baum.

Plötzlich waren all seine Äste voller Vögel.
Es zwitscherte und sang überall.
Ein fröhliches Treiben herrschte in seinen Zweigen.

Der Baum vergaß völlig, dass er selbst ein Vogel sein wollte.

Er war einfach glücklich.

Das Eichhörnchen hüpfte vor Freude auf seinen Ästen herum.

„Siehst du, Baum? Jetzt hast du gaaanz viele Freunde! Ist das nicht viel besser?“

Der Baum schwieg – er wollte gar nicht mehr an die alten Zeiten denken.

Der Wind strich durch seine Blätter, und sie fingen an, ein Lied zu rauschen.

Wenn du draußen die Bäume rascheln hörst und die Blätter singen – dann haben sie das bestimmt von diesem Baum gelernt, weil er sooo schön Blätterrauschsingen konnte und so glücklich war.
 
Ende.

Höhlenmensch

Allerlei-Sammelmaschen 📃
Nachdenkliches – Verrücktes


„Hast du das gehört? Der Höhlenmensch drüben hat sich ein elektrisches Rolltor einbauen lassen!“

„Ich hatte zwar bisher nicht gehört, dass Höhlenmenschen ein Elektrotor haben. Womit betreiben sie das denn?“

„Mit Sonnenenergie, natürlich!“

„Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn die Menschen einfach Höhlenmenschen geblieben wären. Auf jeden Fall hatten sie keine Rechnungen zu bezahlen.“

„Stimmt. Und sie essen ja noch rohes Fleisch – sie jagen sogar mit Speeren!“

„Ob das wohl besser schmeckt? Aber sie können es auch über’m Feuer grillen.“

„Jetzt hat er sogar angefangen, sein Revier mit Felssteinen abzugrenzen. Also jedenfalls – das mache ich nicht mit!“

„Du, die Höhlenmenschen hatten keine Hobbys, oder?“

„Vielleicht hatten sie Pelz-Sammlungen … oder ihr Steinbrett war so voll, dass sie die Bilder freimeißeln mussten.“

„Ja! Und die Frauen waren echte Beerensammlerinnen.“

„Heute sammeln sie nur noch Angebote.“

„Und Trennung oder Ehe? Gab es nicht – nur eine große Gemeinschaft.“

„Vielleicht wären wir glücklicher geblieben, wenn wir beim Feuer geblieben wären … und nicht beim Strom.“

„Meinst du, wir sollten mal bei unserem Höhlenmensch-Nachbarn klopfen gehen? Vielleicht grillt er gerade?“

„Vielleicht gibt’s sogar Hirschkeule! 
– grinst –“

1 Aralık 2025 Pazartesi

🌳 Der geheimnisvolle Zauberwald

Märchenwelt 🌟


Es war einmal …

Waldmädchen Viona streifte im Wald umher. Es war Herbst, und alles war wunderbar anzuschauen:
Bäume, Sträucher und die Tiere, die zwischen ihnen umherhuschten.

Besonders ein kleiner, farbenprächtiger Vogel fiel ihr auf – wo kam der denn her?

Viona folgte dem farbigen Vögelchen. Dann entdeckte sie geheimnisvolle, leuchtende, farbige Blätter, die sich scheinbar selbst bewegten.
Als sie darauf zuging, lagen die farbigen Blätter ganz still da. – Sowas? –

Viona wurde wachsamer. Wo war sie?

Dieser Wald sah ganz anders aus als der, aus dem sie gekommen war.
Hinter ihr lag ein gelblicher Nebelschleier.

Dies war der Zauberwald! 
Bisher hatte Viona nur Gutes von ihren Vogelfreunden darüber gehört.

Aber wie war sie hierher geraten?
Viona erinnerte sich, dass sie dem wunderschönen farbigen Vogel gefolgt war.
Seltsam nur, dass hier kein einziges Vogelgezwitscher zu hören war.

Doch Viona war ein Waldmädchen.
Sie kannte sich gut aus und fand eine breite, mächtige Eiche.

Ihre Wurzeläste wanden sich um eine große Höhlenöffnung – es sah aus wie ein Tor.

Viona trat hinein. Die Höhle war hell, freundlich und wohnlich.
Heu lag am Boden, auf dem sie übermüdet einschlief.

🍂🍃🍁🍂🍃🍁🍂🍃🍂🍁
Am frühen Morgen, als Viona aufwachte, nahm sie ein starkes Rascheln wahr.

Als sie hinaussah, konnte sie nichts Besonderes entdecken.
Daraufhin hob sie eines dieser geheimnisvollen, leuchtenden Blätter auf – und darunter war ein winziger Igel.

– So klein? – wunderte sich das Mädchen. 

Der kleine Igel erzählte ihr, dass einst eine mächtige Zauberkraft – die es heute nicht mehr gab – sie winzig werden ließ.
Viele Igel versteckten sich unter den leuchtenden Blättern und wünschten sich, wieder ihre ursprüngliche Größe zu haben.
Die Blätter dienten ihnen als Schutz.

Viona hatte eine Idee:
Die winzigen Igel könnten doch in der gemütlichen Eichenhöhle Schutz finden!

Die Igel waren begeistert – auch der Eichenbaum nickte ihnen zu.

🌳
Das Mädchen erzählte der Eiche von dem ungewöhnlichen, farbigen Vogel.

Da wusste die Eiche sofort, wer das war: der seltene Eisvogel, der an Gewässern lebt.
In diesem Zauberwald gab es einen See – dort würde er bestimmt zu finden sein.

Der Eichenbaum riet ihr, einige der leuchtenden farbigen Blätter mitzunehmen, die sie in einem Beutel bei sich trug.

Aus den Schatten der Bäume sprangen immer wieder Eichhörnchen hervor – von Baum zu Baum – um ihr den Weg zu weisen.
Einige mutige, winzige Igel kamen mit ihren Blättern mit.

Der Weg war lang.

Viona war unbesorgt, denn ihre Igelbegleiter und die flinken Eichhörnchen waren bei ihr.

🏞
Als sie endlich den See erreichten, war es Nacht geworden.
Sie verbrachten erst einmal die Nacht dort.

Am Morgen, als Viona erwachte, wuselten die winzigen Igel umher und die Eichhörnchen hüpften aufgeregt von einem Baum zum anderen.
Alle warteten gespannt, was wohl geschehen würde.

Viona blickte durch den Lichtschein der Blätter und Zweige nach oben.

Dort oben saß er auf einem Ast:
der seltene, wunderschöne, farbenprächtige Eisvogel.

Sie blinzelte gegen das helle Morgenlicht.
In diesem Moment schoss eine farbige Gestalt vom Ast hinunter, hielt scheinbar in der Luft inne, tauchte dann ins Wasser und schnellte Sekunden später wieder empor.

Der Eisvogel lugte zu ihnen hinunter.

Eine unheimliche Stille legte sich über den See.
Ein Nebel begann aufzusteigen.

Viona brach die Stille:
„Bist du der Wächter des Waldes?“

Der Eisvogel sang:
„Du brauchst deine Vogelfreunde. Hole sie hierher.“

Das Mädchen stutzte.
„Wie soll das geschehen?“

Der Eisvogel stieß hinunter und berührte im Flug mit seinem langen, schmalen Schnabel den Beutel, den Viona bei sich trug.

Instinktiv öffnete Viona den Beutel und streute die geheimnisvollen, leuchtenden Blätter auf den See.

Ein Ruck durchfuhr den Wald.

Alle sahen von weitem einen gelben Nebelschwaden, der durchbrochen wurde.
Der Nebel löste sich auf – der Wald wurde wieder eins.

🐦 🐦🐦🐦 🐦🐦 🐦 🐦🐦 🐦🐦 🐦
Die Vogelfreunde flogen herbei, setzten sich auf die Äste und zwitscherten um die Wette. – Wie herrlich! –

Die meisten Igel nahmen ihre ursprüngliche Gestalt wieder an.
Nur einige blieben so winzig – denn sie wollten es so.

Das Waldmädchen tanzte vor Freude und sang mit den Tieren bis spät in die Nacht.

Und somit endet diese zauberhafte Geschichte. ✨

Die Sage vom Drachenfels

Sage aus der Märchenwelt 🌟 Die Drachenschnecke: Einst kam sie aus einer anderen Welt, hoch oben von den Sternen. Sie war durchsichtig, ihr ...